Unboxing New Work Archiv
219 Episoden
1 Stunde 8 Minuten
Gute Führung braucht Klarheit, Vertrauen und die Fähigkeit, loszulassen. In Teams genauso wie in Familien. Oskar und Michael Trautmann sprechen mit David Hillmer über ihr Buch „Wir müssen über Führung reden“ und ihre Beziehung als Vater und Sohn. An persönlichen Erfahrungen und Beispielen aus dem Arbeitsalltag diskutieren sie, wie Selbstführung gelingt, was Generationen voneinander lernen können und wie KI Delegation, Lernen und Führungsverantwortung verändert. Dabei bleibt die Frage: Was geben wir an Maschinen ab, und was wollen wir bewusst selbst tun?
54 Minuten
Eine Mail, ein Satz, und plötzlich ist nichts mehr wie vorher: neue Struktur, neue Rollen, neue Kolleginnen. Change Management richtet sich meist an Führungskräfte. Doch was machst du, wenn du mittendrin steckst und niemand dich fragt? In dieser Folge von Unboxing New Work spricht Lutz mit Jörg Leupold. Jörg lebt in Berlin und arbeitet als Coach, Teamentwickler und Trainer für Selbstführung und Resilienz. Sein Buch „Don't Panic! Dein Reiseführer durch das Change-Chaos" (Vahlen) ist ein Selbsthilferatgeber für Mitarbeitende in Veränderungsprozessen. Jörg nutzt die Heldenreise nach Joseph Campbell als Kompass durch die Transformation. Ihr sprecht über den Ruf des Abenteuers, dem du oft folgen musst, über Widerstand, die Rolle von Mentoren und die tiefste Höhle: den Moment, in dem das Alte nicht mehr trägt und das Neue noch nicht greifbar ist. Dazu gibt Jörg konkrete Tipps für den ersten Tag nach der Ankündigung: Informationen sammeln, den Flurfunk gemeinsam sortieren, mit dem Circle of Influence die eigene Selbstwirksamkeit finden. Und er sagt klar: Auch Aussteigen ist eine legitime Strategie. Zum Schluss geht es um die große Frage, ob eine Welt möglich ist, in der jeder gerne zur Arbeit geht, und warum Jörg ein Recht auf Selbstverwirklichung im Grundgesetz sehen würde.
1 Stunde 3 Minuten
Weniger Pflichttermine, mehr echte Zusammenarbeit: Wie lässt sich erkennen, welche Meetings wegfallen können und welche einen Workshop brauchen? In dieser Sonderfolge interviewt Michael Trautmann von „On the Way to New Work“ David Hillmer und Lutz Hüser zu ihrem Buch „Kill Meetings“. Sie erklären, wie Check-ins, Brainwriting und klare Abschlüsse Beteiligung fördern können, was Meetings über die Unternehmenskultur verraten und warum alle im Team Verantwortung für ihre Qualität tragen.
1 Stunde
Icebreaker sind oft das Gegenteil von dem, was sie sein sollen. Statt Menschen zu öffnen, stellen sie sie bloß, und genau die, die am meisten Verbindung brauchen, ziehen sich am schnellsten zurück. Jan Keck, Autor von "The Campfire Method" und TEDx-Speaker, hat daraus ein Framework gebaut, das Gruppenarbeit anders denkt: Statt mit dem Vorschlaghammer das Eis zu brechen, baust du wie bei einem Lagerfeuer erst mit Zunder, dann mit Kleinholz, bevor der große Klotz draufkommt Sein Kernframework, das Campfire Model, behandelt Engagement wie den Aufbau eines Feuers: erst die einfachsten, risikoärmsten Aktivitäten, dann tiefere Interaktionen, und erst danach die wirklich verletzlichen Gespräche.
49 Minuten
Lutz besucht Christian Cordes im Schiller40, Deutschlands erstem kommunalen Coworking-Space, mitten in der Wolfsburger Fußgängerzone. Was als kleiner Ort für die Kultur- und Kreativwirtschaft startete, ist heute eine ehemalige Markthalle mit Design-Thinking-Studio, FabLab, Filmstudio, VR-Equipment und Räumen für alles zwischen Betriebsratssitzung und Death-Metal-Probe. Christian erzählt, wie das Konzept über ein halbjähriges Pop-up mit Campingbussen und Schnippeldisco entstand, warum kein Raum doppelt genutzt wird und weshalb er lieber ein gutes Landgasthof-Prinzip kopiert als ein sauberes Konzept aus dem Lehrbuch.
