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Episoden
08.07.2026
1 Stunde 8 Minuten
lia und Stephan über drei Mal dasselbe falsche Spiel: Wir fragen nicht mehr, ob etwas echt ist, nur noch, ob es funktioniert. Erst das persönliche — sechs Monate BoB, und Stephans ehrliches Zwischenfazit: Social Media ist ein Zahlen-Wettlauf ohne Ziellinie, der ihn mehr geschlaucht hat als zehn Jahre Beratung. Wenn es ihn so trifft, was macht es mit einem Fünfzehnjährigen? Dann das politische: Während alle über die Krankschreibung streiten, wird leise das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt. Und Julias Thema: Ein Fünftel der Deutschen kann sich vorstellen, einen Chatbot zu lieben — die meisten als Ersatz, nicht als Ergänzung.
Key Takeaways
Social Media ist ein Spiel ohne Ziellinie — gewinnen kann man es nicht Creator-Studie 2025: 62 % Burnout, 65 % Angst/Depression, 58 % „Selbstwert sinkt bei schlechtem Video" Der Fehler ist, für den Algorithmus zu produzieren statt zu sagen, was man sagen willJugendliche mit >3 h Social Media/Tag: doppeltes Risiko für Depression/Angst Selbst ganz oben gewinnt niemand: in Davos „Milliardäre zweiter Klasse" Stephans Konsequenz: „Love it or hate it" — erst der Gedanke, dann die Reichweite Krankenstand: wir sind nicht kränker, seit der digitalen Krankschreibung 2022 nur besser gezählt Telefon-AU ist nicht der TreiberWährend alle über die Krankschreibung streiten, wird die Rente leise an die Lebenserwartung gekoppelt (67,5 ab 2041, Richtung 70) 63 % gegen die Kopplung, 81 % gegen höheres Rentenalter — trotzdem geht die Debatte übers Attest Ein Fünftel der Deutschen kann sich vorstellen, einen Chatbot zu lieben Companion-Apps: 337, +700 % seit 2022, „geliebt werden" im Abo Die eigentliche Frage ist nicht, ob die Maschine fühlt, sondern dass es uns nicht mehr interessiert, solange sie sich richtig anfühlt
Kapitelübersicht
00:00 Einführung und persönliche Updates
05:03 Sechs Monate Business ohne Bullshit
15:05 Die Herausforderungen der Social Media Welt
21:36 Die Rückkehr des Spaßes in Social Media
25:14 Krankschreibung und ihre Herausforderungen
41:54 Künstliche Intelligenz und Bewusstsein
45:28 Die Gefahren von KI in Beziehungen
47:39 Gender-Diskussion und KI
49:35 Die Rolle von Männern in der digitalen Welt
51:44 Bewusstsein und Abhängigkeit von KI
54:37 Technologie und ihre Komplexität
57:41 Einflussnahme im Sport und die FIFA
01:00:39 Griechenland als Gewinner
01:02:38 Social Media Trends: Gewinner und Verlierer
01:08:29 businessTech-outro-low.wav
Key Takeaways
Social Media ist ein Spiel ohne Ziellinie — gewinnen kann man es nicht Creator-Studie 2025: 62 % Burnout, 65 % Angst/Depression, 58 % „Selbstwert sinkt bei schlechtem Video" Der Fehler ist, für den Algorithmus zu produzieren statt zu sagen, was man sagen willJugendliche mit >3 h Social Media/Tag: doppeltes Risiko für Depression/Angst Selbst ganz oben gewinnt niemand: in Davos „Milliardäre zweiter Klasse" Stephans Konsequenz: „Love it or hate it" — erst der Gedanke, dann die Reichweite Krankenstand: wir sind nicht kränker, seit der digitalen Krankschreibung 2022 nur besser gezählt Telefon-AU ist nicht der TreiberWährend alle über die Krankschreibung streiten, wird die Rente leise an die Lebenserwartung gekoppelt (67,5 ab 2041, Richtung 70) 63 % gegen die Kopplung, 81 % gegen höheres Rentenalter — trotzdem geht die Debatte übers Attest Ein Fünftel der Deutschen kann sich vorstellen, einen Chatbot zu lieben Companion-Apps: 337, +700 % seit 2022, „geliebt werden" im Abo Die eigentliche Frage ist nicht, ob die Maschine fühlt, sondern dass es uns nicht mehr interessiert, solange sie sich richtig anfühlt
Kapitelübersicht
00:00 Einführung und persönliche Updates
05:03 Sechs Monate Business ohne Bullshit
15:05 Die Herausforderungen der Social Media Welt
21:36 Die Rückkehr des Spaßes in Social Media
25:14 Krankschreibung und ihre Herausforderungen
41:54 Künstliche Intelligenz und Bewusstsein
45:28 Die Gefahren von KI in Beziehungen
47:39 Gender-Diskussion und KI
49:35 Die Rolle von Männern in der digitalen Welt
51:44 Bewusstsein und Abhängigkeit von KI
54:37 Technologie und ihre Komplexität
57:41 Einflussnahme im Sport und die FIFA
01:00:39 Griechenland als Gewinner
01:02:38 Social Media Trends: Gewinner und Verlierer
01:08:29 businessTech-outro-low.wav
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01.07.2026
45 Minuten
In dieser Folge zerlegen Julia und Stephan drei Rechnungen, die alle bei derselben Adresse landen: bei dir.
