Tatort Wirbelsäule Archiv
8 Episoden
54 Minuten
Rückenschmerzen, die bis ins Bein ziehen, und dann der Schreck auf dem Röntgenbild: Zwei Wirbel stehen nicht mehr sauber übereinander. Beim Wirbelgleiten hat sich ein Wirbel gegenüber dem darunterliegenden nach vorne verschoben. Das passiert meist an der Lendenwirbelsäule. Rund fünf Prozent der Menschen sind betroffen. Aber was steckt dahinter und warum ist das in der Regel trotzdem keine Katastrophe? In dieser Folge durchleuchten wir das Wirbelgleiten und erklären, wie das Röntgenbild im Stehen dabei zum entscheidenden Beweisstück wird. Wie kommt ein Wirbel ins Rutschen? Was haben Überkopfsportarten wie Volleyball damit zu tun? Und lässt sich ein verrutschter Wirbel wieder einrenken? Dr. Timmo Koy, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der KLINIK am RING in Köln, ist da eindeutig: Mit Handgriffen lässt sich der Wirbel nicht zurückschieben. Was stattdessen hilft? Vor allem ein kräftiger Rumpf und gezielte Spritzen, die einen möglicherweise eingeklemmten Nerv beruhigen. Reicht das nicht oder kommen Lähmungen im Bein dazu, wird eine Operation zum Thema. Meist stabilisieren dann Schrauben und Stäbe den Wirbel. Anders als ein Bandscheibenvorfall geht ein Wirbelgleiten von alleine nicht weg. Aber es ist ein Schaden, den man reparieren kann. Zum Schluss gibt es wie immer einen Tipp für einen starken Rücken: einfache Halteübungen, für die ihr nicht einmal ins Fitnessstudio müsst.
40 Minuten
Anhaltende Nackenschmerzen und kribbelnde Arme, die sich manchmal taub anfühlen? Dahinter kann eine Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule stecken: Der Wirbelkanal wird durch zunehmenden Verschleiß enger und das Rückenmark bekommt zu wenig Platz. Zum Glück klingt das meist bedrohlicher, als es ist. Aber in manchen Fällen ist eben auch entschlossenes Handeln gefragt. In dieser Folge gehen wir der Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule auf den Grund. Wie entsteht die Enge im Nacken? Welche Symptome sind ein Warnsignal? Und wann ist eine Operation wirklich nötig? Dr. Timmo Koy, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aus Köln, erklärt, wie die Diagnose mittels MRT erfolgt, was Physiotherapie, Wärme und eine gezielte Spritze an der Nervenwurzel leisten können und ab wann eine Rückenmarksschädigung, die sogenannte Myelopathie, Anlass für eine OP gibt.
Zwar haben rund 20 Prozent der über 60-Jährigen eine Spinalkanalstenose, doch braucht die überwiegende Mehrzahl keine Operation. Zum Schluss gibt es wie immer eine einfache Übung, die Betroffenen helfen kann.
37 Minuten
Starke Rückenschmerzen im unteren Rücken, die besonders in Ruhe, nachts und am frühen Morgen auftreten und im Verlauf des Tages oft besser werden? Übeltäter sind entzündliche Veränderungen in der Nähe der Bandscheiben. Doch was steckt dahinter, und welche Möglichkeiten haben Betroffene, die Schmerzen zu behandeln? Unser Fall in dieser Folge: die aktivierte Osteochondrose. Hierbei kommt es verschleißbedingt zu Veränderungen an der Bandscheibe und am benachbarten Knorpel und Knochen, die Entzündungen auslösen können. Und genau diese Entzündung im Knochen-Knorpel-Bereich verursacht den Schmerz. Dr. Timmo Koy erklärt, warum der Verschleiß der Bandscheibe für sich harmlos ist und erst die entzündeten Abschlussplatten der Wirbelkörper Schmerzen verursachen. Die gute Nachricht: Mit zunehmendem Stadium heilt die Entzündung von allein aus und die Schmerzen lassen nach. Gezielte Spritzen mit Lokalanästhetikum und Cortison sowie Physiotherapie und Bewegung überbrücken die Zeit bis dahin. Wenn das nicht reicht, bleiben drei operative Wege: die Versteifung, die Bandscheibenprothese und die Denervierung des Basivertebralnervs. Zum Schluss gibt es wie immer eine einfache Übung für einen starken Rücken. Diesmal den „Schwimmer" aus der Bauchlage.
