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1 Stunde 11 Minuten
KI ist überall. Aber macht sie uns auch innovativer?

In dieser Folge von „Innovation ohne Make-up“ sprechen Dirk und Jean-Philippe mit Carl Robert Brand über die vielleicht spannendste Frage der aktuellen Innovationsarbeit: Was kann KI wirklich – und wo sollten wir besser selbst den Kopf und den Bauch einschalten?

Carl nimmt uns mit in die Praxis: von Kundeninterviews und Ideenfindung über Prototyping bis hin zu schnellen Experimenten. Dabei wird schnell klar: KI kann enorm beschleunigen. Einen digitalen Prototypen, für den früher Wochen ins Land gingen, gibt es heute teilweise am selben Nachmittag. Hypothesen lassen sich schneller testen, verwerfen und neu formulieren.

Aber schneller heißt eben nicht automatisch innovativer.

Denn KI kennt Wahrscheinlichkeiten – der Mensch kennt Überraschungen. Und manchmal entsteht die beste Idee eben nicht beim nächsten Prompt, sondern beim Spaziergang – oder beim Blick auf ein halb verrottetes Blatt, das plötzlich einen völlig neuen Gedanken auslöst.

Auch beim Kundeninterview zeigt sich: KI kann Fragen verbessern, Transkripte analysieren und als Sparringspartner dienen. Aber sie sieht nicht, was Menschen tun, was sie verschweigen oder was sie kurz vor der Verabschiedung plötzlich erzählen.

Unsere zentrale Erkenntnis: KI ist ein mächtiges Werkzeug – aber kein Ersatz für echtes Verstehen, kritisches Denken, Intuition und menschliche Zusammenarbeit. Oder anders gesagt: Beginne ohne KI, nutze sie dort, wo sie wirklich hilft – und beende den Prozess wieder mit dem Menschen.

Denn Innovation braucht nicht nur Output. Sie braucht Ownership, Energie und den Moment, in dem es Klick macht.

Und genau deshalb ist KI vielleicht weniger das Ende der Innovationsarbeit als ihr nächstes großes Werkzeug.

(gemafreie Musik von frametaxx.de)
59 Minuten
Was passiert, wenn einer der weltweit bekanntesten Innovationsexperten zu Gast bei „Innovation ohne Make-up“ ist? Dann zeigt sich ganz schnell das wahre Gesicht der Innovation – und es wird ziemlich spannend.

Alex Osterwalder, Erfinder des Business Model Canvas, spricht mit Jean-Philippe und Dirk nicht über die neuesten Innovationstools, sondern über eine viel grundlegendere Frage: Brauchen Unternehmen überhaupt Innovation – oder brauchen sie eigentlich Wachstum?

Osterwalder plädiert für einen Perspektivwechsel. Das Wort „Innovation“ sei inzwischen zu beliebig und werde häufig mit Technologie, Buzzwords und Methoden verbunden. Entscheidend sei etwas anderes: neue Wertangebote schaffen, Risiken reduzieren, evidenzbasiert investieren und Wachstum ermöglichen.

Dabei nimmt er auch die Innovationsszene selbst ins Visier: Warum Business Cases bei neuen Ideen oft reine Fantasie sind. Warum „Handover“ von Innovationsteams ins Kerngeschäft kaum funktionieren kann. Warum Innovation ohne Top-Management-Unterstützung systematisch scheitert. Und warum ein Innovationsmanager seinen eigenen Return on Investment erklären können sollte.

Besonders provokant wird es, als Osterwalder sagt: Wenn CEO, Budget, Ressourcen und Experimentierfähigkeit fehlen, sollte man sich vielleicht nach einem anderen Job umsehen. „Nicht jammern – entscheiden.“

Doch es geht nicht nur um Kritik. Osterwalder zeigt, wie Unternehmen ein Portfolio aus Effizienz, neuen Produkten, Geschäftsmodellen und echten Zukunftswetten systematisch steuern können – und warum dafür eine andere Form von Growth Governance notwendig ist.

Und am Ende gibt er den Zuhörenden drei klare Botschaften mit: Was vor fünf Jahren gut war, reicht heute nicht mehr. Nicht aufgeben. Und: Connect, connect, connect – statt zu jammern.

Eine Folge über Innovation, Wachstum, Führung, Unternehmenskultur – und die Frage, ob wir im Innovationsmanagement vielleicht längst die falschen Fragen stellen.
1 Stunde 1 Minute
Was passiert, wenn eine Gesellschaft vor lauter Vorsicht irgendwann vergisst, dass Zukunft nicht genehmigt, sondern gestaltet werden muss?

In dieser Folge von „Innovation ohne Make-up“ sprechen Dirk und Jean-Philippe mit Prof. Achim Kampker über Zukunftsfrust, Innovationskraft und die Frage, warum wir uns beim Machen manchmal selbst im Weg stehen.

Achims Diagnose ist unbequem: Unternehmen in Europa und auch Europa selbst regulieren Risiken häufig, bevor wir überhaupt wissen, welche Risiken tatsächlich entstehen. Das Vorsorgeprinzip schafft Sicherheit – kann aber zur Innovationsbremse werden. Start-ups, Mittelständler und neue Technologien kämpfen sich durch ein Regelwerk, das ursprünglich für ganz andere Realitäten entstanden ist. Eine "Nagelschere" zur Bereinigung dieses Dschungels reicht dabei nicht mehr, meint Achim: "Beim Bürokratieabbau brauche es an manchen Stellen den radikalen Schnitt."