1 Stunde 11 Minuten
Warum scheitert Selbstorganisation so oft, obwohl doch längst Scrum, OKR oder Kanban im Einsatz sind? Bernhard Eickenberg, Berater und Coach mit 16 Jahren Erfahrung in Organisationsentwicklung und moderner Führung, hat darauf eine klare Antwort: Agile Methoden bringen Selbstbestimmung mit, aber Selbstorganisation braucht mehr als das. In seinem Buch "Die 5 Säulen der Selbstorganisation" beschreibt er sein Modell aus fünf Säulen, einem sechsten Baustein und einem Fundament, die dafür sorgen, dass Selbstorganisation tatsächlich trägt, statt nur auf dem Papier zu stehen. Im Gespräch nimmt Bernhard dich mit durch Selbstbestimmung, Alignment und Outcome-Orientierung, Transparenz über die eigene Arbeitsleistung, Motivation über Flow-Zustände und den radikalen Umgang mit Meetings und Work-in-Progress, sowie Kompetenz als kollektive Fähigkeit im Team. Dazu kommen Verantwortung als sechster Baustein und Vertrauen als das Fundament, auf dem das ganze Modell steht.
57 Minuten
Restorative Circle – hast du davon schon gehört? Dana Hoffmann und Hendric Mostert erklären in dieser Folge, was dahintersteckt und wie das Format Konflikte im Team anders angeht: Erst kommen alle Perspektiven auf den Tisch, dann geht's um Lösungen. Wie so ein Circle abläuft und worauf du als Moderator:in achten musst, hörst du hier.
1 Stunde
Lutz spricht mit Michel Eggebrecht, Wirtschaftspsychologe und systemischer Organisationsberater, über das unsichtbare Regelwerk, das in jedem Team entsteht. Ob Kamera an oder aus im Meeting, wer wen unterbrechen darf, wer mitentscheiden darf: Spielregeln erklären einen großen Teil dessen, was in Teams passiert, oft ohne dass sie je offen ausgesprochen wurden. Michel erklärt, wie diese Regeln entstehen, warum sie manchmal skurrile Auswirkungen haben und was das mit Gruppenidentität zu tun hat. Lutz bringt eigene Erfahrungen aus der Jugendarbeit ein. Am Ende gibt Michel einen klaren Rat, der jedes Team-Meeting verändern kann.
1 Stunde 5 Minuten
Michael Wanker war mal Schauspieler und Synchronsprecher, heute trainiert er DAX-Vorstände und Spitzenpolitiker fürs Sprechen vor Publikum. In dieser Folge erzählt er David, wie aus dieser Kombination sein Beruf wurde: über die Begegnung, die ihn vom Theater zum Medientraining brachte, den ersten Auftrag bei RWE und die Schlagzeile "Der Steve Jobs der Energiebranche", die daraus entstand. Dazwischen liegen Umwege über systemische Familientherapie und die Frage, wie viele Stunden wirklich in einen guten 15-Minuten-Vortrag fließen. Im Kern geht es um das, was die meisten beim Thema Bühne unterschätzen: Vorbereitung ist der am meisten unterschätzte Hebel, und Lampenfieber hat fast immer mehr mit Selbstwert als mit Technik zu tun. Michael erklärt, warum Kritik am Auftritt so oft als Kritik an der Person ankommt und welche Glaubenssätze aus der Kindheit sich da einnisten.
