Kontrafunk: Dreiländereck Archiv
42 Episoden
56 Minuten
Der Auftakt in die Weihnachtstage ist in vielen guten Stuben ein Ausnahmezustand. Es gilt, den Baum zu schmücken, den Festtagsbraten zu präparieren und sich auf die Verwandtschaft vorzubereiten. Wie viel Besinnlichkeit steckt noch in Heiligabend, welche Funktion hat er in einer zunehmend verrückten Welt, wie wichtig sind die Bräuche und Traditionen, die wir damit verbinden? Und sind die Antworten auf diese Fragen in Deutschland, Österreich und der Schweiz identisch? Es diskutieren: Dietmar Bittrich (Hamburg), Ronald Friedrich Schwarzer (Wien) und Ralph Weibel (St. Gallen).
54 Minuten
Gewalttaten nehmen zu – und immer erschallt der Ruf nach einer Verschärfung des Waffenrechts. Dass es sich dabei um reine Symbolpolitik handelt, sieht man schon daran, dass in der Schweiz mit ihrem liberalen Waffenrecht keineswegs mehr Bluttaten geschehen als anderswo. Aber wie gelangt man in Deutschland, Österreich und der Schweiz legal an eine Waffe? Und wie ist die Stellung von Jägern und Sportschützen in der Gesellschaft? (Wiederholung). Es diskutieren: Rechtsanwalt Dr. Heiko Granzin (Hamburg), Markus Melzl, ehemaliger Kriminalkommissar (Basel), Rechtsanwalt Dr. Raoul Wagner (Wien). Gesprächsleitung: Burkhard Müller-Ullrich. (Wiederholung vom 14. Mai 2024)
56 Minuten
In dieser Ausgabe diskutieren Juristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Zustand der Justiz im deutschsprachigen Raum. Alle drei Länder kämpfen mit politischer Einflussnahme, mangelnder Gewaltentrennung und struktureller Befangenheit. Richterwahlen nach Parteibuch, weisungsgebundene Staatsanwälte und mediale Druckkulissen prägen zunehmend Entscheidungen. Besonders während Corona zeigte sich, wie Gerichte staatliche Maßnahmen eher stützten als kritisch prüften. Die Debatte reicht vom Einfluss der Europäischen Union über ideologisch geprägte Ermittlungen bis hin zur Frage, ob das staatliche Justizmonopol reformiert oder aufgebrochen werden sollte. Die Experten fordern tiefgreifende strukturelle Änderungen, um echte Unabhängigkeit zu sichern.
56 Minuten
Burkhard Müller-Ullrich im Gespräch mit Philipp Gut, Günther Kleinhanns und René Nehring
Jedes Volk, jede Nation hat „heilige Stätten“: Sie prägen die Identität und das historische Bewusstsein. Solche Erinnerungsorte können Denkmäler, Gebäude oder Schlachtfelder sein, aber auch Eisenbahnstrecken oder Landschaften. Sie können an Triumphe oder Niederlagen erinnern, an Schönes wie an Schreckliches. Allerdings greift in manchen Ländern eine Art Abscheu gegenüber der eigenen Geschichte um sich. Deutschland mit seinem „Sündenstolz“ auf den Nationalsozialismus ist das prominenteste Beispiel. Gibt es ähnliche Tendenzen auch in Österreich und in der Schweiz? Darüber diskutieren Philipp Gut (Schweiz), Günther Kleinhanns (Architekt und Denkmalpfleger, Österreich) und René Nehrung (Chefredakteur der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“).
Jedes Volk, jede Nation hat „heilige Stätten“: Sie prägen die Identität und das historische Bewusstsein. Solche Erinnerungsorte können Denkmäler, Gebäude oder Schlachtfelder sein, aber auch Eisenbahnstrecken oder Landschaften. Sie können an Triumphe oder Niederlagen erinnern, an Schönes wie an Schreckliches. Allerdings greift in manchen Ländern eine Art Abscheu gegenüber der eigenen Geschichte um sich. Deutschland mit seinem „Sündenstolz“ auf den Nationalsozialismus ist das prominenteste Beispiel. Gibt es ähnliche Tendenzen auch in Österreich und in der Schweiz? Darüber diskutieren Philipp Gut (Schweiz), Günther Kleinhanns (Architekt und Denkmalpfleger, Österreich) und René Nehrung (Chefredakteur der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“).
