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Episoden

1 Stunde 16 Minuten
Ob als Solokünstler, Comic-Zeichner, Kleinkünstler oder Frontmann der St. Galler Band Stahlberger: Manuel Stahlberger gehört zu den eigenwilligsten, scharfsinnigsten und faszinierendsten Stimmen der Schweizer Kulturszene. Ausgezeichnet mit dem Salzburger Stier und dem Schweizer Kleinkunstpreis prägt er seit Jahrzehnten die Mundartlandschaft – ohne sich dabei in fertige Schablonen pressen zu lassen.

In dieser Folge von Helvetica spricht Manuel über sein neues Album «Heiss» (zusammen mit Bit-Tuner), die feine Grenze zwischen Schwermut und befreiender Komik sowie den ständigen Versuch, die eigene Verwirrung in Songs zu bündeln.

Er erzählt rückblickend von seinen Anfängen im gefälschten Berndeutsch, warum ihm der Bandname Stahlberger eigentlich bis heute ein wenig unangenehm ist und wie eine seltene Panikattacke auf der Bühne ablief.

Ausserdem werfen wir einen Blick auf das Tourleben im Einklang mit der Familie, hinterfragen das Schulsystem und sprechen darüber, warum Kunst sich nicht immer ökonomisch lohnen muss, um wertvoll zu sein.

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KAPITEL & TIMESTAMPS

00:00 – Intro & Begrüssung: Wer ist Manuel Stahlberger? Vom Comic-Zeichner zum Musiker.

02:00 – Dystopische Bilder & Klimakrise: Die «aufgeheizte Stimmung» der Welt in seiner Kunst.

04:00 – Kleinkunst vs. Bandmusik: Zwischen Bühnenshows, Comedy und schwermütigen Songs.

06:30 – Das neue Album «Heiss» mit Bit-tuner und die Unterschiede zwischen Solo-Projekten und der Band Stahlberger.

08:00 – Der Bandname Stahlberger: Warum Manuel damit hadert und wie die Band zusammengewachsen ist.

12:50 – Eine Panikattacke mitten auf der Bühne, Out-of-Body-Erlebnisse und der Umgang mit Lampenfieber.

19:00 – Musikalische Vorbilder: Mani Matter, Funny van Dannen, Kuno Lauener und Guz (Aeronauten).

23:00 – Die Anfänge im «Fake-Berndeutsch» und der Weg zum eigenen St. Galler Dialekt.

27:30 – Mundart im Ausland: Auftritte in Süddeutschland.

31:00 – Warum hat Manuel noch kein Buch geschrieben? Über Prioritäten, Zeitmangel und Familie.

34:00 – Tourleben & Familienalltag: 30 Jahre Bühne und das Vatersein.

38:50 – Müssen Künstler von ihrer Kunst leben können? Grundeinkommen, Kunstförderung und die Ökonomisierung der Kultur.

46:00 – Schulsystem & Gesellschaftsdruck: Vorgezeichnete Lebensläufe und der eigene Weg in die Kunst.

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LINKS & INFOS

Manuel Stahlberger – Webseite

https://www.manuelstahlberger.ch/

Stahlberger – Band

https://www.stahlberger.ch/

Instagram

https://www.instagram.com/stahlbergers/

AKTUELLES ALBUM

«Heiss» – Manuel Stahlberger & Bit-Tuner

AKTUELLE BÜHNENSHOW

«Geht’s noch? Es geht. Die Aufräum-Weltmeisterschaft.»
1 Stunde 50 Minuten
Oliver Stumm ist eine Zürcher DJ-Legende. In den 80er-Jahren organisierte er illegale Partys in Zürich, legte im Roxy und später im Kaufleuten auf, zog in den 90ern nach New York, produzierte als H2O den House-Hit «Nobody's Business» und gründete dort mit «A Touch of Class» ein Label. Später wurde er Gastronom und eröffnete unter anderem das Café Select und das Gran Torino.

Wir sprechen über die Zeit, als in Zürich noch kaum jemand wusste, was ein DJ eigentlich ist. Über Partys mit bis zu 1500 Menschen, die ohne Bewilligung stattfanden. Über die Polizei, die manchmal einfach mitfeierte – und darüber, wie aus einer illegalen Szene schliesslich das Zürcher Nachtleben entstand.

Oliver erzählt, warum er Zürich verlassen hat, um in New York Musik zu produzieren, wie Roli Mosimann zu seinem Mentor wurde und warum er irgendwann keine Lust mehr auf die DJ-Karriere hatte. Denn aus seiner Sicht ist der Pioniergeist von damals verschwunden: DJing ist heute ein etabliertes Business.

