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GENIUS ALLIANCE - AI Leadership and Change Management Archiv

1209 Episoden
12 Minuten
Wie sich kriminelle Organisationen digitaler Techniken und Kryptowährungen bedienen.   Kriminelle Organisationen müssen, um erfolgreich zu sein, den Strafverfolgungsbehörden immer ein Stück weit voraus sein, anderenfalls sie ja nicht erfolgreich sein könnten. In ganz besonderer Weise gilt dies für kriminelle Finanztransaktionen.   Viel mehr noch als konventionelle Kriminelle sind die Führungen von Armeen oder Organisationen, die einen asymmetrischen Krieg gegen einen unter herkömmlichen Bedingungen unbesiegbaren Gegner führen, auf intelligente Konzepte angewiesen, um ihre perversen Ideen in die Tat zu bringen. Gäbe es die Rote Armee Fraktion noch heute – mit Sicherheit würde die intellektuell keineswegs unterbelichteten Aktivisten von damals alles tun, um den von ihnen ins Visier genommenen „Militärisch-Industriellen Komplex“ mit dessen eigenen Mitteln zu schlagen: Sie würden versuchen, die digitale Infrastruktur zu zerstören.   Da das Internet in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch unter der Kuratel der US-Geheimdienste stand, die digitale Technik noch in den Kinderschuhen steckte, raubte man eben Banken aus und kidnappte hie und da mal einen Repräsentanten des „Systems“, um, wie im „Deutschen Herbst“ 1977, im Knast einsitzende Gesinnungsgenossen freizupressen.   In diesem, unserem Jahrhundert bedienen sich kriminelle Netzwerke von der italienischen Mafia über das kolumbianische Medellin-Kartell bis hin zu islamischen Terrororganisationen selbstverständlich des Internets. Gegen die tödlichen Aktivitäten dieser Organisationen, einsam an der Spitze der Islamische Staat, wirkt Datendiebstahlkriminalität bestenfalls wie Kinderfasching. In einer besonders üblen Weise hat in den letzten Jahren der Islamische Staat von sich reden gemacht, und zwar nicht nur in den von ihnen eroberten Gebieten in Syrien und im Irak, sondern auch in Europa, Asien und Amerika.   Die Anführer des IS wissen: Um neue Mitstreiter zu rekrutieren, ist das hochglänzende Internet wie kein anderer Kanal geeignet, die irrsinnige Agenda des Terrors in den Augen der Zielpersonen im strahlendsten Licht erscheinen zu lassen. Die klare Botschaft: Terrorismus ist geil. Terrorismus ist sexy. Für die andere Zielgruppe, die potentiellen Opfer, erfüllen die sich die viral perpetuierenden Bilder den gegenteiligen Zweck: Sie verbreiten Angst und Schrecken. Die Menschen werden verunsichert, Gesellschaften gespalten, Staaten destabilisiert.   Digitales Hightech ist die effektivste Waffe der psychologischen Kriegsführung.     Der Islamische Staat bediente – und bedient – sich gekonnt Social Media, um gezielt junge Männer und Frauen im fanatisierbaren und rekrutierbaren Alter anzusprechen und ihnen in den Foren die Pflicht zum Djihad einzutrichtern. Wie Werbeagenturen vorgehende Kreativteams und Thinktanks waren in der Hauptstadt des Islamischen Staates, dem syrischen Raqqa, und in Filialen rund um den Globus damit beschäftigt, Werbeclips herzustellen, die den Zielgruppen die Umsetzung der heldenhaften Pläne schmackhaft machten.   Eines der größten Probleme des Terrormanagements ist die Organisation der Finanzierung.   Leider sind sogar Terrori

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11 Minuten
Was ist Freiheit? Was ist Glück? Ist vielleicht beides ein und dasselbe?   Frei ist, wer gelassen ist, weil er weiß, dass er nichts wissen kann. Diese von Sokrates stammende Weltweisheit bedeutet nun aber mitnichten, das Denken einstellen zu sollen. Vielmehr beinhaltet sie den Rat, sich auf sich selbst zu konzentrieren, um sich nicht im unendlichen Wust der Welt zu verlieren.   Natürlich macht Geld glücklich. Vor allem, wenn man es sich selbst erarbeitet hat. Dafür benötige ich aber den Hebel des Bewusstseins. Wer zu gierig ist, scheitert. Das wissen auch alle, die das Publikum mit hochglänzenden Bildern von Glück und Verheißung zuschütten. Sie nutzen die Schwäche der Empfänger aus. Die Gefahr, sich in von außen auf das Selbst einströmenden Informationen und Bildern zu verlieren, wächst jeden Tag. Je attraktiver die Bilder, umso größer die Verlockung, sich mit ihnen zu identifizieren. Je volatiler und flüchtiger das Angebot, je stärker auch der von für die Informationen verantwortlichen Interessengruppen ausgehende Konformitätsdruck, umso größer die Neigung des fragilen Ichs vor allem junger Menschen, selbst volatil, flüchtig und opportunistisch zu werden.   Ich! Jetzt erst recht!   Natürlich brauchen wir Vorbilder. Wenn wir aber nicht verstehen, worauf wir uns im digitalen Universum einlassen, wird sich die Sache mit dem Glück und der Freiheit äußerst quälend gestalten. Was bedeutet, dass es Sinn macht, nach Identität zu streben. Identität, Unterscheidbarkeit, Individualität und Integrität – mit anderen Worten: Ein konsistentes, gesundes Ich – ist heute wichtiger denn je. Nicht nur, weil es Freiheit bedeutet; vielmehr ist es unabdingbare Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb der Identitäten und Unverwechselbarkeiten bestehen zu können. Insofern ist die Digitalisierung ein Geschenk an die Psyche des nach sich selbst suchenden Individuums. Ein Mensch, der heute erfolgreich sein will, muss erkennbar, muss unterscheidbar – muss Marke sein.   