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Episoden

31 Minuten
Das erste Babyjahr ist voller Momente, in denen man nicht weiß, ob man gerade übertreibt oder zu lange wartet. Dr. Laura Reshetnik ist Kinderärztin am Ende ihrer Facharztausbildung an einer großen Berliner Kinderklinik und erlebt das täglich. In der Notaufnahme, in der Praxis und in ihren Instagram-Nachrichten.

Ihre Erklärung dafür, warum die Verunsicherung so groß ist, hat mich sofort überzeugt: Das Dorf fehlt. Früher haben Eltern, Großeltern und Nachbarinnen die kleinen Fragen beantwortet. Heute landen genau diese Fragen abends um zehn in der Notaufnahme, wo für sie keine Zeit ist. Deshalb klärt Laura auf Instagram auf.

In dieser Folge ordnet sie die Themen ein, die fast alle betreffen. Beim Stillen sagt sie einen Satz, den ich mir als frischgebackene Mutter gewünscht hätte: Es gibt fast keine Stillbeziehung, in der von Anfang an alles perfekt läuft. Dass es einen Moment braucht, ist die Mehrheit, nicht die Ausnahme.

Beim Fieber räumt sie mit dem größten Mythos auf. Fieber ist kein Feind, sondern ein Abwehrmechanismus. Sie erklärt, ab wann ein Baby ärztlich angeschaut werden sollte, wann man auch bis zum nächsten Morgen warten kann, und bei welchen Zeichen man genau das nicht tun sollte. Trinkt nicht mehr, ist schlecht ansprechbar, bekommt Hauteinblutungen, hört nicht auf zu schreien.

Wir sprechen über Impfungen und darüber, was die RSV-Immunisierung in der Kinderklinik verändert hat. Vorher war die Station im Winter voll mit Säuglingen, die Sauerstoff brauchten. Heute sind das Einzelfälle.

Und wir sprechen über etwas, das mit Medizin nichts zu tun hat und trotzdem viel ausmacht. Darüber, wie Mütter miteinander umgehen. Über Sätze wie: Dein Kind ist aber oft krank. Warum hast Du nicht gestillt. Laura sagt dazu einen Satz, der viel Druck herausnimmt: Ihr ist eine Mutter lieber, die sich bewusst gegen das Stillen entscheidet und ihr Baby liebevoll mit der Flasche versorgt, als eine, die sich durchquält.

Eine Folge für alle, die gerade im ersten Babyjahr sind, kurz davorstehen, oder jemanden kennen, der es ist.

Hinweis: Die Einordnungen in dieser Folge ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Wenn Du Dir Sorgen um Dein Kind machst, lass es anschauen.

Über Dr. Laura Reshetnik

Dr. Laura Reshetnik hat Medizin studiert und ist aktuell am Ende ihrer Facharztausbildung zur Kinderärztin an einer großen Berliner Kinderklinik. Besonders am Herzen liegen ihr die Allerkleinsten. Über Instagram gibt sie medizinisches Wissen an Eltern weiter, zu Impfungen, Beikost, Stillen und all den Fragen, für die im Praxisalltag zu wenig Zeit bleibt. Evidenzbasiert, verständlich und ohne unnötige Angst.

So erreicht ihr Laura

Instagram: https://www.instagram.com/dr.laura.reshetnik

Laura ist auch mit einem Beitrag in unserem kostenlosen MamiPapi-Ratgeber dabei. Du kannst ihn Dir hier herunterladen: https://go.mamipapi.com/0017

Und im November kommt das große MamiPapi-Paket mit allen Expertinnen. Wer den Ratgeber hat, erfährt als Erstes davon.

Familien zwischen den Zeilen

Instagram: https://www.instagram.com/itpb_institut/

Alle Folgen: https://itpb.podcaster.de
32 Minuten
Beim Wort Abhalten runzeln viele Eltern erst mal die Stirn. Und gleichzeitig werden Kinder in der westlichen Welt immer später trocken. Wiebke Gaude sagt: Sie wären eigentlich viel früher bereit. Abhaltekinder genauso wie Vollzeitwickelkinder.

