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Media Technology Insights - Der Medientechnik-Podcast Archiv

26 Episoden
12 Minuten
Sonderfolge: Diesmal kein Gast – Angela Bünger und Kim Seidler erzählen selbst. Vom 10. bis 12. November 2026 findet die 31. FKTG-Fachtagung bei Riedel Communications in Wuppertal statt: 74 Programmpunkte in vier Räumen, Keynote, Vorträge, Panels, Breakout Sessions und Live-Demos.

Die beiden gehen das Programm Tag für Tag durch:

Dienstag – Broadcast im Wandel

• Begrüßung durch Dominique Hoffmann (WDR) und Keynote von Thomas Riedel: „Beyond Connectivity“

• Desinformation und Deepfakes: Andy Schneider und Kai von Garnier (Palo Alto Networks), Content Credentials (C2PA) mit Kenneth Warmuth (WDR)

• KI-Video-Detektoren im Praxistest: Hannes Hartmann (Hochschule Düsseldorf) mit rund 12.500 echten Social-Media-Videos

• Panel zu Mentoring, Reverse Mentoring und Nachwuchs, moderiert von Melita Halilovic (RISE)

• Gesellschaftsabend mit IT-Innovationspreis, Oskar-Messter-Medaille und Richard-Theile-Medaille

Mittwoch – KI, Sicherheit, Audio, Accessibility und DMF

• Agentic AI: Danny Amor (DXC Technology) und Jan Friedlein (MMI)

• „Wie hacke ich einen Ü-Wagen?“ (MCS), Quantenverschlüsselung im ARD-Netz (SWR) und „Wir müssen reden“ mit Anna-Maria Daschner

• Barrierefreiheit: KI-Gebärdensprache (G&L), Klare Sprache (Fraunhofer IIS), Audio Definition Model (BR)

• Dynamic Media Facility: eigener Block ab 15:35 Uhr und Panel mit Markus Berg

• Hochschulförderpreise, Rudolf-Urtel-Preis und Get-together in der Ausstellung

Donnerstag – IP, Virtual Production und Live-Demo

• SMPTE ST 2110 und IPMX, Live-Produktion am Strand mit reinen IT-Servern

• Panel „Technologie ist nicht das Problem, Transformation schon“ – moderiert von Angela, mit Kim auf dem Podium

• Virtual Production, 3D Gaussian Splatting, die Sonnenfinsternis live im Planetarium

• Zum Abschluss: Technocrane-Kamerakran live mit Horst Burbulla und Simon Recker

Tickets für Mitglieder und Externe: https://fktg.ditix.shop

Programm mit allen Abstracts und Referent*innen: https://www.fktg.org/fachtagung-2026/programm

Unternehmen können noch Stand, Breakout- oder Workshop-Raum buchen – Anfrage über fktg.org.

FKTG Media Technology Insights – der Medientechnik-Podcast der FKTG e.V.
24 Minuten
In dieser Folge spricht Moderatorin Angela Bünger mit Markus Berg, ARD Competence Center Produktion & Infrastruktur und ARD/EBU Technical Liaison Officer für den Bereich Produktion über die Zukunft der Broadcast- und Medienproduktion: die Dynamic Media Facility (DMF) und den Wandel hin zu einer softwaredefinierten, modularen und skalierbaren Medieninfrastruktur.

Dabei beleuchten sie, wie sich eine DMF von klassischen Broadcast-Systemen und SMPTE-ST-2110-IP-Produktionsumgebungen unterscheidet, welche Rolle MXL spielt und wie Medienströme, Metadaten, Routing und Timing in einer virtualisierten Umgebung organisiert werden.

Weitere Themen sind Orchestrierung, Microservices, CPU/GPU/FPGA-Resource-Management sowie die Skalierung von Live-Produktionsworkflows. Außerdem geht es um Cloud- und Hybrid-Production, Edge Processing, PTP/ST 2059, Interoperabilität, NMOS und Security.

In dieser Folge geht es darum:

Was eine Dynamic Media Facility auszeichnet

Welche Rolle MXL in der Broadcast-Control-Plane spielt

Wie IP, Virtualisierung und Software Defined Production zusammenwachsen

Wie Timing, Routing und Echtzeitverarbeitung funktionieren

Welche Chancen Cloud, Edge und Kubernetes für die Live-Produktion bieten

Welche neuen Anforderungen an Monitoring, Observability und Security entstehen
18 Minuten
In dieser Folge blickt Angela Bünger gemeinsam mit Kim Seidler (FKTG-Vorständin, Industry Lead Media & Entertainment bei DXC Technology) auf den FKTG Media Day 2026 zurück. Kim war als Mit-Organisatorin und Panel-Gast doppelt involviert und teilt ihre persönlichen Eindrücke.