Identität bekommt man aber nicht geschenkt. Vielmehr muss man sie sich erarbeiten. Der Unterschied zwischen arbeiten und sich-etwas-erarbeiten ist viel mehr als nur graduell. Wer Identität erreichen will, kommt, Sokrates hin, Sokrates her, um die Mühen des Denkens nicht herum. Nun leben wir in einer Zeit, in der Lebenserfolg, die Freiheit und das Glück eines Menschen in großem Maße von Geld abzuhängen scheint. „Scheint“, wohlgemerkt. Denn die Digitalisierung, Volatilität hin, Flüchtigkeit her, ist eine Bühne, auf der jeder, selbst der ärmste Tropf, sich darstellen und in den Wettbewerb der Identitäten eintreten kann. Das ist toll!   Entscheidend für die Fähigkeit wiederum, im Wettbewerb zu bestehen, ist das Wissen um die in diesem Wettbewerb geltenden Denkgrammatiken. Auch wenn für den Eintritt in den Wettbewerb sowie den Erwerb von Identität kein Geld investiert werden muss, so ist das Ziel ja doch der Erwerb von Geld, und so dreht sich am Ende doch alles um Kohle. Das ist auch kein bisschen verwerflich. Hier sind zutiefst unbewusste Mechanismen am Werk.   Der Geist und das Geld   Die Sphären des Geldes und des Denkens weisen außerordentlich große Schnittmengen auf. Denkt man i

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13 Minuten
Wer kennt es nicht: Der objektiv schlechtere Mitarbeiter klettert die Karriereleiter empor, während der bessere immer auf der gleichen Stufe bleibt. So etwas passiert in unzähligen Unternehmen und ist immer wieder ein Grund zum Ärgern. In erster Linie natürlich einmal für den, dessen Qualitäten immer übersehen und nicht entsprechend honoriert werden. Darüber hinaus aber auch für das Unternehmen, dessen Erfolg natürlich auch darunter leidet, wenn es nicht das volle Potenzial seiner Mitarbeiter nützt. Worin liegt nun aber die Ursache dieser Misere? Ganz einfach: oftmals in fehlendem oder aber schlechtem Selbstmarketing. Wenn du in Zukunft nicht mehr zu denen gehören willst, die bei Beförderungen übersehen werden, solltest du dir den folgenden Artikel gut durchlesen.   Das (Berufs-) Leben ist ungerecht   Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Mitarbeitern: Diejenigen, die die Karriereleiter empor klettern, und diejenigen, die die Karriereleiter hinauf fallen. Während erstere sich anstrengen und über jede Menge Qualifikationen und Skills verfügen, scheinen die anderen das Glück der Dummen für sich gepachtet zu haben. Sie haben weder herausragendes Wissen und Intellekt, noch treffen sie kluge Entscheidungen und oft genug lassen auch ihre Social Skills zu wünschen übrig. In vielen Fällen preisen sie auch die Verdienste anderer Mitarbeiter als ihre eigenen an. Dennoch schaffen sie es immer, irgendwie befördert zu werden. Was einem schon beim Lesen die Nackenhaare aufstellt, ist im Real Life natürlich noch zehnmal unangenehmer. Aber woran liegt es, dass solche Menschen Erfolg haben? Nun, dafür gibt es verschiedene Gründe. Ganz oben steht einmal eine ungesunde Unternehmenskultur mit einer schlechten Führung. Vielfach kommt auch das sogenannte Peter-Prinzip zum Tragen. Dieses besagt, dass jeder Mitarbeiter so lange befördert wird, bis er in einer Position angelangt ist, für die er nicht ausreichend qualifiziert und somit inkompetent ist. In weiterer Folge entsteht eine Hierarchie der Unfähigkeit. Darüber hinaus spielen aber auch noch andere Faktoren wichtige Rollen. So können in geschlossenen Klassengesellschaften immer nur bestimmte Mitglieder aufsteigen – und das meist unabhängig von ihren Qualifikationen.   Der Fisch stinkt immer vom Kopf her   Die besten Leute umgeben sich mit den besten Leuten. Mittelmäßige Leute umgeben sich mit schlechten Leuten. Kürzer und treffender lässt sich der Unterschied zwischen Spitzenunternehmen und mittelmäßigen kaum auf den Punkt bringen. In den besten Unternehmen versammeln sich auch die besten Mitarbeiter. Und diese ziehen wiederum andere Toptalente an und lieben es darüber hinaus auch, sich mit diesen zu umgeben, sich gegenseitig anzuspornen, herauszufordern und zu inspirieren. So entsteht ein Synergieeffekt, der nicht nur alle beteiligten Mitarbeiter wachsen lässt und besser macht, sondern auch das Unternehmen in die Spitzenliga katapultiert.   Ganz anders sieht es hingegen in mittelmäßigen Unternehmen aus: Diese bestehen aus mittelmäßigen Führungskräften und Mitarbeitern, die in ständiger Angst leben, von jemandem überflügelt und dadurch von ihrem Posten verdrängt zu werden. Aus diesem G

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20 Minuten
Schlank, schlanker, lean – die Figur ist heute längst nicht mehr das Einzige, das schlank sein sollte. Überflüssige Pfunde stören nicht nur an der Hüfte, sondern auch in deinem Unternehmen. Sie machen es langsam und ineffizient, sodass es mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten geschweige denn, diese überholen kann. Das Gleiche gilt für Start-ups, die ohnehin schon ein überaus riskantes Unterfangen darstellen. Der Speck muss also weg! Und das ginge mit nichts anderem besser als mit der Lean Startup-Methode nach Eric Ries. Wie du diese am besten anwendest, erklären wir dir im folgenden Artikel.   Lean Startup – revolutionärer Ansatz zur Risikominimierung   Wer ein Start-up gründet, kennt nur ein Motto: Do or die. Sowohl Zeit als auch finanzielle Resourcen sind knapp, um ein konkurrenzfähiges und von der Zielgruppe nachgefragtes Produkt bzw. eine ebensolche Dienstleistung auf den Markt zu bringen. Dass das nicht alle schaffen, erklärt sich von selbst. Wobei diese Annahme angesichts der Realität immer noch recht euphemistisch wirkt, denn in Wirklichkeit entwickeln sich nur die wenigsten Start-ups zu Erfolgsmodellen. Was läge hier also näher, als zu versuchen, das Misserfolgsrisiko zu minimieren? Das dachten sich auch Ash Maurya, Dave McClure, Steve Blank, Alexander Osterwalder und allen voran Eric Ries. Diese gelten heute als Vorreiter des Lean Startup-Konzepts. Bei diesem handelt es sich um einen pragmatischen Ansatz zur Risikominimierung, der mittlerweile im Silicon Valley flächendeckend eingesetzt wird. Dabei eignet sich Lean Startup nicht nur als Ansatz bei der Gründung eines Start-ups, sondern auch als effektive Methode bei Veränderungen in bestehenden Unternehmen – und das ganz besonders im Zuge der digitalen Transformation.    