- Startseite
- Podcasts
- Druckfehler erlaubt Podcast
Episoden
14 Minuten
3D-Druck auf Reisen: Diese Lösungen haben mir unterwegs gefehlt
Was passiert, wenn der 3D-Drucker zwei Wochen lang zu Hause bleibt? Die Druckpause sorgt nicht etwa für weniger Ideen – plötzlich fallen überall kleine Probleme auf, für die man am liebsten sofort eine passende Lösung konstruieren würde.
In Folge 7 von „Druckfehler erlaubt“ berichtet Klaus davon, wie sich der Blick auf Alltagsgegenstände verändert, wenn man sich intensiver mit 3D-Druck beschäftigt. Lose Ladekabel, fehlende Halterungen, unpassende Haken und Teile, die nur um wenige Millimeter nicht zusammenpassen, werden schnell zu möglichen Druckprojekten.
Dabei geht es aber nicht nur um neue Ideen. Die entscheidende Frage lautet: Muss wirklich für jedes kleine Problem ein Kunststoffteil gedruckt werden?
Themen dieser Folge:
• Warum das Molle-Panel noch auf seinen Praxistest warten muss
• Wie auf Reisen neue Ideen für 3D-Druck-Projekte entstehen
• Kabelorganizer, Smartphone-Ständer, Haken und individuelle Adapter
• Woran man ein wirklich sinnvolles Druckprojekt erkennt
• Warum nicht alles, was druckbar ist, auch gedruckt werden sollte
• Materialwahl für unterwegs: PLA, PETG, ABS und ASA
• Wie sich Ideen auch ohne verfügbaren Drucker vorbereiten lassen
• Warum einfache Konstruktionen häufig die besseren Lösungen sind
• Wie die Reiseideen mit dem Molle-Projekt zusammenhängen
Zwei fürs Druckbett
Diesmal gibt es zwei noch ungetestete Ideen für zukünftige Drucke:
Ein kompakter Kabelorganizer, der unterschiedliche Kabel aufnehmen kann und sich im Reisegepäck möglichst klein macht.
Ein leichter, universeller Reisehaken für Kopfhörer, kleine Taschen oder andere leichte Gegenstände.
Ob daraus tatsächlich brauchbare Modelle werden, zeigt sich nach den ersten Testdrucken. Denn Ideen haben bekanntlich noch keine Probleme mit Toleranzen, Warping oder schlechter Betthaftung.
Ausblick
Das Molle-Panel ist nicht vergessen, sondern nur verschoben. Sobald Klaus wieder zu Hause ist, wird es montiert, belastet und am Fahrrad getestet.
Welche gedruckten Teile nehmt ihr regelmäßig mit auf Reisen? Und bei welchem Gegenstand habt ihr unterwegs schon einmal gedacht: Das hätte ich vorher wirklich drucken sollen?
Druckfehler erlaubt – der 3D-Druck-Podcast für zu Hause.
Wenn etwas schiefgeht, ist der Druck vielleicht verloren – aber die Geschichte ist gerettet.
Was passiert, wenn der 3D-Drucker zwei Wochen lang zu Hause bleibt? Die Druckpause sorgt nicht etwa für weniger Ideen – plötzlich fallen überall kleine Probleme auf, für die man am liebsten sofort eine passende Lösung konstruieren würde.
In Folge 7 von „Druckfehler erlaubt“ berichtet Klaus davon, wie sich der Blick auf Alltagsgegenstände verändert, wenn man sich intensiver mit 3D-Druck beschäftigt. Lose Ladekabel, fehlende Halterungen, unpassende Haken und Teile, die nur um wenige Millimeter nicht zusammenpassen, werden schnell zu möglichen Druckprojekten.
Dabei geht es aber nicht nur um neue Ideen. Die entscheidende Frage lautet: Muss wirklich für jedes kleine Problem ein Kunststoffteil gedruckt werden?
Themen dieser Folge:
• Warum das Molle-Panel noch auf seinen Praxistest warten muss
• Wie auf Reisen neue Ideen für 3D-Druck-Projekte entstehen
• Kabelorganizer, Smartphone-Ständer, Haken und individuelle Adapter
• Woran man ein wirklich sinnvolles Druckprojekt erkennt
• Warum nicht alles, was druckbar ist, auch gedruckt werden sollte
• Materialwahl für unterwegs: PLA, PETG, ABS und ASA
• Wie sich Ideen auch ohne verfügbaren Drucker vorbereiten lassen
• Warum einfache Konstruktionen häufig die besseren Lösungen sind
• Wie die Reiseideen mit dem Molle-Projekt zusammenhängen
Zwei fürs Druckbett
Diesmal gibt es zwei noch ungetestete Ideen für zukünftige Drucke:
Ein kompakter Kabelorganizer, der unterschiedliche Kabel aufnehmen kann und sich im Reisegepäck möglichst klein macht.