Themen der Folge:

Rückblick und persönliches Fazit zum Media Day

Eröffnungspanel „The Next Seat" – digitale Erweiterung von Live-Events

Immersive Fan Experiences und 360°-Anwendungen

Die Zukunft der Sportberichterstattung

KI in der Medienproduktion: „The Invisible Control Room"

Networking, KI und Vertrauen als Erfolgsfaktoren

Blick hinter die Kulissen der Event-Organisation

Ausblick: die Themen für den nächsten Media Day

Zitat der Folge:

„Transformation ist kein Technologieprojekt. Transformation ist ein Leadership-Projekt." – Kim Seidler

Viel Spaß beim Hören! Abonniert den Podcast, um keine weiteren Folgen der FKTG Media Technology Insights zu verpassen.
36 Minuten
HDR (High Dynamic Range) gilt seit Jahren als einer der wichtigsten technologischen Entwicklungsschritte in der Bildproduktion. Doch während Standards, Spezifikationen und technische Zielwerte auf dem Papier vergleichsweise klar definiert erscheinen, zeigt sich in der Praxis ein deutlich komplexeres Bild. Wie verhalten sich HDR-Signale tatsächlich entlang kompletter Produktions- und Distributionsketten? Welche Herausforderungen entstehen zwischen Kamera, Monitoring, Grading, Signalverarbeitung und Endgerät?

In dieser Folge werfen wir einen detaillierten Blick auf den aktuellen Stand von HDR im professionellen Broadcast-Umfeld. Dabei diskutieren wir die Unterschiede zwischen Live-Produktion und Postproduktion, analysieren technische Grenzen bestehender Workflows und beleuchten typische Problemfelder wie Signalstabilität, Monitoring-Konzepte, Tone-Mapping und die Interoperabilität verschiedener HDR-Standards.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich die Medienlandschaft verändert: Welche Rolle spielen Creator-Workflows, Social-Media-Plattformen und Streaming-Dienste inzwischen bei der Entwicklung professioneller Produktionsprozesse? Und inwiefern beeinflussen Plattformen wie YouTube technische sowie ästhetische Entscheidungen im klassischen Broadcast-Bereich?

Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit den Herausforderungen der Transformation zwischen SDR und HDR. Welche Verfahren lassen sich deterministisch beschreiben und reproduzierbar umsetzen? Wo stoßen klassische Methoden an ihre Grenzen? Und welche Potenziale eröffnen datengetriebene Verfahren sowie KI-basierte Modelle bei der Lösung komplexer Mapping-Probleme?

Nicht zuletzt betrachten wir die Werkzeuge selbst: Warum reichen traditionelle LUT-basierte Ansätze für moderne HDR-Workflows häufig nicht mehr aus? Welche Vorteile bieten dynamische, szenenabhängige Verfahren, und welche Anforderungen ergeben sich daraus für zukünftige Produktionsumgebungen?

Für diese Diskussion haben wir zwei Gäste eingeladen, die sich seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Forschung, Entwicklung und praktischer Implementierung bewegen: Dr. Lucien Lenzen von der Flying Eye Media Tech Consult GmbH, der an der Hochschule RheinMain lange über das Thema HDR geforscht und promoviert hat, und Jan Friedlein, der während seines Studiums das Thema wissenschaftlich begleitet hat und jetzt der Produktverantwortliche bei MMI (Munich Media Intelligence) für Lumagic ist.

Gemeinsam mit Host Angela Bünger sprechen wir über aktuelle Herausforderungen, reale Broadcast-Constraints und die Zukunft von HDR in professionellen Medienworkflows.
29 Minuten
Das Interoperable Master Format (IMF) ist heute für viele große Medienhäuser und Streaming-Plattformen ein zentraler Baustein der dateibasierten Lieferkette. Überall dort, wo UHD, HDR, zahlreiche Sprachversionen und unterschiedliche regionale Fassungen zusammenkommen, hat IMF in den vergangenen Jahren still, aber wirkungsvoll die Arbeit übernommen, die früher Bandbibliotheken, proprietäre Archivformate und manuelle Konvertierungsprozesse leisteten.