In seinem wegweisenden Buch digitalen Transformation beschreibt Eric Ries die grundlegende Methodik des Lean Startup-Ansatzes. Dabei lassen sich zehn Methoden festlegen, die die Basis dieses Ansatzes darstellen. Diese möchten wir dir im Folgenden näher vorstellen, sodass du diese auch für dein Start-up bzw. für anstehende Veränderungen in deinem Unternehmen nutzen kannst.   1. Aufbauen – Messen – Lernen   Die Vorstellung davon, wie wissenschaftliche Methoden zu nutzen seien, um mit Risiken umzugehen, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Die besten Resultate werden heute mit folgender Vorgehensweise erzielt: Stelle eine Hypothese auf, baue einen Prototypen, um deine Hypothese zu testen, schaue, was passiert, und nimm basierend auf diesen Erkenntnissen Anpassungen vor. Auf diese Weise lassen sich neue Produkte und Ideen nicht nur gründlich prüfen, es können auch gleichzeitig mehrere Ideen auf ihre Realisierbarkeit hin getestet werden, sodass du am Ende siehst, welche davon das Zeug zum Erfolg hat. Dabei kannst du diesen Ansatz nicht nur bei neuen Produkten, sondern vom Website-Text bis hin zum Kundenservice bei so gut wie allem verwenden. Wichtig ist nur, dass du deine Hypothese auf Herz und Nieren prüfst, um genügend aussagekräftige Daten zu erhalten. Auf diese Weise kann es dir gelingen, herauszufinden, was deine Kunden wirklich wollen – und nicht, was sie sagen, sie wolle

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Es gibt Menschen, die betreten einen Raum und er gehört ihnen. Ihre Strahlkraft ist stärker als alles andere im Raum und ihre Aura zieht jeden in ihren Bann. Andere Menschen hängen an ihren Lippen und saugen alles, was sie sagen, förmlich auf. Aber was ist das Geheimnis dieser Menschen? Was haben sie, was andere nicht haben? So sehr wir auch darüber nachdenken, wir können einfach keine konkreten Anhaltspunkte finden, an denen wir ihre immense Ausstrahlung festmachen können. Es gibt nur eines, was sie alle gemeinsam haben: Charisma. Und dieses ist auch ihr Geheimnis, das sie so unwiderstehlich wirken lässt. Im folgenden Artikel erfährst du, was Charisma ausmacht, und wie du dieses selbst entwickeln kannst.   Was ist Charisma eigentlich?   Klar, wir alle erkennen Charisma, wenn wir es sehen. Aber können wir es erklären? Für viele liegt der Zauber von Charisma im Unerklärbaren, im Undefinierbaren. Dabei setzt sich die Wissenschaft schon lange mit diesem Phänomen auseinander, sodass es mittlerweile natürlich auch Erklärungsansätze dafür gibt. Zwar konnte das Geheimnis Charisma noch nicht zur Gänze entschlüsselt werden, es gibt aber immerhin schon Fortschritte. Aber der Reihe nach. Lass uns zuerst einen Blick auf die Ursprünge werfen. Diese liegen in der christlichen Theologie, die bereits vor rund zweitausend Jahren den Begriff Gnadengabe kannte. Mit diesem wurden Menschen beschrieben, von denen man glaubte, sie seien vom Heiligen Geist beseelt, da sie über alle Maßen über Glauben, Erkenntnis und Weisheit verfügten. Viele Jahre später, nachdem die Aufklärung den christlichen Glauben entzaubert hatte, definierte der Soziologe Max Weber Charisma als das „Exzeptionelle, Außeralltägliche und nicht jedermann Zugängliche“. Zwei verschiedene Erklärungen, die im Grunde jedoch dasselbe meinen. Charisma ist immer eine besondere Ausstrahlung, die einem Menschen eine besondere Aura verleiht – und sie im Sinne des Personal Branding zur Marke macht. Diese Ausstrahlung kannst du entgegen der lange verbreiteten Annahme, Charisma sei angeboren, zwar erlernen, du kannst sie dir aber niemals selbst verleihen. Das müssen andere für dich machen. Erst wenn andere sagen, dass du charismatisch seist, bist du dies auch. Und für den Aufbau deiner Personenmarke ist Charisma unerlässlich.   Charismatische Menschen sind oft häufig populär, denn sie denken und handeln nicht nach den Regeln anderer, sondern sind davon unabhängig. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn oft genug trifft diese Bezeichnung auch auf antisoziale Psychopathen zu. Gerade diese verfügen meist über jede Mengen Charisma, was auch eine Erklärung dafür ist, dass Menschen ihnen scheinbar bedingungslos folgen. Seien es Diktatoren, zweifelhafte Politiker oder fanatische Religionsführer, sie alle setzen sich über Regeln hinweg und verführen mit ihrem Charisma Menschen dazu, ihnen zu folgen und die schlimmsten Dinge zu tun. Du musst aber nicht gleich alle Gesetze missachten, um als charismatisch zu gelten, es reicht vollkommen aus, wenn du eingefahrene Denkmuster verlässt und deinen eigenen Weg gehst. Verlasse alte Pfade und versuche, neue Wege zu finden. Think differently – so lautet

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10 Minuten