Erst die Hitze — 41,3 Grad Rekord in Saarbrücken, 900 Milliarden Schaden bis 2050 vom eigenen Ministerium, und eine Harvard-Studie, die zeigt: Bei 26 Grad im Raum denkst du, als hättest du eine Nacht durchgemacht.
Während die stärkste Partei das Problem für erfunden erklärt. Dann Apple: Tim Cook nennt seine Preiserhöhungen ein „Jahrhundert-Hochwasser" — bei 47 Prozent Marge, und schont ausgerechnet das iPhone.
Und zum Schluss Julias Welt: 2026 ist nicht das Jahr, in dem die KI für dich einkauft — es ist das Jahr, in dem du entscheidest, wie viel Kontrolle du abgibst.
Main Content:
Die extreme Hitze im Sommer 2023 ist menschengemacht und wird durch den Klimawandel verschärft. Deutschland verzeichnet Rekordwerte, und die volkswirtschaftlichen Schäden werden auf bis zu 900 Milliarden Euro bis 2050 geschätzt. Die Unfähigkeit, das Klimaproblem anzuerkennen und aktiv dagegen vorzugehen, stellt eine große Herausforderung für Gesellschaft und Politik dar. Deutschland liegt beim Thema Klimaanlagen am Ende, nur 3 Prozent der Privathaushalte haben festinstallierte Geräte, während z.
Die Bedeutung von Verantwortung in der Kommunikation nach Niederlagen, z.
Die Preise bei Apple steigen durch erhöhte Nachfrage nach Speicherchips und Rechenzentren für KI, was auch die Verbraucher betrifft. Die Produktion der Geräte ist teuer, und die Industrienutzung beeinflusst die Preise deutlich. KI-Revolution im Handel: Von KI-basierter Produktrecherche bis zu vollautomatisierten Einkäufen – die Einflussmöglichkeiten wachsen rasant. Unternehmen wie Otto und Shopify entwickeln bereits vollautomatische Kaufagenten. Die zukünftige Nutzung von KI im E-Commerce wird die Player im Markt verändern: Stores, Interfaces und Nutzerverhalten entwickeln sich komplett neu. Gewinner des Wochenendes: Portugal bei der WM, überraschend und inspirierend; kreative Kampagnen bei Cannes, die Werbung und KI verbinden. Verlierer: Die „süße Tüte“ im Freibad mit enttäuschendem Inhalt, die für Nostalgie sorgte, aber den modernen Ansprüchen kaum noch gerecht wird. Abschließend: Die Diskussion, wie viel Kontrolle wir in der Ära der KI abgeben wollen und welche Verantwortung dabei besteht, bleibt zentral für unsere Zukunft.
Hosts
Julia Jung Stephan Baier
Timestamps: 00:00 - Begrüßung und Spezialfolge wegen WLAN-Problemen 02:16 - Diskussion über Fußball, Fußballstimmung in Griechenland 03:48 - Kommunikation bei Nationalmannschaften nach Niederlagen 10:56 - Drastische Hitze- und Klimawandel-Daten und gesellschaftliche Ignoranz 12:44 - Wirtschaftliche Schäden durch Klimawandel in Deutschland 15:45 - Auswirkungen hoher Temperaturen auf Schlafqualität und Produktivität 20:13 - Klimaanlagen-Status und Zukunft in Deutschland 23:43 - Klimawandel-Leugnung bei der AfD und politische Herausforderungen 26:36 - Apple-Preiserhöhungen und die Rolle von Nachfrage & Kosten 28:48 - Chip- und Speicherknappheit, KI-Infrastrukturkosten steigen 34:28 - KI im Handel: Produktrecherche und vollautomatisierte Käufe in Entwicklung 41:34 - Verantwortung in der KI-Ära: Kontrolle, Ethik und gesellschaftliche Auswirkungen 42:20 - Fußball: Julian Nagelsmanns Leadership und Verlierer der Woche 44:01 - Nostalgie: Die Süße Tüte im Freibad und ihre moderne Qual 45:32 - Überraschungsmomente bei der WM: Kap Verde und Portugal 46:26 - Kreative Kampagnen bei Cannes: KI in der Werbung 48:14 - Abschied, Ausblick auf nächste FolgeResources & Links:Connect with Julia & Stefan:Hinweis: Einige Themen sind komplex und entwickeln sich dynamisch, daher jeder Beitrag nur einen kleinen Ausschnitt der großen Diskussion.
Erst die Hitze — 41,3 Grad Rekord in Saarbrücken, 900 Milliarden Schaden bis 2050 vom eigenen Ministerium, und eine Harvard-Studie, die zeigt: Bei 26 Grad im Raum denkst du, als hättest du eine Nacht durchgemacht.
