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  3. Bass mit Bart: tiefe Stimmen - tiefe Themen Podcast

Episoden

1 Stunde 44 Minuten
Kurzes Vorgeplänkel über das Podcast-Setup, Mikrofonkabel und den Traum vom gemeinsamen Eichentisch mit Mikrofonsarmen und Aschenbechern. Und vielleicht – vielleicht – gibt es bald eine Sonderfolge live vom Conquest. Wir sind gespannt.

Dann geht es ans Eingemachte. Micha bringt heute ein Konzept aus der Systemischen Beratung mit, das eigentlich aus der Familientherapie kommt und inzwischen weit über romantische Beziehungen hinaus relevant ist: die fünf Sprachen der Liebe nach Gary Chapman – und ihre neurodivergente Erweiterung.

Words of Affirmation, Quality Time, Gifts, Acts of Service, Physical Touch. Wir sprechen darüber, was diese fünf Kategorien bedeuten, wie man sie gibt und empfängt – und warum beides bei derselben Person ganz unterschiedlich aussehen kann. Micha erklärt, warum Geschenke geben und bekommen für ihn gleichermaßen unangenehm ist. Anders erzählt, warum er immer einen Schrein aus erhaltenen Geschenken baut. Und warum er seit Jahren jeden umarmt, der ihm gegenübersteht – inklusive eines fremden Pinguins in einer Lourd-Maske beim Addams-Family-Musical.

Dann kommen die fünf neurodivergenten Varianten: Infodumping, Parallel Play, Deep Pressure, Pebbeling und Support Swapping. Und plötzlich sieht sich Anders in allen fünf gleichzeitig wieder. Wir sprechen darüber, was Neurodivergenz bedeutet – und was nicht –, warum der Begriff ein Weltenunterschied zu Defizit ist, und was das Schulsystem damit zu tun hat.

Außerdem: das Löffel-Modell, Gewichtsdecken als Nervensystem-Regulierung, ADHS als Meme, was introvertierte Menschen an Corona heimlich genossen haben und was passiert, wenn man auf einer Nachbarschaftsfeier verzweifelt jemanden sucht, mit dem man über Bojack Horsemann reden kann.

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Micha kontaktieren: mindshiftcoach.de
1 Stunde 26 Minuten
Erstmal ein kleiner Ausblick: Vielleicht gibt es bald eine Sonderfolge vom Conquest – live aus dem Zelt, mit Schweiß, Laager und einem Reisemikrofon. Aber erst mal sitzt man noch bequem.

Dann wird es grundsätzlich. Micha hat sich aufgeregt. Und das zu Recht.

Den Anfang macht LinkedIn – diese merkwürdige Parallelwelt, in der alle gleichzeitig ihre Zertifikate in die Kamera halten, Company Meetings als Offenbarung feiern und Diesel-Dieter in der Kommentarspalte die Welt erklärt. Wir sprechen über Fake-Positivismus, automatisierte Recruiter-Nachrichten und die seltsame Dynamik einer Plattform, die eigentlich professionell sein sollte, sich aber oft anfühlt wie Facebook in Anzug.

Und dann die eigentliche Geschichte. Micha bekommt eine Anfrage auf LinkedIn: ein Webinar, 15 Minuten Marktforschung, ganz unverbindlich. Was folgt, ist eine Reise durch schwarze Hintergründe, goldene Schrift, KI-generierte Slides und das Versprechen von 30 bis 50k im Monat – wenn man nur bereit ist, das Coaching aus dem Coaching zu streichen. Keine Einzelgespräche mehr. Keine Beziehung zum Klienten. Lieber Selbstlernvideos, Gruppencalls und KI – alles schön skalierbar.

Wir reden darüber, was das mit einem Beruf macht, der im Kern zutiefst menschlich ist. Und über den Satz, der Micha am meisten getroffen hat: Coaches werden nicht erfolgreich, weil sie Kompetenz haben, sondern weil sie laut sind.

Außerdem: Was KI wirklich kann und was nicht. Warum Anders einen Tisch gebaut hat, der 12 cm zu niedrig war. Wie Micha mit Claude Arduino-Code schreibt. Und was passiert, wenn man Duolingo einfach ignoriert, bis die Eule aufgibt.

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2 Stunden 8 Minuten
Die Lieblingsspiele-Reihe geht in die letzte Runde. Micha schließt mit Portal 1 und 2 ab – einem Spiel, das als Packungsbeilage begann und zum Popkultur-Phänomen wurde. Wir reden über GLaDOS, den Weighted Companion Cube, den Kuchen, der eine Lüge ist, und warum ein kleiner weißer Roboter namens Wheatley zu einer der besten und tragischsten Figuren der Spielegeschichte gehört.