Die Schweiz ist ein wunderschönes Land: Über die atemberaubende Landschaft hinaus hat man in vielen Städten und Dörfern das Gefühl, ins Mittelalter zurückgebeamt worden zu sein. Vor allem in den Innenstädten kommt man sich zuweilen vor, als wäre die Zeit stehen geblieben. Auf der anderen Seite besticht die oftmals für ihre Behäbigkeit und verbreiteten Konservatismus ihrer Bewohner belächelte Republik durch sagenhaften Hightech. Nimmermüde investieren Staat und Wirtschaft in die stete Instandhaltung und Modernisierung der Infrastruktur. Kaum zu fassen: Alles funktioniert. Sogar das Bahnsystem. Das Schönste an alldem aber ist, dass nie über die Stränge geschlagen wird: Vernunft und Nachhaltigkeit sind in der Schweiz die zwei höchsten Prinzipien. Das Land hat in den vergangenen Jahrhunderten keinen einzigen Krieg erlebt, der Reichtum ist überall sichtbar. Auf diese Weise entstand ein faszinierender Spannungsbogen aus liebenswerter, schrulliger Altmodischkeit und zukunftsweisendem Realitätssinn. Der Konservatismus entpuppt sich als Nonkonformismus.   Selbstverständlich verfolgen auch die Schweizer die Entwicklung der Digitalisierung mit Argusaugen. 2016 stand das Davoser Weltwirtschaftsforum ganz im Zeichen der digitalen Revolution. Womit aber kaum jemand gerechnet haben dürfte, ist, dass die Schweiz im Begriff ist, in Sachen Kryptogeld in die Liga der globalen Crème de la Crème aufzusteigen.      Die Bitcoin-Wallet: Der digitale Geldbeutel.   Schon seit November 2016 kann man an vielen Orten der Schweiz an speziellen Geldautomaten Schweizer Franken und Euros in Bitcoin umtauschen, genau gesagt: in einen Fetzen Papier, auf dem sich ein Code befindet, der den eingesetzten Franken- bzw. Eurobetrag in Bitcoin abbildet.   So z.B. an sämtlichen Ticketautomaten der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Dort lädt man seine digitale Bitcoin-Wallet ganz einfach per Smartphone auf. Die Prozedur ist simpel, Voraussetzung ist lediglich der Besitz des entsprechenden Bitcoin-QR-Codes, sozusagen die graphische Repräsentanz des eigenen Bitcoins. QR-Codes, sogenannte „Quick Response-Codes“ sind jene bizarren, mit Punktflächen übersäten Vierecke, die uns mittlerweile überall entgegenprangen, wo jemand auf sich aufmerksam machen will. Man muss nur das Smartphone dranhalten. Nun wählt man in dem Automaten die Funktion „Bitcoin“, gibt einen einzutauschenden Frankenbetrag (mindestens 10,- SFr., maximal 500 SFr.) und anschließend seine – Schweizer –  Mobilfunknummer ein. Nachdem der Automat die Einzahlung angefordert hat, bezahlt man in bar, anschließend erhält man eine Quittung.   Mit dem als zweijährigem Test konzipierten Angebot soll herausgefunden werden, ob für den Verkauf der digitalen Währung Bitcoin ein Markt existiert. Die SBB stellt ihre Automaten dem in Zug ansässigen Unternehmen SweePay als Vertriebspartnerin zur Verfügung. Der Bitcoin hat eine so beachtliche wie erstaunliche Karriere hinter sich, seit im Jahre 2008 ein bis heute unerkannter Nerd, der unter dem Namen „Satoshi Nakamoto“ reussierte, den Bitcoin gebar (inzwischen wird gemunkelt, es handle sich um den Disruptor Elon Musk; der allerdings dementiert heftig).   Von der Schwe

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Warum rekurrieren wir eigentlich wieder und wieder auf die Vergangenheit – wo es doch um die Zukunft geht? Das Zustandekommen des Hier und Jetzt als Ausgangspunkt von Zukunftsgestaltung ist gerade in unserer heutigen, von Suche und Sehnsucht geprägten und gebeutelten Zeit, wichtiger denn je. Wer nicht weiß, wie die Gegenwart entstanden ist, wird, wenn es um die Deutung der Zukunft geht, in große Schwierigkeiten geraten. Und der Weg zu sich selbst, zur eigenen Identität, wird ein felsiger, nur schwer zu Begehender werden. Die Sicherheit über das eigene Wesen, die Identität, das Wissen über das eigene Wollen und Begehren ist die einzig zuverlässige Kompassnadel, mit der sich der Mensch in einer immer komplexer – und dabei interessanter – werdenden Welt selbst verorten kann.     Deshalb gehen wir beim Thema Digitalisierung wieder und wieder auf diese, unsere Wurzeln ein. Nicht, dass wir am Ende abheben und uns selbst verlieren – denn diese Gefahr ist im Prinzip bei allen technologischen Entwicklungen latent. Allerdings berührt Digitalisierung wie keine technische Entwicklung zuvor die menschliche Psyche.   Und je komplexer die digitalen Angebote und Anwendungen, je größer ihre Vorteile und Verlockungen, umso schwieriger sind gleichzeitig ihre Folgen zu durchschauen.   Wer sich also selbst verstehen will (und anders wird es kaum gehen), der muss die Vergangenheit verstehen, denn: Unser Denken und Fühlen ergibt sich aus den von der Vergangenheit hervorgebrachten Erscheinungen, Erfindungen und Entwicklungen, aus diesem Inventar entstehen unsere Denkgrammatiken.   Deshalb machen wir von Zeit zu Zeit eine kurze Bestandsaufnahme – um herauszufinden, weshalb wir heute so und nicht anders denken. Dabei ist Vergangenheit auch die soeben erst verronnene Stunde, der gerade vergangene Moment. Diese stets sich ereignende Gegenwart, das permanente Verrinnen des Augenblicks, die unfassbare Flüchtigkeit, ist der Ausgangspunkt des Nächsten und Kommenden. Unentwegt geschehen Dinge, auf die wir reagieren und die in irgendeiner Weise unser Denken und Fühlen beeinflussen.   Aber wie denken wir eigentlich? Und vor allem: was?   Definieren wir Denken als Deuten, Deuten als Werten und Ausmessen, dann kommen wir zwingend zu dem Schluss, dass wir, heute mehr denn je, in pekuniären Kategorien, also in Kategorien des Geldes denken. Was ist aber Geld? Ist es einfach nur ein Zahlungsmittel? Nein, Geld ist das, was wir alle haben wollen, und davon möglichst viel, was völlig normal ist. Das ist aber nur die Habenseite, das Objekt, auf das sich unser Verlangen richtet. Das Verlangen selbst ist eine zutiefst unbewusste Kategorie, dem unsere psychische Energie im weitesten Sinne zugrunde liegt. Indem der Psychoanalytiker C.G. Jung psychische Energie als Libido definierte, griff er den Freudschen Terminus des Verlangens auf, der sich aber bei Letzterem auf das rein Sexuelle beschränkte. C.G. Jung dehnte es auf das gesamte unbewusste Wollen und Wünschen des Menschen aus. Demnach wäre Geld Objekt der Begierde und das Symbol der psychischen Energie, die unser Sein bestimmt, Symbol unseres Antriebs und Ehrgeizes. Damit kann Geld als Synthese aus Haben und