Während die stärkste Partei das Problem für erfunden erklärt. Dann Apple: Tim Cook nennt seine Preiserhöhungen ein „Jahrhundert-Hochwasser" — bei 47 Prozent Marge, und schont ausgerechnet das iPhone.
Und zum Schluss Julias Welt: 2026 ist nicht das Jahr, in dem die KI für dich einkauft — es ist das Jahr, in dem du entscheidest, wie viel Kontrolle du abgibst.
Main Content:
Die extreme Hitze im Sommer 2023 ist menschengemacht und wird durch den Klimawandel verschärft. Deutschland verzeichnet Rekordwerte, und die volkswirtschaftlichen Schäden werden auf bis zu 900 Milliarden Euro bis 2050 geschätzt. Die Unfähigkeit, das Klimaproblem anzuerkennen und aktiv dagegen vorzugehen, stellt eine große Herausforderung für Gesellschaft und Politik dar. Deutschland liegt beim Thema Klimaanlagen am Ende, nur 3 Prozent der Privathaushalte haben festinstallierte Geräte, während z.
Die Bedeutung von Verantwortung in der Kommunikation nach Niederlagen, z.
Die Preise bei Apple steigen durch erhöhte Nachfrage nach Speicherchips und Rechenzentren für KI, was auch die Verbraucher betrifft. Die Produktion der Geräte ist teuer, und die Industrienutzung beeinflusst die Preise deutlich. KI-Revolution im Handel: Von KI-basierter Produktrecherche bis zu vollautomatisierten Einkäufen – die Einflussmöglichkeiten wachsen rasant. Unternehmen wie Otto und Shopify entwickeln bereits vollautomatische Kaufagenten. Die zukünftige Nutzung von KI im E-Commerce wird die Player im Markt verändern: Stores, Interfaces und Nutzerverhalten entwickeln sich komplett neu. Gewinner des Wochenendes: Portugal bei der WM, überraschend und inspirierend; kreative Kampagnen bei Cannes, die Werbung und KI verbinden. Verlierer: Die „süße Tüte“ im Freibad mit enttäuschendem Inhalt, die für Nostalgie sorgte, aber den modernen Ansprüchen kaum noch gerecht wird. Abschließend: Die Diskussion, wie viel Kontrolle wir in der Ära der KI abgeben wollen und welche Verantwortung dabei besteht, bleibt zentral für unsere Zukunft.
Hosts
Julia Jung Stephan Baier
Timestamps: 00:00 - Begrüßung und Spezialfolge wegen WLAN-Problemen 02:16 - Diskussion über Fußball, Fußballstimmung in Griechenland 03:48 - Kommunikation bei Nationalmannschaften nach Niederlagen 10:56 - Drastische Hitze- und Klimawandel-Daten und gesellschaftliche Ignoranz 12:44 - Wirtschaftliche Schäden durch Klimawandel in Deutschland 15:45 - Auswirkungen hoher Temperaturen auf Schlafqualität und Produktivität 20:13 - Klimaanlagen-Status und Zukunft in Deutschland 23:43 - Klimawandel-Leugnung bei der AfD und politische Herausforderungen 26:36 - Apple-Preiserhöhungen und die Rolle von Nachfrage & Kosten 28:48 - Chip- und Speicherknappheit, KI-Infrastrukturkosten steigen 34:28 - KI im Handel: Produktrecherche und vollautomatisierte Käufe in Entwicklung 41:34 - Verantwortung in der KI-Ära: Kontrolle, Ethik und gesellschaftliche Auswirkungen 42:20 - Fußball: Julian Nagelsmanns Leadership und Verlierer der Woche 44:01 - Nostalgie: Die Süße Tüte im Freibad und ihre moderne Qual 45:32 - Überraschungsmomente bei der WM: Kap Verde und Portugal 46:26 - Kreative Kampagnen bei Cannes: KI in der Werbung 48:14 - Abschied, Ausblick auf nächste FolgeResources & Links:Connect with Julia & Stefan:Hinweis: Einige Themen sind komplex und entwickeln sich dynamisch, daher jeder Beitrag nur einen kleinen Ausschnitt der großen Diskussion.
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24.06.2026
1 Stunde 11 Minuten
Julia und Stephan ziehen einen roten Faden durch drei Geschichten, die alle dieselbe Frage stellen: Wer sitzt am Tisch, wenn wirklich entschieden wird?
Die Chefin der Wirtschaftsweisen sagt diese Woche im SPIEGEL: Wir leben von der Substanz. Brücken, Schienen, Schulen, jahrzehntelang auf Verschleiß gefahren. Wachstum kommt nur durch Investitionen. Mehrarbeit und Rentenkürzung lösen das nicht.
Dann VivaTech: L'Oréal, mit 44 Milliarden Euro Umsatz der größte Beauty-Konzern der Welt, macht gemeinsame Sache mit OpenAI und baut ChatGPT zum Schaufenster um. Produkte, Werbung, virtuelles Make-up, ein eigenes Hautforschungs-Modell.
