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  3. Sprache & Gender(n) Podcast

Episoden

1 Stunde 9 Minuten
In Deutschland ist geschlechtergerechte Sprache ein politisches Thema geworden, mit dem sich nicht nur politische Parteien, sondern auch sogenannte Sprachvereine auseinandersetzen. Das Ziel dieser Vereine besteht unter anderem in der Pflege und Förderung der deutschen Sprache. Einige Sprachvereine – beispielsweise der ‚Verein Deutsche Sprache‘– setzen sich gegen einen vermeintlichen Verfall des Deutschen ein. Eine Zeit lang betraf dies vor allem Anglizismen, inzwischen geht es vor allem um die angeblich negativen Auswirkungen der „Gendersprache“.

Im Interview spricht Dr. Falco Pfalzgraf über die Geschichte und Hintergründe der wichtigsten Sprachvereine und erläutert, weshalb der Widerstand gegen das Gendern mit dem Kampf gegen Anglizismen einhergeht. Damit beleuchtet diese Episode einen wichtigen Akteur im öffentlichen Antigender-Diskurs.
31 Minuten
In dieser Folge geht es um die Frage, wie gegenderte Sprachformen mentale Repräsentationen beeinflussen. Nach einer Einführung in verschiedene Formen des Genderns und deren Unterschiede in gesprochener und geschriebener Sprache werden zentrale Studien zur Wirkung gendersensibler Sprache vorgestellt. Im Fokus steht dabei insbesondere die Studie „Wirkung gendersensibler Ansprachen in Anmoderationen bei Erwachsenen und Heranwachsenden“, die untersucht, wie unterschiedliche Genderformen verarbeitet werden und welche Vorstellungen sie bei Erwachsenen und Heranwachsenden auslösen. Die Ergebnisse zeigen, dass gendersensible Sprache unterschiedliche Personengruppen stärker in die mentale Repräsentation einbezieht, ohne die Verständlichkeit wesentlich zu beeinträchtigen.
22 Minuten
In dieser Folge spricht Dominic Schmitz mit Ann-Sophie Haan über den Forschungsstand zu Gendern und Textverständlichkeit sowie über ihre experimentelle Studie zur Verarbeitung des Gendersterns. Gemeinsam erklären sie, wie die Psycholinguistik Leseprozesse misst, warum subjektiv empfundene Schwierigkeit nicht mit tatsächlichen Verständnisproblemen gleichzusetzen ist und welche Rolle Gewöhnung, Einstellungen und individuelle Erfahrungen spielen. Die Ergebnisse zeigen: Gendergerechte Formen können punktuell kleine Verzögerungen hervorrufen, von einer grundlegenden Überforderung des Lesens kann jedoch keine Rede sein.
44 Minuten
In dieser Episode setzen wir uns kritisch mit Argumenten aus Fabian Payrs Buch “Von Menschen und Mensch*innen. 20 gute Gründe, mit dem Gendern aufzuhören” auseinander. Wir analysieren sieben zentrale Thesen aus linguistischer Perspektive und prüfen deren wissenschaftliche Grundlage. Ausgewählte Thesen:

1. Gendern ist unwissenschaftlich.

2. Gendern ist nicht Sprachwandel.

3. Konsequentes Gendern ist unmöglich.

4. Gendern widerspricht dem Prinzip der Sprachökonomie.

5. Gendern führt zu sprachästhetischen Defiziten.

6. Gendern ist dysfunktional.

7. Der Genderstern ist keine Lösung.

Weitere Informationen findet ihr auf unserer Homepage. Dort könnt ihr auch sämtliche Literatur zur Folge nachlesen.
35 Minuten
In dieser Episode setzen wir uns kritisch mit Argumenten aus Fabian Payrs Buch “Von Menschen und Mensch*innen. 20 gute Gründe, mit dem Gendern aufzuhören” auseinander. Es geht um im weitesten Sinne gesellschaftspolitischen Argumente gegen das Gendern. Ist Gendern nutzlos oder sexistisch? Ist die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern längst geglückt, weshalb das Gendern die Gesellschaft unnötig spalte? Wie steht es um die demokratische Legitimation des Genderns, ist es gar autoritär? Diesen Fragen gehen wir wissenschaftlich nach!
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Über diesen Podcast

Was haben Sprache und Gender miteinander zu tun? Worum geht es beim Gendern? In unserem Podcast greifen wir diese Fragen aus wissenschaftlicher Sicht auf. Der Podcast ist im Wintersemester 2025/2026 im Rahmen eines interdisziplinären Lehrprojekts an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entstanden und wurde von der Bürgeruniversität der HHU unterstützt. https://spracheundgendern.phil.hhu.de/
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„Sprache & Gender(n)“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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