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Der konsequente Aufbau einer Marke ist heute wichtiger als je zuvor. Gelingt es einem Unternehmen nicht eine attraktive Marke zu entwickeln und diese emotional aufzuladen, können selbst die größten Marketingbudgets ins Leere laufen. Worauf kommt es aber bei der Entwicklung einer Marke im digitalen Zeitalter genau an? Welche Signale, Designs und Werte haben die gewünschte Sogwirkung? Welche Entwicklungen spielen sich hier ab und wohin bewegt sich der Trend? Ausgehend von den Schwerpunkten Design und User-Experience, stellt dieser Artikel die aktuellsten Entwicklungen vor.   Logo-Design - Weniger ist mehr   Natürlich ist die Marke viel mehr als das Logo. Allerdings spielt dieses eine bedeutende Rolle für den Erkennungs- und Erinnerungswert eines Unternehmens. Das Design eines Logos ist ein wichtiger Moment für die Etablierung der Marke auf dem Markt. Daher ist ein gutes Logo weit mehr als Form, Schrift und Farbe und drückt im besten Fall bereits entsprechende Emotionen und ein Lebensgefühl aus.   Airbnb hat mit seinem Logo „Belo“ vorgemacht, wie zeitgemäßes Logo-Design aussehen und wie es vor allem eine entsprechende "Brand Experience“ vermitteln kann. Zwar schieden sich die Geister zum Teil an dem Logo und zur Einführung gab es nicht nur Lob sondern auch einiges an Spott. Doch heute lässt sich sagen, dass Airbnb mit diesem Logo sein Ziel erreicht hat. Es steht für das Erlebnis neue Leute kennenzulernen, neue Kulturen zu erfahren und vor allem sich zugehörig zu fühlen. Die Marke bietet nicht nur günstige Möglichkeiten eine Bleibe zu finden, sondern bietet den Menschen eine erlebnisreiche Erfahrung sowie ein echtes Community-Feeling. Auch lädt das Logo ein, es weiter zu gestalten, es zu verändern, was bereits die erste Form der Identifikation mit der Marke beschreibt.   Bei vielen der jüngsten Rebrandings, wie zum Beispiel bei Mastercard, wurden visuell überladene Logos gestrafft und vereinfacht. Neben der Reduktion von Formen, ist ein weiterer aktueller Ansatzpunkt, visuell so wenig wie möglich zu zeigen und trotzdem eine Botschaft zu vermitteln, die sich dann quasi im Kopf des Betrachters zusammen fügt. Mit gezielten Beschneidungen kommt diese Strömung im großen Stil zurück. Ein weiterer Trend geht zu handgezeichneten Designs. Diese vermitteln im Kontrast zur kühlen Digitalität, Menschlichkeit, Authentizität und Erdung.   Der Kunde steht im Mittelpunkt   Die Strategie der Kundenzentrierung ist nicht nur für Produkte und Dienstleistungen relevant, sondern auch für die Marke selbst. Das bedeutet, dass das Markenbild nicht von angenommenen Vermutungen darüber, was gut ankommen könnte beeinflusst werden sollte, sondern durch die tatsächlichen Forderungen und Bedürfnisse der Kunden gesteuert werden muss. Insbesondere durch die zunehmende Mobile-Relevanz  verändern sich die Kundenansprüche heute enorm. Generell erfolgt die Interaktion mit einer Marke heute über eine unbegrenzte Anzahl von Kanälen. Social Media, Foren und Communities sind längst Standard und sorgen für regen Austausch über die Marke und mit dem Unternehmen.   Um die Bedürfnisse der Kunden in der strategischen Planung berücksichtigen zu können, ist es daher

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Schon mal was von GDPR gehört? Nein, die „GDPR“ ist weder eine neue Partei noch ein Bahnunternehmen. Vielmehr steht das Akronym GDPR für ein Gesetzespaket namens „General Data Protection Regulation“, mit dem Unternehmen dazu gezwungen werden, die Sicherheit der ihnen anvertrauten Personendaten massiv zu verbessern. Auf Deutsch heißt das GDPR „DSGVO“, was ausgeschrieben „Datenschutzgrundverordnung“ heißt.   Wozu das alles?   Es ist leidlich bekannt, dass in demselben Ausmaß, wie unsere Abhängigkeit von digitaler Technologie zunimmt, auch die Menge der von uns im World Wide Web hinterlassenen Spuren wächst. Von wegen digitaler Fußabdruck, aber hallo! Die Plattform „Wikileaks“ macht uns seit Jahren auf spektakuläre Weise vor, welch enorme, für die Betroffenen oftmals verheerende Konsequenzen Datenlecks nach sich ziehen können. Selbst Geheimdienste bleiben, aller noch so aufwendigen und teuren Dateninfrastruktur zum Trotz, von Lecks nicht verschont. Auch sie werden gehackt, oftmals von irgendwelchen jungen Nerds, deren Hobby, neben aberwitzigem Pizza- und Colakonsum, daraus besteht, möglichst viele möglichst komplexe Systeme zu hacken. Bald tagtäglich sind wir auch mit nicht endenden Veröffentlichungen um den Wahlkampf der Trump-Administration konfrontiert. Zwar ist die Echtheit der an die Öffentlichkeit lancierten Datenlecks nach wie vor nicht unumstritten – zu schwer wiegt der Verdacht, die Gegenseite wolle sich, unterstützt von bestimmten Interessentengruppen, für die Niederlage im Kampf um das Weiße Haus rächen. Trotzdem zeigt allein schon die Tatsache, dass mit derartigen Lecks – ob real oder nicht – auf diese Weise hantiert und gezündelt werden kann, mit welchem Problem wir hier konfrontiert sind. Beide Seiten – die demokratische wie die republikanische – warfen in diesem schmutzigsten Wahlkampf aller Zeiten mit Schmutz ohne Ende, und hielten sich gegenseitig despektierlichsten Emailverkehr vor. Wobei immer die Frage im Raum steht, was schlimmer ist: Das Leck, der Schnüffler oder der erschnüffelte, skandalöse Inhalt … Diese krassen und prominenten Beispiele sollen nicht davon ablenken, dass ausnahmslos alle Institutionen, Organisationen und natürlich auch Einzelpersonen –  Stichwort „Identitätsdiebstahl“ –  von dem Problem betroffen sind. Dabei wäre der Diebstahl an sich noch gar nicht so tragisch, würde nicht mit gestohlenen Identitäten und Personendaten gleich massenhaft Missbrauch getrieben. Von der psychisch enorm unangenehmen Rufschädigung bis zum Vermögensdelikt: Vielen Gaunern ist das Datenphishing, „-Pharming“ und „Spoofing“ ein lukrativer Erwerb.     