Schattenorte Archiv
70 Episoden
35 Minuten
Wie sich Schmuggler nach dem Zweiten Weltkrieg eine goldene Nase verdienten
Nacht für Nacht gelang es Schmugglerbanden aus Großgmain nach dem zweiten Weltkrieg, Kaffee und Zigaretten über die Grenze nach Deutschland zu bringen. Wie sie das anstellten, warum die Schmugglerkönige besser nicht mit ihren Erfolgen geprahlt hätte und welche Rolle die Zollbeamten beim Schmuggel gespielt haben könnten, haben Albin Kühnel und Johannes Lang untersucht. Der ehemalige Zollbeamte und der Leiter des Stadtarchivs von Bad Reichenhall haben zahlreiche Interviews mit ehemaligen Schmugglern und Zöllner geführt und ihre Ergebnisse zu einem Buch zusammengetragen. In der neuen Folge von "Schattenorte" erzählen sie von ihren Recherchen.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
https://pustet.at/de/buecher.cp/schattenorte/1254
Haben Sie Fragen oder Anregungen zu dieser Folge? Oder kennen Sie weitere „Schattenorte“ in Salzburg, dann schreiben Sie uns an: podcast@sn.at.
Alle SN-Podcasts zum Nachhören finden Sie unter www.sn.at/podcast
Nacht für Nacht gelang es Schmugglerbanden aus Großgmain nach dem zweiten Weltkrieg, Kaffee und Zigaretten über die Grenze nach Deutschland zu bringen. Wie sie das anstellten, warum die Schmugglerkönige besser nicht mit ihren Erfolgen geprahlt hätte und welche Rolle die Zollbeamten beim Schmuggel gespielt haben könnten, haben Albin Kühnel und Johannes Lang untersucht. Der ehemalige Zollbeamte und der Leiter des Stadtarchivs von Bad Reichenhall haben zahlreiche Interviews mit ehemaligen Schmugglern und Zöllner geführt und ihre Ergebnisse zu einem Buch zusammengetragen. In der neuen Folge von "Schattenorte" erzählen sie von ihren Recherchen.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
https://pustet.at/de/buecher.cp/schattenorte/1254
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53 Minuten
Haben die Templer am Kapuzinerberg gewirkt? Und wurde in Salzburg über die Zukunft des Ordens entschieden?
Viele Mythen ranken sich um die Tempelritter – also jenen mittelalterlichen Ritterorden, der im 14. Jahrhundert zerschlagen wurde. Hat es in Salzburg 1292 eine Synode zu den Templern gegeben? Was hat die Johanneskapelle am Imberg damit zu tun? Und wie ist das Templerkreuz in der Getreidegasse zu deuten? Diesen Fragen gehen wir in dieser Podcastfolge nach und dafür begleiten wir Historikerin Birgit Brenner, Rechtshistoriker Daniele Mattiangeli und den Forensiker Jan Cemper-Kiesslich, die noch mitten in den Untersuchungen stecken, bei ihrer Arbeit.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
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Viele Mythen ranken sich um die Tempelritter – also jenen mittelalterlichen Ritterorden, der im 14. Jahrhundert zerschlagen wurde. Hat es in Salzburg 1292 eine Synode zu den Templern gegeben? Was hat die Johanneskapelle am Imberg damit zu tun? Und wie ist das Templerkreuz in der Getreidegasse zu deuten? Diesen Fragen gehen wir in dieser Podcastfolge nach und dafür begleiten wir Historikerin Birgit Brenner, Rechtshistoriker Daniele Mattiangeli und den Forensiker Jan Cemper-Kiesslich, die noch mitten in den Untersuchungen stecken, bei ihrer Arbeit.
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33 Minuten
Ab 1731 verließen mehr als 20.000 Salzburger das Land. Eines der dunkelsten Kapitel der Salzburger Geschichte.
Die Geschichte der Protestanten ist eines der dunkelsten Kapitel der Salzburger Vergangenheit und der Grund, warum Margot Bergmann aus Bielefeld eine Expertin im Bereich Ahnenforschung ist. Bergmann ist Vizepräsidentin des Salzburger Vereins mit Sitz in ebendieser deutschen Stadt und hütet eine Bibliothek, die voller Urkunden, Akten und Stammbäume ehemaliger Salzburger Familien ist – die meisten davon aus dem Pongau, viele aber auch aus dem Pinzgau.