Und wir reden über die Gegenwart: darüber, warum Musik schwer zu monetarisieren ist, warum Leidenschaft manchmal wichtiger ist als ein Businessplan – und warum Oliver glaubt, dass KI niemals wirklich kreativ sein wird.
1 Stunde 26 Minuten
Black Sea Dahu ist eine der Schweizer Bands, die im Ausland richtig durchgestartet ist: seit 2012 unterwegs, über 1000 Konzerte gespielt, und mit «In Case I Fall For You» einen der grössten Streaming-Hits der letzten Jahre gelandet. Frontfrau Janine erzählt, wie aus einer Band mit Geschwistern über die Jahre eine eingespielte, manchmal auch zerstrittene Wahlfamilie wurde – und wie der Weggang zweier Gründungsmitglieder sie gezwungen hat, Verantwortungen innerhalb der Band klar aufzuteilen. Wir sprechen über das interne Handbuch, das die Band gerade für sich selbst schreibt, über das neue Album «Everything», das massgeblich vom Tod ihres Vaters geprägt ist, und darüber, wie Sprache und Bilder beim Songwriting zur Kraftquelle werden.

00:00 – Intro – Black Sea Dahu: von Josh zu Black Sea Dahu

06:22 – Der Durchbruch mit «In Case I Fall For You»

06:44 – Line-up-Wechsel: wenn Gründungsmitglieder gehen

07:40 – Von Chaos zu Struktur – klare Ressorts innerhalb der Band

08:25 – Das interne Bandhandbuch: Learnings, die man sonst vergisst

09:08 – Tour-Alltag: Backdrops nähen um Mitternacht und die Fünf-Tage-Regel

09:56 – Warum dieser Sommer bewusst festivalfrei bleibt

11:32 – Druck vs. Warten: der kreative Prozess im Vergleich

12:41 – Das neue Album «Everything» und der Tod des Vaters als Kreativquelle

14:48 – Sprache als Spielplatz: Bilder, die eigentlich keinen Sinn ergeben

20:12 – Balance finden: Sport, Lesen und andere Pfeiler im Leben

39:23 – Songlängen, Streaming-Zeiten und der Kompromiss mit dem Radio

46:20 – Warum Spotify und Instagram nicht die Freunde von Musiker:innen sind

47:37 – Fanclub, Newsletter und die direkte Verbindung zum Publikum

66:10 – Ausblick: Herbsttour und das nächste Album

Links zur Folge:Mehr zu Black Sea Dahu

Webseite:https://blackseadahu.com/de

Instagram:https://www.instagram.com/blackseadahu/?hl=de

Bandcamp:

https://blackseadahu.bandcamp.com/

Album:«Everything»Mehr zu Helvetica

Helvetica ist der Podcast über Schweizer Musikmenschen und ihre Geschichten. In jeder Folge entsteht ein persönliches, offenes Gespräch rund um ein zentrales Thema. Musiker:innen, Produzent:innen, DJs und Szene-Akteur:innen sprechen über ihren Weg, ihre Herausforderungen und das, was sie antreibt.

Moderation:Adrian Hoenicke

Instagram:https://www.instagram.com/helvetica_podcast

Substack:https://helveticapodcast.substack.com

Linktree:https://linktr.ee/helvetica_podcast
1 Stunde 26 Minuten
In dieser Episode von Helvetica ist der Berner Rapper Tommy Vercetti zu Gast. Seit über 20 Jahren prägt er den Schweizer Hip Hop, ob solo oder mit Eldorado FM. Neuerdings ist er auch einer von den drei Hosts des besten Schweizer Podcasts (nebst diesem hier), Hades FM. Gemeinsam sprechen wir über die schleichende Ökonomisierung der Musikbranche, die Verwandlung von Künstler:innen in einsame Ich-AGs und die Frage, warum Kulturjournalismus und fundierte Kritik überlebenswichtig für die Qualität von Kunst sind. Tommy erklärt, warum wahrhaftige Virtuosität Hingabe erfordert, weshalb Musik ein essentielles Menschenrecht ist und wie wir uns die Kultur vom entfesselten Kapitalismus zurückerobern können.