In dieser Folge erklärt Wiebke von Grund auf, was Abhalten ist. Nämlich schlicht, dem Baby zu ermöglichen, außerhalb der Windel auszuscheiden. Den Begriff windelfrei mag sie nicht, weil er Eltern sofort suggeriert, das Kind dürfe keine Windel mehr tragen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Windel darf jederzeit bleiben, als Backup.

Wir sprechen über die Standardsituationen, mit denen man anfangen kann. Nach dem Schlafen, wenn auf dem Wickeltisch die Windel aufgeht. Beim Stillen, wenn das Baby ständig andockt und abdockt oder mit den Beinen trampelt. Wiebke zeigt an ihrer Puppe Lina, die schon bei Britt auf Sat.1 dabei war, die Wiegeposition für die ganz Kleinen und die klassische Abhalteposition für die Größeren. Und sie erklärt, warum die Hockposition den Darm streckt und deshalb alles leichter macht, für Kinder wie für Erwachsene.

Ein Punkt in dieser Folge hat mich wirklich überrascht. Die Blase ist ein Speicherorgan und braucht das Vollsein, um zu wachsen. Abhaltekinder entleeren sie vollständig. Vollzeitwickelkinder lassen immer nur tröpfchenweise etwas ab. Das kann später zum Problem werden, wenn es ans Trockenwerden geht, vor allem nachts.

Wir sprechen über das beste Zeitfenster für den Windelabschied, 18 bis 24 Monate, und darüber, warum Warten oft nicht funktioniert. Wiebke bringt dafür ein Bild, das sitzt: Ein Kind kann nicht Fahrradfahren lernen, wenn es kein Fahrrad hat oder wenn niemand es ihm zeigt. Eltern dürfen hier in die liebevolle Führung gehen.

Und weil das auch dazugehört: Ein Vollzeitwickelkind verbraucht sechstausend bis achttausend Windeln. Das sind eineinhalb Tonnen Müll pro Kind.

Was Wiebke von anderen Coaches unterscheidet, ist ihre Gelassenheit. Keine Spezialkleidung, keine Stoffwindelpflicht, kein Alles-oder-nichts. Ihr Satz dazu: Benutze das, was zu Dir passt.

Über Wiebke Gaude

Wiebke Gaude ist seit zehn Jahren Mutter und seit 2018 ausgebildeter Windelfrei-Coach. Ihren eigenen Sohn hat sie ab dem achten Monat abgehalten. Heute macht sie vor allem Aufklärungsarbeit. Mit ihrer Puppe Lina war sie zu Gast bei Britt, der Talk auf Sat.1, wurde 2019 für eine Aktion im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung für den EU-Award nominiert und hat eine Stellungnahme zum Abfallvermeidungsprogramm geschrieben. Sie bietet Einzelberatungen und Online-Kurse zum Abhalten und zum Windelabschied an.

Website: https://www.einfach-abhalten.de

Instagram: https://www.instagram.com/babyseinfachabhalten/

YouTube: https://www.youtube.com/@babyseinfachabhalten/shorts
31 Minuten
Eine Folge für alle, die wissen, wie sich Erschöpfung und tiefe Liebe gleichzeitig anfühlen.

Bernadette ist wieder da, diesmal solo. Sie ist Kleinkindpädagogin, Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Neurodivergenz, Babyschlaf-Coach beim ITPB und selbst Zwillingsmama. Und genau das macht dieses Gespräch so besonders: Sie kennt dieses Leben von innen.

Wir reden über das, was Zwillingseltern oft alleine tragen: der Moment, wenn beide Kinder gleichzeitig zu dir wollen. Wenn beide weinen. Wenn beide brauchen und du nur eine Person bist. Und darüber, was es bedeutet, wenn die Kinder hochsensibel sind. Und du selbst auch.

Bernadette erzählt, wie sie schon im Krankenhaus, fünf Tage nach der Geburt, gespürt hat, dass ihre Tochter hochsensibel ist. Und wie sie seitdem Strategien entwickelt hat, nicht nur für ihre Kinder, sondern auch für sich.

