Jochen Eisele ist Physiotherapeut und Osteopath, war Handballprofi, führt seit vielen Jahren den größten Sportverein Ludwigsburgs und sitzt seit 2014 im Gemeinderat. Im LBusiness-Podcast, moderiert von Johannes Elster, erzählt er, wie unterschiedlich diese Aufgaben sind – und warum sie doch eines gemeinsam haben: den Menschen. Der MTV Ludwigsburg ist für Eisele weit mehr als ein Sportverein. Rund 8.500 Menschen, 200 Kurse, 50 Abteilungen und 60 Stunden Reha-Sport pro Woche machen den Verein zu einem wichtigen Teil der Stadtgesellschaft. Breitensport ist seine DNA – vom Kind bis zum Senior, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe. Gleichzeitig schafft der Verein den Spagat zum Spitzensport. Doch wie führt man einen Sportverein mit 3 Millionen Euro Umsatz eigentlich wie ein Unternehmen? Wie finanziert sich ein Verein dieser Größe? Und welche Rolle spielen Mitgliedsbeiträge, Rehasport, Sponsoren und die Unterstützung der Stadt? Auch politisch wird es spannend: Eisele spricht über die schwierige Finanzlage der Kommunen, geplante Kürzungen für Sportvereine und die Frage, wie man als Gemeinderat Entscheidungen trifft, die möglichst vielen Bürgern zugutekommen. Dabei spricht er offen über mögliche Interessenkonflikte zwischen seinem Amt als MTV-Vorsitzender und seiner Arbeit im Gemeinderat. Und dann ist da noch seine ganz persönliche Geschichte: Warum hat ein ehemaliger Mathematikstudent und Handballprofi die Mathematik an den Nagel gehängt und sich der Physiotherapie verschrieben? Was macht ein Osteopath eigentlich genau? Und warum ist es manchmal wichtiger, einen Weg zu finden als einem geraden Lebenslauf zu folgen? Ein Gespräch über Sport, Politik, Unternehmertum, Ehrenamt und die Kunst, mit vielen Menschen und vielen Aufgaben gleichzeitig umzugehen. Und natürlich verrät Jochen Eisele zum Schluss auch seinen Lieblingsort in Ludwigsburg und welchen Satz er in seinen drei Jobs am häufigsten hört. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie ein Sportverein zur gesellschaftlichen Klammer einer Stadt werden kann und was es bedeutet, Verantwortung für 8.500 Mitglieder und 95.000 Bürger zu übernehmen.
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