Ein leichter, universeller Reisehaken für Kopfhörer, kleine Taschen oder andere leichte Gegenstände.
Ob daraus tatsächlich brauchbare Modelle werden, zeigt sich nach den ersten Testdrucken. Denn Ideen haben bekanntlich noch keine Probleme mit Toleranzen, Warping oder schlechter Betthaftung.
Ausblick
Das Molle-Panel ist nicht vergessen, sondern nur verschoben. Sobald Klaus wieder zu Hause ist, wird es montiert, belastet und am Fahrrad getestet.
Welche gedruckten Teile nehmt ihr regelmäßig mit auf Reisen? Und bei welchem Gegenstand habt ihr unterwegs schon einmal gedacht: Das hätte ich vorher wirklich drucken sollen?
Druckfehler erlaubt – der 3D-Druck-Podcast für zu Hause.
Wenn etwas schiefgeht, ist der Druck vielleicht verloren – aber die Geschichte ist gerettet.
22 Minuten
Modell zu groß fürs Druckbett? Teilen im Slicer und ABS stabil verbinden
Was tun, wenn ein fertig konstruiertes Modell nicht auf das eigene Druckbett passt?
In Folge 6 von „Druckfehler erlaubt“ zeigt Klaus am Beispiel seines Molle-Panels für den Fahrradgepäckträger, wie sich ein großes Funktionsteil direkt in Anycubic Slicer Next teilen lässt. Statt eines einfachen geraden Schnitts kommt eine automatisch erzeugte Schwalbenschwanzverbindung zum Einsatz.
Anschließend geht es um die Frage, wie sich die beiden gedruckten ABS-Hälften dauerhaft verbinden lassen. Klaus vergleicht zwei Methoden mit Aceton und berichtet, warum beim Belastungstest nicht die behandelte Naht, sondern das massive Material daneben brach.
Themen dieser Folge
Modelle teilen, die nicht aufs Druckbett passen
Wann ein einfacher gerader Schnitt nicht ausreicht
Warum eine Dovetail-Verbindung die Teile mechanisch führt
Das Dovetail-Werkzeug in Anycubic Slicer Next
Größe, Tiefe und Winkel der Verbindung einstellen
Warum kleine Testdrucke Zeit und Filament sparen
ABS statt Polycarbonat für das aktuelle Projekt
Zwei Methoden zum Verbinden von ABS mit Aceton
Bedampfen im Glas im Vergleich zum gezielten Auftragen
Sicherheit beim Umgang mit Aceton
Das Molle-Panel als praktischer Anwendungsfall
Slicer-Tipp der Folge
In Anycubic Slicer Next das Modell im Bereich „Prepare“ auswählen und die Funktion „Cut“ öffnen. Statt „Planar“ die Option „Dovetail“ verwenden.
Position, Größe, Tiefe und Winkel der Verbindung lassen sich an das Modell anpassen. Vor dem großen Druck empfiehlt sich ein kleiner Test mit denselben Einstellungen und derselben Druckausrichtung.
Aceton und ABS
Beim Bedampfen im geschlossenen Behälter wurde die Oberfläche des Testteils sichtbar geglättet. Die Verbindung im tieferen Klebespalt war jedoch nicht ausreichend.
Beim zweiten Versuch wurde eine kleine Menge Aceton gezielt an der Naht aufgetragen. Durch die Kapillarwirkung gelangte es in den Spalt. Nach dem vollständigen Aushärten brach das Teststück bei der Belastung nicht an der behandelten Naht, sondern daneben im massiven Material.
Das ist eine Beobachtung aus diesem konkreten Versuch und keine Garantie für jedes Bauteil oder jede Belastung.
Wichtiger Sicherheitshinweis
Aceton ist leicht entzündlich. Nur im Freien oder an einem sehr gut belüfteten Arbeitsplatz, möglichst mit geeigneter Absaugung, arbeiten. Zündquellen fernhalten, Augen und Hände schützen und das Sicherheitsdatenblatt des verwendeten Produkts beachten.
