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Episoden

48 Minuten
„The electric Heidiland“ – Reinhold Heil


Im Juli 2026 veröffentlicht Reinhold Heil (Spliff, Nina Hagen Band, Produzent von Nena, Cosa Rosa, Filmmusik zu „Lola rennt“, etc.) sein Lost Album nach 30 Jahren in der Schublade.


 


Auszug Pressetext von 28if:


Elf unterschiedliche Stücke, englischsprachig, elektronisch, laid back, ein Lied nutzt ein Ping Pong Spiel als Rhythmusbasis, es wird gesprochen, gerappt, es ist funky, experimentell, doch auch poppig – eine musikalische Wundertüte.


Doch nochmal zurück ins Jahr 1991, als Heil beginnt, die ersten Ideen zu seinem ersten Soloalbum zu skizzieren. Seine Freundin Rosa Precht ist gerade mit 38 Jahren viel zu früh an Krebs verstorben, und Heil steuert in der nun viel zu stillen Schöneberger Dachwohnung in eine Phase, in der er mit Regisseuren und Schauspielern abhängt, am Schiller-Theater Musik für Katharina Thalbach macht, schließlich mit den Spliffern das gemeinsame Studio in Moabit verkauft und fast nur noch in seinem Homestudio, dem Electric Heidiland aufnimmt. Rosa Precht hatte er bereits Mitte der Siebziger kennen- und lieben gelernt und mit ihr parallel zu Spliff die Band Cosa Rosa gegründet, mit der sie drei Alben veröffentlichten. Seine Art mit der plötzlichen Leere umzugehen ist es, sich ausgiebig mit der Produktion der neuen Songs zu befassen, jedes Detail immer wieder zu perfektionieren. »Andere nehmen Drogen in so einer Situation, ich habe mich fünf Jahre in diesem Album versteckt.« Herausgekommen ist dabei kein Traueralbum, weil genau die Trauer kein Thema sein sollte. Es ist ein abenteuerlustiges Album geworden, Musique Concrète, wie die schon erwähnten Ping Pong Sounds, hatte es so im Popsong noch nicht oft gegeben. »Man hört mein Bedürfnis, etwas nie Dagewesenes zu erzeugen und doch bei den typisch melodiösen Neigungen der Popmusik zu bleiben.«


Reinhold Heil


Photo by Michele Campagni


 


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P.S.:  Die Musik des Podcasts stammt übrigens von der Band Schattenweiss


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#015 Kamera

39 Minuten
„Cyborg Love“ – Kamera


Mit der Stimme von Felix Reisel kommt die Musik von KAMERA angeschwebt – mal in einen Vocoder eingehüllt, mal im Falsett, manchmal auch im Sprechgesang. Zuerst ist da der Eindruck von Weichheit. Und dann aber auch, dass das bei aller Softness auch ganz schön doll groovet und bounct. Die zehn Songs auf „Cyborg Love“, dem ersten Album von KAMERA, verbinden Soul, Art-Pop und Hip-Hop und schicken dann diese Mischung mit sanftem Nachdruck einmal durch die Maschinen


Dutzende Mixer, Filter, Synthies, Sampler und Beat-Generatoren bilden so etwas wie eine Band und sorgen dafür, dass man nie den Eindruck hat, man würde ein Soloalbum hören. KAMERA ist eine Ein-Mann-Band aus Geräten, bedient und ins Laufen gebracht von einem Künstler, der das Menschliche nicht automatisch mit dem Klang einer Akustikgitarre verbindet und das Künstliche nicht automatisch mit dem Maschinellen. Derartige gelernte Zuschreibungen lassen sich auflösen, durcheinanderbringen und neu mischen, in diesem Fall im Sound. KAMERAs Musik ist betont künstlich, ohne dass sie dadurch technisch, distanziert oder gar kühl wirken würde. Die Synthies sind analog, seine Maschinen voll Seele. Keine tiefe deutsche Seele, sondern „Soul“ und dabei den Körper stets auf dem (Dance)Floor.