Literatur und Links zum Thema:
Charlotte E. Haver: Von Salzburg nach Amerika. Mobilität und Kultur einer Gruppe religiöser Emigranten im 18. Jahrhundert. (= Studien zur Historischen Migrationsforschung; Bd. 21) Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011
Christoph Lindenmeyer: Rebeller, Opfer, Siedler. Die Vertreibung der Salzburger Protestanten. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2015.
Toleranzweg in Filzmoos: https://www.filzmoos.at/de/entdecken/toleranzberg-filzmoos.html
Salzburger Verein in Bielefeld: https://salzburgerverein.de/
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Die Geschichte der Protestanten ist eines der dunkelsten Kapitel der Salzburger Vergangenheit und der Grund, warum Margot Bergmann aus Bielefeld eine Expertin im Bereich Ahnenforschung ist. Bergmann ist Vizepräsidentin des Salzburger Vereins mit Sitz in ebendieser deutschen Stadt und hütet eine Bibliothek, die voller Urkunden, Akten und Stammbäume ehemaliger Salzburger Familien ist – die meisten davon aus dem Pongau, viele aber auch aus dem Pinzgau.
Literatur und Links zum Thema:
Charlotte E. Haver: Von Salzburg nach Amerika. Mobilität und Kultur einer Gruppe religiöser Emigranten im 18. Jahrhundert. (= Studien zur Historischen Migrationsforschung; Bd. 21) Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011
Christoph Lindenmeyer: Rebeller, Opfer, Siedler. Die Vertreibung der Salzburger Protestanten. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2015.
Toleranzweg in Filzmoos: https://www.filzmoos.at/de/entdecken/toleranzberg-filzmoos.html
Salzburger Verein in Bielefeld: https://salzburgerverein.de/
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38 Minuten
Mehr als 200 Roma und Sinti waren in Leopoldskron-Moos inhaftiert. Nur wenige überlebten.
Die Lage der Roma und Sinti, die aufgrund ihrer Lebensweise seit dem 16. Jahrhundert Diskriminierung ausgesetzt waren, verschärfte sich in der Zeit des Nationalsozialismus. Mit dem Festsetzungserlass vom Oktober 1939 durften sie ihren Aufenthaltsort nicht mehr verlassen. Sie wurden an Sammelplätzen zusammengeführt, das größte Lager Österreichs befand sich in Lackenbach im Burgenland. Ein weiteres war im Salzburger Stadtteil Leopoldskron-Moos. Im als "Zigeunerlager Maxglan" bezeichneten Zwangslager waren bis zu 250 Frauen, Männer und Kinder inhaftiert. Es herrschte Arbeitszwang. Einige von ihnen wurden für den Film "Tiefland" von Leni Riefenstahl als Komparsen eingesetzt. Bis zuletzt behauptete die deutsche Regisseurin, die Nazi-Propagandafilme drehte, nichts von dem Schicksal der Menschen gewusst zu haben. Der Historiker Roland Cerny-Werner hat sich mit der Aufarbeitung des Films beschäftigt und erklärt im Podcast, warum die Unwissenheit Riefenstahls unglaubwürdig erscheint. Wie hat die Salzburger Bevölkerung auf die Entrechtung der Roma und Sinti reagiert? Und was geschah mit den Insassen? Darüber sprechen Historikerin Erika Thurner und Historiker Gert Kerschbaumer in dieser Podcastfolge.
Literatur zu dieser Episode:
Erika Weinzierl, Ernst Hanisch und Karl Stuhlpfarrer (Hg.), Nationalsozialismus und Zigeuner in Österreich. Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte 2, Wien/Salzburg 1983.
Erika Thurner: Die Zigeuner als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung in Österreich, Diss., Salzburg 1983.
Angelika Taschen (Hg.): Leni Riefenstahl – fünf Leben. Köln 2000.