Und Jens Spahn, Fraktionschef der Kanzlerpartei, war fünfmal Gast in Peter Thiels geheimem Netzwerk „Dialog". Rausgekommen nur durch ein Datenleck.
Key Takeaways
„Wir leben von der Substanz" ist keine Stimmung mehr, sondern eine amtliche Zahl: 2025 baut Deutschland erstmals seit der Wiedervereinigung netto Kapital ab. Nettoinvestitionsquote minus 0,23 Prozent, in den 90ern über 7. Wir verbrauchen Brücken, Schulen und Maschinen schneller, als wir neue bauen.
Selbst das 500-Milliarden-Sondervermögen vom März dreht das nicht über Nacht. 20 Jahre Verschleiß baut kein Haushaltsjahr zurück.
Auch die Privatwirtschaft bröckelt: 23.900 Firmenpleiten 2025, höchster Stand seit über zehn Jahren. Fast 285.000 Jobs hingen daran.
Die Kaufkraft steht still. 2022 brachen die Reallöhne um 3,1 Prozent ein, der stärkste Absturz seit Beginn der Statistik. Erst jetzt sind wir wieder auf dem Niveau von 2019. Die Chef-Gehälter dagegen: weltweit plus 54 Prozent real seit 2019, im Schnitt von 5,5 auf 8,4 Millionen Dollar.
Die Kommunen fahren 2025 mit 31,9 Milliarden Euro das höchste Defizit seit der Wiedervereinigung ein. Schwimmbad zu, Bus weg, Schule bröckelt. Der Investitionsstau steht bei 231,2 Milliarden, größter Brocken sind die Schulen mit fast 68 Milliarden.
Gleichzeitig behält die Gastronomie ihren Mehrwertsteuer-Rabatt von 3,4 Milliarden im Jahr, den die Wirtschaftsweise selbst „überflüssig" nennt. Profitieren tun McDonald's und Burger King, nicht der Landgasthof. Rund 80 Prozent bleiben als Marge im Betrieb.
L'Oréal schiebt über OpenAI Produkte, einen globalen Werbe-Piloten (SkinCeuticals, CeraVe, Garnier), virtuelles Make-up via ModiFace und ein Hautforschungs-Modell direkt in ChatGPT.
Das „Elf-Minuten-Paradox" der L'Oréal-Digitalchefin: Der Kauf wird nicht schneller, sondern langsamer. Du redest mit einer Maschine, glaubst zu recherchieren und wirst beraten. Von jemandem, der dafür bezahlt hat, dabei zu sein.
Werbung hat jedes Medium gefressen: Zeitung, Blogs, Influencer. Jetzt ChatGPT. Nur steht diesmal „Im Sinne deiner Hautgesundheit" drüber statt „Anzeige". Kostenlos ist nie kostenlos. Dein Vertrauen ist das Produkt.
Jens Spahn war fünfmal in Peter Thiels geheimem Netzwerk „Dialog" (2018 bis 2024), öffentlich nur durch ein Datenleck. Sein Sprecher bestätigt die Teilnahmen und sagt im selben Atemzug, den Namen des Clubs kenne er nicht.
Das Problem ist nicht das Treffen. Das Problem ist die Intransparenz. Bei einer AfD um 29 Prozent, jedem Zweiten, der der Demokratie misstraut, und nur jedem Zehnten, der den Parteien vertraut, ist ein Geheim-Dinner Brandbeschleuniger.
Kapitel
00:00 Ein heißer Empfang
10:34 Familienbande und Generationen
11:18 Investitionen für die Zukunft
25:04 Wohlstand durch Investitionen
25:06 Die Marke Deutschland im Wandel
28:49 KI und Konsum: L'Oreal und OpenAI
43:52 Politische Glaubwürdigkeit und Transparenz
50:46 Einflussnahme und Verantwortung in der Politik
53:48 Vertrauen in die Politik und die Rolle der Medien
55:07 Markenstrategien und die FIFA
01:00:48 Gewinner und Verlierer der Woche
01:01:48 Kulturelle Sensibilität und Markenfehler
01:05:56 Politische Peinlichkeiten und öffentliche Wahrnehmung
Die Chefin der Wirtschaftsweisen sagt diese Woche im SPIEGEL: Wir leben von der Substanz. Brücken, Schienen, Schulen, jahrzehntelang auf Verschleiß gefahren. Wachstum kommt nur durch Investitionen. Mehrarbeit und Rentenkürzung lösen das nicht.
Dann VivaTech: L'Oréal, mit 44 Milliarden Euro Umsatz der größte Beauty-Konzern der Welt, macht gemeinsame Sache mit OpenAI und baut ChatGPT zum Schaufenster um. Produkte, Werbung, virtuelles Make-up, ein eigenes Hautforschungs-Modell.
Und Jens Spahn, Fraktionschef der Kanzlerpartei, war fünfmal Gast in Peter Thiels geheimem Netzwerk „Dialog". Rausgekommen nur durch ein Datenleck.