Die Songs von KAMERA singt eine alien-artige und zugleich sehr menschliche Kunstfigur - straight from the heart. Stimmtonalität und Outfit sind fluide.


 


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Photo by Manja Herrmann


 


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39 Minuten
„Before the reverb“ – Low Key Orchestra


 


Irgendwie habe ich Sönke Torpus in den letzten Jahren vermisst. Das letzte Interview von „Torpus & the Art Directors“ fast 10 Jahre her. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich mich mit ihm über sein neues Werk unterhalten durfte.


Manchmal ist es dann eben das Loslassen von dem, was man über alles


liebt, das einen mit der Zeit wiedererkennen lässt, wie wertvoll und richtig es schon immer


gewesen ist.


Peu à peu keimte in Sönke durch die Arbeit als Engineer und Produzent für Künstler*innen


das Verlangen auf, wieder eigene Musik zu spielen und zu schreiben. Und was anfangs ganz für sich allein in seinem Studio an der deutsch-dänischen Grenze als erste Wiederannäherung begann, mündet nun in einem Album,das in jeder Sekunde mitreißende, stoische, musikgewordene Hingabe in sich trägt. Musik voller Nähe, Trost, Trauer, Freude, voller auf und ab, Optimismus und ernsthafter Empathie. Eine Kombination aus so aufregendem, ehrlichem, dem Klischee fernen Songwriting, einer mitreißenden, vielschichtigen Stimme und facettenreicher, very very international klingender Produktion läuft einem in der deutschen Indielandschaft nur sehr selten über den Weg.


 


Home | low key orchestra


 


Photo by Helgi Helgasson


 


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#013 Port Noo

1 minute
„Standing on the moon“ – EP von Port Noo


 


Ihre letzte Veröffentlichung als Port Noo war im Jahr 2017. Im Herbst 2024 war die Sehnsucht für Hannah Permanetter endgültig zu groß. Die Sehnsucht, endlich wieder Musik zu machen, nachdem sie die letzten sieben Jahre für ihre Kinder da gewesen war und in Berlin ein Kultur-Café aufgebaut hatte.


In unserem Gespräch sprechen wir über das was war, was ist und was sein wird/soll.


 


ABOUT - permanetters Webseite!


 


Photo by Roman Hagenbrock


 


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1 minute
„Jenseits des Algorithmus“ ist das Thema dieses Podcast.


 Dazu habe ich mir zwei Gäste einladen: zum einen Catharina Boutari als Plattenchefin von Pussy Empire Recordings zum anderen Carolin Schwarz von Onlinemagazin Musicspots.


Wir sprechen unter anderem über die Aufgaben einer Plattenfirma,


weshalb Print- und online Medien wichtig sind,


was alles zu einer Veröffentlichung von Musik gehört,


warum Streamingdienste unser Hörverhalten durch die Algorithmen beschränken,


welche Auswirkungen diese Dienste auf die Einkünfte von KünstlerInnen Bands haben,


was jeder selbst dagegen tun kann.


 


Pussy Empire Recordings | Startseite


MUSICSPOTS – the soulful music magazine


 


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Über diesen Podcast

Mein Name ist Herms und ich präsentiere Dir 14tägig meinen Podcast „Herms Promi Corner“ – der Musiktalk. Ich interviewe meine Gäste mal im Videocall, mal Backstage vor oder nach dem Konzert, mal in der Kneipe oder Biergarten, mal zu Hause, mal am Telefon oder wo immer es passt. Das Gespräch ist immer authentisch, humor- und respektvoll, aber nie yellow-press-mäßig. Du erfährst in den Podcastfolgen, wer hinter der Kreativität steckt, welche Aussagen bzw. Bedeutungen in den Songs vorhanden sind und vieles vom drum herum. Es soll eine interessante Reise in die Welt meiner Gäste sein. Ob nun namhafte KünstlerInnen oder Bands, die schon lange im Musikbusiness dabei sind oder ob NewcomerIn – sie alle sind bei mir herzlich willkommen. Und vielleicht ist in der nächsten Ausgabe ein kommender Star zu Gast?

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