Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Schlickspur - Seemannsgarn von Holger und Angela Archiv

54 Episoden
52 Minuten
Nein, natürlich können wir nicht durch die Zeit reisen. Und wenn, welcher Zeitpunkt wäre die beste Wahl? Aber wir können schon mal planen, träumen und überlegen, ob und wann wir erneut eine längere Reise machen. Und dann: Wie lange? Wie wird das finanziert? So liegt man auf der Couch und sinniert vor sich hin. Segeln ist ja erstmal nicht mehr drin: Swantje liegt seit zwei Wochen hoch und trocken in der Halle, wartet auf die winterlichen Zärtlichkeiten.

Und apropos Stichwort Zeit: Jetzt, wo wir wieder im Alltag angekommen sind, ist Zeit ein knappes Gut geworden. So viel Termine und Verpflichtungen, die Kalender sind schon proppevoll. Aber das hat ja auch was Gutes: Man sieht Freunde und Familie wieder, erlebt schöne Dinge und plant schon gemeinsam für die nächste Saison…

 
30 Minuten
Nun sind schon wieder gute vier Wochen um, seit wir unsere dreizehnmonatige Auszeit beendet haben. Es gibt noch genug zu erzählen, deshalb haben Angela und ich uns vorgenommen, über den Winter jeden ersten Sonntag des Monats eine neue Seemannsgarn-Folge zu veröffentlichen. Jetzt liegt schon mal der Mast von Swantje und das Boot selbst wieder in Oldenburg. Wann werden wir sie rausslippen? Ganz genau wissen wir das selbst noch nicht….
33 Minuten
Es ist eine logische Folge: Alles, was anfängt, hat irgendwann mal ein Ende. Und wenn es zu Beginn auch noch so weit entfernt scheinen mag: Plötzlich ist es vorbei. Erst wird aus dem Rückweg die Heimkehr, aus einer einfachen Tätigkeit wird ein letztes Mal dies und das und dann werden aus den Abenteurern Erzähler. Nach 392 Tagen und über 2800 Seemeilen ist unsere Auszeit vorbei. Dabei waren wir doch gerade eben noch auf Spiekeroog? Und in Holland? Und weisst du noch, die Bretagne…? Na gut, dann setzen wir zum letzten Mal das Großsegel. Und ihr dürft dabei sein. Vielen Dank fürs Zuhören. (Es wird weitergehen)
26 Minuten
Letzte Woche waren wir gerade auf Norderney angekommen, nun sind wir schon auf Spiekeroog. Und wir haben jede Insel dazwischen mitgenommen! Was nicht mit dabei war: Sommerliches Wetter. Seit Tagen herrscht hier immer wieder Starkwind, Böen bis 7 Bft. Da macht nicht mal die Wattfahrt Spaß, wo es noch einigermassen geschützt ist. Aber doch: Immer wieder mal blitzte die Sonne durch und bei der Papierbootregatta auf Spiekeroog war sogar besonders schönes Wetter! Wir sind jetzt definitiv im Endspurt: Bis zum Zielhafen sind es keine 70 Seemeilen mehr. Trotzdem müssen wir das Wetter genau im Auge behalten, denn wir haben noch ein Stückchen Nordsee vor uns und die Weser – zumindest bis Bremerhaven – verdient auch Respekt.
29 Minuten
Nach Leeuwarden sind wir im Lauwersmeer gelandet. Dort haben wir geankert, gesegelt, uns bei bestem Sommerwetter einige schöne Tage gemacht und uns endlich entschieden, auf welcher Route wir uns endgültig Richtung Heimat begeben. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten: Die Staande-Mast-Route nach Delfzijl, dann übers Watt nach Norderney, oder erst nach Borkum? Oder gleich bei Lauwersoog raus auf die Nordsee und ostwärts, nach Borkum, Norderney oder gleich bis Lange- oder gar Spiekeroog durch? Aber warum die Eile? Ach ja – Sonnenfinsternis war ja auch noch.

 
29 Minuten
Hindeloopen war unser letzter Hafen im IJsselmeer. Eigentlich wollten wir dort gar nicht so lange bleiben, aber der Wind konnte sich nicht entscheiden: Mal gar nicht da und dann wieder viel zu viel aus der falschen Richtung… irgendwann sind wir dann doch losgekommen und segelten sogar noch schön durchs IJsselmeer und draußen im Tidenrevier, bevor wir in Harlingen wieder auf die Staande-Mast-Route einbogen. Vieleviele Schleusen und Brücken! Bei bestem Sonnenschein tuckerten wir durch die friesischen Kanäle… immer wieder schön, genau wie Leeuwarden und Dokkum! Auch wenn es wieder schwer war, einen Liegeplatz zu finden….

 
36 Minuten
Ja, den Ärmelkanal haben wir nun endgültig hinter uns. Das letzte Stück, das wir bis nach Ijmuiden gesegelt sind, ist zwar eigentlich schon Nordsee, aber vom Gefühl her ragt das schon ziemlich bis zum Kanal. Nun schippern wir eine Weile quer durch die Niederlande, bis wir bei Harlingen wieder raus auf „unsere“ Nordsee wollen. Aber erstmal kommt das Marker- und das IJsselmeer. Es ist doch so schön hier und obwohl wir schon einige Male hier waren, haben wir noch längst nicht alles gesehen.

