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7 Minuten
In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Phänomen der großen Liebe und der damit einhergehenden Hilflosigkeit. Er betrachtet anhand einer aktuellen Begegnung, wie das Ego durch die Wiedergewinnung von Kontrolle und Aggression oft die zutiefst empfundene Zuneigung untergräbt. Lehofer argumentiert, dass wahre Liebe eine Handreichung darstellt, die zwar stützt, aber nicht handelt, und verweist dabei auf die christliche Tradition, die einen Gott verehrt, der sich bewusst in die totale Hilflosigkeit begeben hat. Die Folge schließt mit dem Rat, die eigene Handlungsunfähigkeit in schwierigen Beziehungsphasen zu ertragen und der Welt ihren Lauf zu lassen, um der Essenz der Liebe gerecht zu werden.

– Michael Lehofer

Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/
6 Minuten
In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer der Frage, warum Konflikte in Beziehungen entstehen und wie sie konstruktiv gelöst werden können. Er erklärt, dass die Verliebtheit oft eine Projektionsphase darstellt, in der der Partner idealisiert wird, und dass erst nach dem Abklingen dieses Zustands die tatsächlichen Unterschiede zwischen den Persönlichkeiten sichtbar werden. Diese Gegensätzlichkeit führt unweigerlich zu Reibungen, die ohne eine angemessene Konfliktkultur durch Respektlosigkeit und Abwertung die Beziehung zerstören können. Lehofer betont die Notwendigkeit, sich dem anderen zuzumuten und dessen Standpunkt als plausibel anzuerkennen, um eine Basis für die Aussprache zu schaffen. Als praktische Methode empfiehlt er die sogenannte Methode der englischen Königin, bei der durch übertriebene Höflichkeit und Noblesse im Umgang miteinander die toxische Wirkung von Kränkungen abgemildert wird. Diese künstliche Distanzierung bewirkt, dass das Miteinander leichter und angenehmer wird, was den Boden für eine echte Bereinigung der Konflikte bereitet.

– Michael Lehofer

Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/
6 Minuten
In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Konzept der Resonanz als fundamentaler Quelle des Lebens. Er erläutert, dass wahre Begegnungen neue Lebensgeister wecken können, während einseitige Monologe und das Fehlen von Aufmerksamkeit zwischen Menschen Energie rauben und zu Müdigkeit führen. Am Beispiel von Podiumsdiskussionen und Partnerschaften zeigt er auf, wie ein resonanzloses Miteinander die Lebendigkeit erstickt und oft dazu führt, dass Menschen in andere Wirklichkeiten flüchten. Lehofer betont die hohe Verantwortung, die wir füreinander tragen, da wir durch die ständige Resonanz mit der Welt und anderen Menschen immer wieder neu geboren werden. Wer nicht mehr in der Lage ist, diese tägliche Erneuerung durch wechselseitige Wahrnehmung zu erleben, ist in gewissem Sinne bereits lebendig tot.

– Michael Lehofer

Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/
7 Minuten
In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Konzept der Verwandtschaft und unterscheidet dabei zwischen Blutsverwandtschaft und Seelenverwandtschaft. Er reflektiert über die gesellschaftliche Entwicklung, in der es zunehmend üblich ist, toxische familiäre Beziehungen abzubrechen, und plädiert stattdessen für den Aufbau einer respektvollen Distanz, die auch dem eigenen Wohlbefinden dient. Lehofer argumentiert, dass die Pflege von Freundschaften, also der Seelenverwandten, für die psychische Stabilität und die Bewältigung von Krisen von zentraler Bedeutung ist. Er verweist auf Erkenntnisse aus der Resilienzforschung und Studien zu Sterbekrankheiten, die belegen, dass vernachlässigte Freundschaften zu den größten Bedauern im Leben gehören. Abschließend betont er, dass man sowohl den Blutsverwandten den gebührenden Respekt erweisen als auch die Freundschaften aktiv pflegen sollte, wobei die Freundschaft zu sich selbst dabei eine besondere Rolle spielt.

– Michael Lehofer

Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/
7 Minuten
In dieser Folge der philosophischen Morgentoilette widmet sich Michael Lehofer dem Thema Schönheit und deren Funktion als Protest gegen die gesellschaftliche Destruktivität. Inspiriert durch eine Ausstellung in Venedig betrachtet er Schönheit als einen Zustand, der das Herz beruhigt und eine tiefe Verbundenheit mit dem eigenen Selbst herstellt. Er thematisiert dabei auch die Scham, die oft mit dem Nicht-Schönen verbunden ist, und regt an, diese Aspekte solidarisch mit Menschen zu betrachten, die mit Verunstaltungen leben müssen. Zudem warnt er vor der Eitelkeit, die er als übertriebene Versklavung an das vermeintlich Schöne definiert, und plädiert dafür, die Schönheit einfach gelten zu lassen. Abschließend argumentiert er, dass das Destruktive und das Schöne sich komplementär bedingen, um die Sehnsucht nach dem Schönen im Leben wachzuhalten.

– Michael Lehofer

Meine Bücher: https://www.michaellehofer.at/buecher-michael-lehofer/
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Über diesen Podcast

GUTEN MORGEN! … heißt es von meiner Seite an jedem Montag um 06:00 Uhr mit meiner neuen Monolog-Podcast-Serie „Die philosophische Morgentoilette“. Jeweils in einer ca. 10-minütigen Betrachtung starten wir die Woche mit unterschiedlichen Gedanken zu Themen aus dem psychologischen Umfeld.
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„Die philosophische Morgentoilette“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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