Eine Folge für alle, die wissen, wie sich Erschöpfung und tiefe Liebe gleichzeitig anfühlen.

Bernadette erreichst Du auf Instagram unter https://www.instagram.com/fuehlmaus_wutloewe/

Mehr über das ITPB-Institut und alle Links:

Website: www.itpb-institut.de

Instagram: https://www.instagram.com/itpb_institut/
1 minute
Giannina ist Intensivkrankenschwester, Schlaf- und Familienbegleiterin beim ITPB und Mama von zwei Jungs. Bevor sie Mutter wurde, hatte sie genaue Vorstellungen: mit einem Jahr ins eigene Zimmer, nach sechs Monaten zurück in den Job. Dann kam ihr Sohn und nichts davon passte.

Er schlief kaum, weder tags noch nachts. Er reagierte extrem sensibel auf Reize. Und er wollte nur sie. In dieser Folge erzählt Giannina, wie sie aus dieser Überforderung heraus begann, sich mit bindungsorientierter Erziehung, innerer Kindarbeit und ihren eigenen Triggern zu beschäftigen und wie aus diesem Weg ihr Herzensprojekt wurde.

Wir reden über den Moment, in dem die eigene Mutter plötzlich aus einem selbst spricht. Über den Unterschied zwischen Reagieren und Da-Sein. Und über den Satz, der so oft fehlt: Wie geht es dir eigentlich gerade?

Eine Folge über Hochsensibilität, Schlaf und darüber, was ein dreijähriges Kind seiner Mutter beibringen kann.

Du findest Giannina auf Instagram unter https://www.instagram.com/giannina.eichstaedter/

Mehr über das ITPB-Institut und alle Links:

Website: www.itpb-institut.de

Instagram: https://www.instagram.com/itpb_institut/
1 minute
Kristina Erbertseder ist Erzieherin, Kindheitspädagogin und seit diesem Jahr auch Familien- und Schlafbegleiterin beim ITPB. Hauptberuflich begleitet sie Kinder von null bis sechs Jahren in einer interdisziplinären Frühförderstelle. Und sie weiß, wie schnell Kinder in eine Schublade gesteckt werden.

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum so viele Kinder als schwierig wahrgenommen werden und was wirklich dahintersteckt. Kristina erklärt, wie sich unser Blick auf das Verhalten eines Kindes verändert, wenn wir anfangen, die Bedürfnisse dahinter zu sehen. Wir reden über den Supermarkt-Klassiker, über das Eingewöhnen in der Kita, über das stille Kind, das genauso oft übersehen wird wie das laute, und darüber, warum Kinder ihr Nervensystem von uns ausleihen, um sich zu regulieren.

Und Kristina sagt etwas, das ich mir gemerkt habe: Kinder lernen am Modell. Was wir ihnen vorleben, tragen sie weiter.

Eine Folge für alle, die schon mal gedacht haben: Warum ist mein Kind so schwierig?

Du findest Kristina auf Instagram unter https://www.instagram.com/kristina.erbertseder/ und auf www.kristina-erbertseder.de

Mehr über das ITPB-Institut und alle Links:

Website: www.itpb-institut.de

Instagram: https://www.instagram.com/itpb_institut/
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Über diesen Podcast

Familien tragen so viel und so vieles davon bleibt zwischen den Zeilen. In Familien zwischen den Zeilen, dem Podcast vom ITPB-Institut, machen wir es hörbar. In jeder Folge spricht Steffi mit Menschen, die Familien durch besondere Zeiten begleiten: Babyschlaf-Beraterinnen, Familienbegleiterinnen, Coaches, Eltern und Expertinnen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Es geht um das, was im Familienleben oft im Stillen passiert. Um Tabus, Wendepunkte und leise Erkenntnisse. Um die Fragen, die Mütter, Väter und Begleiter sich stellen und um die Antworten, die nicht in Ratgebern stehen. In rund 30 Minuten pro Folge bekommst du echte Einblicke, ehrliche Geschichten und das Gefühl: Mit dem, was dich gerade beschäftigt, bist du nicht allein. Ein Podcast, der zuhört.
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„Familien zwischen den Zeilen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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