Liste der Opfer, zusammengetragen von Gert Kerschbaumer, zu finden unter: https://www.stolpersteine-salzburg.at
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Die Lage der Roma und Sinti, die aufgrund ihrer Lebensweise seit dem 16. Jahrhundert Diskriminierung ausgesetzt waren, verschärfte sich in der Zeit des Nationalsozialismus. Mit dem Festsetzungserlass vom Oktober 1939 durften sie ihren Aufenthaltsort nicht mehr verlassen. Sie wurden an Sammelplätzen zusammengeführt, das größte Lager Österreichs befand sich in Lackenbach im Burgenland. Ein weiteres war im Salzburger Stadtteil Leopoldskron-Moos. Im als "Zigeunerlager Maxglan" bezeichneten Zwangslager waren bis zu 250 Frauen, Männer und Kinder inhaftiert. Es herrschte Arbeitszwang. Einige von ihnen wurden für den Film "Tiefland" von Leni Riefenstahl als Komparsen eingesetzt. Bis zuletzt behauptete die deutsche Regisseurin, die Nazi-Propagandafilme drehte, nichts von dem Schicksal der Menschen gewusst zu haben. Der Historiker Roland Cerny-Werner hat sich mit der Aufarbeitung des Films beschäftigt und erklärt im Podcast, warum die Unwissenheit Riefenstahls unglaubwürdig erscheint. Wie hat die Salzburger Bevölkerung auf die Entrechtung der Roma und Sinti reagiert? Und was geschah mit den Insassen? Darüber sprechen Historikerin Erika Thurner und Historiker Gert Kerschbaumer in dieser Podcastfolge.
Literatur zu dieser Episode:
Erika Weinzierl, Ernst Hanisch und Karl Stuhlpfarrer (Hg.), Nationalsozialismus und Zigeuner in Österreich. Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte 2, Wien/Salzburg 1983.
Erika Thurner: Die Zigeuner als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung in Österreich, Diss., Salzburg 1983.
Angelika Taschen (Hg.): Leni Riefenstahl – fünf Leben. Köln 2000.
Liste der Opfer, zusammengetragen von Gert Kerschbaumer, zu finden unter: https://www.stolpersteine-salzburg.at
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
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21 Minuten
Nur noch wenig lässt heute darauf schließen, dass in Hallein einst die Pest wütete.
Dass die Pest vom 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts immer wieder in Hallein wütete, lässt sich heute nur noch an wenigen Orten festmachen. Einer davon befindet sich in der Davisstraße – auf der rechten Seite der Salzach. In dem großen, weiß gestrichenen Haus mit den kleinen Fenstern und den hölzernen Balkonen befand sich früher das Pestspital der Stadt.
Literatur zu dieser Folge:
Nora Watteck (1983): Die Pest in Salzburg. – Mitt(h)eilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde – 123: 191 - 210.
Öhler, Leopold (2013). Die Pest in Salzburg. Verlag Anton Pustet
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Dass die Pest vom 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts immer wieder in Hallein wütete, lässt sich heute nur noch an wenigen Orten festmachen. Einer davon befindet sich in der Davisstraße – auf der rechten Seite der Salzach. In dem großen, weiß gestrichenen Haus mit den kleinen Fenstern und den hölzernen Balkonen befand sich früher das Pestspital der Stadt.
Literatur zu dieser Folge:
Nora Watteck (1983): Die Pest in Salzburg. – Mitt(h)eilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde – 123: 191 - 210.
Öhler, Leopold (2013). Die Pest in Salzburg. Verlag Anton Pustet
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34 Minuten
Wo in Salzburg Todesurteile vollstreckt wurden. Ein Streifzug durch die Geschichte des Strafrechts.
Wo heute Touristenbusse Halt machen und der Stadtverkehr fließt, baumelten einst die Leichen vom Galgen. In Schallmoos befand sich die älteste Richtstätte in der Stadt Salzburg. Dort wurden zum Tode Verurteilte gehängt und ihre Leichen zur Abschreckung wochenlang zur Schau gestellt. Erzbischof Wolf Dietrich ließ den Richtplatz 1599 nach Gneis verlegen - das Scharfrichterhaus des letzten Salzburger Henkers Franz Joseph Wohlmuth erinnert noch heute daran. Während andernorts die Folter schon abgeschafft war, wurden in Salzburg noch im späten 18. Jh. "Jungfern ausgepeitscht", wie Nannerl Mozart in ihrem Tagebuch festhielt. Die Mozarts entpuppen sich als Zeugen von Hinrichtungen und Folterungen am Beginn der Aufklärung. Im 19. Jahrhundert wiederum wurden am Exerzierplatz in Gnigl die Verurteilten gehängt - weniger oft, aber dafür mit großem Spektakel. Die letzte öffentliche Hinrichtung war die eines Giftmörders aus Werfen - mit seinem Fall begann der Aufstieg der Gerichtsmedizin in Salzburg. Bis zum Jahr 1950 wurde die Todesstrafe in Österreich immer wieder aufgehoben und wieder eingeführt. Zum letzten Mal hängte man in Salzburg am 22. November 1949 - einen 28-jährigen Staatenlosen, der eine Frau ermordet hatte.
