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Religion im Kinderzimmer Archiv

24 Episoden
14 Minuten
Kinder fragen nach dem Anfang der Welt, nach dem Urknall und wie die Schöpfungsgeschichte der Bibel dazu passt. In dieser Folge spricht Professor Albert Biesinger darüber, wie Eltern und pädagogische Fachkräfte Kinder bei diesen großen Fragen begleiten können. Dabei geht es darum, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und biblische Glaubensaussagen nicht als Gegensätze zu verstehen: Die Naturwissenschaft erklärt, wie die Welt seit dem Urknall entstanden ist, während die biblische Schöpfungsgeschichte eine andere Ebene eröffnet und eine Antwort auf die Frage gibt, woher wir kommen, welche Bedeutung unser Leben hat und wie wir uns als Teil der Schöpfung verstehen können. Biesinger ermutigt dazu, Kindern Raum für eigene Gedanken und Deutungen zu geben. Kinder können dabei selbst zu kleinen Theologinnen und Theologen werden. Die Folge zeigt, wie Gespräche über Urknall, Schöpfung und Gott zu einer Gelegenheit werden können, gemeinsam zu staunen und nachzudenken. Auch die Verantwortung des Menschen kommt zur Sprache: Wer sich als Teil einer geliebten Schöpfung versteht, kann daraus einen achtsamen Umgang mit der Natur entwickeln.
19 Minuten
Wie lernen Kinder, mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt umzugehen? In dieser Folge spricht Kathrin Kommerell mit dem Religionspädagogen Prof. Dr. Christoph Knoblauch von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg über den religionssensiblen Ansatz in Kita und Schule und wie Vielfalt zu einer wertvollen Bildungschance werden kann. Dabei geht es - vor allem für die Fachkräfte - darum, die individuellen Erfahrungen von Kindern mit Religion und Weltanschauung wahrzunehmen, Stereotype zu vermeiden und gegenseitiges Kennenlernen zu fördern. Religiöse (oder atheistische) Praxis wird als subjektbezogen betrachtet - und ist, selbst innerhalb einer Konfession oder Religion von Familie zu Familie, von Kind zu Kind verschieden. Christoph Knoblauch erklärt, warum religionssensible Bildung alle Kinder betrifft: Religion ist ein Teil ihrer Lebenswelt – unabhängig davon, ob sie religiös aufwachsen oder nicht. Auch für die Fachkräfte ist der religionssensible Ansatz eine Grundlage ihrer pädagogischen Ausbildung und gehört zum Bildungsplan etwa Baden-Württembergs.
20 Minuten
Wie kann Religion Kindern im Familienalltag Halt geben und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken? Die Religionspädagogin Prof. Dr. Evelyn Krimmer erklärt, warum die religiösen Dimensionen von Sinn, Vertrauen, Zugehörigkeit, aber auch wiederkehrende Rituale die Resilienz von Kindern fördern. Im Gespräch geht es um Gesundheitsseelsorge, das Theologisieren mit Kindern und alltagstaugliche Ideen – vom Abendgebet bis zum Wochenendritual. Eine Folge mit wissenschaftlichem Hintergrund und vielen praktischen Anregungen für Familien, die Beziehung, Zuversicht und Glauben im Alltag leben möchten.
18 Minuten
In dieser Folge von „Religion im Kinderzimmer“ geht es um den Heiligen Geist – ein zentrales, aber oft schwer greifbares Thema des christlichen Glaubens. Gastgeberin Kathrin Kommerell spricht mit der evangelischen Pfarrerin und Religionspädagogin Golde Wissner darüber, wie Eltern mit Kindern darüber ins Gespräch kommen können, ohne dass es abstrakt oder befremdlich wirkt. Golde Wissner bringt anschauliche Bilder, alltagsnahe Beispiele und kreative Ideen ein, die zeigen, wie sich das Thema lebendig vermitteln lässt. Dabei wird deutlich: Es geht weniger um Erklärungen als um Erfahrungen – um Staunen, Begeisterung und das Gefühl von Verbundenheit. Eine Folge voller Impulse für Familien, die Glauben unkompliziert und lebensnah entdecken möchten. Ein ermutigendes Gespräch über die „Heilige Geisteskraft“, die für Kinder und Erwachsene genauso erlebbar ist wie für die Jünger damals – und ein guter Anlass, zu verstehen, warum wir Pfingsten feiern.