Diese Methode eignet sich für ABS und ASA, nicht in gleicher Weise für PLA oder PETG.
Das Projekt
Als Praxisbeispiel dient ein geteiltes Molle-Panel für den Fahrradgepäckträger Tubus Padua.
Tubus Padua:
https://www.bike-packing.de/tubus-padua-gepaecktraeger
Wie teilt und verbindet ihr Modelle, die nicht auf euer Druckbett passen? Nutzt ihr Dovetail-Verbindungen, Passstifte, Schrauben oder Klebstoff?
Schreibt mir gerne eure Erfahrungen.
Druckfehler erlaubt – der 3D-Druck-Podcast für zu Hause
Wenn etwas schiefgeht, ist vielleicht der Druck verloren – aber die Geschichte ist gerettet.
Was tun, wenn ein fertig konstruiertes Modell nicht auf das eigene Druckbett passt?
In Folge 6 von „Druckfehler erlaubt“ zeigt Klaus am Beispiel seines Molle-Panels für den Fahrradgepäckträger, wie sich ein großes Funktionsteil direkt in Anycubic Slicer Next teilen lässt. Statt eines einfachen geraden Schnitts kommt eine automatisch erzeugte Schwalbenschwanzverbindung zum Einsatz.
Anschließend geht es um die Frage, wie sich die beiden gedruckten ABS-Hälften dauerhaft verbinden lassen. Klaus vergleicht zwei Methoden mit Aceton und berichtet, warum beim Belastungstest nicht die behandelte Naht, sondern das massive Material daneben brach.
Themen dieser Folge
Modelle teilen, die nicht aufs Druckbett passen
Wann ein einfacher gerader Schnitt nicht ausreicht
Warum eine Dovetail-Verbindung die Teile mechanisch führt
Das Dovetail-Werkzeug in Anycubic Slicer Next
Größe, Tiefe und Winkel der Verbindung einstellen
Warum kleine Testdrucke Zeit und Filament sparen
ABS statt Polycarbonat für das aktuelle Projekt
Zwei Methoden zum Verbinden von ABS mit Aceton
Bedampfen im Glas im Vergleich zum gezielten Auftragen
Sicherheit beim Umgang mit Aceton
Das Molle-Panel als praktischer Anwendungsfall
Slicer-Tipp der Folge
In Anycubic Slicer Next das Modell im Bereich „Prepare“ auswählen und die Funktion „Cut“ öffnen. Statt „Planar“ die Option „Dovetail“ verwenden.
Position, Größe, Tiefe und Winkel der Verbindung lassen sich an das Modell anpassen. Vor dem großen Druck empfiehlt sich ein kleiner Test mit denselben Einstellungen und derselben Druckausrichtung.
Aceton und ABS
Beim Bedampfen im geschlossenen Behälter wurde die Oberfläche des Testteils sichtbar geglättet. Die Verbindung im tieferen Klebespalt war jedoch nicht ausreichend.
Beim zweiten Versuch wurde eine kleine Menge Aceton gezielt an der Naht aufgetragen. Durch die Kapillarwirkung gelangte es in den Spalt. Nach dem vollständigen Aushärten brach das Teststück bei der Belastung nicht an der behandelten Naht, sondern daneben im massiven Material.
Das ist eine Beobachtung aus diesem konkreten Versuch und keine Garantie für jedes Bauteil oder jede Belastung.
Wichtiger Sicherheitshinweis
Aceton ist leicht entzündlich. Nur im Freien oder an einem sehr gut belüfteten Arbeitsplatz, möglichst mit geeigneter Absaugung, arbeiten. Zündquellen fernhalten, Augen und Hände schützen und das Sicherheitsdatenblatt des verwendeten Produkts beachten.
Diese Methode eignet sich für ABS und ASA, nicht in gleicher Weise für PLA oder PETG.
Das Projekt
Als Praxisbeispiel dient ein geteiltes Molle-Panel für den Fahrradgepäckträger Tubus Padua.
Tubus Padua:
https://www.bike-packing.de/tubus-padua-gepaecktraeger
Wie teilt und verbindet ihr Modelle, die nicht auf euer Druckbett passen? Nutzt ihr Dovetail-Verbindungen, Passstifte, Schrauben oder Klebstoff?
Schreibt mir gerne eure Erfahrungen.
