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Episoden

50 Minuten
Soziale Medien können zwar demokratische Debatten erweitern, in ihrer derzeitigen Form verstärken sie jedoch Polarisierung, Desinformation und Radikalisierung. Die Konzentration von Eigentum und Kontrolle über digitale Plattformen in den Händen weniger Konzerne gefährdet sogar die demokratische Selbstbestimmung. Barbara Prainsack und Horst Peter Groß fordern daher, dass Demokratie digitale Räume sowie analoge, direkte Kommunikation braucht, welche Transparenz, Rechenschaftspflicht und Teilhabe sichern.
55 Minuten
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wage zu denken 2025“ des Wissenschaftsverein Kärnten zeigte Univ.-Prof. Dr. Andreas Novy auf, wie schwer es sowohl für Individuen als auch Unternehmen möglich ist, ökologisch nachhaltig zu handeln. Als wirkmächtigen Gegner der klimafreundlichen Transformation identifizieren er und Dr. Horst Peter Groß den reaktionären Neoliberalismus. Als Bastion dagegen gilt es, die liberale Demokratie zu verteidigen, denn ein gutes Leben für alle ist nur in einer demokratisch verfassten und öko-sozial orientierten Welt möglich. Doch ohne die Änderung des vorherrschenden Wirtschaftssystems und unseres Lebensstils wird eine menschenwürdige Zukunft nicht zu bewerkstelligen sein.
50 Minuten
Unsere Demokratie lebt von Vertrauen – doch wie stabil ist dieses Fundament in Zeiten, in denen Wahrheit von Manipulation und Täuschung kaum noch unterschieden werden kann? Vielfach unbemerkt von Wählerinnen und Wählern werden Wahlkämpfe von datengetriebenen Strategien manipulativ beeinflusst. Diese Problematik wurde im Rahmen der 14. Ausgabe der „Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung“ kritisch in den Blick genommen. Anhand des Vortrags von Philipp Blom greift Horst Peter Groß die Frage auf, wie Demokratie unter den Bedingungen unserer Zeit bestehen kann. Da liberale Demokratien zunehmend von innen her ausgehöhlt werden, warnt er davor, nicht naiverweise davon auszugehen, dass dies bei uns nicht passieren könnte.
50 Minuten
In der Veranstaltung „Mega-Herausforderung Nachhaltigkeit“ (2017) stellte der Wissenschaftsverein Kärnten die Frage, ob wir nicht unser Denken überdenken müssten, um ins Handeln zu kommen. Der Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker forderte in diesem Sinne, dass Nachhaltigkeit eine „neue Aufklärung“ brauche. Die erste Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts war zwar eine große Befreiung, zugleich aber auch ein Aufbruch zur „Eroberung der Welt“, mit der Kolonialisierung, Rodungen, Loblieder auf Egoismus, Individualismus und Rationalismus einhergingen. Daher müssen das Denken, die Moral und auch die politischen Strukturen neu aufgestellt werden. Statt Dogmen brauchen wir mehr Balance und Toleranz. Das war auch der philosophische Kern Weizsäckers Berichts an den Club of Rome.
58 Minuten
Im Anthropozän erhält Nachhaltigkeit offenbar eine gänzlich neue Dimension. Wissenschaftler:innen und Ingenieur:innen sehen sich mit der Problemstellung konfrontiert, die jeweiligen unbeabsichtigten oder bisher unbekannten Konsequenzen vorangegangener Eingriffe in Natur und Leben zu korrigieren – und zwar auch durch weiterreichende technologische Maßnahmen. Diese heikle Herausforderung thematisierte Klaus Töpfer 2017 in seinem Vortrag beim Wissenschaftsverein Kärnten vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die unter dem Diktat der Kurzfristigkeit ein immer größeres Spannungsverhältnis zur Wissenschaft erlebt.
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Über diesen Podcast

In Kooperation mit Radio Agora veröffentlichen wir monatlich eine Podcast-Folge, in der Fragestellungen, Standpunkte und Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis diskutiert werden. Thesen und Perspektiven wichtiger Forscher:innen werden in die Podcast-Folgen eingebracht und regen zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und Widersprüchen an.
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