17 Minuten
Ostern ist das wichtigste Fest im Christentum – und gleichzeitig eines der schwierigsten, wenn wir es Kindern erklären wollen. Denn keine Auferstehung ohne den Tod: Wie sprechen wir über Leid, Verrat und Trauer, ohne Kinder zu traumatisieren oder zu überfordern? Und wie wird die zentrale Oster-Botschaft der Auferstehung von Hoffnung, Freude und neuem Leben lebendig? In dieser Folge spricht Kathrin mit der Theologin und Religionspädagogin Katharina Römer darüber, wie Erwachsene Kinder sensibel und altersgerecht an die Ostergeschichte heranführen können.
15 Minuten
In dieser Folge erklärt Ulrike Berg, Chefredakteurin bei dem christlichen, ökumenischen Verein „Andere Zeiten e.V.“, wie Eltern die Fastenzeit vor Ostern gemeinsam mit ihren Kindern als Zeit des Wandels und Entdeckungsreise gestalten können. Kinder können wählen, was sie ausprobieren möchten und wie lange. Eltern können sie dabei unterstützen. Gemeinsame Aktivitäten, abendliche Gespräche helfen, Erlebtes zu verarbeiten und bewusst zu machen – damit aus dem Ausprobieren echte Verwandlung wird.
18 Minuten
In dieser Folge von Religion im Kinderzimmer spricht Rainer Oberthür, Religionspädagoge und Autor zahlreicher Kinder- und Familienbücher, über die Frage, wie wir Kindern ethisches Verhalten und moralische Werte nahebringen können. Im Zentrum stehen Gespräche über das Warum hinter guten Taten, über Gerechtigkeit und Verantwortung – und darüber, wie Kinder lernen, aus eigener Überzeugung gut zu handeln. Oberthür erklärt, warum es nicht darum geht, Gott als „Kontrollinstanz“ zu verstehen, sondern als Quelle der Freiheit und der Liebe, die Gutes ermöglicht. Anhand von Beispielen aus seiner pädagogischen Praxis und seinen Büchern zeigt er, wie Eltern und Großeltern Kinder dabei begleiten können, Fragen zu Gut und Böse, Leid und Gerechtigkeit offen zu stellen und wie sich Gott im Leben, im Mitleid und in der Liebe zeigt.
17 Minuten
Religionspädagoge und Autor Albert Biesinger spricht in dieser Folge über die besondere Rolle von Großeltern in der Glaubensentwicklung ihrer Enkelkinder. Er erzählt, warum Beziehung und Authentizität wichtiger sind als perfekte Antworten – und wie Rituale, kleine Gesten und ehrliche Gespräche den Glauben über Generationen lebendig halten können. Im Zentrum stehen die Fragen, wie Großeltern ihren Glauben teilen können, ohne zu missionieren, wie Familien trotz räumlicher Distanz in Verbindung bleiben – und wie Glaube durch Alltagsrituale, Geschichten und gemeinsames Erleben weitergegeben wird. Biesinger berichtet von persönlichen Erfahrungen mit seinen neun Enkelkindern, spricht über Konflikte und Chancen zwischen den Generationen und gibt praktische Anregungen, wie Spiritualität in Familien auf natürliche Weise wachsen kann.
17 Minuten
Pfarrerin und Psychologin Golde Wissner spricht in dieser Folge über die Bedeutung der Taufe. Sie erklärt, warum das Ritual berührt, stärkt und verbindet und wieso es auch heute noch vielen Familien wichtig ist. Im Zentrum stehen die zentralen Elemente der Taufe, allen voran das Wasser, sowie die persönliche Zusage, die jeder Täufling erhält: Du bist geliebt, ganz ohne Leistung. Wissner spricht über klassische Tauffeiern, Alternativen wie Segnungsfeste, die Rolle von Paten und die Bedeutung von Taufkerzen und -erinnerungen. Ein besonderes Augenmerk gilt auch der Frage, ob Kinder bereits als Säuglinge getauft werden sollen oder lieber später selbst entscheiden und welche Rolle die Gemeinde dabei spielt.
15 Minuten
In dieser Folge von Religion im Kinderzimmer sprechen wir mit der Theologin, Religionslehrerin und Mutter Katharina Römer über ein Thema, das viele Familien intuitiv leben, aber selten bewusst reflektieren: das Segnen. Wir erkunden gemeinsam, was ein Segen eigentlich ist und was er mit Glauben zu tun hat, wer segnen darf (Spoiler: jede*r!) und wie Familien eigene Segensrituale entwickeln können – vom Kreuzzeichen über eine Kerze bis hin zu kreativen Gesten wie einem Herz auf der Hand. Für Katharina Römer ist Segnen kein „Zauber“, sondern eine liebevolle Zeichenhandlung, die Gottes Nähe, Fürsorge und Schutz erfahrbar macht. Im Gespräch geht es auch darum, wie solche Rituale Kinder stärken, Eltern entlasten und gerade in Übergangszeiten – wie Schulanfang oder Ferienstart – ein Gefühl der Geborgenheit schaffen können.