Druckfehler erlaubt – der 3D-Druck-Podcast für zu Hause
Wenn etwas schiefgeht, ist vielleicht der Druck verloren – aber die Geschichte ist gerettet.
19 Minuten
Eigene 3D-Modelle konstruieren: Wie gelingt der Einstieg mit Tinkercad – und wie plant man Toleranzen, damit Steckverbindungen und Passungen wirklich funktionieren?
In Folge 5 von „Druckfehler erlaubt“ geht es ums eigene Konstruieren statt nur ums Herunterladen fertiger STL-Dateien. Klaus erzählt, warum Tinkercad trotz einfacher Bedienung eine echte Lernkurve besitzt, wie weit er mit Fusion 360, FreeCAD und Blender gekommen ist und wie ihm seine frühere Arbeit als Zahntechniker im CAD/CAM-Bereich beim Verständnis von Passungen hilft.
Darum geht es:
• Warum eigenes Konstruieren im 3D-Druck langfristig wichtig ist
• Tinkercad als einfacher Einstieg mit überraschender Tiefe
• Erste Erfahrungen mit Fusion 360, FreeCAD und Blender
• Toleranzen bei Steckverbindungen und Presssitzen richtig einplanen
• Erfahrungen aus dem Dental-CAD/CAM-Bereich
• Mollepanel-Update: Wenn der Bauraum zu klein ist
• Geplante Teilung mit einer Schwalbenschwanzverbindung
• Ein Türhaken als gelungenes eigenes Konstruktionsbeispiel
• Was man von fremden Modellen mit guter Passgenauigkeit lernen kann
ZWEI FÜRS DRUCKBETT
1. Adapter für Thule-Fahrradträger
Passend für Thule Caravan Superb bzw. Superb Short mit Y-förmigen Schienen. Der Adapter erhöht den Boden der Schiene, damit auch breite Mountainbike-Reifen sicher stehen können.
Material: ASA
Druckzeit: gut 2 Stunden pro Adapterpaar
Menge: 6 Stück
Passung: weder zu streng noch zu locker
Modell: https://www.printables.com/model/616824-thule-caravan-superb-superb-short-smart-adapter
2. Magnetischer Schlüsselhaken
Ein kompakter Haken mit zwei eingelassenen Magneten für Schlüssel und leichte Gegenstände an magnetischen Oberflächen.
Material: ASA für den Außeneinsatz
Magnete: Neodym, 10 × 2 mm
Menge: 4 Stück
Tipp: Magnete zusätzlich mit Sekundenkleber fixieren und leicht versenkt einsetzen, damit der Haken bündig aufliegt.
Modell: https://makerworld.com/de/models/139804-magnetic-key-hook
KONSTRUKTIONSTIPP DER FOLGE
Bei Steckverbindungen und Presssitzen nicht exakt auf das gemessene Maß konstruieren, sondern bewusst Spiel einplanen. Als Ausgangspunkt eignen sich ungefähr 0,1 bis 0,3 mm – abhängig von Drucker, Material, Ausrichtung und gewünschter Passung. Für locker sitzende Bauteile wie einen Türhaken kann deutlich mehr sinnvoll sein.
Am besten zuerst ein kleines Teststück mit mehreren Abstufungen drucken. So lässt sich die passende Toleranz schnell ermitteln, ohne das gesamte Bauteil mehrfach drucken zu müssen.
„Druckfehler erlaubt“ ist der deutschsprachige 3D-Druck-Podcast für alle, die zu Hause drucken, konstruieren und aus Fehlern lernen.
Abonniere den Podcast für praktische CAD-Tipps, reale Projekte und ehrliche Erfahrungen rund um den 3D-Druck.
#Tinkercad #3DModellierung #DruckfehlerErlaubt
In Folge 5 von „Druckfehler erlaubt“ geht es ums eigene Konstruieren statt nur ums Herunterladen fertiger STL-Dateien. Klaus erzählt, warum Tinkercad trotz einfacher Bedienung eine echte Lernkurve besitzt, wie weit er mit Fusion 360, FreeCAD und Blender gekommen ist und wie ihm seine frühere Arbeit als Zahntechniker im CAD/CAM-Bereich beim Verständnis von Passungen hilft.