2025 wurde die SMPTE-Standardfamilie ST 2067 mit einem Technology & Engineering Emmy Award ausgezeichnet. In dieser Folge sprechen wir jedoch weniger über die Erfolgsgeschichte als über die eigentliche Ingenieurleistung dahinter: Was war die Kernidee? Welche Architekturentscheidungen haben IMF robust und interoperabel gemacht?

Host Angela Bünger spricht dazu mit Prof. Dr. Wolfgang Ruppel, Professor an der Hochschule RheinMain und Chairman des SMPTE Technology Committee 31 – File Formats and Systems, dem Gremium, das den Standard weiterentwickelt und pflegt.

Vom Kinofilm zum dateibasierten Standard

Wer verstehen will, warum IMF so gebaut ist wie es ist, muss einen Blick auf die Anfänge werfen. Die Geschichte des strukturierten, interoperablen Medientransports beginnt nämlich im Kino.

Das Digital Cinema Package (DCP) definierte ab Mitte der 2000er-Jahre, wie Kinofilme digital ausgeliefert werden: als gekapseltes Paket aus verschlüsseltem Bildmaterial (JPEG 2000 in MXF), Audio und einer XML-basierten Composition Playlist. Die Idee war radikal einfach: Trennung von Essence und Kompositionslogik – das Bild liegt einmal vor, die Anweisungen zur Wiedergabe separat.

Für die Broadcast- und Streamingwelt war das DCP-Modell jedoch zu starr: zu viele Varianten, zu viele Sprachen, zu viele Plattformanforderungen, zu viel manueller Aufwand bei jeder neuen Fassung. Was brauchte man also? Ein Format, das die strukturelle Eleganz des DCP mit der Flexibilität moderner Medienlieferketten verbindet. Die Antwort war IMF – spezifiziert durch die SMPTE ST 2067-Familie, die ab 2013 Form annahm.

Seitdem ist IMF der De-facto-Standard für komplexe, mehrsprachige und mehrvariantige Content-Deliverables geworden: von Netflix und Amazon über öffentlich-rechtliche Sender bis hin zu internationalen Verleihern. Der Weg vom Kinosaal zum globalen Streaming-Ökosystem ist damit, rein technisch betrachtet, eine direkte Linie.

Themen im Gespräch

01  Was ist IMF wirklich?

02  Die Kerninnovation: Trennung von Essence und Composition

03 "IMF ist doch nur MXF" – warum das technisch zu kurz greift

04  Die Composition Playlist als Herzstück

05  Application Specifications. IMF ist nicht gleich IMF.

06  JPEG 2000 als Stabilitätsanker

07  Wo scheitern IMF-Pakete in der Praxis am häufigsten?

08  Supplemental Packages

09  Multivarianten-Realität als Erfolgsrezept

10  "IMF hat Komplexität nur formalisiert, nicht reduziert" – eine faire Kritik?

11  IMF und Cloud-native Architekturen

12  Aktuelle Themen in der ST-2067-Familie

Weiterführende Links

Weiterführende Ressourcen

IMF User Group: https://www.imfug.com/

SMPTE ST 2067: https://www.smpte.org/standards/st2067
26 Minuten
In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights spricht Kim Seidler mit Marc Jonas, Geschäftsführer von nachtblau.tv, über ein Thema, das aktuell die Medienbranche grundlegend verändert: den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Produktions-Workflows – und wie sich dadurch Geschwindigkeit, Skalierung und Arbeitsweisen im Broadcast neu definieren.

Im Fokus steht die Frage, warum KI gerade jetzt ihren Weg aus der Experimentierphase in den produktiven Alltag gefunden hat. Klassische Optimierungsansätze stoßen in einer Welt mit immer mehr Plattformen, kürzeren Produktionszyklen und begrenzten Ressourcen zunehmend an ihre Grenzen. KI eröffnet hier neue Möglichkeiten: Inhalte werden nicht nur schneller verarbeitet, sondern auch intelligenter erschlossen und vielseitiger genutzt.

