18 Stunden Zeit. Fließendes Wasser, Fußbodenheizung, eine eigene Fast-Food-Kultur an jeder Ecke. Und trotzdem sind die meisten Menschen in Pompeji nicht gegangen, als der Berg anfing zu grollen.
In dieser Folge von Rabbit Hole tauchen wir ein in die letzten Stunden von Pompeji und in die Frage, die uns bis heute nicht loslässt: Warum bleiben Menschen, wenn sie gehen könnten?
Wir sprechen darüber, warum Pompeji fortschrittlicher war, als jedes Schulbuch zeigt, warum die berühmte Zahl von 35 Bordellen vermutlich einfach erfunden ist, und warum ausgerechnet die viktorianischen Ausgräber das Sexleben der Stadt komplett falsch verstanden haben. Wir treffen Eumachia und Julia Felix, zwei Geschäftsfrauen mit eigener Außenwerbung, in einer Stadt, in der Frauen offiziell nicht wählen durften. Und wir folgen einer nachgestellten Geschichte durch die ganze Folge: der von Rufina, ihrer Tochter Fausta und dem Sklavenmädchen, das ihr jeden Morgen die Haare macht, drei Leben, die sich in derselben Nacht entscheiden müssen, wer geht und wer bleibt.
Und wir erzählen die Geschichte, die die wenigsten kennen: Ein Großteil der Stadt hat es tatsächlich rausgeschafft. Der Archäologe, der das herausgefunden hat, hat dafür zehn Jahre gebraucht. Und heute leben wieder hunderttausende Menschen in genau derselben Gefahrenzone, mit Apps und Notfallplänen, und bleiben trotzdem.
Wir sind nicht die, die aus Pompeji gelernt haben. Wir sind die Leute von Pompeji.
️ Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir sehr konkret über das Massensterben bei einer Naturkatastrophe, Ersticken und Verbrennen sowie über Sklaverei. Wenn dich eines dieser Themen persönlich belastet, hör die Folge bitte nicht allein oder überspring sie.
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