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Episoden

46 Minuten
Ein Jahr. Wirklich schon ein ganzes Jahr. Am 17. September2025 haben wir Deutschland verlassen – und irgendwie fühlt es sich gleichzeitig an, als wäre das gestern gewesen und als wäre unser altes Leben ewig weit weg.

In dieser Folge ziehe ich nach einem Jahr Auswanderung einziemlich ungefiltertes Fazit. Ohne Jubiläumstorte, Konfetti und großes Tamtam.

Denn obwohl ich mir dieses Datum vorher irgendwie viel bedeutungsvoller vorgestellt hätte, fühlt es sich erstaunlich normal an.

Und trotzdem ist in diesem Jahr natürlich einiges passiert.

Ich erzähle dir unter anderem:

️ warum mir fast gar nicht aufgefallen wäre, dass wir schon ein Jahr ausgewandert sind

️ weshalb sich unser Leben vor der Auswanderung inzwischen unglaublich weit weg anfühlt

️ wie sehr sich unser Alltag mit Arbeit, Sport und Homeschooling inzwischen eingespielt hat

️ warum Selbstständigkeit auch in Thailand nicht bedeutet, den ganzen Tag am Strand zu liegen

️ weshalb die letzten Monate teilweise ziemlich anstrengend waren – mit Streit, Krankheiten, finanziellenThemen und Dingen, die einfach nicht rundliefen

️ und warum trotzdem nicht eine Sekunde der Gedanke da war: „Warum sind wir bloß ausgewandert?“

 

Auch im Traumleben gibt es schlechte Phasen. Man streitetsich, wird krank, bekommt Absagen, macht sich Sorgen und manchmal kommt gefühlt alles gleichzeitig zusammen. Das ist nicht Thailand oder Deutschland. Das ist einfach das Leben.

Der große Unterschied für mich ist dieses Gefühl, unserLeben selbst bestimmen zu können. Wann wir arbeiten, wann wir Sport machen, wann und wie Schule stattfindet und wie wir unseren Alltag gestalten.

Und genau dieses Gefühl möchte ich gerade nicht mehr missen.

Ab jetzt beginnt für uns außerdem Neuland: Länger als einJahr waren wir noch nie am Stück aus Deutschland weg. Ich bin selbst gespannt, wie sich das anfühlen wird – und was ich vielleicht beim zweijährigen Auswanderungsjubiläum erzählen werde.

Hör rein, wenn du wissen möchtest, wie sich Auswandern nach einem Jahr wirklich anfühlt – irgendwo zwischen Palmen, Alltag, Krisen und ganz viel Freiheit.

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59 Minuten
Heinrich geht inzwischen seit über einem Jahr nicht mehr zurSchule, Hermine wäre jetzt offiziell eingeschult worden – und bei uns hat sich beim Thema Lernen ziemlich viel verändert. Vor allem hat Hagen inzwischen den größten Teil unserer „Schule“ übernommen.

Zeit für ein Home-Schooling-Update.

Wir sprechen darüber, wie Heinrich heute über Schule denkt,ob sich nach über einem Jahr ohne klassischen Schulbesuch etwas an seiner Einstellung verändert hat und warum er am liebsten „learning by doing“ macht.

Hermine erzählt, warum sie eigentlich schon ganz gern malwissen würde, wie Schule so ist – vor allem gemeinsam mit ihren Freunden – und warum Lesen bei ihr gerade ganz weit oben steht, während Mathe eher… na ja… sagen wir ausbaufähig beliebt ist.

Und Hagen erzählt ziemlich ausführlich, wie unser Lernenaktuell überhaupt aussieht.

Unter anderem geht es darum:

️ warum wir nur etwa 2 x 35 Minuten am Tag ganz gezielt lernen

️ warum diese kurze Zeit unserer Meinung nach trotzdem unglaublich effektiv sein kann

️ wie unterschiedlich Heinrich und Hermine lernen

️ warum wir Lesen, Schreiben und Rechnen weiterhin für eine wichtige Grundlage halten

️ wo bei uns freies Lernen aufhört und wo wir ganz bewusst Dinge vorgeben

️ wie wir Apps, Bücher und auch KI nutzen, um Lerninhalte vorzubereiten

️ wie viel Englisch die Kinder ganz nebenbei durchs Spielen mit anderen Kindern lernen

️ warum Rechnen plötzlich einen Sinn bekommt, wenn man mit dem eigenen Taschengeld etwas kaufen möchte

Wir sprechen aber auch darüber, was dieses Modell von unsals Eltern verlangt. Denn Kinder nicht einfach morgens in Schule oder Betreuung zu bringen, bedeutet natürlich auch: mehr Zeit miteinander, mehr Begleitung und mehr Verantwortung.