Im Gespräch wird deutlich, dass es dabei nicht nur um Effizienz oder Kostensenkung geht. Vielmehr verändert KI die gesamte Logik der Content-Produktion – von der Materialaufnahme bis zur Distribution. Besonders relevant ist dabei die Fähigkeit, Inhalte kontextuell zu verstehen und daraus automatisiert neue Formate zu generieren.

Dabei geht es unter anderem um:

warum KI heute produktionsreif ist – und welche technologischen Entwicklungen den Durchbruch ermöglicht haben

den Unterschied zwischen generativer und analytischer KI im Medienkontext

wie sich Ingest-Prozesse durch automatische Transkription, Szenenerkennung und Metadaten-Generierung grundlegend verändern

die Rolle moderner MAM-Systeme als aktive Plattformen für Workflow-Steuerung und KI-Orchestrierung

wie Redaktionen durch semantische Suche und intelligente Analyse schneller zu relevanten Inhalten kommen

den größten Hebel im Workflow: die automatisierte Wiederverwertung von Content in Form von Clips, Social Assets und plattformspezifischen Formaten

warum isolierte KI-Tools selten zum Ziel führen – und weshalb integriertes Workflow-Denken entscheidend ist

die Bedeutung von offenen Systemen, Datenhoheit und Governance im Spannungsfeld zwischen Cloud- und On-Prem-Architekturen

Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Anwendung im Broadcast-Alltag: Wie lässt sich aus einer Produktion deutlich mehr Content generieren? Welche Prozesse lassen sich heute bereits zuverlässig automatisieren? Und wo bleibt der Mensch weiterhin unverzichtbar?

Zum Abschluss diskutieren Host und Gast, wie sich Produktions-Workflows in den kommenden Jahren entwickeln werden: KI als permanenter Assistenzlayer, stärker vernetzte Systeme und ein klarer Fokus auf End-to-End-Prozesse statt Einzellösungen.

Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie KI die Medienproduktion nicht nur effizienter, sondern grundlegend anders macht – und warum der Schlüssel nicht im Tool, sondern im Workflow liegt.
28 Minuten
In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights spricht Host Kim Seidler mit Dr. Christiane Janusch, Geschäftsfeldleiterin Medienbetrieb beim ZDF und Vorstandsmitglied der FKTG. Das Gespräch wurde im Podcaststudio von Studio Hamburg MCI auf der Hamburg Open aufgezeichnet.

Im Mittelpunkt steht die Frage, was sich in der Fernsehproduktion derzeit wirklich verändert – jenseits von Tool-Debatten und Einzeltechnologien. Statt über einzelne Systeme zu sprechen, geht es um die grundlegenden Strukturen hinter moderner Medienproduktion: Operating Models, Governance, Betriebsmodelle und die organisatorischen Veränderungen, die mit der technischen Transformation einhergehen.

Ausgehend von ihrer Rolle im Medienbetrieb des ZDF beschreibt Christiane Janusch, wie sich Produktionslandschaften in den vergangenen Jahren verändert haben: von stabilen, linearen Produktionsketten hin zu hochvernetzten, hybriden Systemen, in denen Technik, Organisation und Betrieb nicht mehr getrennt betrachtet werden können. Transformation ist in diesem Umfeld kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein dauerhafter Zustand.

Im Gespräch geht es unter anderem um:

die wichtigsten Treiber des Produktionswandels, etwa Streaming, Automatisierung, Security-Anforderungen und neue Kompetenzprofile

warum viele Transformationsprojekte scheitern, wenn sie ausschließlich als Technologieprojekte gedacht werden

die Rolle von Struktur, Governance und Operating Models in komplexen Produktionsumgebungen

konkrete Governance-Bausteine wie Servicekataloge, Architekturprinzipien, SLAs und Betriebsmodelle

typische Stolpersteine bei der Einführung neuer Technologien – und warum klare Verantwortlichkeiten oft mehr bewirken als neue Tools

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Realität von All-IP-Infrastrukturen im 24/7-Broadcastbetrieb. Während IP-basierte Produktionsumgebungen mehr Flexibilität und Skalierbarkeit versprechen, bringen sie gleichzeitig neue Anforderungen an Betriebssicherheit, Resilienz und Verantwortungsstrukturen mit sich. Das Gespräch beleuchtet, welche Voraussetzungen Organisationen schaffen müssen, um diese Vorteile tatsächlich nutzen zu können.