50 Minuten
Deutschland, Österreich und die Schweiz sind getrennt durch ihre gemeinsame Sprache. Aber es geht nicht nur um dialektale Färbungen und Unterschiede in Vokabular und Syntax, sondern auch um ein unterschiedliches Verhältnis zur deutschen Sprache überhaupt. Wieso machen Schweizer bei der Genderei besonders eifrig mit? Oder sind derlei Erörterungen vielleicht obsolet angesichts der durch die Migration hereinbrechenden Bildungskatastrophe an den Schulen? Darüber diskutieren die schweizerische Schriftstellerin und Psychologin Julia Onken, der deutsche Literaturwissenschaftler und Bildungsforscher Prof. Peter J. Brenner sowie der österreichische Germanist und Gymnasiallehrer Dr. Tomas Kubelik.
56 Minuten
Homeschooling, Freilernen und Privatschulen gewinnen seit der Coronakrise neuen Zulauf. Wie unterschiedlich Deutschland, Österreich und die Schweiz mit Bildungsfreiheit umgehen, diskutiert Florian Machl mit seinen Gästen: Rechtsanwalt Andreas Vogt, Experte für Schulrecht und Homeschooling in Deutschland, dem Schweizer Historiker und Bildungsrat Klaus Rüdiger sowie dem Vorarlberger Pädagogen Erwin Rigo. Eine Sendung über staatliche Kontrolle, pädagogische Freiheit und die Zukunft des Lernens im deutschsprachigen Raum.
56 Minuten
Deutschland, Österreich und die Schweiz verzeichnen alle seit Jahren einen markanten Zuwachs beim Anteil der Muslime in der Gesellschaft. Mit den entstehenden Herausforderungen wird aber unterschiedlich umgegangen. Die einen setzen auf Instrumente für Dialog und Austausch, die anderen auf Überwachungsmaßnahmen rund um den politischen Islam oder Gesetze und Einschränkungen wie beim Thema Kopftuch. Welche Erfahrungen sind positiv, wo bleiben Probleme bestehen – und wie sieht die weitere Entwicklung aus? Das diskutieren die deutsche Ethnologin Susanne Schröter, die Schweizer Islamkritikerin Saida Keller-Messahli und der Journalist Manfred Maurer aus Österreich.
56 Minuten
Die Wehrpflicht ist für junge Menschen ein einschneidendes Erlebnis: Drill, Befehl und Zurücknahme der eigenen Person treffen auf Kameradschaft, sportliche Ertüchtigung und ein Leben in Lage und Gelände. Doch wie unterschiedlich erleben die Wehrpflichtigen ihre Zeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Der ehemalige schweizerische Nationalrat Dr. Ulrich Schlüer, der deutsche Oberstleutnant der Reserve Sascha Rauschenberger und der österreichische Historiker Dr. Stephan Karl Sander-Faes haben alle noch selbst Wehrpflicht abgeleistet. Im Gespräch stellen sie fest, wie groß die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten in der Wahrnehmung und im Alltag der Wehrpflichtigen sind.
56 Minuten
Florian Machl im Gespräch mit Hans-Georg Maaßen, Ronnie Grob und Heinrich Sickl. Die Antifa ist ein zentraler Akteur im „Kampf gegen rechts“. Von manchen wird sie als politische Vorfeldorganisation der Linken wahrgenommen, zumindest aber als ein ihnen willkommener Helfer. Befürworter sehen in der Gruppierung ein Frühwarnsystem gegen autoritäre Strömungen, das rechte Netzwerke aufdeckt und die Demokratie schützt. Kritiker halten dagegen, die Antifa bewege sich selbst jenseits demokratischer Spielregeln, da sie Gewalt als Mittel politischer Auseinandersetzung rechtfertigt und zunehmend auch anwendet. Welche unterschiedlichen Rollen spielt die Antifa in Deutschland, der Schweiz und Österreich?
52 Minuten
In dieser Ausgabe steht die Pflege im Mittelpunkt. Deutschland, Österreich und die Schweiz sehen sich dabei ähnlichen, aber unterschiedlich ausgeprägten Herausforderungen gegenüber: Der demografische Wandel lässt in allen drei Ländern den Bedarf an Pflegeleistungen steigen, der Fachkräftemangel setzt die Versorgung unter Druck. Welche Unterschiede gibt es in Finanzierung, Ausbildung und gesellschaftlicher Wertschätzung? Wie können Strukturen so verändert werden, dass Pflegekräfte nicht nur funktionieren, sondern ihre Arbeit als erfüllend erleben? Und was sagt der Zustand der Pflege über den Zusammenhalt und die Prioritätensetzung einer Gesellschaft aus?