00:00 – Begrüssung & Vorstellung: Tommy Vercetti, Eldorado FM, Hades FM

02:15 – Der Zustand des Schweizer Raps: Vielfalt, Community vs. Competition

06:40 – Die Ökonomisierung der Musik: Prekarisierung, Streaming & Selbstvermarktung

10:20 – Gatekeeping & Kulturjournalismus: Warum es konstruktive Kritik braucht

15:10 – Was macht einen guten MC aus? Tone, Pocket, Timing und Dringlichkeit

21:30 – Work-Life-Balance & Fokus: Forschung, Rap und Podcast unter einen Hut bringen

28:00 – Kunst, Kapitalismus & Krise: Wenn Musik zur reinen Handelsware verkommt

36:45 – Macht & Menschlichkeit: Kunst als essentielles Bedürfnis der Gesellschaft

42:10 – Ausblick: Pläne für Südostasien, Eldorado FM & neues Solo-Album

Links zur Folge:

Mehr zu Tommy Vercetti:

Instagram

Webseite

Hades FM

Album:

«Ostbärn gseh und stärbe»

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Helvetica ist der Podcast über Schweizer Musikmenschen und ihre Geschichten. In jeder Folge entsteht ein persönliches, offenes Gespräch rund um ein zentrales Thema. Musiker:innen, Produzent:innen, DJs und Szene-Akteur:innen sprechen über ihren Weg, ihre Herausforderungen und das, was sie antreibt.

Moderation:

Adrian Hoenicke

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1 Stunde 14 Minuten
Dino Brandão, Sänger, Songwriter mit angolanisch-schweizerischen Wurzeln ist eine feste Grösse in der Schweizer Musikszene. Im Gespräch erzählt er, wie sein musikalischer Weg ganz organisch und intuitiv verlief, wie ihn das Djembé seines Vaters bis heute prägt, und wie er mitten im Lockdown mit Sophie Hunger und Faber zu einem der schönsten Kollaborationsprojekte der letzten Jahre kam.Wir reden über sein aktuelles Album «I Love You, I Leave You», über intuitives Songwriting statt konzeptuellem Arbeiten, über das Fördersystem der Schweizer Musikszene und den geringen Stellenwert von Musik in diesem Land; und warum es 2026, in einer Welt mit endlos viel neuer Musik, überhaupt noch Sinn macht, selber welche zu machen. Ausserdem: sein Blick auf Kollaboration statt Bandleader-Ego, seine Live-Formation und ein neues Album, an dem er gerade arbeitet.

In dieser Episode:

00:00 – Begrüssung und Vorstellung

01:00 – Die musikalischen Anfänge und der Weg zur Solokarriere

06:15 – Intuitives Songwriting statt Konzept

09:00 – Angolanische Wurzeln, das Djembé seines Vaters

13:00 – Die Zusammenarbeit mit Sophie Hunger und Faber im Lockdown

16:30 – Das aktuelle Album «I Love You, I Leave You»

25:00 – Kollaboration statt Bandleader-Ego, das Live-Trio

30:30 – Der Alltag als Indie-Artist zwischen zu vielen Rollen

32:30 – Kritik am Schweizer Fördersystem

36:30 – Musik, Familie und Tourleben

38:00 – Der Stellenwert von Musik und Fankultur in der Schweiz

47:00 – Clubgrössen und die Schweizer Live-Szene im internationalen Vergleich

58:45 – Warum es 2026 überhaupt noch Sinn macht, Musik zu machen

59:15 – Ausblick: neues Material und kommende Projekte

Links zur Folge:

Mehr zu Dino Brandão

Instagram:

instagram.com/dino.brandao.yo

Webseite:

dinobrandao.com

Album:

«I Love You, I Leave You»

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Helvetica ist der Podcast über Schweizer Musikmenschen und ihre Geschichten. In jeder Folge entsteht ein persönliches, offenes Gespräch rund um ein zentrales Thema. Musiker:innen, Produzent:innen, DJs und Szene-Akteur:innen sprechen über ihren Weg, ihre Herausforderungen und das, was sie antreibt.

Moderation:

Adrian Hoenicke

Instagram:

instagram.com/helvetica_podcast

Substack:

helveticapodcast.substack.com

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Über diesen Podcast

Helvetica ist der Podcast über Schweizer Musikmenschen und ihre Geschichten. In jeder Folge entsteht ein persönliches, offenes Gespräch rund um ein zentrales Thema. Musiker:innen, DJs, Produzent:innen und Szene-Akteur:innen sprechen über ihren Weg, ihre Herausforderungen und was sie bewegt. Der Podcast vernetzt die Schweizer Musikszene und öffnet Türen in Gedankenwelten, die sonst oft im Verborgenen bleiben. ------ Moderation: Adrian Hoenicke, Musik Intro: Al Hug & Ruck P, aufgenommen im Kasheme ------ Neue Folgen erscheinen unregelmässig – je nachdem, wann sich ein gutes Gespräch ergibt.
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„Helvetica“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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