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Tier erst Recht! - Wo Gesetz und Tierschutz sich begegnen Archiv

27 Episoden
26 Minuten
Was hat eine Bibliothek mit Tierrechten zu tun? Sehr viel. In dieser Folge tauchen wir in die faszinierende Welt des Tierrechtswissens ein und stellen die Bibliothek von Tier im Recht vor. Mit über 24’000 tierrelevanten Werken ist sie national und international eine zentrale Anlaufstelle für Forschung, Praxis und Tierschutzarbeit.

Buchbinderin und Bibliothekarin Moena Zeller spricht über ihre Leidenschaft für Bücher, ihre Verbindung zur Tierschutzbewegung und warum gut aufbereitetes Wissen eine entscheidende Rolle für den Schutz von Tieren spielt. Sie gibt Einblicke in die verschiedenen Sammlungen der TIR und zeigt, wie die Bibliothek dazu beiträgt, das Bewusstsein für Tierwohl und Tierrechte zu stärken.
33 Minuten
Sport mit Pferden ist in der Schweiz sehr beliebt, doch wie steht es um das Tierwohl, wenn Pferde sportliche Höchstleistungen erbringen sollen? In dieser Folge sprechen Christine Künzli und Simon Stalder über die wichtigsten Tierschutzfragen rund um den Pferdesport. Sie erläutern die Bedingungen und Belastungen, denen Pferde ausgesetzt sind: von Haltung und Ausbildung über Trainingsmethoden bis hin zu Ausrüstung und dem Einsatz von Hilfsmitteln.

Sie beleuchten zentrale Kritikpunkte, ordnen ein, warum diese so kontrovers diskutiert werden, und sprechen darüber, welche Veränderungen den Pferdesport fairer und tierfreundlicher machen können. Denn weder Ehrgeiz noch wirtschaftliche Interessen dürfen auf Kosten der Tiere gehen.
31 Minuten
In dieser Episode des Podcasts «Tier erst Recht!» spricht Geschäftsleiter Gieri Bolliger mit Simon Stalder über die Herausforderungen und aktuellen Entwicklungen beim Erlass von Tierrechten. Aufgezeigt wird unter anderem der Unterschied zwischen dem klassischen Tierschutz und Tierrechten und welche Fortschritte bisher in verschiedenen Ländern erzielt wurden. Besonders spannend sind die Beispiele aus Ecuador und Kalifornien, wo erste konkrete Erfolge im Bereich der Tierrechte vorliegen. Diese Fälle zeigen, dass es durchaus möglich ist, Tieren eigene durchsetzbare Rechte zu verleihen, und dass die Tierrechtsbewegung weltweit an Fahrt gewinnt.
29 Minuten
Die Kriminologie befasst sich mit den Ursachen, Strukturen und der Prävention von Straftaten sowie mit dem Verhalten von Tätern, Opfern und der Gesellschaft. In dieser Folge widmen sich Christine Künzli und Simon Stalder erneut dem Thema Tierquälerei und beleuchten dabei den Zusammenhang zwischen Gewalt an Tieren und Gewalt an Menschen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Gewalt an Tieren häufig ein frühes Warnsignal für spätere schwere Gewalttaten gegen Menschen sein kann. Studien aus den USA und Europa weisen darauf hin, dass zahlreiche Serienmörder in ihrer Jugend Tiere misshandelt haben. Diese Zusammenhänge verdeutlichen, weshalb Tierquälerei eng mit gegen Menschen gerichteten Gewalt- und Sexualdelikten verbunden ist.

Gemeinsam diskutieren wir die Bedeutung der Kriminologie für den Tierschutz, aktuelle Forschungsstände sowie die Situation in der Schweiz, wo es nach wie vor an umfassenden Daten und vertiefter Forschung mangelt.
36 Minuten
In dieser Episode spricht Simon Stalder mit Gieri Bolliger über ein gesellschaftlich stark tabuisiertes Thema: Zoophilie, also über sexuell motivierte Handlungen mit Tieren.

Zoophilie findet in aller Regel im Verborgenen statt. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Schweiz jedoch mehrere hunderttausend Menschen davon betroffen sein könnten. Aufgezeigt wird, welche Erscheinungsformen von Zoophilie unterschieden werden, welche strafrechtlichen Konsequenzen bestehen und wo die zentralen Herausforderungen in den Bereichen Aufklärung, Prävention und Tierschutz liegen.