1 Stunde 2 Minuten
Netzwerkabende gibt's wie Sand am Meer, die meisten verpuffen nach einem Abend wieder. Der Facilitator-Feierabend hat das geschafft, was den wenigsten gelingt: er ist geblieben und wächst. Und das, obwohl er nie als Geschäftsmodell gedacht war, sondern rein ehrenamtlich läuft. Lutz spricht mit Theresa Oberstraß (Quäntchen im Glück, Host in Köln) und Jonas Larbalette (Facilitator, Mediator und Ideengeber des Formats) darüber, wie aus einer spontanen Frage auf der Co-On ein Stammtisch für Facilitatoren, Mediator:innen und Coaches wurde, der mittlerweile in sechs, bald acht Städten läuft – von Hamburg über München, Frankfurt, Köln, Freiburg bis Hannover. Im Gespräch geht's um die Struktur hinter dem Format, warum bewusst kein klassisches Networking-Event draus werden sollte und wie aus regelmäßigen Treffen ungeplant eine echte Community entstanden ist, die sich mittlerweile selbst trägt. Außerdem: konkrete Methoden für den Check-in und Check-out von Gruppenformaten, darunter Impromptu Networking und eine Kreis-Methode, mit der man am Ende eines Abends sichtbar macht, wer was mitgenommen hat. Zum Schluss ein Blick nach vorn – wohin sich das Format entwickeln könnte, wenn das Momentum anhält, und was das für alle bedeutet, die sowas in ihrer eigenen Stadt aufziehen wollen.
50 Minuten
Warum sind sich fast alle einig, dass Meetings nervig sind, wollen sie am Ende aber doch nicht missen? Lutz spricht mit der Meetingforscherin Dr. Marie Ritter, die im hauseigenen Meeting-Labor echte Meetings unter dem Mikroskop analysiert. Es geht um die "Meetingization" der Arbeitswelt, warum die Meetinglast seit Corona gestiegen ist, ob meetingfreie Tage wirklich helfen und um den Begriff Meeting Crafting. Konkret wird's bei den vier Kompetenzbereichen aus Marie Ritters Forschung mit Prof. Simone Kaufeld. Eine interessante und hörenswerte Folge für eigentlich alle.
37 Minuten
LEGO Serious Play lebt normalerweise von der Gruppe. Aber was, wenn du gar keine Gruppe hast, sondern nur ein Mitarbeitergespräch, ein Coaching oder eine Mediation? Genau dafür gibt's jetzt LSP One. David spricht mit seinem Kollegen Felix Burger, Psychologe und LSP-Facilitator bei HelloAgile, darüber, wie sich die Methode auf Zweier-Settings und die Einzelarbeit übertragen lässt und was dabei anders läuft als in der Gruppe. Felix erzählt außerdem von einem Großgruppenevent mit 700 Führungskräften und warum LSP One auch für Leute funktioniert, die sich nie als klassische Workshop-Menschen sehen würden.
45 Minuten
Die meisten Führungskräfte haben nie gelernt, was sie da eigentlich tun. Patricia Döhle, 25 Jahre Wirtschaftsjournalistin und heute Gründerin der brandeins Academy, hat aus nächster Nähe beobachtet, was gute von schlechter Führung unterscheidet, und Charisma gehört nicht dazu. Im Gespräch mit David geht es um Zuhören, Selbstwirksamkeit und die Frage, warum ausgerechnet in der Krise wieder mehr durchregiert wird, obwohl das nachweislich nach hinten losgeht. Außerdem: warum Priorisieren die unterschätzteste Führungsfähigkeit ist, und ein Ausblick auf die Work Awesome mit Gutscheincode work_10 für 10% Rabatt.
4 Minuten
In dieser Folge gibt's einen Teaser zu unserem neuen Buch Kill Meetings und dem dazugehörigen Podcast. David und Lutz erzählen, warum sie einen ganzen Podcast dem Thema Meetings widmen und was euch in den kommenden Folgen erwartet. Kill Meetings gibt's ab sofort überall, wo du gerne Podcasts hörst. Zum Podcast auf Spotify geht es hier lang: https://open.spotify.com/show/033TL2NbJHc8oZsirxooFu?si=235caa131e764783
47 Minuten
Lutz Hüser und David Hillmer feiern in dieser Folge einen besonderen Moment: Ihr gemeinsames Buch "Kill Meetings" erscheint am 22.09. In der Folge erzählen sie, wie die Idee zum Buch entstand, wie der Schreibprozess lief und was schlechte Meetings eigentlich ausmacht. Es geht um Meetingzeit als Budget, um Zeitdepots für Meetings und um die Frage, was Meetings über Machtstrukturen und unausgesprochene Hierarchien in einem Unternehmen verraten. Eine Folge, die einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Buches Kill Meetings wirft.