Darüber hinaus geht es um den menschlichen Faktor der Transformation: neue Kompetenzanforderungen, die Rolle von Führung in komplexen Veränderungsprozessen und die Frage, wie Teams aus klassischen Broadcast-Strukturen in vernetzte Produktionsmodelle mitgenommen werden können.

Zum Abschluss blickt die Episode nach vorn: Welche Entscheidungen sind heute „No-Regret-Moves“ für Medienorganisationen? Welche Themen werden noch unterschätzt? Und woran lässt sich echte Transformation im Produktionsbetrieb überhaupt messen?

Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum sich der Wandel der Fernsehproduktion nicht nur in neuer Technologie zeigt – sondern vor allem in neuen Betriebsmodellen, klarer Governance und interdisziplinärer Zusammenarbeit.
26 Minuten
In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights spricht Angela Bünger mit Andreas Jordan, Managing Consultant bei DXC Technology, über ein Thema, das meist im Hintergrund läuft – im Ernstfall aber über Stabilität oder Ausfall komplexer Medien-IT entscheidet: Monitoring, Logging und den Einsatz von KI im IT-Betrieb.

Im Fokus steht die Frage, wie sich der Betrieb moderner, hochvernetzter Systeme verändert hat. Klassisches Monitoring mit Dashboards und Schwellenwerten stößt in dynamischen IT-Landschaften zunehmend an Grenzen. Cloud-Infrastrukturen, Microservices und containerisierte Workflows erzeugen eine Komplexität, in der Probleme oft erst sichtbar werden, wenn mehrere Systeme gleichzeitig reagieren.

Im Gespräch wird deutlich, warum sich der Fokus vieler Organisationen von reinem Monitoring hin zu Observability und AIOps verschiebt – also zu Ansätzen, die nicht nur Störungen melden, sondern Zusammenhänge analysieren, Muster erkennen und mögliche Probleme frühzeitig identifizieren.

Dabei geht es unter anderem um:

den Unterschied zwischen klassischem Monitoring, Observability und AIOps – und warum diese Begriffe im Betrieb komplexer Systeme mehr sind als nur neue Schlagworte

die Rolle von Logs, Metriken und Ereigniskorrelation, wenn es darum geht, Ursachen statt nur Symptome zu erkennen

wie KI helfen kann, Event-Fluten zu reduzieren, Muster zu erkennen und Ursachen schneller einzugrenzen

typische Fehlannahmen beim Einsatz von AIOps – und warum Technologie allein selten die Lösung ist

den Ansatz der „Intelligent Operations“, bei dem Monitoring, Logging, Analyse und Betriebsprozesse zusammengeführt werden

Ein besonderer Fokus liegt auf der Übertragbarkeit auf Medien- und Broadcast-Infrastrukturen. Live-Produktion, Playout und Streaming stellen ähnlich hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Latenz und Systemstabilität wie andere kritische IT-Umgebungen. Fehler wirken hier unmittelbar nach außen – Monitoring wird damit zum Frühwarnsystem für den laufenden Betrieb.

Zum Abschluss diskutieren Host und Gast, wie sich IT-Betrieb in den kommenden Jahren weiterentwickeln könnte: weniger isolierte Alarme, mehr Kontext, stärker datengetriebene Entscheidungen und ein Betrieb, der zunehmend vorausschauend statt reaktiv arbeitet.

Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie sich der Betrieb komplexer Medien-IT unter Echtzeitbedingungen verändert – und welche Rolle Daten, Automatisierung und KI dabei künftig spielen.
38 Minuten
In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights spricht Angela Bünger mit Franziska Rumpelt, Entwicklungsleiterin beim MDR und verantwortlich für das ARD Distribution MAM (D-MAM) – eine zentrale Infrastrukturkomponente der digitalen Transformation der ARD.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Inhalte in einer zunehmend plattformgetriebenen Medienlandschaft effizienter, schneller und konsistenter in digitale Ausspielwege gelangen können. Historisch gewachsene Systemlandschaften, viele manuelle Prozessschritte und fragmentierte Workflows haben in der Vergangenheit häufig zu langen Durchlaufzeiten geführt. Das Distribution MAM soll hier eine zentrale Rolle spielen: als technisches Rückgrat für automatisierte Distributionsprozesse und als verbindende Schicht zwischen Produktion, Redaktion und digitalen Plattformen.

