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Episoden

45 Minuten
In dieser Folge von „Lesen ist..." spricht Anna Laganda mit Andreas Rainer, dem Wiener Alltagspoeten. Rainer ist bekannt für kurze, treffsichere Beobachtungen aus dem Wiener Alltag, die auf seinem Account Tausende erreichen.

Im Gespräch geht es um „Alltagspoeten 3", seine neue Zitatensammlung, und um die Frage, wie diese Texte eigentlich entstehen. Rainer erzählt offen über seine Leidenschaft fürs Schreiben, über den Anspruch, Wien authentisch darzustellen, und über die Entstehungsgeschichte seines Accounts. Dazu kommen Anekdoten, trockener Humor und ein Gespräch, das so klingt, als würde man mit jemandem reden, der diese Stadt einfach gut kennt.

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46 Minuten
In dieser Folge von „Lesen ist..." begrüßt Anna Laganda Samra Kljajic in der Leselust-Lounge. Samra ist Autorin und Content Creatorin und betreibt unter @geschichtegram einen der erfolgreichsten deutschsprachigen Geschichts-Accounts auf Instagram und TikTok. Ihr Ansatz ist klar: Geschichte durch eine feministische Brille, kurz, zugänglich und ohne erhobenen Zeigefinger.

Im Mittelpunkt steht ihr Buch „Femme Fatale". Darin nimmt Samra Frauen in den Blick, die im Laufe der Geschichte als Verführerinnen, Manipulatorinnen oder schlicht als gefährlich abgetan wurden. Was steckt wirklich hinter diesen Bildern? Was hat Popkultur daraus gemacht, und was hat der männliche Blick dabei überschrieben? Samra geht dorthin, wo das Klischee aufhört.

Das Gespräch führt aber auch hinter die Kulissen von @geschichtegram: Wie ist das alles eigentlich entstanden? Was bewegt sie, Tag für Tag neue Inhalte zu produzieren und ihre Follower zu informieren? Und welche Zeitperiode fasziniert sie am meisten? Außerdem: die ehrliche Auseinandersetzung damit, was es bedeutet, Geschichte für ein breites Publikum aufzubereiten, ohne in die Falle der i-Tüpfel-Reiterei zu tappen.

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46 Minuten
In dieser Folge von „Lesen ist..." begrüßt Anna Laganda die Autorin Alex Beer in der Leselust-Lounge. Begrüßen ist dabei fast untertrieben: Anna ist bekennendes Fangirl der Emmerich-Reihe und die Begeisterung ist vom ersten Moment an spürbar. Alex Beer hat mit August Emmerich eine der beliebtesten Figuren des deutschsprachigen Historienkrimi geschaffen. Ihr Inspektor ermittelt im Wien der Zwischenkriegszeit, einer Stadt voller sozialer Spannungen, politischer Umbrüche und dunkler Hinterhöfe.

Im Gespräch tauchen die beiden tief in diese Welt ein: Was macht das Wien der 1920er und 30er Jahre als Schauplatz so spannend? Und warum wird Alex Beer regelmäßig für einen älteren Mann gehalten?

Natürlich bleibt die entscheidende Frage nicht aus: Wie geht es mit August Emmerich weiter? Der neue Band erscheint am 16. September 2026 ("Das dritte Grab") und Anna lässt nicht locker, um ein paar erste exklusive Infos zu erhalten. Außerdem sprechen die beiden darüber, was von den Protagonisten aus Alex Beers anderen Reihen noch zu erwarten ist.

Und dann ist da noch das Zeitungspapier. Was es damit auf sich hat, warum es einmal eine ganz andere Bedeutung im Alltag der Menschen hatte und was das mit Büchern am WC zu tun hat, verrät diese Folge.

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41 Minuten
In dieser Folge von „Lesen ist…" begrüßt Anna Laganda den österreichischen Krimiautor Herbert Dutzler in der Leselust-Lounge auf der Mariahilfer Straße 20. Dutzler ist der Schöpfer der Altaussee-Krimireihe rund um Inspektor Franz Gasperlmaier, einem Ermittler, der der hektischen Moderne mit derselben Gelassenheit begegnet wie sein Erfinder. Aufgewachsen im Ausseerland, lange als Lehrer tätig, hat Dutzler eine Erfolgsgeschichte hinter sich, die beweist: Manchmal ist Mundpropaganda stärker als jede Verlagskampagne.