Warum ist es so wichtig, dass offen über dieses Thema gesprochen wird, und welche Massnahmen braucht es, um Tiere wirksamer zu schützen? 
34 Minuten
Der Tierschutzfall in Ramiswil (SO) hat im Herbst grosse Betroffenheit ausgelöst. Bei einer behördlichen Intervention auf einem Hof wurden zahlreiche Tiere in sehr schlechtem Zustand angetroffen. Rund 120 Hunde wurden vor Ort getötet, weitere Tiere – darunter Pferde und Geissen – beschlagnahmt und anderweitig untergebracht. Das Vorgehen der Behörden sowie die Umstände des Falls sorgten schweizweit für Diskussionen und Kritik.

In dieser Folge beleuchtet Simon Stalder mit Christine Künzli, was über den Fall bekannt ist und welche Fragen er aufwirft. Wir sprechen darüber, wie es zu einer derart belastenden Situation kommen konnte, welche Verantwortung bei der Tierhalterin lag und welche Rolle die zuständigen Behörden spielten. Dabei geht es auch um die Abläufe im Tierschutzvollzug und um die schwierige Abwägung von Tierwohl, rechtlichen Vorgaben und praktischen Handlungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus ordnen wir Ramiswil in einen grösseren Kontext ein: Welche strukturellen Herausforderungen bestehen im Schweizer Tierschutz? Wo funktionieren Kontrollen und Interventionen, und wo zeigen sich Lücken oder Zielkonflikte? Und was lässt sich aus diesem Fall für einen wirksameren und frühzeitigeren Schutz von Tieren lernen, damit sich so etwas nicht mehr wiederholt?
28 Minuten
Viele unserer beliebtesten Haustiere leiden unter Qualzucht – oft ohne, dass wir es auf den ersten Blick erkennen. In dieser Folge spricht Simon Stalder mit Christine Künzli darüber, was Qualzucht wirklich bedeutet, welche gesundheitlichen Belastungen sie für Tiere mit sich bringt und weshalb das Qualzuchtverbot in der Schweiz noch immer nicht konsequent umgesetzt wird.

Wir beleuchten, wie wir als Tierhalterinnen und Tierhalter bewusstere Entscheidungen treffen können und welchen Beitrag jede*r von uns leisten kann, damit Tiere gesund und schmerzfrei leben dürfen.
34 Minuten
In dieser Folge geht es um das Tierschutzstrafrecht. Christine Künzli, Mitglied der TIR-Geschäftsleitung, spricht mit Simon Stalder darüber, welche Handlungen strafbar sind, weshalb viele Fälle unentdeckt bleiben und wo die Herausforderungen in der Praxis liegen. Eine klare Einordnung, warum Tierschutz im Strafrecht wichtig ist und uns alle betrifft.
23 Minuten
In der Schweiz ist die Tierwürde gesetzlich geschützt – doch was bedeutet das konkret?

Simon Stalder und Gieri Bolliger sprechen darüber, was hinter diesem komplexen Begriff steckt, warum er ethisch und rechtlich so bedeutsam ist und wo die Grenzen der menschlichen Nutzung liegen.
22 Minuten
Tierquälerei ist ein ernstes Thema, das uns alle betrifft. In dieser Episode von „Tier erst Recht!“ spricht Simon Stalder mit Gieri Bolliger über die Umsetzung des Schweizer Tierschutzrechts, über Verantwortlichkeiten und über die Frage, wie oft Verstösse tatsächlich verfolgt werden. Aufgezeigt werden die Herausforderungen bei der Durchsetzung und warum es so wichtig ist, dass wir alle bei Tierschutzverstössen hinsehen und handeln, damit Tiere den Schutz bekommen, den sie verdienen.
22 Minuten
Tiere haben in der Schweiz keine eigenen Rechte, nur Schutzrechte, die von Menschen durchgesetzt werden. In dieser Episode von „Tier erst Recht!“ spricht Simon Stalder mit Gieri Bolliger, dem Geschäftsleiter der Stiftung für das Tier im Recht, über die Schwächen und Chancen des Schweizer Tierschutzrechts.
33 Minuten
Tierschutzrecht klingt trocken, ist aber hochaktuell und betrifft uns alle. In der ersten Folge von "Tier erst Recht!" spricht Geschäftsleiter Gieri Bolliger über die oft übersehene Schnittstelle zwischen Gesetz und Tierschutz. Erfahre, wie sich die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) seit ihren Anfängen vor bald 30 Jahren entwickelt hat und wie sie sich konkret für eine kontinuierliche rechtliche Besserstellung der Tiere einsetzt.