Die »nachhaltigere« Pandemie als Corona ist die der Adipositas. Diese beginnt bei einem Body-MassIndex (BMI: Körpergewicht in kg / Körpergröße in m) über 30. Neben etwaigen körperästhetischen Bezügen ist internistisch anzumerken, dass sie mehrere prognostisch nachteilige Folgen beinhaltet, die wir als Metabolisches Syndrom bezeichnen. Eine brauchbare Definition ist die der International Diabetes Federation (IDF), wonach prädiktiv zielführender anstatt des BMI der Taillenumfang verwendet wird (bei Frauen regelrecht < 80 cm; bei Männern < 94 cm). Die Folgen sind einmal ein sekundärer Diabetes mellitus, dann eine Fettstoffwechselstörung und Bluthochdruck. Ursache ist die ungesunde westliche Lebensweise mit kaum Bewegung (»Sitzen ist das neue Rauchen«), kohlenhydratbetonter Ernährung und Stressfaktoren. Es ist gut belegt, dass dieses Metabolische Syndrom ein erhebliches Herzkreislaufrisiko mit erhöhter Todesrate impliziert. Diese geht nicht nur auf die genannten einzelnen Risikofaktoren zurück, sondern auch auf das ungünstig stoffwechselaktive Bauchfett, dass eine stille Entzündung (silent inflammation) triggert. Leider hat dieses in den letzten Jahren erheblich zugenommen, derzeit nicht mehr nur in Industrieländern, sondern auch Schwellenländern.
Doch sind GLP1-Agonisten (Ozempic, Wegovy, Mounjaro und Co.) nun die Lösung? Prof. Dr. Uwe Nixdorff klärt auf.
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