Key Takeaways
„Wir leben von der Substanz" ist keine Stimmung mehr, sondern eine amtliche Zahl: 2025 baut Deutschland erstmals seit der Wiedervereinigung netto Kapital ab. Nettoinvestitionsquote minus 0,23 Prozent, in den 90ern über 7. Wir verbrauchen Brücken, Schulen und Maschinen schneller, als wir neue bauen.
Selbst das 500-Milliarden-Sondervermögen vom März dreht das nicht über Nacht. 20 Jahre Verschleiß baut kein Haushaltsjahr zurück.
Auch die Privatwirtschaft bröckelt: 23.900 Firmenpleiten 2025, höchster Stand seit über zehn Jahren. Fast 285.000 Jobs hingen daran.
Die Kaufkraft steht still. 2022 brachen die Reallöhne um 3,1 Prozent ein, der stärkste Absturz seit Beginn der Statistik. Erst jetzt sind wir wieder auf dem Niveau von 2019. Die Chef-Gehälter dagegen: weltweit plus 54 Prozent real seit 2019, im Schnitt von 5,5 auf 8,4 Millionen Dollar.
Die Kommunen fahren 2025 mit 31,9 Milliarden Euro das höchste Defizit seit der Wiedervereinigung ein. Schwimmbad zu, Bus weg, Schule bröckelt. Der Investitionsstau steht bei 231,2 Milliarden, größter Brocken sind die Schulen mit fast 68 Milliarden.
Gleichzeitig behält die Gastronomie ihren Mehrwertsteuer-Rabatt von 3,4 Milliarden im Jahr, den die Wirtschaftsweise selbst „überflüssig" nennt. Profitieren tun McDonald's und Burger King, nicht der Landgasthof. Rund 80 Prozent bleiben als Marge im Betrieb.
L'Oréal schiebt über OpenAI Produkte, einen globalen Werbe-Piloten (SkinCeuticals, CeraVe, Garnier), virtuelles Make-up via ModiFace und ein Hautforschungs-Modell direkt in ChatGPT.
Das „Elf-Minuten-Paradox" der L'Oréal-Digitalchefin: Der Kauf wird nicht schneller, sondern langsamer. Du redest mit einer Maschine, glaubst zu recherchieren und wirst beraten. Von jemandem, der dafür bezahlt hat, dabei zu sein.
Werbung hat jedes Medium gefressen: Zeitung, Blogs, Influencer. Jetzt ChatGPT. Nur steht diesmal „Im Sinne deiner Hautgesundheit" drüber statt „Anzeige". Kostenlos ist nie kostenlos. Dein Vertrauen ist das Produkt.
Jens Spahn war fünfmal in Peter Thiels geheimem Netzwerk „Dialog" (2018 bis 2024), öffentlich nur durch ein Datenleck. Sein Sprecher bestätigt die Teilnahmen und sagt im selben Atemzug, den Namen des Clubs kenne er nicht.
Das Problem ist nicht das Treffen. Das Problem ist die Intransparenz. Bei einer AfD um 29 Prozent, jedem Zweiten, der der Demokratie misstraut, und nur jedem Zehnten, der den Parteien vertraut, ist ein Geheim-Dinner Brandbeschleuniger.
Kapitel
00:00 Ein heißer Empfang
10:34 Familienbande und Generationen
11:18 Investitionen für die Zukunft
25:04 Wohlstand durch Investitionen
25:06 Die Marke Deutschland im Wandel
28:49 KI und Konsum: L'Oreal und OpenAI
43:52 Politische Glaubwürdigkeit und Transparenz
50:46 Einflussnahme und Verantwortung in der Politik
53:48 Vertrauen in die Politik und die Rolle der Medien
55:07 Markenstrategien und die FIFA
01:00:48 Gewinner und Verlierer der Woche
01:01:48 Kulturelle Sensibilität und Markenfehler
01:05:56 Politische Peinlichkeiten und öffentliche Wahrnehmung
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17.06.2026
1 Stunde 5 Minuten
Julia und Stephan ziehen einen roten Faden durch drei Geschichten, die alle dieselbe Frage stellen: Was ist echt und was steht nur auf dem Papier?
Eine Litauerin hat aus einem zu vollen Kleiderschrank ein Acht-Milliarden-Imperium gebaut und legt unter den Klamotten still ihr eigenes Logistik- und Bezahlnetz. Echte Substanz, langsam gewachsen.
Elon Musk wird beim größten Börsengang der Geschichte zum ersten Billionär der Welt — auf Papier, das er 366 Tage nicht anfassen darf, während der DAX in Frankfurt exakt dasselbe Spiel spielt: Rekord oben, Industrie unten.
Und am Freitag ging in Deutschland das stärkste KI-Modell der Welt einfach aus — per Anordnung aus Washington.