Seine Idee: Innovationszonen, in denen neue Lösungen unter klar begrenzten Bedingungen im echten Leben ausprobiert werden können. Nicht im Labor. Nicht für einen Demo-Tag. Sondern dort, wo Menschen tatsächlich damit leben müssen. Erst ausprobieren, dann regulieren – statt erst regulieren und dann feststellen, dass niemand mehr ausprobiert.

Doch Achim, Jean-Philippe und Dirk schauen nicht nur auf den Staat. Auch die Menschen selbst müssten wieder lernen, Verantwortung zu übernehmen, Risiken abzuwägen und nicht für jedes Problem zuerst einen anderen Verantwortlichen zu suchen.

Und dann geht der Blick noch weiter: auf Europas eigenes Innovationsmodell und auf eine mögliche Partnerschaft mit Afrika – nicht als Hilfeprojekt, sondern als Kooperation auf Augenhöhe.

Eine Folge über Mut, Regeln, Verantwortung und die vielleicht wichtigste Innovationsfrage überhaupt: Was trauen wir uns eigentlich noch zu?

Infos zu Prof. Achim Kampker:

- https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1080243926

- https://www.linkedin.com/posts/achim-kampker-372a3338_der-frust-muss-raus-achim-kampker-%C3%BCber-sein-activity-7479922655953981440-jhfW/?originalSubdomain=de

(gemafreie Musik von www.frametaxx.de)
1 Stunde 10 Minuten
Innovation und Nachhaltigkeit stehen für Zukunft, Fortschritt und Erneuerung. Sie haben eigene Abteilungen, Rollen und Strategien. Aber was passiert, wenn hinter dem schönen Etikett irgendwann die Frage steht: „Was machen wir hier eigentlich?“

In dieser Folge von „Innovation ohne Make-up“ schauen Dirk Wirth und Jean Philipp Hagmann genau dorthin, wo es unbequem wird – hinter die Fassade der Innovationsarbeit.

Zu Gast ist Timo Landener, Innovations- und Nachhaltigkeitsmanager und Autor des Buchprojekts „Confessions of a Bullshit Jobber“. Inspiriert von David Graebers „Bullshit Jobs“ entwickelt er eine provokante These:

Innovation und Nachhaltigkeit sind keine Bullshit Jobs – aber sie können „bullshitisiert“ werden.

Ein sinnvoller Job kann durch fehlende Strukturen, widersprüchliche Erwartungen, mangelnde Ressourcen und unklare Zielbilder zu „Fake Work“ werden. Dann wird Aktivität zum Ersatz für Wirkung: Workshops, Hackathons, Methoden und Innovationstheater – viel Bewegung, aber wenig Veränderung.

Die drei sprechen über Selbstzweifel, Scham und die Frage, warum Menschen in Systemen manchmal Verhalten zeigen, das sie selbst längst hinterfragen. Und sie diskutieren, warum Innovation in vielen Organisationen noch immer als Add-on zum Kerngeschäft verstanden wird.

Doch die Folge bleibt nicht bei der Kritik. Es geht um die entscheidende Frage: Wie kommen wir raus aus der Fake-Work-Falle?

Eine persönliche, ehrliche und durchaus provokante Folge über Innovation, Organisationsstrukturen und die vielleicht unbequemste Frage:

Tun wir gerade wirklich etwas – oder tun wir nur so?

(gemafreie Musik von www.frametaxx.de)
1 Stunde 10 Minuten
Was ist Innovation? Nein, wirklich...!

Eine einfache Frage. Sollte man meinen. In der aktuellen Folge sprechen Jean-Philippe und Dirk mit Isabell Schäfer – Innovationsberaterin, Gründerin von MINDO und leidenschaftliche Gestalterin von Innovationsprozessen. Im Rahmen ihrer persönlichen Micro-Challenge hat sie im Frühjahr 2026 insgesamt 22 Menschen aus dem Innovationsumfeld dieselbe Frage gestellt: "Was ist Innovation?"

Die Antworten? Alle unterschiedlich. Doch eine Antwort ließ Isabell nicht mehr los. Daraus entstand zunächst ein schriftlicher Austausch und schließlich die Idee zu dieser Podcast-Folge. Denn wer unseren Podcast regelmäßig hört, kennt das vielleicht: Immer wieder taucht eine Definition von Innovation auf, die irgendwie selbstverständlich erscheint. Neu. Wertstiftend. Erfolgreich umgesetzt. Aber... was, wenn genau dieses Verständnis der Ursprung vieler Missverständnisse und Probleme in der Innovationsarbeit ist?

Genau darüber sprechen die Drei. Philosophisch und manchmal auch kontrovers. Ist Innovation wirklich ein Ergebnis? Oder ein Prozess? Oder ist Innovation vielleicht etwas ganz anderes, etwas, das geschieht, lange bevor überhaupt eine Idee entsteht?

(gemafreie Musik von www.frametaxx.de)
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Über diesen Podcast

Innovation scheint in der Theorie oft relativ einfach zu sein. Es gibt unzählige Management-Ratgeber, Rezeptbücher voller Best Practices, zahlreiche Methoden & Tools - es mangelt also nicht an gut gemeinten, aber trivialen Ratschlägen wie „Wir müssen mutiger sein“. Doch leider klafft eine große Lücke zur Praxis. In Innovation ohne Make-up sprechen Jean-Philippe und Dirk mit Gästen über das wahre Gesicht der Innovation in Unternehmen. "Denn in einem Punkt sind wir uns sicher - es gibt keine Organisation, die es sich mit dem Thema Innovation leicht macht!" gemafreie Musik von www.frametaxx.de
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„INNOVATION OHNE MAKE UP“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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