32 Minuten
Der Nacken schmerzt, die Schulter zieht und es kribbelt im Arm, bis in die Finger. Bei einer Foramenstenose ist das kleine Loch, durch das Nervenwurzeln die Wirbelsäule verlassen, zu eng geworden. Aber warum passiert das und was kann man dagegen tun? In dieser Folge fühlen wir der Foramenstenose auf den Nerv: Wie wird dieses Nervenaustrittsloch mit den Jahren zu eng? Warum bleibt die Diagnose so oft unentdeckt? Und wann wird daraus ein Fall für eine Operation? Dr. Timmo Koy erklärt, warum die Ursache der Foramenstenose meist im Verschleiß der Bandscheibe steckt, wie eine gezielte Spritze unter CT-Kontrolle den Schmerz durchbricht und warum die Wirbelsäule sich am Ende oft selbst hilft: Versteift ein Segment mit zunehmendem Alter, verschwindet nämlich auch der Reiz auf den Nerv. Rund 20 bis 40 Prozent aller Menschen mit Nacken- und Schulterschmerzen sind schätzungsweise betroffen. Trotzdem wird die Foramenstenose häufig übersehen. Wie kommt das? Dabei ist die Verengung der Nervenaustrittslöcher gut behandelbar. Meist sogar ganz ohne Operation. Zum Ende der Folge gibt es wie immer eine einfache Übung: Ein kleiner Handgriff für den Kopf, der bei akuten Nervenschmerzen sofort Erleichterung bringen kann.
37 Minuten
Eine falsche Drehung im Bett, ein Anstoßen am Türrahmen und plötzlich ist ein Wirbel gebrochen. Bei einer osteoporotischen Fraktur reichen oft schon Bagatellen als ursächliches Ereignis. Aber wie kann ein Knochen einfach so nachgeben, und warum ist die Prognose besser, als der erste Schreck vermuten lässt? In dieser Folge nehmen wir die osteoporotische Fraktur in Augenschein. Ein osteoporotischer Wirbelbruch ist ein Bruch in einem stark geschwächten Knochen der Wirbelsäule. Wie entsteht er? Warum trifft er ein Viertel aller Frauen und rund 6 % der Männer? Und wann muss operiert werden? Dr. Timmo Koy, erklärt wie Röntgen und MRT den frischen Bruch entlarven, warum die meisten dieser Brüche stabil sind und welche konservativen Maßnahmen wirklich helfen. Wir sprechen über die Kyphoplastie, bei der Knochenzement den Wirbel von innen abstützt und die Schmerzen oft sofort nimmt, und klären, warum die zu Grunde liegende Osteoporose selbst immer mitbehandelt werden muss, um weitere Brüche zu verhindern. Die gute Nachricht: Fast jeder Wirbelbruch heilt aus. Entscheidend ist in Bewegung zu bleiben! Zum Abschluss gibt es wie immer eine einfache Übung für einen starken Rücken.
37 Minuten
Schwere und müde Beine beim Gehen, die euch immer wieder zur Pause zwingen? Schuld sind meist nicht die Beine selbst, sondern der Rücken. Aber wie kann eine Engstelle in der Wirbelsäule Beinschmerzen, Schwere und Müdigkeit in den Beinen hervorrufen – und was kann man dagegen tun? In dieser Folge gehen wir der Spinalkanalstenose auf die Spur, einem Krankheitsbild, das rund 20% der Menschen über 60 Jahre betrifft. Wie wird der Wirbelkanal mit zunehmendem Alter überhaupt zu eng? Warum gehen Betroffene gerne nach vorne geneigt? Und ab wann hilft nur noch eine OP? Wir klären, wie sich die Spinalkanalstenose von der sogenannten „Schaufensterkrankheit" unterscheidet, und informieren euch zu Diagnose und Behandlung. Zum Schluss gibt es wie immer eine einfache Übung für einen starken Rücken.
39 Minuten
Ein Bandscheibenvorfall kommt oft wie aus dem Nichts: ein stechender Schmerz, der ins Bein zieht, manchmal Taubheit oder Kribbeln. Aber was passiert da eigentlich im Rücken und warum ist die Prognose meist besser, als man denkt? In dieser Folge nehmen wir den lumbalen Bandscheibenvorfall genau unter die Lupe. Wie entsteht er? Warum erwischt er uns so oft im mittleren Lebensalter und weshalb strahlen die Schmerzen häufig bis ins Bein aus? Wir reden über konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten und diskutieren, wann ein Eingriff überhaupt notwendig ist: Viele Bandscheibenvorfälle heilen nämlich ganz ohne Operation aus. Zum Schluss gibt es wie immer eine praktische Übung zur Stärkung der Rumpfmuskulatur, für einen starken Rücken.
9 Minuten
Wer spricht hier eigentlich, worum geht es und warum glaubt Dr. Timmo Koy nicht daran, dass rund 90% aller Rückenschmerzen unspezifisch sind? Wir stellen uns vor und erklären, was euch bei Tatort Wirbelsäule erwartet. So wollen wir den Tatort Wirbelsäule Folge für Folge aufräumen und den Ursachen von Rückenschmerzen auf den Grund gehen, um daraus konkrete Lösungen für eure Rückengesundheit abzuleiten.