Unser Lernweg ist ein Weg, der sich ständig verändert, beidem wir ausprobieren, verwerfen, neu überlegen und immer wieder schauen: Was funktioniert für uns und unsere Kinder gerade wirklich?

Und vielleicht ist genau das inzwischen eine meiner größtenErkenntnisse beim Thema Schule und Lernen: Kinder sind verschieden. Und Lernen darf es auch sein.

Wenn dich interessiert, wie Lernen außerhalb eines klassischen Schulalltags ganz konkret aussehen kann,hör unbedingt rein. Und stell dich schon mal auf ein bisschen Familienchaos, Gelächter und sehr ehrliche Antworten ein.

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39 Minuten
Archi ist letzte Woche gestorben. Er ist abends eingeschlafen und am nächsten Morgen einfach nicht mehr aufgewacht. Und auch wenn er offiziell nie „unser“ Hund war, war er für uns trotzdem etwas ganz Besonderes.

Wir haben Archi vor ziemlich genau vier Jahren kennengelernt, als wir das erste Mal länger in unserer Bungalow-Anlage auf Koh Samui gewohnt haben. Dort lebte er gemeinsam mit Deng – frei, ohne Leine, ohne klassisches Herrchen und mit ziemlich klaren Vorstellungen davon, wie sein Leben auszusehen hat.

In dieser Folge erzähle ich dir:

wie Archi überhaupt auf die Anlage gekommen ist und warum er ursprünglich nach Großbritannien ziehen sollte

warum von Anfang an völlig klar war, dass Archi der Boss und Deng sein treuer Mitläufer ist

weshalb Archi für andere Tiere alles andere als ein Kuschelhund war – und trotzdem bei Menschen eine ganz andere Seite gezeigt hat

wie unsere Kinder lernen mussten, seine Grenzen zu respektieren und wie auch Archi gelernt hat, sich mit ihnen zu arrangieren

warum wir darüber nachgedacht haben, ihn mit nach Deutschland zu nehmen – und warum wir es ganz bewusst nicht getan haben

weshalb ich glaube, dass Archi genau das Leben geführt hat, das zu ihm gepasst hat: frei, selbstbestimmt und trotzdem sicher und versorgt

und warum es uns trotz aller Traurigkeit tröstet, wie er am Ende gehen durfte.

Archi war kein Hund, der den ganzen Tag auf Streicheleinheiten gewartet hat. Er kam, wenn er wollte. Er ging, wenn er wollte. Er verteidigte sein Revier, jagte alles, was dort seiner Meinung nach nichts verloren hatte, und hat sich von niemandem erzählen lassen, wie er sein Leben führen soll.

Kurz gesagt: Er war einfach ein krasser Typ. ️

Vielleicht ist genau das der Grund, warum er bei uns – undoffenbar auch bei vielen anderen Menschen, die ihn im Laufe der Jahre kennengelernt haben – so einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Die letzten Jahre durfte er an einem wunderschönen Ortleben, zwischen Palmen, Wiese und Meer, mit Menschen um sich herum, die ihn gefüttert und geliebt haben, und mit Deng an seiner Seite.

Und jetzt chillt er halt irgendwo anders weiter und ist dortwahrscheinlich wieder der Boss. ️

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28 Minuten
Ein Vater leiht sich auf Koh Samui mit seinen zwei Kinderneinen Jetski aus. Eine halbe Stunde später sollen sie zurück sein. Aber sie kommen nicht.

Es wird dunkel. Die Suche läuft bis tief in die Nacht – undwird irgendwann wegen Wind und hohen Wellen abgebrochen.

Erst am nächsten Vormittag werden die drei gefunden.

Diese Geschichte hat mich unglaublich beschäftigt. Auchdeshalb, weil Hagen und ich nur wenige Tage vorher darüber gesprochen hatten, ob wir uns irgendwann selbst einen Jetski kaufen würden – und ich direkt gesagt hatte: Auf keinen Fall, ohne die Gewässer, Strömungen und Bedingungen hierwirklich zu kennen.