Anders beendet die Runde mit Homeworld – einem Echtzeit-Strategiespiel aus dem Jahr 1999, das sich anfühlt wie eine epische Raumoper. Eine Zivilisation, die entdeckt, dass sie verbannt wurde. Ein Planet, der brennt. Eine Flotte, die alles verloren hat und trotzdem weiterkämpft. Und Saugschiffchen, die feindliche Fregatten einfach klauen. Wir sprechen über Homeworld Cataclysm, verlorene Source-Codes und warum „everything is gone, Karak is burning" vielleicht der stärkste Spielmoment ist, über den wir je geredet haben.

Außerdem: Wandern als unerwartetes Hobby, Geocaching bei Nacht, Mammutmärsche mit Blasen an den Füßen, die Mordor-Challenge und warum Schokolade von Marabou im richtigen Moment alles verändern kann.

Am Ende: ein blitzschnelles Quickfire-Duell durch die großen Gaming-Serien – von Final Fantasy bis Assassin's Creed. Und die Ankündigung, dass die Spiele-Reihe erstmal pausiert. Was kommt als Nächstes?

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2 Stunden 48 Minuten
Die Lieblingsspiele-Reihe geht weiter – und diesmal wird es weit. Weit in den Weltraum, tief in die Moral, und mittendrin eine Entscheidung, die kein Spiel so gut gestellt hat wie dieses.

Micha räumt erstmal auf: Freelancer gehört nicht in die Honorary Mentions – Anders holt es sich zurück auf die offizielle Liste. Wir tauchen ein in ein Raumschiffspiel, das sich damals wie eine lebendige Welt angefühlt hat: belebte Sektoren, Piratenangriffe, Hyperlanes und eine Geschichte, die einem schleichend klar macht, wer hier wirklich die Bösen sind. Und was von diesem Spiel heute noch übrig ist – spoiler: mehr als man denkt.

Anders bringt dann Battlezone 2 mit, ein Spiel, das sich beim Auspacken wie ein Shooter anfühlt – und dann ganz ruhig anfängt, ein Strategiespiel zu werden. Aus der Ego-Perspektive Truppen kommandieren, Basen errichten, feindliche Panzer übernehmen. Alles in einer 3D-Welt, ein Jahr vor Halo. Wir sprechen auch darüber, wie es sich anfühlt, mit zwölf Jahren sowas zu spielen – und was das heute mit uns als potenzielle Eltern macht.

Dann wechselt Micha die Frequenz vollständig: Life is Strange. Ein Spiel, das mechanisch kaum Ansprüche stellt – und emotional alles fordert. Wir spoilern die ganze Geschichte (Warnung im Intro!), reden über Zeitreisen, Schuld, toxische Freundschaften und eine Entscheidung am Ende, für die Micha tatsächlich eine halbe Stunde Pause gedrückt hat. 52 zu 48 Prozent – und warum diese Zahl so viel über uns sagt.

Außerdem: Lieblings-Star-Trek-Captain, das arrogante Geräusch von Malzbier, die apokalyptischen Reiter der Steam-Tags, und warum wir unseren Kindern wahrscheinlich nicht dasselbe durchgehen lassen würden, was unsere Eltern uns durchgehen ließen.
1 Stunde 16 Minuten
Zweiter Teil unseres Double Features: weiter geht's mit Spielen, die etwas in uns hinterlassen haben.

Diesmal geht's nach a galaxy far, far away: Star Wars: Knights of the Old Republic. Im Mittelpunkt steht das Gesinnungssystem und die moralischen Entscheidungen, die das Spiel einem aufbürdet. Ist Gut wirklich gut, und Böse wirklich böse? Und wie leicht lässt man sich auf die dunkle Seite ziehen, nur um an die Fähigkeiten zu kommen, die man eigentlich will – obwohl man doch eigentlich der strahlende Jedi sein wollte?

Danach erzählt Anders von einem ganz anderen Kapitel: Silent Hill: Shattered Memories – eines der ersten Horrorspiele, das er tatsächlich allein durchgespielt hat. Vielleicht auch, weil die PSP im Notfall einfach beiseitegelegt werden konnte. Wir sprechen darüber, wie sehr die eigene Erwartungshaltung an ein Spiel die Erfahrung damit formt – und wie Entwickler genau das bewusst für sich nutzen.
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Über diesen Podcast

Zwei Nerds. Echte Geschichten. Kein Skript. Wir reden über das, was uns wirklich bewegt – Hobbies, Erinnerungen, Leidenschaften. Mit Witz, Tiefgang und der ehrlichen Energie zweier Menschen, die einfach Spaß daran haben, miteinander zu reden.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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