52 Minuten
In dieser Ausgabe geht es um das Verhältnis von Stadt und Land. Zwischen den urbanen Zentren und der ländlichen Peripherie herrscht seit je ein Spannungsverhältnis – hier die Stadt als selbsternannter Leuchtturm des Fortschritts, dort die Provinz als ihr Hinterhof voll Gartenzwergen und Traktoren. Der Konflikt zwischen beiden spiegelt sich in Stereotypen: Hipster versus Hinterwäldler, konservativ versus progressiv, Innovationen versus Strukturschwäche. Die Unterschiede in den wirtschaftlichen Strukturen, den sozialen Milieus und den kulturellen Bedingungen führen nicht selten zwischen beiden Seiten zu Missverständnissen und dazu, dass die jeweils eine Seite der anderen neidet, was sie selbst nicht hat.
54 Minuten
Alle reden von Völkerverständigung. Wir reden auch von Missverständnissen und Aversionen. Ösis, Piefke, Kuhschweizer und Sauschwaben: Zwischen den deutschsprachigen Völkern gibt es eine Hassliebe, die gewaltige Mentalitätsunterschiede offenbart. Wo kommen die her? Wie geht man damit um? Und kennen wir sie überhaupt? Oskar Freysinger (Schweiz), Gerald Grosz (Österreich) und Wolfgang Koydl (Deutschland) diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über dieses heikle Thema.
33 Minuten
Zu Zeiten der sogenannten Corona-Pandemie haben wir als Menschen in verschiedenen Bereichen und an unterschiedlichen Orten zahlreiche Erfahrungen gemacht. Manches bleibt in schmerzhafter Erinnerung, mit einem Kopfschütteln und dem Begleitgedanken: „Dass so etwas möglich ist, hätte ich nie gedacht.“ Als Vater eines Sohnes, der während der „Pandemie“ zur Bundewehr wollte, als Lehrer an einer Mittelschule und als Boxtrainer in Leipzig erzählt Ralf Reinschmied, wie er die Corona-Zeit erlebt hat, wie er mit den neuen Herausforderungen dieser Zeit umgeht und wie er es schafft, trotz allem Kopfschütteln ruhig zu bleiben.
51 Minuten
In unserer Reihe „Weltwunderforum“ erkunden wir mit dem Schriftsteller und früheren Lehrer Ludwig Witzani ferne Orte auf der Erde. Witzani reist seit vielen Jahren um die Welt. Über seine Erlebnisse in Indien und Tibet, am Amazonas und in Afrika schrieb er zahlreiche Berichte für die Feuilletons großer deutscher Zeitungen. Heute arbeitet er an einer reiseerzählerischen Weltenzyklopädie, die auf 25 Bände angelegt ist und von der bereits sechzehn Bände erschienen sind. Den überwiegenden Teil dieser Reisen in Asien, Afrika und Amerika hat Witzani selbst organisiert unternommen, bevorzugt mit Bussen oder Eisenbahnen, den Transportmitteln der normalen Leute vor Ort.
Erst relativ spät kam Witzani mit einer Reiseform in Kontakt, die in ihrer luxuriösen Rundumbetreuung eigentlich seiner Reisephilosophie widerspricht: der Kreuzfahrtreise. Auf zwei Kreuzfahrtreisen durch die Karibik macht er als absoluter Kreuzfahrtnovize völlig neue Reiseerfahrungen. Von überdimensionierten, labyrinthisch anmutenden Gängen über hervorragendes Essen und Kreuzfahrtbenimmregeln bis hin zu traumhaften Ausblicken und therapeutischem Entertainment als Gegengewicht zur hohen sozialen Anforderung – Ludwig Witzani schildert mit gewohnter Schärfe das Dasein auf den Schiffen „Aida Diva“ und „Mein Schiff 6“. Es liest David Bunners. (Wiederholung vom 2. Mai 2023)
Erst relativ spät kam Witzani mit einer Reiseform in Kontakt, die in ihrer luxuriösen Rundumbetreuung eigentlich seiner Reisephilosophie widerspricht: der Kreuzfahrtreise. Auf zwei Kreuzfahrtreisen durch die Karibik macht er als absoluter Kreuzfahrtnovize völlig neue Reiseerfahrungen. Von überdimensionierten, labyrinthisch anmutenden Gängen über hervorragendes Essen und Kreuzfahrtbenimmregeln bis hin zu traumhaften Ausblicken und therapeutischem Entertainment als Gegengewicht zur hohen sozialen Anforderung – Ludwig Witzani schildert mit gewohnter Schärfe das Dasein auf den Schiffen „Aida Diva“ und „Mein Schiff 6“. Es liest David Bunners. (Wiederholung vom 2. Mai 2023)
Kontrafunk: Dreiländereck
Der Kontrafunk ist ein Dreiländersender für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Doch obwohl es in allen drei Ländern viele gemeinsame und gleichartige Probleme gibt, bestehen doch auch gewaltige...