Phishermen’s Enemies   Während nun der Phisher Fakemails verschickt und, ganz geduldiger Angler, darauf wartet, dass der Fisch anbeißt, verseucht der sogenannte „Pharmer“ die Ziele mit Malware. Die Malware ist wie der Samen, den der Bauer sät. Danach wartet der Absender auf die Ernte. Sobald nämlich der Samen dem Opfer implantiert ist, wird die Adresseingabe von der Zielperson unbemerkt auf eine Phishing-Seite umgeleitet. Der Spoofer dringt unter Verwendung einer vorgetäuschten oder gestohlenen Identität in Computer und Netzwerke ein. Dabei werden Absender-IP

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14 Minuten
Persönlichkeitsentwicklung & Selbstmarketing   Personal Branding und Selbstmarketing sind momentan in aller Munde. Wer heute erfolgreich sein will, muss zur Marke werden. Das heißt in der Praxis: Selbstdarstellung, Selbstdarstellung und nochmal Selbstdarstellung. Wann wird es aber zu viel des Guten und du erreichst den gegenteiligen Effekt? Schließlich willst du deine Zielgruppe ja an dich binden und nicht vertreiben. Hier erfährst du, wie Selbstdarstellung funktioniert, ohne dass du den Menschen damit auf die Nerven gehst.   Selbstdarstellung vs. Bescheidenheit – die goldene Mitte   Bescheidenheit gilt als Tugend. Wer sein Licht unter den Scheffel stellt, hat eine noblen Charakter und zeigt, dass er es nicht nötig hat, anzugeben und zu prahlen. Aber stimmt das tatsächlich und kommt Bescheidenheit wirklich immer gut an? Nun ja, was schön klingt, ist es in der Praxis nicht immer. Die bittere Wahrheit: 28 Prozent der deutschen Unternehmensberater sehen Bescheidenheit laut einer Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater als einen der gefährlichsten Karrierekiller. Bescheidenheit mag also moralisch gesehen ein edles Gut sein, im Job bringt sie dich jedoch ganz sicher nicht weiter. Her gilt vielmehr das Motto: Show off! Zeige, was du hast und setz dich in Szene. Um die Karriereleiter empor zu klettern, solltest du über eine gute Portion Eitelkeit verfügen und keinesfalls Angst davor haben, aufzufallen. Was hilft dir auch die beste Leistung, wenn niemand diese sieht? Eben. Dabei solltest du jedoch stets darauf achten, es nicht zu übertreiben, denn sonst nehmen dich Kollegen, Kunden und Vorgesetzte schnell als aufdringlich war, und du erreichst nur das Gegenteil von dem, was du wolltest. Das Geheimnis erfolgreicher Selbstdarstellung liegt darin, die goldene Mitte zu finden. Und wir zeigen dir anhand von 10 Tipps, wie.   Tipp Nummer 1: Sei kein Bluffer   Zwischen Eigenwerbung und Wichtigtuerei liegt lediglich ein schmaler Grat. Und Wichtigtuer werden früher oder später immer entlarvt. Dann ist die Karriere oft nicht mehr zu retten und die eigene Brand dauerhaft beschädigt. Umso wichtiger ist es, dass du auch lieferst, was du versprichst. Nicht selten nutzen selbst ernannte Experten Suchmaschinenoptimierung, um ihren selbst verliehenen Status online zu untermauern. Das bringt ihnen zwar die erwünschte Aufmerksamkeit, ersetzt aber nicht die heiße Luft dahinter. Menschen auf dich aufmerksam zu machen ist das eine, ihnen etwas zu bieten, das ihre Probleme löst, das andere. Und das andere ist hier ganz besonders wichtig. Bevor du also anfängst, Menschen auf deine Website und deine Social Media-Profile zu locken, solltest du auch wirklich etwas – ein Produkt, eine Dienstleistung, Kenntnisse, Wissen – haben, das ihr Leben verbessert. Und dieses solltest du auf deinen Online-Präsenzen auch authentisch und lebendig präsentieren. Kalte SEO-Texte sind ein absolutes No-Go.   Tipp Nummer 2: Sei das Original   Erinnerst du dich an den zweiten Menschen, der den Atlantik überflog? Vermutlich nicht, und damit bist du nicht allein. Wir alle behalten eben immer denjenigen im Gedächtnis, der etwas zum ersten Mal gemacht hat. Al

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Jeder, der diese Zeilen liest, hat vermutlich schon bittere Erfahrungen mit diversen Internet-Seiten gemacht. Nicht physisch ein Geschäft zu betreten, sondern rein virtuell einkaufen zu gehen, kann sehr riskant sein. Ob nun Daten gephisht werden, der eigene Computer mit Viren verseucht oder die reale Begegnung mit dem bisher virtuellen Partner schlicht eine ätzende sein wird – der Missbrauch persönlicher Daten treibt die ungeheuerlichsten Blüten.   Sagenhaft: Tag für Tag gehen weltweit ca. eine Million Menschen irgendwelchen Internetkriminellen auf den Leim. Der jährliche Schaden beläuft sich auf gut hunderte Mrd. €, und es wird immer mehr.   In unserer zunehmend vernetzten Welt, sind Online-Interaktionen nicht wegdenkbarer Teil der ganz gewöhnlichen täglichen Routine. Abermilliarden Transaktionen, viele von ihnen sensibelsten Charakters, finden täglich statt. Für Unternehmer und Mitarbeiter von Organisationen, aber auch für das schlichte Wohlbefinden jedes privaten Nutzers ist das Gefühl, dass sich intime Daten wie die eigene Identität und Zugangscodes zu Internetplattformen in guten Händen befinden, ein absolutes Muss. Miteinander kommunizierende Einheiten sind also existentiell darauf angewiesen, dass der Provider oder Anbieter Verfahren anbietet, auf die man sich tausendprozentig verlassen kann.   