Darum geht es:
• Warum eigenes Konstruieren im 3D-Druck langfristig wichtig ist
• Tinkercad als einfacher Einstieg mit überraschender Tiefe
• Erste Erfahrungen mit Fusion 360, FreeCAD und Blender
• Toleranzen bei Steckverbindungen und Presssitzen richtig einplanen
• Erfahrungen aus dem Dental-CAD/CAM-Bereich
• Mollepanel-Update: Wenn der Bauraum zu klein ist
• Geplante Teilung mit einer Schwalbenschwanzverbindung
• Ein Türhaken als gelungenes eigenes Konstruktionsbeispiel
• Was man von fremden Modellen mit guter Passgenauigkeit lernen kann
ZWEI FÜRS DRUCKBETT
1. Adapter für Thule-Fahrradträger
Passend für Thule Caravan Superb bzw. Superb Short mit Y-förmigen Schienen. Der Adapter erhöht den Boden der Schiene, damit auch breite Mountainbike-Reifen sicher stehen können.
Material: ASA
Druckzeit: gut 2 Stunden pro Adapterpaar
Menge: 6 Stück
Passung: weder zu streng noch zu locker
Modell: https://www.printables.com/model/616824-thule-caravan-superb-superb-short-smart-adapter
2. Magnetischer Schlüsselhaken
Ein kompakter Haken mit zwei eingelassenen Magneten für Schlüssel und leichte Gegenstände an magnetischen Oberflächen.
Material: ASA für den Außeneinsatz
Magnete: Neodym, 10 × 2 mm
Menge: 4 Stück
Tipp: Magnete zusätzlich mit Sekundenkleber fixieren und leicht versenkt einsetzen, damit der Haken bündig aufliegt.
Modell: https://makerworld.com/de/models/139804-magnetic-key-hook
KONSTRUKTIONSTIPP DER FOLGE
Bei Steckverbindungen und Presssitzen nicht exakt auf das gemessene Maß konstruieren, sondern bewusst Spiel einplanen. Als Ausgangspunkt eignen sich ungefähr 0,1 bis 0,3 mm – abhängig von Drucker, Material, Ausrichtung und gewünschter Passung. Für locker sitzende Bauteile wie einen Türhaken kann deutlich mehr sinnvoll sein.
Am besten zuerst ein kleines Teststück mit mehreren Abstufungen drucken. So lässt sich die passende Toleranz schnell ermitteln, ohne das gesamte Bauteil mehrfach drucken zu müssen.
„Druckfehler erlaubt“ ist der deutschsprachige 3D-Druck-Podcast für alle, die zu Hause drucken, konstruieren und aus Fehlern lernen.
Abonniere den Podcast für praktische CAD-Tipps, reale Projekte und ehrliche Erfahrungen rund um den 3D-Druck.
#Tinkercad #3DModellierung #DruckfehlerErlaubt
36 Minuten
Spaghetti, Warping und schlechte Haftung: Wie findet man bei einem 3D-Druck-Fehler systematisch die Ursache, statt wahllos Einstellungen zu verändern?
In Folge 4 von „Druckfehler erlaubt“ geht es um strukturierte Fehlersuche beim 3D-Druck. Klaus berichtet von einem selbst konstruierten Mollepanel, das durch Polycarbonat mit einem versehentlich gewählten PLA-Profil als großer Haufen Spaghetti endete. Der zweite Versuch gelang deutlich besser, kämpfte aber noch mit Warping. Mit ABS ließ sich das Panel schließlich erfolgreich drucken.
Darum geht es:
• Warum die erste Schicht entscheidend ist
• Polycarbonat versehentlich mit einem PLA-Profil drucken
• Warping bei großen technischen Bauteilen
• ABS als erfolgreiche Alternative
• Fiberlogy CPE HT als möglicher nächster Materialtest
• Feuchtes PETG, Bläschen und schwammige Oberflächen
• Warum Stringing nicht immer von Feuchtigkeit kommt
• Abgebrochenes Filament im Extruder
• Eine durch überkreuztes Filament blockierte Rolle
• Druckplatte richtig reinigen
• Brim bei kleinen Auflageflächen
• TPU sinnvoll einstellen
• Warum immer nur ein Wert gleichzeitig geändert werden sollte
ZWEI FÜRS DRUCKBETT
1. Aufbewahrungsbox mit TPU-Einsatz
Außenbox: PLA
Flexibler Einsatz: TPU
Nach anfänglichen Haftungsproblemen und starkem Stringing halfen angepasste TPU-Werte aus der Prusa-Wissensdatenbank.