Key Takeaways
Vinted ist 2025 auf 10,8 Milliarden Euro Handelsvolumen gewachsen (+47 %) und wird mit rund 8 Milliarden Euro bewertet aber der Gewinn ist auf 62 Millionen gefallen (−19 %): Sie verzichten freiwillig auf Profit, um Schienen zu bauen. Das gesunde Gegenteil von Reichtum auf Papier Vinted ist kein Flohmarkt, sondern Infrastruktur in Tarnkleidung: ein eigenes Liefernetz mit über 500.000 Abgabepunkten (in fünf Ländern, Deutschland noch nicht), ein eigenes Bezahlsystem, ein eigener Investment-Arm Re-Commerce boomt nicht, weil wir grün geworden sind — sondern weil neu zu teuer ist. „Nachhaltigkeit“ ist oft das schönere Wort dafür, dass wir uns das Neue nicht mehr leisten Beim Verkauf eigener Kleidung gilt: steuerfrei aber seit 2023 meldet die Plattform dich ab 30 Verkäufen oder 2.000 Euro ans Finanzamt. Gemeldet heißt noch nicht steuerpflichtig, aber auf dem Radar Elon Musk ist nach dem SpaceX-Börsengang (75 Milliarden Dollar eingesammelt, Bewertung 1,77 Billionen) der erste Billionär der Geschichte — die Washington Post schreibt „auf Papier“ in die Überschrift. Seinen Anteil darf er erst in 366 Tagen verkaufen Die Distanz zwischen Million, Milliarde und Billion: eine Zahl pro Sekunde gezählt sind das knapp 12 Tage, fast 32 Jahre — und 31.700 Jahre. Bei der Billion hättest du anfangen müssen, als in Europa noch Mammuts gejagt wurden Musk verkauft nie ein Produkt, er verkauft das nächste Kapitel: heute Raketen, morgen Rechenzentren im Orbit, übermorgen Platin auf Asteroiden. Eine Meme-Aktie mit Startrampe — Morningstar nennt sie rund 50 % überbewertet Wer eine Billion bündelt, bündelt Macht: Musk ließ Starlink im Herbst 2022 während einer ukrainischen Gegenoffensive abschalten. Ein Privatmann am Stromschalter einer Frontlinie Der DAX notiert nahe Allzeithoch, aber die Gewinne stiegen im ersten Quartal nur, weil der Umsatz fiel (−3,7 %): verdient durchs Sparen, getragen von der Finanzbranche (+16 %), die Industrie bei +0,5 %, alle Autobauer im Minus. Papierreichtum oben, Substanz unten Vier Tage nach einer großen Digitalisierungs-Absichtserklärung musste Anthropic sein neues Spitzenmodell in Deutschland abschalten — auf US-Anordnung. Niemand hat es „verboten“, es war einfach weg Souveränität fängt beim Word-Dokument an: 96 % der deutschen Bundesbehörden arbeiten mit Microsoft, drei US-Konzerne halten 70 % der EU-Cloud. Und es ist ein Kapital-Problem — die USA stecken zwölfmal so viel in KI wie die EU
00:00 Einführung und Smalltalk
06:18 Generationenübergreifende Kommunikation
12:15 Vinted: Die Erfolgsgeschichte einer Kleiderbörse
18:21 Steuerliche Aspekte des Re-Commerce
20:54 Wirtschaftliche Unsicherheiten und Konsumverhalten
22:56 Elon Musk und der erste Billionär der Welt
26:02 Die Dimensionen von Reichtum und Macht
29:01 Privatisierte Geopolitik und Machtkonzentration
40:30 Digitale Souveränität und Abhängigkeit von den USA
45:00 Die Grenzen der KI: Ein Ausbruch aus dem Gefängnis
46:17 Die Abhängigkeit von KI: Ein Blick auf Entropic und SAP
51:17 Digitale Souveränität: Illusion oder erreichbares Ziel?
55:15 Die Zukunft der KI: Börsengänge und Konkurrenzkampf
56:17 Sieger und Verlierer der Woche: Ein Blick auf aktuelle Ereignisse
Eine Litauerin hat aus einem zu vollen Kleiderschrank ein Acht-Milliarden-Imperium gebaut und legt unter den Klamotten still ihr eigenes Logistik- und Bezahlnetz. Echte Substanz, langsam gewachsen.
Elon Musk wird beim größten Börsengang der Geschichte zum ersten Billionär der Welt — auf Papier, das er 366 Tage nicht anfassen darf, während der DAX in Frankfurt exakt dasselbe Spiel spielt: Rekord oben, Industrie unten.
Und am Freitag ging in Deutschland das stärkste KI-Modell der Welt einfach aus — per Anordnung aus Washington.