Die elektronische „Natur“ von Internetaktionen macht physische Identifikationen wie z.B. durch Passdokumente unmöglich bzw. schließt diese aus Gründen der Diebstahlsicherheit aus. Darüber hinaus muss sich der Nutzer aber auch sicher sein können, dass der Kommunikationspartner, z.B. auf einem Internetmarktplatz, wirklich derjenige ist, als der er sich ausgibt. Natürlich ist Vertrauen in die Korrektheit der Eingaben ein wesentlicher Bestandteil aller Authentifizierungssysteme. Doch der Mensch ist unberechenbar und zuweilen gefährlich.   Systeme zur Authentifizierung von Personendaten sind deshalb unverzichtbare Voraussetzungen für die Sicherheit und Absicherung von Interaktionen im Internet. Ob es sich nun um die Anmeldung bei Facebook oder bei einer Partnersuch- und Findbörse, einen Geldtransfer oder eine Flugbuchung handelt: Hier kann guten Gewissens das Leninsche Bonmot „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ bemüht werden. Ansonsten war’s mit Lenins Weisheit nicht weit her, bekanntlich ging sein System vor 30 Jahren in die Knie.   Um Internetaktionen abzusichern, wurden in den vergangenen Dekaden eine Reihe von Verfahren entwickelt, die mehr oder minder sicher waren. Viele waren es nur minder. Da kommt nun die Blockchaintechnologie daher: Von vielen wird sie geradezu als Allheilmittel für die Sicherheitsproblematik hochgehypt.   Zu Recht?   Für die Absicherung von Interaktionen im Internet gibt es heute zwei gängige Methoden, mit denen versucht wird, den unterschiedlichen Sicherheitsbedürfnissen und -Notwendigkeiten von 1. niederschwelligen Formaten wie Chatforen oder Partnersuchplattformen sowie 2. von z.B. Geldtransfers Rechnung zu tragen. Das erste Verfahren bedient sich eines sog. „Pre-Shared-Key“. Bei diesem Key, zu Deutsch „Schlüssel“, handelt es sich um einen symmetrischen, „unsignierten“ Code, der vor dem Z

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Für Menschen das ultimative Faszinosum: Mit einer Person zu kommunizieren, die weit entfernt ist, je weiter umso besser, am liebsten mit einem Marsmenschen oder einer Persönlichkeit, die in noch unwirtlicheren Fernen des Kosmos vor sich hin philosophiert.   Über Jahrtausende war die Bedingung für ein Gespräch die gemeinsame Anwesenheit von Sender und Empfänger in derselben zeitlichen und räumlichen Situation. Erst nach der Erfindung schriftlicher Codes änderte sich dies: Mitteilungen konnten konserviert, also abgespeichert und über beliebig große Entfernungen verschickt werden – was allerdings die Existenz eines Übertragungsmediums voraussetzte.   Dann kam das Telefon.   Dann das Handy. Und schließlich das Smartphone. Was wir heute als selbstverständlich hinnehmen – die weltumspannende elektronische Übertragung hochkomplexer, extrem aufwendiger digitaler Datenpakete – hat eine lange Geschichte.   „Warum sollten wir uns mit der analogen Vergangenheit beschäftigen, wenn die Zukunft doch digital ist? Wenn sowieso alles immer einfacher, leichter und bequemer wird?“ Die Antwort: „Weil sonst die Gefahr besteht, dass wir uns selbst verlieren.“   Rund um den Globus millionenfach verschickte Daten basieren zum großen Teil auf mühevoller Arbeit, sind Kunst, sind wertvolle Artefakte, Erinnerungen, Informationen, Wissen. Wenn wir das vergessen, vergessen wir unsere Lebensgrundlagen, dann ist alles nur noch Trash. Sogar der Mensch mit all seinen Träumen, seiner Sinnsuche, Hingabe, mit seinem Idealismus und seiner Liebesfähigkeit wäre dann nichts mehr wert. Diese sich längst manifestierende Entwicklung macht Sorgen. Wer seine eigene Geschichte nicht kennt, läuft Gefahr, zum Sklaven der Technik zu werden. Die Technik muss aber Sklavin des Menschen sein, und sonst gar nichts.   Kommunikation und Medien sind zu Selbstläufern geworden. Sie besitzen eine geradezu extreme Eigendynamik.   Die meisten Menschen übernehmen, wohl oder übel, die neuen Kommunikationstechnologien und die mit Kommunikation zusammenhängenden Begriffe, ohne sie zu hinterfragen. Schließlich will man ja vermeiden, der Uncoolness geziehen zu werden … Nur wer sich selbst versteht, kann aber auch die Welt verstehen, was umso wichtiger ist, wenn diese Welt sich angesichts der Digitalisierung als rasendes, immer schneller drehendes Karussell von Waren, Dienstleistungen und neuen Begrifflichkeiten präsentiert.   Es ist hochinteressant – und vor allem: nützlich! – zu wissen, welche Mühe es einst erforderte, einer anderen, weit entfernten Person eine Nachricht zu überbringen. Wenn man nicht in der Lage war, selbst als Übertragungsmedium zu fungieren, schickte man einen Boten, der dem Empfänger die Nachricht mündlich überbrachte. Es ist überliefert, dass man früher den Überbringer unguter Nachricht zuweilen bestrafte, als wäre er für deren Ursache verantwortlich. Solches kann uns heutzutage, zumindest in der zivilisierten Welt, zum Glück nicht mehr widerfahren. Womit wir aber rechnen müssen, ist, dass der Provider eines Übertragungsmediums eine Nachricht zensiert. Womit wir schon in der Jetztzeit, nämlich bei Facebook und anderen Plattformen wären.   Provider?   Die Digital

