Was passiert, wenn eine Frau einen Fonds genauso gut managt wie ein Mann?
Genau dieser Frage gehen Marcel Olbert und Christoph Wieland in dieser Folge von Prof. of Concept mit Professorin Alexandra Niessen-Ruenzi nach. Sie ist Finance-Professorin an der Universität Mannheim und forscht seit vielen Jahren zu Gender Gaps, Diskriminierung und Unternehmensführung.
Dabei geht es zunächst um eine der meistdiskutierten Zahlen der Arbeitswelt: den Gender Pay Gap. Was bedeuten die 16 Prozent tatsächlich? Warum liegt der bereinigte Gap bei rund 6 Prozent? Und warum wird der Unterschied über ein gesamtes Erwerbsleben plötzlich zu einer ganz anderen Größenordnung?
Alexandra erklärt, welche Rolle Berufswahl, Arbeitszeit, Care-Arbeit, Elternzeit und sogenannte „Greedy Jobs“ spielen – und warum sich ein großer Teil der Karriereunterschiede erst rund um die Familiengründung entwickelt.
Besonders spannend wird es beim Blick auf die Finanzmärkte: In ihrer Forschung zeigt Alexandra, dass von Frauen gemanagte Fonds nicht schlechter performen als die von Männern. Trotzdem erhalten sie deutlich weniger Kapitalzuflüsse. In einem Experiment wurde anschließend sogar nur der Name der Fondsmanagerin verändert – mit einem bemerkenswerten Effekt auf das Anlageverhalten.
Außerdem sprechen wir über Gehaltsverhandlungen, geschlechtsspezifische Rollenerwartungen, den Einfluss von Transparenz auf den Gender Pay Gap und darüber, was Unternehmen und Politik tatsächlich verändern können.
Eine Folge über Geld, Karriere, Vorurteile und die Frage, wie viel von unseren wirtschaftlichen Entscheidungen wirklich auf Leistung basiert.
Anzeige - diese Folge wird unterstützt durch PwC Deutschland
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