Am 30. und 31. Juli 2026 versuchten Zehntausende Menschen, von Marokko aus in die spanische Stadt Ceuta zu gelangen. Schnell wurden Menschen mit Naturkatastrophen verglichen. Wir schauen in Ruhe darauf. Bevor klar war, wie viele Menschen kamen und starben, stand für viele schon fest, was die Bilder bedeuten. Die Rede war von „Flut“, „Invasion“ und „Kontrollverlust“. Elon Musk stellte Szenen aus einem Zombiefilm daneben. In dieser Folge ordnen wir die Bilder aus dem Juli ein, fassen die unterschiedlichen Stimme zusammen und stellen die Frage, wie eine humanitäre Migrationspolitik so etwas in Zukunft verhindern kann. Beispiele wie der Umgang mit den vietnamesischen Boat People 1979 und die US-kubanische Balsero-Krise können einen Weg aufzeigen. Wo unser Standpunkt liegt und welche Stimme in der Debatte fehlt, hörst du in der Folge. > Wir arbeiten journalistisch, lesen die Primärquellen selbst und schreiben dazu, wenn wir etwas nicht wissen. Für Recherche und Transkription nutzen wir KI-Werkzeuge. Die Auswahl und die Quellenprüfung machen wir. Korrekturen: - **16:23, 24:53, 26:49** Der Brief der 22 kündigt an, im Schengen-Raum notfalls wieder Grenzen zu kontrollieren. Einen Ausschluss Spaniens fordert er nicht. - **53:13** Rupert und Christel Neudeck haben die Cap Anamur gechartert, gekapert haben sie das Schiff nicht. - **56:02** Die Abstimmung im Europäischen Parlament, von der wir sprechen, war am 26. März 2026. Mit 389 zu 206 Stimmen bei 32 Enthaltungen legte das Parlament seine Position zur Rückführungsverordnung fest. Getragen haben die Mehrheit laut übereinstimmenden Berichten die EVP, zu der CDU und CSU gehören, und Fraktionen rechts von ihr. Dass alle rechtsextremen Kräfte allein abgestimmt hätten, war zu pauschal. Die Stimmen kamen tatsächlich aus einer breiteren rechten Mitte. - **58:31, 59:35** Der Königsteiner Schlüssel verteilt Asylsuchende auf die Bundesländer, auf die Kommunen verteilen dann die Länder. - **01:02:55–01:04:28** Das Beispiel zum Westbalkan, das wir Gerald Knaus zuschreiben, konnten wir nicht im Original prüfen. Außerdem ist es falsch gerahmt: Serbien, Montenegro und Nordmazedonien gehören nicht zur EU, es ging um die Abschaffung der Visumpflicht.
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