Der Rechtshistoriker Gerhard Ammerer führt in dieser Podcastfolge durch die Geschichte der Todesstrafe in Salzburg und wir begleiten ihn an Orte der ehemaligen Richtstätten.
Literatur zu dieser Folge:
Gerhard Ammerer und Christoph Brandhuber, Schwert und Galgen. Die Geschichte der Todesstrafe in Salzburg. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2018.
Musik: Eine kleine Nachtmusik, KV 525, Wolfgang Amadeus Mozart. Copyright: Youtube.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
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Wo heute Touristenbusse Halt machen und der Stadtverkehr fließt, baumelten einst die Leichen vom Galgen. In Schallmoos befand sich die älteste Richtstätte in der Stadt Salzburg. Dort wurden zum Tode Verurteilte gehängt und ihre Leichen zur Abschreckung wochenlang zur Schau gestellt. Erzbischof Wolf Dietrich ließ den Richtplatz 1599 nach Gneis verlegen - das Scharfrichterhaus des letzten Salzburger Henkers Franz Joseph Wohlmuth erinnert noch heute daran. Während andernorts die Folter schon abgeschafft war, wurden in Salzburg noch im späten 18. Jh. "Jungfern ausgepeitscht", wie Nannerl Mozart in ihrem Tagebuch festhielt. Die Mozarts entpuppen sich als Zeugen von Hinrichtungen und Folterungen am Beginn der Aufklärung. Im 19. Jahrhundert wiederum wurden am Exerzierplatz in Gnigl die Verurteilten gehängt - weniger oft, aber dafür mit großem Spektakel. Die letzte öffentliche Hinrichtung war die eines Giftmörders aus Werfen - mit seinem Fall begann der Aufstieg der Gerichtsmedizin in Salzburg. Bis zum Jahr 1950 wurde die Todesstrafe in Österreich immer wieder aufgehoben und wieder eingeführt. Zum letzten Mal hängte man in Salzburg am 22. November 1949 - einen 28-jährigen Staatenlosen, der eine Frau ermordet hatte.
Der Rechtshistoriker Gerhard Ammerer führt in dieser Podcastfolge durch die Geschichte der Todesstrafe in Salzburg und wir begleiten ihn an Orte der ehemaligen Richtstätten.
Literatur zu dieser Folge:
Gerhard Ammerer und Christoph Brandhuber, Schwert und Galgen. Die Geschichte der Todesstrafe in Salzburg. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2018.
Musik: Eine kleine Nachtmusik, KV 525, Wolfgang Amadeus Mozart. Copyright: Youtube.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
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30 Minuten
Im 17. Jahrhundert war ein Platz in der Sitzgruft unter der Hauskapelle der Universität begehrt.
Mitten im Salzburger Festspielbezirk gibt es einen mysteriösen Ort. Unter der Hauskapelle der Uni Salzburg sitzen Professoren bis in die Ewigkeit. Dort unten gibt es eine Sitzgruft, die 2013 erstmals wissenschaftlich untersucht wurde. Einer der Forscher ist der Historiker und Universitätsarchivar Christoph Brandhuber. Im SN-Podcast Schattenorte berichtet er von seiner Arbeit, wie die Sitzgruft von Innen aussieht und welche Professoren dort einen der damals begehrten Plätze erhalten haben.
Weitere Literatur zu dieser Episode:
Brandhuber, Christoph (2014): Gymnasium mortis: Das Sacellum der Universität Salzburg und seine Sitzgruft.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
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Mitten im Salzburger Festspielbezirk gibt es einen mysteriösen Ort. Unter der Hauskapelle der Uni Salzburg sitzen Professoren bis in die Ewigkeit. Dort unten gibt es eine Sitzgruft, die 2013 erstmals wissenschaftlich untersucht wurde. Einer der Forscher ist der Historiker und Universitätsarchivar Christoph Brandhuber. Im SN-Podcast Schattenorte berichtet er von seiner Arbeit, wie die Sitzgruft von Innen aussieht und welche Professoren dort einen der damals begehrten Plätze erhalten haben.