 
31 Minuten
Wir waren vorher noch nie auf der Schelde unterwegs. Man merkt sofort: Das sind hier die Niederlande! Noch spannender, interessanter ist es dann binnen, also weiter nach Zeeland rein. Ich glaube, wenn man alle Fahrwassertonnen, die man hier sehen kann, hintereinander bindet, dann ergibt das eine Tonnenkette um den Äquator… Dazu noch die erstaunlichen Bauwerke an Brücken und Schleusen sowie deren Kombinationen. Ja, man kann sich in Zeeland super erholen, man kann aber auch einiges spannendes erleben!

 
34 Minuten
Ja, gut, okay: Eigentlich liegt Belgien nicht im Süden, aber aus Sicht unserer Reise schon: Nach über einer Woche in Nieuwpoort sind wir jetzt wieder in den Niederlanden, aber immerhin fanden wir in Belgien noch einen Flohmarkt! Der Segelschlag nach Breskens war aufregend, aber nicht dramatisch. Ähnlich war auch die vergangene Woche, zumindest für mich: Ich musste eben schnell nach Oldenburg. Das hat auch geklappt, aber es ist schon doof, wenn man seinen Personalausweis an Bord vergisst, wenn man über zwei Ländergrenzen reisen muss… dann doch lieber einen schönen Am-Wind-Kurs, wenn der Strom schiebt!

 
33 Minuten
Adieu, Frankreich! Und nun: Welkom oder Bienvenue? Belgien ist Mehrsprachig. In Nieuwpoort, wo wir Mitte der Woche angekommen sind, spricht man gern Niederländisch. Deutsch verstehen die meisten aber auch. Vorher waren wir noch in Dünkirchen, das passte von Dieppe wunderbar. Weil wir dort aber schon auf der Herfahrt länger verweilt hatten (siehe Staffel 1, Episode 03), sind wir nach zwei Nächten wieder aufgebrochen und mussten nur 18 Seemeilen weiter, um in Belgien zu landen. Hier in Nieuwpoort werden wir wohl ein paar Tage bleiben, bis der Wind sich wieder mit uns einig geworden ist…

 
37 Minuten
Von Ploumanac’h an den Kanalinseln vorbei nach Cherbourg war noch mal ein anstrengender Törn. Unter anderem sind wir rückwärts gesegelt… das hatten wir auch noch nicht. Weil wir auf dem Hinweg zu Biskaya Cherbourg ausgelassen hatten, haben wir hier nun einige Tage verbracht. Dann liessen uns die Wettervorhersagen wissen, dass wir nun den nächsten Schlag machen sollten. Wieder über 100 Seemeilen, dieses Mal nach Dieppe… oder doch Honfleur? Oder dieser andere kleine Hafen gleich um die Ecke? Noch mal Wetter checken… und Diesel bunkern müssen wir, der Tank ist leer, nachdem der Motor 36 Stunden am Stück lief.
44 Minuten
Eigentlich haben wir es von Roscoff noch nicht sehr weit geschafft, aber das muss auch gar nicht: Das ist soo schön hier! Trebeurden ist wirklich eine Reise wert und Ploumanac’h… das kannte ich vorher überhaupt nicht. Auf dem Hinweg sind wir an all dem vorbei gesegelt, weil wir über die Biskaya wollten. Nun versuchen wir, noch einige kleine Schätze mitzunehmen, bevor wir uns weiter zu den Niederlanden durchhangeln. Dabei ist es zwar schön, super Sommerwetter zu haben, aber für Segler bedeutet Sonne und Hochdruck auch wenig Wind. Na gut, besser als Sturm im Ärmelkanal…

 
41 Minuten
Diese Folge senden wir aus dem Ärmelkanal und sind schon fast am nördlichen Ende (oder Anfang?) der Bretagne. Damit haben wir die Biskaya hinter uns. Das letzte Stück war – trotz der Races – vielleicht nicht das spannendste, aber beeindruckend und toll waren die letzten Monate auf jeden Fall. Was für ein Segelrevier! Heute lassen wir euch am letzten Stück teilhaben und blicken auch gemeinsam in aller Kürze zurück auf alle Stationen, die wir nach A Coruna ansteuerten: Von Nordspanien über La Rochelle in die Bretagne und doch bald bald wieder nach Roscoff. Übrigens – ohne die erste Biskaya-Überquerung – eine Strecke von 784 Seemeilen, zurückgelegt in elf Wochen.

 
42 Minuten
Concarneau war sehr reizvoll, aber irgendwie waren wir da auch schon wieder viel zu lange. Wir wollten weiter. Als nächstes schob sich das Raz de Sein unter den Finger auf der Seekarte. Berühmt? Berüchtigt! Fahren wir lieber außen rum, wie wir es schon auf der Bell ile geplant hatten? Oder können wir unseren Schlag so abpassen, dass wir zur rechten Zeit vor dieser Meerespassage sein werden, um mit der richtigen Tide dort durch zu kommen? Wenn wir nach Camaret sur Mer wollen – und das wollten wir schon seit letztem Jahr! – dann gibt es keine Alternativen… also los! Aber wann startet man am besten? Lass uns drüber reden

 
32 Minuten
Ist es gut oder schlecht, wenn man als Segler über eine Woche wenig zu berichten hat? Naja: Immerhin haben wir in dieser Woche zwei Inseln (Belle ile sowie ile de Groix) kennengelernt und einmal Festland – Concarneau – ersegelt und erlebt. Und wir waren auf einem Archipel (Glenans), sogar mit einem Katamaran! Außerdem sind wir dabei, eine weitere größere Herausforderung in Angriff zu nehmen: Das Raz du Sein wartet noch auf uns. Das ist zwar kürzer als eine Biskaya-Überquerung, aber mindestens genauso spannend und berüchtigt. Doch, ich denke: Wir haben uns eine Woche Erholung hier verdient