Im Gespräch ordnet Franziska Rumpelt das Projekt zunächst in die Digitale Erneuerung der ARD ein und beschreibt, welche Herausforderungen das neue System adressiert – von ineffizienten, historisch gewachsenen Strukturen bis hin zur steigenden Bedeutung schneller digitaler Ausspielung. Ein zentrales Ziel ist dabei eine deutlich verkürzte Time-to-Web, also die Zeit vom fertigen Beitrag bis zur Veröffentlichung auf digitalen Plattformen.

Außerdem geht es unter anderem um:

die Rolle des Distribution MAM als infrastrukturelles Herzstück für die digitale Distribution innerhalb der ARD

die technische Architektur des Systems – von Cloud- und Hybridansätzen bis zu unterstützten Streaming- und Medienstandards

zentrale Funktionen wie Ingest, Transcoding, Metadatenverwaltung und plattformübergreifende Ausspielungfür Mediathek, Audiothek und weitere Kanäle

die Automatisierung komplexer Distributions-Workflows und die Bedeutung konsistenter Metadatenstrukturen

den Umgang mit Legacy-Systemen, Migration, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen in einer großen öffentlich-rechtlichen Organisation

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung: Projektmethodik, Teamstruktur und erste Erfahrungen aus der Entwicklung. Dabei wird deutlich, dass der Aufbau einer solchen Infrastruktur nicht nur ein Technologieprojekt ist, sondern auch organisatorische Veränderungen und neue Arbeitsweisen mit sich bringt.

Zum Abschluss wirft die Episode einen Blick nach vorn: auf den geplanten Rollout, zukünftige Erweiterungen und die Frage, wie sich die Architektur langfristig weiterentwickeln kann – etwa im Hinblick auf KI-gestützte Prozesse, neue Formate oder zusätzliche Distributionskanäle.

Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie moderne Distributionsinfrastrukturen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk entstehen – und welche Rolle sie für schnelle, barrierefreie und plattformübergreifende Medienangebote spielen.
18 Minuten
Zum Start ins neue Jahr richtet FKTG Media Technology Insights den Blick nach vorn:

Was erwartet Mitglieder, Freunde und Förderer der FKTG im Jahr 2026?

Moderatorin Angela Bünger spricht im Neujahrs-Special mit dem 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Rainer Schäfer, der 2. Vorsitzenden Sonja Langhans sowie Co-Hostin Kim Seidler über die inhaltlichen Schwerpunkte, strategischen Weichenstellungen und wichtigsten Termine des kommenden Jahres.

Im Fokus der Episode stehen unter anderem:

die Hamburg Open 2026 und der von der FKTG gestaltete Themenblock rund um Cyber Security

das zentrale Branchenevent des Jahres: die FKTG-Fachtagung 2026 – inklusive Themenschwerpunkten und Call for Papers

Nachwuchsförderung mit Hochschul-Absolventen-Preisen und dem Rudolf-Urtel-Preis

die anstehende Vorstandswahl 2026 und die Weiterentwicklung der FKTG in den Bereichen Content, Community und Events

Außerdem erfahrt ihr, wie ihr euch aktiv einbringen könnt – etwa über Vorträge, Preise, Mitgliedschaft oder persönliche Gespräche am FKTG-Stand auf den Hamburg Open.

Eine Folge für alle, die wissen wollen, wo die FKTG 2026 inhaltlich steht – und wie man Teil davon wird.

Mehr über die FKTG: www.fktg.org
14 Minuten
In dieser Episode von FKTG Media Technology Insights blicken Kim Seidler, Angela Bünger und Ralph Zahnder gemeinsam auf das FKTG-Jahr 2025 zurück – nüchtern, faktenbasiert und ohne Buzzword-Schnee.

2025 war kein Jahr der Visionen, sondern ein Arbeits- und Engineering-Jahr:

IP-basierte Medieninfrastrukturen sind keine Zukunftsversprechen mehr, sondern gelebter Betrieb. Die Diskussion hat sich verschoben – von Möglichkeiten hin zu Messbarkeit, Resilienz und auditierbaren Produktionsprozessen.