Key Takeaways
Vinted ist 2025 auf 10,8 Milliarden Euro Handelsvolumen gewachsen (+47 %) und wird mit rund 8 Milliarden Euro bewertet aber der Gewinn ist auf 62 Millionen gefallen (−19 %): Sie verzichten freiwillig auf Profit, um Schienen zu bauen. Das gesunde Gegenteil von Reichtum auf Papier Vinted ist kein Flohmarkt, sondern Infrastruktur in Tarnkleidung: ein eigenes Liefernetz mit über 500.000 Abgabepunkten (in fünf Ländern, Deutschland noch nicht), ein eigenes Bezahlsystem, ein eigener Investment-Arm Re-Commerce boomt nicht, weil wir grün geworden sind — sondern weil neu zu teuer ist. „Nachhaltigkeit“ ist oft das schönere Wort dafür, dass wir uns das Neue nicht mehr leisten Beim Verkauf eigener Kleidung gilt: steuerfrei aber seit 2023 meldet die Plattform dich ab 30 Verkäufen oder 2.000 Euro ans Finanzamt. Gemeldet heißt noch nicht steuerpflichtig, aber auf dem Radar Elon Musk ist nach dem SpaceX-Börsengang (75 Milliarden Dollar eingesammelt, Bewertung 1,77 Billionen) der erste Billionär der Geschichte — die Washington Post schreibt „auf Papier“ in die Überschrift. Seinen Anteil darf er erst in 366 Tagen verkaufen Die Distanz zwischen Million, Milliarde und Billion: eine Zahl pro Sekunde gezählt sind das knapp 12 Tage, fast 32 Jahre — und 31.700 Jahre. Bei der Billion hättest du anfangen müssen, als in Europa noch Mammuts gejagt wurden Musk verkauft nie ein Produkt, er verkauft das nächste Kapitel: heute Raketen, morgen Rechenzentren im Orbit, übermorgen Platin auf Asteroiden. Eine Meme-Aktie mit Startrampe — Morningstar nennt sie rund 50 % überbewertet Wer eine Billion bündelt, bündelt Macht: Musk ließ Starlink im Herbst 2022 während einer ukrainischen Gegenoffensive abschalten. Ein Privatmann am Stromschalter einer Frontlinie Der DAX notiert nahe Allzeithoch, aber die Gewinne stiegen im ersten Quartal nur, weil der Umsatz fiel (−3,7 %): verdient durchs Sparen, getragen von der Finanzbranche (+16 %), die Industrie bei +0,5 %, alle Autobauer im Minus. Papierreichtum oben, Substanz unten Vier Tage nach einer großen Digitalisierungs-Absichtserklärung musste Anthropic sein neues Spitzenmodell in Deutschland abschalten — auf US-Anordnung. Niemand hat es „verboten“, es war einfach weg Souveränität fängt beim Word-Dokument an: 96 % der deutschen Bundesbehörden arbeiten mit Microsoft, drei US-Konzerne halten 70 % der EU-Cloud. Und es ist ein Kapital-Problem — die USA stecken zwölfmal so viel in KI wie die EU
00:00 Einführung und Smalltalk
06:18 Generationenübergreifende Kommunikation
12:15 Vinted: Die Erfolgsgeschichte einer Kleiderbörse
18:21 Steuerliche Aspekte des Re-Commerce
20:54 Wirtschaftliche Unsicherheiten und Konsumverhalten
22:56 Elon Musk und der erste Billionär der Welt
26:02 Die Dimensionen von Reichtum und Macht
29:01 Privatisierte Geopolitik und Machtkonzentration
40:30 Digitale Souveränität und Abhängigkeit von den USA
45:00 Die Grenzen der KI: Ein Ausbruch aus dem Gefängnis
46:17 Die Abhängigkeit von KI: Ein Blick auf Entropic und SAP
51:17 Digitale Souveränität: Illusion oder erreichbares Ziel?
55:15 Die Zukunft der KI: Börsengänge und Konkurrenzkampf
56:17 Sieger und Verlierer der Woche: Ein Blick auf aktuelle Ereignisse
Mehr
10.06.2026
1 Stunde 3 Minuten
Julia und Stephan ziehen einen roten Faden durch drei Geschichten, die alle dasselbe Muster haben: Meta verbrennt 83 Milliarden Dollar, um die Kamera auf deinem Gesicht zu sein und der vermeintliche Flop ist in Wahrheit die Strategie wenn es um die neue Wearables Generation geht.
Die Fußball-WM in den USA wird zum Super Bowl mit Eckfahnen: erste Halbzeitshow im Finale, Tickets für fast 11.000 Dollar, ein eigens erfundener Friedenspreis für Donald Trump.
Und in Deutschland werden gerade aus Motoren Granaten — Rheinmetall verkauft sein Autogeschäft, Helsing wird mit Zielsystemen zum wertvollsten Startup des Landes.
Drei Booms, kein einziger ist das, wonach er aussieht. Der erste ist eine Wette auf die nächste Plattform. Der zweite ein Opportunisten-Geschäft. Der dritte ein Angstindikator.