Den Weg zu Gasperlmaier fand er über einen Schreibwettbewerb – und damit auch zu sich selbst als Autor zurück. Die ersten Bände starteten ohne großen Pressewirbel und wuchsen allein durch Lesungen und Empfehlungen. Bereits der zweite Band schaffte den Sprung in die Bestsellerlisten. Warum der direkte Kontakt mit Leserinnen und Lesern für ihn so zentral ist und warum ein bisschen mehr Abstand manchmal trotzdem nicht schaden würde, erzählt er offen im Gespräch.

Dazu sprechen Anna und Herbert über das Ausseerland ohne Schönfärberei: Kindheitserinnerungen, die Liebe zu Menschen, denen die Moderne zu schnell geht, aber auch der Overtourismus, der einen geliebten Ort zunehmend unter Druck setzt. Außerdem: Dutzlers Erfahrungen als Lehrer, sein Anspruch an sich selbst, und warum er bei der Verfilmung seiner Romane bewusst einen Schritt zurückgetreten ist. Und schließlich die Frage, die alle Schreibenden kennen: Ist Schreiben eine Sucht? Seine Antwort lässt kaum Zweifel.

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42 Minuten
In dieser Folge von „Lesen ist…“ begrüßt Anna Laganda den Journalisten, Auslandskorrespondenten und Autor Christian Wehrschütz in unserer Buchhandlung auf der Mariahilfer Straße 20 in Wien. Seit Jahrzehnten berichtet Wehrschütz aus politischen Krisengebieten und Konfliktregionen Europas – insbesondere vom Balkan und aus der Ukraine – und gilt als einer der bekanntesten österreichischen Journalisten im internationalen Bereich.

Im Mittelpunkt des Gesprächs steht auch sein aktuelles Buch „Frontlinien“. Darin widmet sich Christian Wehrschütz den drängenden politischen Fragen unserer Zeit: Wie kann Frieden in der Ukraine entstehen? Wie stark ist Russland tatsächlich? Welche Rolle wird Europa künftig in der Weltpolitik spielen? Und wie verändert sich die globale Ordnung? Mit zahlreichen persönlichen Anekdoten aus seinem Journalistenleben macht Wehrschütz komplexe geopolitische Entwicklungen greifbar und verständlich.

Gemeinsam mit Anna spricht er über die Erfahrungen, die ihn während seiner jahrzehntelangen Arbeit geprägt haben – über Begegnungen mit Menschen in Ausnahmesituationen, politische Umbrüche und die Herausforderung, aus Krisengebieten zu berichten, ohne den Blick für Menschlichkeit zu verlieren.

Doch die Folge zeigt auch eine persönlichere Seite des Journalisten: Mit großer Begeisterung erzählt Christian Wehrschütz von seiner Liebe zur Science-Fiction und insbesondere zur Kultreihe Perry Rhodan. Literatur wird dabei zu einem Gegenpol zur politischen Realität – und zugleich zu einer Möglichkeit, Zukunft neu zu denken.

Besonders eindrucksvoll ist die Frage, woher Wehrschütz trotz vieler belastender und intensiver Erfahrungen seinen Optimismus nimmt. Offen spricht er darüber, warum ihn Begegnungen mit Menschen, Widerstandskraft und seine Familie immer wieder daran erinnern, dass selbst in schwierigen Zeiten Hoffnung möglich bleibt.

Eine kluge, persönliche und hochaktuelle Folge über Journalismus, Weltpolitik, Literatur und die Fähigkeit, trotz Krisen optimistisch zu bleiben.

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Über diesen Podcast

"Lesen ist ..." richtet sich an alle Buchliebhaber:innen, die mehr erfahren möchten als nur das, was zwischen zwei Buchdeckeln steht. Erhaltet einen tiefergehender Blick in die Welt der Literatur – von der ersten Idee bis zum Moment, in dem ein Buch im Regal der Buchhandlung steht. In jeder Episode des Morawa Podcasts sprechen Autor:innen und Expert:innen der Branche über die Hintergründe von Buchprojekten und die Mechanismen, die den Buchhandel antreiben. Dabei geht es nicht um klassische Buchbesprechungen, sondern um die Menschen und Geschichten, die hinter den Büchern stehen.
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