Im Gespräch geht es unter anderem um:

die Hamburg Open 2025 als sichtbaren Branchentreffpunkt mit konkreten Use-Cases rund um Remote Production, Cloud-Workflows und 5G

das Thüringer Mediensymposium als inhaltlichen Anker zu digitaler Souveränität, C2PA, software-definierter Produktion und vertrauenswürdigen Medienketten

die Rolle der FKTG-Regionalgruppen, die 2025 mit TechTalks, Workshops und Präsenzformaten die fachliche Tiefe für nationale Debatten geschaffen haben

warum sich der Fokus der Branche klar von Visionen hin zu Betriebsfragen verschoben hat: Observability, Latenzmanagement, Vertrauenskanten und SLA-fähige Infrastrukturen

Außerdem sprechen die Hosts über die Rolle des FKTG-Journals und des Newsletters als dokumentierte Wissensbasis – und darüber, warum 2025 weniger ein Event-Jahr war, sondern ein Jahr echter fachlicher Substanz.

Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie Medienproduktion heute wirklich funktioniert – und warum die Weichen aus 2025 die Branche bis 2026 und darüber hinaus prägen.

Mehr über die FKTG: ⁠www.fktg.org
31 Minuten
Markenkonsistenz ist heute eine der größten Herausforderungen für Medien- und Markenunternehmen: Inhalte entstehen parallel auf Websites, in Apps, Social Media, Newslettern und Kampagnen – oft verteilt über viele Teams und Systeme.

In dieser Folge von FKTG Media Technology Insights spricht Angela Bünger mit Olaf Kopmann, Managing Director von BrandPatrol, darüber, warum Markenkonsistenz messbar werden muss – und wie sich dieser Anspruch technisch umsetzen lässt.

Olaf erläutert, wie KI-gestützte Systeme Texte, Bilder und visuelle Stile analysieren, um Abweichungen von definierten Brand Guidelines zuverlässig zu erkennen. Dabei geht es nicht nur um einfache Wort- oder Bildvergleiche, sondern um multimodale Analysen, die Sprache, Bildsprache und Design gemeinsam bewerten.

Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf den technischen Grundlagen:

Welche Modelle und Frameworks kommen zum Einsatz? Wie skaliert das System, wenn viele Kanäle gleichzeitig überwacht werden? Wie werden Redundanz, Performance und Betriebsstabilität sichergestellt?

Darüber hinaus sprechen Angela und Olaf über Training und Qualitätssicherung:

Welche Daten werden genutzt, um ein belastbares „Brand Model“ aufzubauen? Wie lassen sich Bias und Fehlalarme vermeiden? Welche Rolle spielen menschliche Feedback-Loops aus Brand- und Kommunikationsteams?

Abgerundet wird das Gespräch durch Einblicke in Sicherheit und Enterprise-Betrieb – von APIs und Webhooks über Zugriffskontrollen, Verschlüsselung und Audit-Trails bis hin zu Disaster-Recovery-Strategien und SLAs.

Eine Episode für alle, die sich mit Markenführung, Content-Governance, KI-Anwendungen und skalierbaren Medienplattformen beschäftigen.

Jetzt reinhören und erfahren, wie Markenkonsistenz im digitalen Alltag überprüfbar wird.

Mehr über die FKTG: ⁠www.fktg.org
13 Minuten
Markenkonsistenz ist heute eine der größten Herausforderungen für Medien- und Markenunternehmen: Inhalte entstehen parallel auf Websites, in Apps, Social Media, Newslettern und Kampagnen – oft verteilt über viele Teams und Systeme.

In dieser Folge von FKTG Media Technology Insights spricht Angela Bünger mit Olaf Kopmann, Managing Director von BrandPatrol, darüber, warum Markenkonsistenz messbar werden muss – und wie sich dieser Anspruch technisch umsetzen lässt.

Olaf erläutert, wie KI-gestützte Systeme Texte, Bilder und visuelle Stile analysieren, um Abweichungen von definierten Brand Guidelines zuverlässig zu erkennen. Dabei geht es nicht nur um einfache Wort- oder Bildvergleiche, sondern um multimodale Analysen, die Sprache, Bildsprache und Design gemeinsam bewerten.

Ein Schwerpunkt der Episode liegt auf den technischen Grundlagen:

Welche Modelle und Frameworks kommen zum Einsatz? Wie skaliert das System, wenn viele Kanäle gleichzeitig überwacht werden? Wie werden Redundanz, Performance und Betriebsstabilität sichergestellt?

Darüber hinaus sprechen Angela und Olaf über Training und Qualitätssicherung:

Welche Daten werden genutzt, um ein belastbares „Brand Model“ aufzubauen? Wie lassen sich Bias und Fehlalarme vermeiden? Welche Rolle spielen menschliche Feedback-Loops aus Brand- und Kommunikationsteams?