In dieser Folge erzähle ich dir, was über den Vorfallbekannt ist, welche Fragen für mich bis heute offenbleiben und warum die Geschichte bei mir einen Gedanken ziemlich ins Wanken gebracht hat:

„Die werden schon wissen, was sie tun.“

Denn genau das denke ich eigentlich ziemlich oft. BeimSpeedboot. Beim Tauchen. Auf einer Fähre. Beim Bungee-Jump. Oder bei irgendwelchen anderen Sachen, die ein bisschen gefährlicher wirken: Die machen das jeden Tag, also wird das schon passen.

Aber seit wir länger in Thailand leben, merke ich immermehr: Nur weil etwas angeboten wird, heißt das nicht automatisch, dass es auch sicher ist.

Und nur weil hunderte Menschen etwas machen, heißt dasnicht, dass ich mein eigenes Gehirn ausschalten sollte.

In dieser Folge geht es deshalb nicht darum, aus Angst garnichts mehr zu machen. Ganz im Gegenteil. Das Leben ist schließlich zu kurz für irgendwann.

Aber vielleicht ist es manchmal ziemlich sinnvoll, nocheinmal selbst nachzudenken: Kenne ich das Risiko? Habe ich ein Handy dabei? Weiß jemand, wo ich bin? Ist das wirklich eine gute Uhrzeit? Traue ich mir das zu? Und würde ich dieselbe Entscheidung auch treffen, wenn meine Kinder dabeisind?

Mein Wort zum Montag deshalb: Mach die verrückten Sachen.Erlebe Abenteuer. Aber denk mit. 

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41 Minuten
In dieser Folge ist Hagen wieder mit dabei – und diesmalgeht’s um seinen thailändischen Führerschein. Und ich sag mal so: Der Weg dahin war deutlich unterhaltsamer, als man bei einem Behördenthema vielleichterwarten würde.

 

Eigentlich dachten wir nämlich: morgens früh zurFührerscheinstelle, Nummer ziehen, warten, Prüfung machen – fertig. Tja. Stattdessen hieß es nach über zwei Stunden: „You need online appointment.“ Und der nächste freie Termin? Zwei Monate später.

 

Wir erzählen dir, welche Unterlagen Hagen für den Führerschein brauchte, warum ein Certificate of Residence und ein Medical Certificate dazugehören und wie die Theorieprüfung in Thailand abläuft. Spoiler: Die Fragen sind teilweise ziemlich speziell – und einfach mal eben ohne Lernen bestehen ist eher keine gute Strategie.

 

Außerdem geht’s um:

️ warum wir überhaupt einen thailändischen Führerschein haben wollten

️ warum Hagen gefühlt hunderte Theoriefragen auswendig gelernt hat

️ wie Seh-, Farb- und Reaktionstests vor Ort ablaufen

️ wie die praktische Fahrprüfung aussieht – und warum sie gerade einmal ein paar Minuten dauerte

️ warum der frisch gedruckte Führerschein am Ende fast schon ein kleines Stück thailändische Identität ist

️ und natürlich um die rein hypothetische Frage, ob man sich in Thailand einen Führerschein auch irgendwie anders organisieren könnte.

 

Und dann wären da noch die Kosten: Während ein Führerschein in Deutschland inzwischen schnell mehrere Tausend Euro kosten kann, hat Hagens thailändischer Führerschein inklusive seiner notwendigen Bescheinigungen am Ende gerade einmal rund 21 Euro gekostet.

 

Wenn du wissen willst, wie unterschiedlich so einFührerscheinverfahren im Vergleich zu Deutschland sein kann, dann hör unbedingt rein. Selbst wenn du gar nicht vorhast, jemals einen Führerschein in Thailand zu machen – allein für die Geschichte lohnt es sich.

 

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Über diesen Podcast

Irgendwann möchte ich mal... bei mir endete der Satz seit meiner Kindheit mit "auswandern". Und nun, mit fast 42 Jahren ist es passiert. Ich bin mit meiner Familie nach Thailand ausgewandert. Doch dieser Podcast ist nicht nur für Auswanderer. Er ist für alle, die sich einen Wunsch erfüllen wollen. Für alle, die sich eine Veränderung wünschen. Für alle, die von irgendwann sprechen. Doch das Leben ist zu kurz für irgendwann. Das Leben ist JETZT! Hier gibt Geschichten aus meinem Leben und Interviews mit Menschen, die mutige Entscheidungen getroffen haben.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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