Hinweis: Die Box dient nur zur Organisation geeigneter kleiner Behälter und Utensilien. Sie ist kein steriler oder medizinisch geprüfter Behälter und ersetzt keine vorgeschriebene Originalverpackung oder Kühllagerung. Ein Modelllink ist derzeit nicht verfügbar.
2. Türhaken fürs Wohnmobil
Der selbst konstruierte Haken wird von oben auf eine Tür gesteckt und bietet auf beiden Seiten eine Aufhängemöglichkeit.
Material: transparent-lilafarbenes PETG
Druckzeit: ca. 20 Minuten
Einstellungen: vier Wandlinien, kein Infill
Erster Fehler: zu kleine Auflagefläche
Lösung: Brim aktivieren
EINFACHE FEHLER-CHECKLISTE
1. Stimmen Modell, Material und Druckprofil?
2. Ist die Druckplatte sauber?
3. Sieht die erste Schicht gleichmäßig aus?
4. Kann das Filament frei transportiert werden?
5. Ist das Filament trocken?
6. Wird wegen kleiner Auflageflächen ein Brim benötigt?
7. Tritt der Fehler nur in bestimmten Bereichen auf?
8. Welche einzelne Änderung prüft die vermutete Ursache?
Links:
Fiberlogy CPE HT Pure Transparent:
https://www.3djake.at/fiberlogy/cpe-ht-pure-transparent
Prusa-Wissensdatenbank:
https://help.prusa3d.com/de/
„Druckfehler erlaubt“ ist der deutschsprachige 3D-Druck-Podcast für alle, die zu Hause drucken, konstruieren und aus Fehlern lernen. Wenn etwas schiefgeht, ist der Druck vielleicht verloren – aber die Geschichte ist gerettet.
Abonniere den Podcast für weitere praktische Fehleranalysen und ehrliche Erfahrungen vom Druckbett.
#3DDruckFehler #Warping #DruckfehlerErlaubt
In Folge 4 von „Druckfehler erlaubt“ geht es um strukturierte Fehlersuche beim 3D-Druck. Klaus berichtet von einem selbst konstruierten Mollepanel, das durch Polycarbonat mit einem versehentlich gewählten PLA-Profil als großer Haufen Spaghetti endete. Der zweite Versuch gelang deutlich besser, kämpfte aber noch mit Warping. Mit ABS ließ sich das Panel schließlich erfolgreich drucken.
Darum geht es:
• Warum die erste Schicht entscheidend ist
• Polycarbonat versehentlich mit einem PLA-Profil drucken
• Warping bei großen technischen Bauteilen
• ABS als erfolgreiche Alternative
• Fiberlogy CPE HT als möglicher nächster Materialtest
• Feuchtes PETG, Bläschen und schwammige Oberflächen
• Warum Stringing nicht immer von Feuchtigkeit kommt
• Abgebrochenes Filament im Extruder
• Eine durch überkreuztes Filament blockierte Rolle
• Druckplatte richtig reinigen
• Brim bei kleinen Auflageflächen
• TPU sinnvoll einstellen
• Warum immer nur ein Wert gleichzeitig geändert werden sollte
ZWEI FÜRS DRUCKBETT
1. Aufbewahrungsbox mit TPU-Einsatz
Außenbox: PLA
Flexibler Einsatz: TPU
Nach anfänglichen Haftungsproblemen und starkem Stringing halfen angepasste TPU-Werte aus der Prusa-Wissensdatenbank.
Hinweis: Die Box dient nur zur Organisation geeigneter kleiner Behälter und Utensilien. Sie ist kein steriler oder medizinisch geprüfter Behälter und ersetzt keine vorgeschriebene Originalverpackung oder Kühllagerung. Ein Modelllink ist derzeit nicht verfügbar.
2. Türhaken fürs Wohnmobil
Der selbst konstruierte Haken wird von oben auf eine Tür gesteckt und bietet auf beiden Seiten eine Aufhängemöglichkeit.