Abgerundet wird das Gespräch durch Einblicke in Sicherheit und Enterprise-Betrieb – von APIs und Webhooks über Zugriffskontrollen, Verschlüsselung und Audit-Trails bis hin zu Disaster-Recovery-Strategien und SLAs.

Eine Episode für alle, die sich mit Markenführung, Content-Governance, KI-Anwendungen und skalierbaren Medienplattformen beschäftigen.

Jetzt reinhören und erfahren, wie Markenkonsistenz im digitalen Alltag überprüfbar wird.

Mehr über die FKTG: ⁠www.fktg.org
28 Minuten
Streaming wirkt für Nutzer:innen oft simpel – im Hintergrund jedoch ist es ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Playern, CDNs, Encodern, Packagern und Netzwerken. Fällt ein Glied dieser Kette aus, wirkt sich das unmittelbar auf Millionen von Streams aus.

In dieser Folge von FKTG Media Technology Insights spricht Kim Seidler mit Ralf Neudel, Gründer und Geschäftsführer von EINBLIQ.IO, darüber, wie sich diese Komplexität beherrschbar machen lässt.

Ralf gibt Einblicke in die technische Architektur moderner Streaming-Setups und erklärt, wie Daten aus unterschiedlichsten Quellen – etwa CMCD-Daten, CDN-Logs oder Encoding-Informationen – zusammengeführt und in Echtzeit analysiert werden können. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Einsatz von Machine Learning, um Anomalien frühzeitig zu erkennen und Streaming-Probleme automatisch zu identifizieren.

Darüber hinaus geht es um den Schritt von der Analyse zur Automatisierung:

Wie funktionieren sogenannte Auto-Actions? Welche Eingriffe lassen sich automatisiert vornehmen, ohne Qualität oder Sicherheit zu gefährden? Und wie lassen sich Quality of Experience, Kosten und Energieeffizienz in Einklang bringen?

Weitere Themen der Episode sind Skalierbarkeit bei Großereignissen, Echtzeit-Reaktionen auf wechselnde Netzwerkbedingungen, der Umgang mit False Positives sowie Maßnahmen zur Sicherstellung von Stabilität, niedriger Latenz und hoher Verfügbarkeit.

Eine Episode für alle, die sich mit Streaming-Plattformen, Monitoring, Automatisierung und nachhaltigem Betrieb von Medieninfrastrukturen beschäftigen.

Jetzt reinhören und einen Blick unter die Haube moderner Streaming-Systeme werfen.

Mehr über die FKTG: ⁠www.fktg.org
30 Minuten
In dieser Folge von FKTG Media Technology Insights spricht Angela Bünger mit Amancay Ancina von der Universität Duisburg-Essen über die wachsende Herausforderung von Desinformation in Messengerdiensten.

Im Mittelpunkt steht das Forschungsprojekt DYNAMO, in dem ein interdisziplinäres Team untersucht, wie sich Fake News in privaten Chats verbreiten – und welche Strategien helfen können, dieser Dynamik entgegenzuwirken. Amancay erklärt, warum Messengerdienste im Vergleich zu klassischen sozialen Netzwerken besonders anfällig für Desinformation sind und welche Rolle Vertrauen, Gruppendynamiken und psychologische Effekte dabei spielen.

Ein zentraler Fokus liegt auf dem Ansatz des Prebunkings: Wie können Nutzer:innen frühzeitig für Manipulationsmuster sensibilisiert werden, bevor Falschinformationen greifen? Wo liegen die Unterschiede zum klassischen Debunking – und welche Chancen und Grenzen haben diese Ansätze im privaten Kommunikationsraum?

Darüber hinaus diskutieren Angela und Amancay ethische und gesellschaftliche Fragen:

Wie weit darf Intervention in private Chats gehen? Welche Verantwortung tragen Plattformen, Medien und Forschung? Und was bedeutet das alles für Journalismus, Medienbildung und demokratische Öffentlichkeit?

Eine Episode für alle, die sich mit Desinformation, Medienethik, Plattformregulierung und digitaler Resilienzbeschäftigen.

Jetzt reinhören und den Mechanismen von Fake News auf den Grund gehen.

Mehr über die FKTG: ⁠www.fktg.org