Was passiert, wenn einer der weltweit bekanntesten Innovationsexperten zu Gast bei „Innovation ohne Make-up“ ist? Dann zeigt sich ganz schnell das wahre Gesicht der Innovation – und es wird ziemlich spannend.
Alex Osterwalder, Erfinder des Business Model Canvas, spricht mit Jean-Philippe und Dirk nicht über die neuesten Innovationstools, sondern über eine viel grundlegendere Frage: Brauchen Unternehmen überhaupt Innovation – oder brauchen sie eigentlich Wachstum?
Osterwalder plädiert für einen Perspektivwechsel. Das Wort „Innovation“ sei inzwischen zu beliebig und werde häufig mit Technologie, Buzzwords und Methoden verbunden. Entscheidend sei etwas anderes: neue Wertangebote schaffen, Risiken reduzieren, evidenzbasiert investieren und Wachstum ermöglichen.
Dabei nimmt er auch die Innovationsszene selbst ins Visier: Warum Business Cases bei neuen Ideen oft reine Fantasie sind. Warum „Handover“ von Innovationsteams ins Kerngeschäft kaum funktionieren kann. Warum Innovation ohne Top-Management-Unterstützung systematisch scheitert. Und warum ein Innovationsmanager seinen eigenen Return on Investment erklären können sollte.
Besonders provokant wird es, als Osterwalder sagt: Wenn CEO, Budget, Ressourcen und Experimentierfähigkeit fehlen, sollte man sich vielleicht nach einem anderen Job umsehen. „Nicht jammern – entscheiden.“
Doch es geht nicht nur um Kritik. Osterwalder zeigt, wie Unternehmen ein Portfolio aus Effizienz, neuen Produkten, Geschäftsmodellen und echten Zukunftswetten systematisch steuern können – und warum dafür eine andere Form von Growth Governance notwendig ist.
Und am Ende gibt er den Zuhörenden drei klare Botschaften mit: Was vor fünf Jahren gut war, reicht heute nicht mehr. Nicht aufgeben. Und: Connect, connect, connect – statt zu jammern.
Eine Folge über Innovation, Wachstum, Führung, Unternehmenskultur – und die Frage, ob wir im Innovationsmanagement vielleicht längst die falschen Fragen stellen.
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