Material: transparent-lilafarbenes PETG
Druckzeit: ca. 20 Minuten
Einstellungen: vier Wandlinien, kein Infill
Erster Fehler: zu kleine Auflagefläche
Lösung: Brim aktivieren
EINFACHE FEHLER-CHECKLISTE
1. Stimmen Modell, Material und Druckprofil?
2. Ist die Druckplatte sauber?
3. Sieht die erste Schicht gleichmäßig aus?
4. Kann das Filament frei transportiert werden?
5. Ist das Filament trocken?
6. Wird wegen kleiner Auflageflächen ein Brim benötigt?
7. Tritt der Fehler nur in bestimmten Bereichen auf?
8. Welche einzelne Änderung prüft die vermutete Ursache?
Links:
Fiberlogy CPE HT Pure Transparent:
https://www.3djake.at/fiberlogy/cpe-ht-pure-transparent
Prusa-Wissensdatenbank:
https://help.prusa3d.com/de/
„Druckfehler erlaubt“ ist der deutschsprachige 3D-Druck-Podcast für alle, die zu Hause drucken, konstruieren und aus Fehlern lernen. Wenn etwas schiefgeht, ist der Druck vielleicht verloren – aber die Geschichte ist gerettet.
Abonniere den Podcast für weitere praktische Fehleranalysen und ehrliche Erfahrungen vom Druckbett.
#3DDruckFehler #Warping #DruckfehlerErlaubt
35 Minuten
Anycubic ACE Pro 2 im Alltag: Lohnt sich das System für Mehrfarbdruck, Filamenttrocknung und automatischen Rollenwechsel – oder produziert es vor allem zusätzlichen Abfall?
In Folge 3 von „Druckfehler erlaubt“ berichtet Klaus über seine praktischen Erfahrungen mit dem ACE Pro 2 am Anycubic Kobra S1. Das System nimmt bis zu vier Filamentrollen auf. Sein größter Nutzen liegt für Klaus bislang aber nicht beim bunten Drucken, sondern beim automatischen Filamentwechsel, beim Trocknen während des Drucks und bei der Absicherung mit einer Ersatzspule.
Darum geht es:
• Filament richtig in das ACE Pro 2 einlegen
• RFID-Erkennung bei Anycubic-Spulen
• Fremdfilamente manuell einrichten
• Beinahe-Fehldruck: ABS wurde als PLA erkannt
• Filament während des Druckens trocknen
• Lagerung mit Silicagel, Zigbee-Sensoren und Home Assistant
• Automatischer Wechsel auf eine Ersatzspule
• Druckzeit und Materialabfall beim Mehrfarbdruck
• Farbwechsel ab einer bestimmten Schicht
• Zweifarbige Print-in-Place-Box für Gitarrenplektren
• Praktische ABS-Haken für den Pavillon
ZWEI FÜRS DRUCKBETT
1. Zweifarbige Plektrenbox
Die Box wird samt Scharnier und Verschluss in einem Stück gedruckt. Durch zwei gezielte Filamentwechsel werden Ober- und Unterseite blau, der mittlere Bereich grau.
Material: Anycubic PLA in Blau und Grau
Druckzeit: ca. 1 Stunde
Verbrauch: knapp 20 g
Tipp: Scharnier nach dem Druck vorsichtig lösen und mehrfach bewegen.
Modell: https://makerworld.com/de/models/1154274-guitar-pick-storage-box-print-in-place-design
2. ABS-Haken für den Pavillon
Kleine Haken tragen Solarlichterketten, größere Haken dienen als Halter für Bademäntel und Handtücher. Als die erste ABS-Rolle leer war, wechselte das ACE automatisch auf die Ersatzspule. Am fertigen Bauteil war keine Übergangsstelle zu erkennen.
BEINAHE-FEHLER DER FOLGE
Eine Anycubic-ABS-Spule wurde vom ACE fälschlich als PLA erkannt. Deshalb nach der automatischen Erkennung immer kurz Material, Farbe und ACE-Platz kontrollieren und mit den Einstellungen im Slicer abgleichen.
FARBWECHSEL NACH SCHICHTHÖHE IN ANYCUBIC SLICER NEXT
1. Modell vorbereiten und slicen.
2. „Preview“ öffnen.
3. Mit dem rechten Schichtregler zur gewünschten Höhe gehen.
4. Den Regler mit der rechten Maustaste anklicken.
5. „Change Filament“ bzw. „Filament ändern“ wählen.
6. Filament auswählen und Vorschau kontrollieren.
So entstehen farbige Höhenbereiche mit wenigen Wechseln und vergleichsweise wenig zusätzlichem Materialabfall.
„Druckfehler erlaubt“ ist der deutschsprachige 3D-Druck-Podcast für alle, die zu Hause drucken, konstruieren und aus Fehlern lernen.