Weitere Literatur zu dieser Episode:
Brandhuber, Christoph (2014): Gymnasium mortis: Das Sacellum der Universität Salzburg und seine Sitzgruft.
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32 Minuten
Um das Schloss im Lungau ranken sich viele Gruselgeschichten. Tatsache ist: Hier wurden einst viele Menschen gefoltert und zum Tode verurteilt.
Eine Tür geht auf, die fest verschlossen schien. Ein Schrank, wuchtig und tonnenschwer, wankt und scheppert. Ein Licht geht an, obwohl niemand zu sehen ist. Schloss Moosham im Lungau gilt als Geisterschloss. „Ich bin nie allein im Schloss“, sagt die Geschäftsführerin Theresita Wilczek. Sie habe sich gewöhnt an diese „Schlosssachen“, wie sie die unerklärlichen Vorkommnisse nennt, die sich hier immer wieder abspielen sollen. „Hier ist so viel passiert, es sind so viele Menschen in diesen Mauern gestorben, die Aktivität ist daher ganz natürlich.“ Gerne spricht die Tochter des Schlossherren, Hans-Heinrich Wilczek, nicht darüber. Denn viele würden das nicht glauben, bis sie es selbst erlebt hätten. Frau Wilczek führt uns in dieser Podcastfolge durch die Räume des Anwesens - bis in den Hexenturm und in die Folterkammer.
Eine vermeintliche „Hexe“, die im 17. Jahrhundert dort eingesperrt war, kam jedoch frei. Die „Siechenmeisterin von Mauterndorf“, Anna Christophin, wurde im Jahr 1649 in Moosham angeklagt. Die Studentin Anna Vierlinger von der Universität Salzburg hat sich in ihrer Bachelorarbeit nun genauer mit dem Prozess beschäftigt und sogar die Verhörprotokolle aufgespürt. Wieso die Siechenmeisterin beschuldigt wurde und sie letztlich nicht mit ihrem Leben dafür bezahlen musste, schildert die 24-Jährige im Interview.
Literatur zu dieser Episode: Peter Klammer: Coitus cum diabolo - Der Mooshamer Hexenprozess von 1688/89, erschienen im P. Klammer Verlag 2006.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
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Eine Tür geht auf, die fest verschlossen schien. Ein Schrank, wuchtig und tonnenschwer, wankt und scheppert. Ein Licht geht an, obwohl niemand zu sehen ist. Schloss Moosham im Lungau gilt als Geisterschloss. „Ich bin nie allein im Schloss“, sagt die Geschäftsführerin Theresita Wilczek. Sie habe sich gewöhnt an diese „Schlosssachen“, wie sie die unerklärlichen Vorkommnisse nennt, die sich hier immer wieder abspielen sollen. „Hier ist so viel passiert, es sind so viele Menschen in diesen Mauern gestorben, die Aktivität ist daher ganz natürlich.“ Gerne spricht die Tochter des Schlossherren, Hans-Heinrich Wilczek, nicht darüber. Denn viele würden das nicht glauben, bis sie es selbst erlebt hätten. Frau Wilczek führt uns in dieser Podcastfolge durch die Räume des Anwesens - bis in den Hexenturm und in die Folterkammer.
Eine vermeintliche „Hexe“, die im 17. Jahrhundert dort eingesperrt war, kam jedoch frei. Die „Siechenmeisterin von Mauterndorf“, Anna Christophin, wurde im Jahr 1649 in Moosham angeklagt. Die Studentin Anna Vierlinger von der Universität Salzburg hat sich in ihrer Bachelorarbeit nun genauer mit dem Prozess beschäftigt und sogar die Verhörprotokolle aufgespürt. Wieso die Siechenmeisterin beschuldigt wurde und sie letztlich nicht mit ihrem Leben dafür bezahlen musste, schildert die 24-Jährige im Interview.