Key Takeaways
Meta hat 2025 sieben Millionen Smart Glasses verkauft — verdreifacht, über 80 Prozent Marktanteil. Apples Vision Pro: rund 45.000 im Weihnachtsquartal. Das ist kein Vorsprung, das ist ein anderes Universum Reality Labs verbrennt 19 Milliarden im Jahr, 83 Milliarden seit 2020 — kein Flop, sondern Zuckerbergs Versicherung gegen die nächste Plattform-Maut Meta gewinnt den Brillen-Krieg, indem es kein Brillen-Unternehmen ist: Es hat sich in EssilorLuxottica (Ray-Ban, Oakley) eingekauft. Distribution schlägt Technik Der Second Mover gewinnt: Meta macht als First Mover die teure Drecksarbeit, Apple operationalisiert den AI-native Massenmarkt — Stephans Wette für die erste Brille, die er kauft Das Tracking wandert über den Körper — vom Oura-Ring am Finger über Apple Watch und Brille bis zur Smart-Kontaktlinse: Das Startup Xpanceo liest Cortisol aus der Tränenflüssigkeit und ist 1,35 Milliarden Dollar wert. Die Frage ist nicht ob, sondern wer — und ob wir das wollen Die WM wird der Super Bowl mit Eckfahnen: Halbzeitshow im Finale, dynamische Ticketpreise von 1.600 auf fast 11.000 Dollar, FIFA kassiert als eigener Ticketmaster 15 Prozent von Käufer und Verkäufer Zugang als Währung: Trumps Weißes Haus kontrolliert die Visa, FIFA verleiht Trump einen Friedenspreis. Brot und Spiele — volle Stadien, aber zu welchem Preis Aus Motoren werden Granaten: Helsing baut Zielsysteme und ist Deutschlands wertvollstes Startup, Rheinmetall verkauft das Autogeschäft und produziert mehr Munition als die USA. Wir wollten ein deutsches OpenAI — wir haben ein deutsches Palantir bekommen Ein volles Auftragsbuch bei Rheinmetall ist kein Konjunkturindikator, sondern ein Angstindikator: Deutschland tauscht eine Industrie, die sich verzinst, gegen eine, die sich verbraucht
Hosts
Julia Jung & Stephan Baier
Die Fußball-WM in den USA wird zum Super Bowl mit Eckfahnen: erste Halbzeitshow im Finale, Tickets für fast 11.000 Dollar, ein eigens erfundener Friedenspreis für Donald Trump.
Und in Deutschland werden gerade aus Motoren Granaten — Rheinmetall verkauft sein Autogeschäft, Helsing wird mit Zielsystemen zum wertvollsten Startup des Landes.
Drei Booms, kein einziger ist das, wonach er aussieht. Der erste ist eine Wette auf die nächste Plattform. Der zweite ein Opportunisten-Geschäft. Der dritte ein Angstindikator.
Key Takeaways
Meta hat 2025 sieben Millionen Smart Glasses verkauft — verdreifacht, über 80 Prozent Marktanteil. Apples Vision Pro: rund 45.000 im Weihnachtsquartal. Das ist kein Vorsprung, das ist ein anderes Universum Reality Labs verbrennt 19 Milliarden im Jahr, 83 Milliarden seit 2020 — kein Flop, sondern Zuckerbergs Versicherung gegen die nächste Plattform-Maut Meta gewinnt den Brillen-Krieg, indem es kein Brillen-Unternehmen ist: Es hat sich in EssilorLuxottica (Ray-Ban, Oakley) eingekauft. Distribution schlägt Technik Der Second Mover gewinnt: Meta macht als First Mover die teure Drecksarbeit, Apple operationalisiert den AI-native Massenmarkt — Stephans Wette für die erste Brille, die er kauft Das Tracking wandert über den Körper — vom Oura-Ring am Finger über Apple Watch und Brille bis zur Smart-Kontaktlinse: Das Startup Xpanceo liest Cortisol aus der Tränenflüssigkeit und ist 1,35 Milliarden Dollar wert. Die Frage ist nicht ob, sondern wer — und ob wir das wollen Die WM wird der Super Bowl mit Eckfahnen: Halbzeitshow im Finale, dynamische Ticketpreise von 1.600 auf fast 11.000 Dollar, FIFA kassiert als eigener Ticketmaster 15 Prozent von Käufer und Verkäufer Zugang als Währung: Trumps Weißes Haus kontrolliert die Visa, FIFA verleiht Trump einen Friedenspreis. Brot und Spiele — volle Stadien, aber zu welchem Preis Aus Motoren werden Granaten: Helsing baut Zielsysteme und ist Deutschlands wertvollstes Startup, Rheinmetall verkauft das Autogeschäft und produziert mehr Munition als die USA. Wir wollten ein deutsches OpenAI — wir haben ein deutsches Palantir bekommen Ein volles Auftragsbuch bei Rheinmetall ist kein Konjunkturindikator, sondern ein Angstindikator: Deutschland tauscht eine Industrie, die sich verzinst, gegen eine, die sich verbraucht
Hosts
Julia Jung & Stephan Baier
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Über diesen Podcast
Boardroom trifft Brand. Jeden Mittwoch sezieren Stephan
Baier (Ex-Partner Top-Beratung) und Julia Jung (Beauty-Director)
drei Wirtschaftsthemen, die alle anderen weichspülen mit
Insider-Drops aus Vorstandsetagen und Brand-Backstages,
Predictions und einem Sieger-und-Verlierer-Block, den du am
nächsten Tag im Büro zitieren wirst. Substanz statt
Hofberichterstattung. Neue Folge jeden Mittwoch! Also folgt hier
rein für Business ohne Bullshit, Peace!
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