Abonniere den Podcast für ehrliche Praxiserfahrungen rund um 3D-Druck, Slicer und Filamente.
#AnycubicACEPro2 #Mehrfarbdruck #DruckfehlerErlaubt
In Folge 3 von „Druckfehler erlaubt“ berichtet Klaus über seine praktischen Erfahrungen mit dem ACE Pro 2 am Anycubic Kobra S1. Das System nimmt bis zu vier Filamentrollen auf. Sein größter Nutzen liegt für Klaus bislang aber nicht beim bunten Drucken, sondern beim automatischen Filamentwechsel, beim Trocknen während des Drucks und bei der Absicherung mit einer Ersatzspule.
Darum geht es:
• Filament richtig in das ACE Pro 2 einlegen
• RFID-Erkennung bei Anycubic-Spulen
• Fremdfilamente manuell einrichten
• Beinahe-Fehldruck: ABS wurde als PLA erkannt
• Filament während des Druckens trocknen
• Lagerung mit Silicagel, Zigbee-Sensoren und Home Assistant
• Automatischer Wechsel auf eine Ersatzspule
• Druckzeit und Materialabfall beim Mehrfarbdruck
• Farbwechsel ab einer bestimmten Schicht
• Zweifarbige Print-in-Place-Box für Gitarrenplektren
• Praktische ABS-Haken für den Pavillon
ZWEI FÜRS DRUCKBETT
1. Zweifarbige Plektrenbox
Die Box wird samt Scharnier und Verschluss in einem Stück gedruckt. Durch zwei gezielte Filamentwechsel werden Ober- und Unterseite blau, der mittlere Bereich grau.
Material: Anycubic PLA in Blau und Grau
Druckzeit: ca. 1 Stunde
Verbrauch: knapp 20 g
Tipp: Scharnier nach dem Druck vorsichtig lösen und mehrfach bewegen.
Modell: https://makerworld.com/de/models/1154274-guitar-pick-storage-box-print-in-place-design
2. ABS-Haken für den Pavillon
Kleine Haken tragen Solarlichterketten, größere Haken dienen als Halter für Bademäntel und Handtücher. Als die erste ABS-Rolle leer war, wechselte das ACE automatisch auf die Ersatzspule. Am fertigen Bauteil war keine Übergangsstelle zu erkennen.
BEINAHE-FEHLER DER FOLGE
Eine Anycubic-ABS-Spule wurde vom ACE fälschlich als PLA erkannt. Deshalb nach der automatischen Erkennung immer kurz Material, Farbe und ACE-Platz kontrollieren und mit den Einstellungen im Slicer abgleichen.
FARBWECHSEL NACH SCHICHTHÖHE IN ANYCUBIC SLICER NEXT
1. Modell vorbereiten und slicen.
2. „Preview“ öffnen.
3. Mit dem rechten Schichtregler zur gewünschten Höhe gehen.
4. Den Regler mit der rechten Maustaste anklicken.
5. „Change Filament“ bzw. „Filament ändern“ wählen.
6. Filament auswählen und Vorschau kontrollieren.
So entstehen farbige Höhenbereiche mit wenigen Wechseln und vergleichsweise wenig zusätzlichem Materialabfall.
„Druckfehler erlaubt“ ist der deutschsprachige 3D-Druck-Podcast für alle, die zu Hause drucken, konstruieren und aus Fehlern lernen.
Abonniere den Podcast für ehrliche Praxiserfahrungen rund um 3D-Druck, Slicer und Filamente.
#AnycubicACEPro2 #Mehrfarbdruck #DruckfehlerErlaubt
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.
Über diesen Podcast
**Druckfehler erlaubt** – der Podcast rund um 3D-Druck. Klaus nimmt
dich mit von der ersten Idee bis zum fertigen Bauteil. Mit rund 20
Jahren CAD/CAM-Erfahrung im Dentalbereich berichtet er verständlich
und praxisnah über eigene Projekte, Materialien, Slicer und
CAD-Software. Im Mittelpunkt stehen nützliche Drucke für Alltag und
Wohnmobil, dekorative Modelle, hilfreiche Einstellungen und
konkrete Modelltipps. Auch Fehldrucke und unerwartete Probleme
werden nicht verschwiegen – denn gerade daraus lässt sich am
meisten lernen. Ehrlich, persönlich und ohne Anspruch auf
Perfektion.
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.