17 Minuten
In dieser Folge von "Religion im Kinderzimmer" sprechen wir mit dem bekannten evangelischen Religionspädagogen Professor Friedrich Schweitzer von der Universität Tübingen, Autor des Buches „Das Recht des Kindes auf Religion“. Es geht um ein besonderes Kinderrecht, das Recht auf Religion, und was dies für die Erziehung und das Familienleben bedeutet. Professor Schweitzer plädiert für ein Grundrecht auf Religion, das mit der Religionsfreiheit und der freien Entwicklung des Kindes verbunden ist. Sein leidenschaftliches Plädoyer für einen kinderzentrierten Ansatz in der Religionspädagogik beleuchtet, warum Religion für Kinder wichtig ist, wie Eltern mit den "großen Fragen" des Lebens umgehen können und wie religiöse Begleitung Kinder stärkt und ihnen ein grundlegendes Vertrauen in die Welt vermittelt.
15 Minuten
In dieser Folge von "Religion im Kinderzimmer" sprechen wir mit der Grundschullehrerin für Religion Ann-Kathrin Förderreuther darüber, wie lebendig, beziehungsorientiert und bedeutsam Religionsunterricht heute sein kann. Sie beschreibt Religion als Oase: ein Schulfach, in dem Kinder im Mittelpunkt stehen und für ihre Gedanken und Fragen Raum erhalten – und in dem kreative Methoden wie Rollenspiele, Escape Rooms oder Portfolios echte Lernfreude und thematische Auseinandersetzung ermöglichen, egal ob gläubig oder nicht. Warum Noten dabei nicht das Maß aller Dinge sind und welche Rolle ihre authentische Glaubensvermittlung spielt, erzählt sie im Gespräch. Diese Folge ist ein Plädoyer für den Religionsunterricht als Schulfach, das gesellschaftlich wichtige Werte vermittelt und Mut macht, sich mit sich selbst, dem Glauben und der Welt auseinanderzusetzen.
25 Minuten
Der Religionspädagoge Prof. Ralf Gaus spricht in dieser Folge über die Resilienz von Kindern in Zeiten von Krieg, Krisen und Unsicherheit. Seine zentrale Botschaft: Kinder sind oft krisenfester als wir denken – vorausgesetzt, sie erleben Eltern, die ihnen zuhören, ihre Sorgen ernst nehmen und Sicherheit vermitteln. Gespräche, Rituale und Gebete helfen Kindern, sich selbst als wirksam zu erleben. Eltern wiederum lernen, ihre eigenen Ängste zu reflektieren – und werden so zum stabilen Gegenüber. Gaus betont die Kraft der Gemeinschaft, die Rolle des Glaubens in schweren Zeiten und die Chancen, die selbst in schwierigen Situationen stecken. Denn jede Krise ist auch ein Lernanlass – für Kinder wie Erwachsene.
16 Minuten
In dieser Episode des Podcasts „Religion im Kinderzimmer“ widmen wir uns einer der zentralen Fragen rund um das Osterfest: Wie kann man Kindern Ostern erklären – mit all seinen Symbolen, seiner Hoffnung und seiner Tiefe? Zusammen mit Albert Biesinger, einem erfahrenen Religionspädagogen und Großvater, erkunden wir, wie Eltern mit Kindern über Auferstehung, Tod und neues Leben sprechen können – auch wenn im Alltag Kirche keine große Rolle spielt.
28 Minuten
In dieser Folge von „Religion im Kinderzimmer“ steht die Frage im Mittelpunkt, wie sexueller Missbrauch in kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit verhindert werden kann und ob entsprechende Präventionsmaßnahmen das Vertrauen von Eltern wieder aufbauen können. Markus Neff, Experte für Prävention in der Kinder- und Jugendarbeit aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, spricht darüber, mit welchen Maßnahmen die katholische Kirche auf diese Herausforderungen reagiert hat und reagiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Schutzkonzepten und Schulungen aller Mitarbeiter, auch Ehrenamtlicher, die das Kindeswohl in den Mittelpunkt stellen. Doch auch die Rolle von Familien und Gemeinden wird beleuchtet: Wie kann Sensibilisierung für das Thema gelingen? Wissen und Bewußtsein für das Thema wirkt auch in die gesamte Gesellschaft, in Vereine, Familien. Und warum ist es entscheidend, dass Kinder ihre Rechte kennen und selbstbewusst vertreten? Die Folge lädt auch Eltern dazu ein, nachzufragen, sich einzubringen und den Dialog über Kinderschutz und Prävention aktiv mitzugestalten.