Literatur zu dieser Episode: Peter Klammer: Coitus cum diabolo - Der Mooshamer Hexenprozess von 1688/89, erschienen im P. Klammer Verlag 2006.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
https://pustet.at/de/buecher.cp/schattenorte/1254
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35 Minuten
Schattenorten auf der Spur: Zwischen dem Walserberg und Laufen marschierten im Jahr 1800 über 100.000 Soldaten auf
Am 12. Dezember 1800 marschierten vor den Toren Salzburg über 100.000 Soldaten auf. Österreicher kämpften gegen Franzosen im Rahmen von Napoleons Koalitionskriege. Die Kaiserlichen unterlagen dem Feind nach einer blutigen Schlacht. Im Podcast berichten Historiker und Geograf Kurt Mitterer, Historikerin des Stadtarchivs Sabine Veits-Falk und der Leiter des Diözesenarchivs Thomas Mitterecker wie es dazu kam und welche dramatischen Folgen die anschießende Besatzung für die Salzburger Bevölkerung hatte.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
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Am 12. Dezember 1800 marschierten vor den Toren Salzburg über 100.000 Soldaten auf. Österreicher kämpften gegen Franzosen im Rahmen von Napoleons Koalitionskriege. Die Kaiserlichen unterlagen dem Feind nach einer blutigen Schlacht. Im Podcast berichten Historiker und Geograf Kurt Mitterer, Historikerin des Stadtarchivs Sabine Veits-Falk und der Leiter des Diözesenarchivs Thomas Mitterecker wie es dazu kam und welche dramatischen Folgen die anschießende Besatzung für die Salzburger Bevölkerung hatte.
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28 Minuten
Schattenorten auf der Spur: Auf dem Schörghubbühel in Thalgau und auf dem Residenzplatz in Salzburg wurden im Jahr 1938 mehr als 2000 Bücher vernichtet.
"Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen", schrieb Heinrich Heine bereits 1821. Nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 fanden die beiden groß angelegten öffentlichen Bücherverbrennungen des heutigen Österreichs im Bundesland Salzburg statt: Am 30. April auf dem Residenzplatz in der Landeshauptstadt und zur Wintersonnenwende am 21. Dezember auf dem Schörghubbühel in Thalgau (Flachgau). Die SN-Redakteurin Simona Pinwinkler sucht beide Orte auf und spricht mit dem Germanisten Karl Müller und dem Lokalchronisten Bernhard Iglhauser über Fanale während des NS-Regimes.
Literatur zu dieser Folge:
Karl Müller, „Fort mit dem volksfremden ,Geistesgut‘!“ Zu einigen Aspekten von Kulturvernichtung – Versuch einer Einführung. In: Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht, Michaela Wolf (Hrsg.): „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Bücherverbrennungen in der Vergangenheit, Gegenwart und in der Erinnerung, Graz 2020, S. 45-64.
Bernhard Iglhauser: „Hut ab vor diesen Bekennern“ – Thalgau 1914-1945. Selbstverlag, Thalgau 2008.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
https://pustet.at/de/buecher.cp/schattenorte/1254
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"Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen", schrieb Heinrich Heine bereits 1821. Nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 fanden die beiden groß angelegten öffentlichen Bücherverbrennungen des heutigen Österreichs im Bundesland Salzburg statt: Am 30. April auf dem Residenzplatz in der Landeshauptstadt und zur Wintersonnenwende am 21. Dezember auf dem Schörghubbühel in Thalgau (Flachgau). Die SN-Redakteurin Simona Pinwinkler sucht beide Orte auf und spricht mit dem Germanisten Karl Müller und dem Lokalchronisten Bernhard Iglhauser über Fanale während des NS-Regimes.
Literatur zu dieser Folge:
Karl Müller, „Fort mit dem volksfremden ,Geistesgut‘!“ Zu einigen Aspekten von Kulturvernichtung – Versuch einer Einführung. In: Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht, Michaela Wolf (Hrsg.): „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Bücherverbrennungen in der Vergangenheit, Gegenwart und in der Erinnerung, Graz 2020, S. 45-64.
Bernhard Iglhauser: „Hut ab vor diesen Bekennern“ – Thalgau 1914-1945. Selbstverlag, Thalgau 2008.
Das Buch zum Podcast "Schattenorte - Geschichten und Geheimnisse in Salzburg" von Anna Boschner und Simona Pinwinkler, ist am 26. Februar 2024 im Salzburger Verlag Anton Pustet erschienen. Hier zum Bestellen:
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