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Blockchain ist in (fast) aller Munde, Tendenz steigend. Und wie immer, wenn ein neues Thema aufkommt, will jeder mitreden – und tut dies dann auch. Aber genau zu erklären, was eine Blockchain ist, wie sie funktioniert und für was sie benutzt wird, ist so ähnlich, wie einer dem Fußball eher abgeneigten Person die Abseitsregel zu erklären, nämlich gar nicht so einfach ... Besondere Irritationen scheint der Begriff des Blocks auszulösen, gemahnt er doch an die Blockschokolade, den Wohnblock, den Blockwart oder den gemeinen Bauklotz.   Eine Blockchain ist per Definitionem „ein digitales Speicher- und/oder Transaktionsinstrument, das als so gut wie hundertprozentig sicher betrachtet werden kann.“ Zweitens ist die Blockchain eine Auflistung von Datensätzen, die kryptographisch (von griech. „kryptos“ = geheim; „graphein“ = schreiben) miteinander verkettetet sind.   Das ist die abstrakte Ebene. Eher langweilig.   Was also sind die Gründe für die teils euphorisch, teils ängstlich geführte Diskussion über das Phänomen?   Tatsache ist: Die Blockchaintechnologie hat das Potenzial, die gesamte Finanzbranche zu disrumpieren. Überweisungen, Verwaltungsakte, Fiskalkommunikation und –Abwicklung, ja alles, was auch nur im Entferntesten mit Transaktion, Buchführung und Archivierung zu tun hat, werden radikal erneuert, wenn nicht sogar ganz neu erfunden.   Die Blockchain macht es möglich, Geschäfte und Transaktionen zwischen Privat- und juristischen Personen ganz ohne Notare, Banken und Makler abzuwickeln. Eine typische Blockchain-Datenbank besteht aus 4 Komponenten: 1. Den sogenannten „Block“, der nichts anderes ist als ein digitaler Informationsbehälter 2. Eine in diesem Block bzw. Behälter enthaltene Information z.B. über eine Finanztransaktion (Überweisung), 3. In den jeweiligen Blöcken befinden Überbrückungscodes („Hash“) zu den vorhergehenden, zu diesem Konto gehörenden Transaktionen. 4. Die „Chain“, also die Gesamtheit der Behälter bzw. Blocks eines Kontos.   Fiktives Beispiel: Der erste Block enthält die Information „X überweist 10,- € an A“. Der Behälter (bzw. Block), der diese Information enthält, könnte mit „8ezkH9“ chiffriert sein. Der zweite Block enthält die Information „X überweist 15 € an B“ und ist mit „6GhaKil9“ chiffriert. Um die Information dieses Blocks abzusichern, wird die Chiffre des ersten Blocks der Information des zweiten Blocks angehängt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass beide Informationen zum selben „Buch“ bzw. Konto gehören, also demselben Akteur zuzuordnen sind. Mit dem 3. Block verhält es sich genauso: Die in ihm enthaltene Information wird mit der Chiffre des vorhergehenden Blocks abgesichert usw. usf. Wir haben nun eine Blockchain aus 3 Gliedern 1, 2 und 3, die sich theoretisch bis in die Unendlichkeit fortschreiben ließe.   Sobald nun jemand versucht, auch nur das kleinste Detail einer der in den Blocks enthaltenen Informationen zu verändern – um z.B. sich selbst eine Summe zu überweisen oder die Summe zu verändern – verändern sich automatisch sämtliche anderen Chiffren und Inhalte mit. So ist die gesamte Blockchain in sich und durch sich selbst abgesichert. Es ist vollkommen unmöglich, sie z

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Welcome to the Machine   Längst sind das Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz (KI) keine Neuheiten mehr und in vielen Bereichen bereits in unser Leben integriert. Siri und andere Spracherkennungs-Software, Google und Facebook-Algorithmen, aber auch der gute alte Schachcomputer können durchaus als intelligent bezeichnet werden. Auch in der Unternehmenswelt haben Chatbots und intelligente Produktionsstraßen sowie assoziierende Datenbänke längst Einzug erhalten. In der Medizin hilft Künstliche Intelligenz bei der Erstellung von Diagnosen oder als operierender Roboter in der Chirurgie.   Auch das so genannte Internet der Dinge ist in unserem Alltag omnipräsent. Schaut man aber genauer hin, gibt es auch hier schon viele Einsatzbereiche wie GPS, Kreditkarten, Wearables, Smart-TV`S, Spielkonsolen und nicht nicht zuletzt das Smartphone kann zum Internet der Dinge gezählt werden.   Erfunden wurde der Begriff "Internet of Things" (IoT) von Tech-Pionier Kevin Ashton, der bereits 1997 als Produktmanager bei Proctor and Gamble, Funkchips in Lippenstifte einsetzte, die eine Verbindung zum Internet herstellen konnten. Auf diese Weise konnten die Bestände und somit die Nachfrage in den einzelnen Filialen sofort analysiert werden um entsprechend darauf reagieren zu können. Solche Informationen sind in der Lieferkette für jedes Unternehmen natürlich von großem Interesse und tragen maßgeblich zur Kostensenkung bei.   Wenn Künstliche Intelligenz auf das Internet der Dinge trifft   Seitdem sammeln immer mehr Sensoren immer präzisere Daten, die mit Hilfe von Algorithmen auch immer besser ausgewertet und genutzt werden können. Parallel entwickelt sich das Feld Künstliche Intelligenz rasant durch zunehmende Reife und Rechenleistung weiter, so dass Maschinen nicht nur wirklich beginnen zu lernen, sondern wir die entstehenden Datenberge für verschiedene Zwecke immer effizienter nutzen können.   So ist es wenig verwunderlich, dass IoT und KI Anwendungen zunehmend kombiniert werden, was ungeahnte und unabsehbare Möglichkeiten mit sich bringt. Experten sagen hier bereits die nächste Disruptionswelle voraus, sowie einen Wandel unseres persönlichen und geschäftlichen Lebens in tiefgreifender Art und Weise.   Diese inhaltliche Entwicklung der Künstlichen Intelligenz lässt sich laut der PwC Studie: „Leveraging the upcoming disruptions from AI and IoT" in drei Stufen beschreiben:   Stufe 1: Assisted Intelligence   Hiermit sind automatisierte Aufgaben gemeint, die sich wiederholen und bei denen die Maschinen aber bereits selbstständig lernen, wie zum Beispiel bei Produktionsstraßen in Fabriken.   Stufe 2: Augmented Intelligence   Auf dieser Ebene sind die Aufgaben variabler und es gibt einen wechselseitigen Informationsaustausch zwischen Mensch und Maschine. Beispiele hierfür sind Chatbots,  Analysen von Geschäftsstrategien mit der Hilfe von lernenden Programmen oder smarte Entscheidungsunterstützung in der Medizin wie der IBM Watson.   Stufe 3: Autonomous Intelligence   Auf dieser letzten Ebene sind die Aufgaben noch variabler. Der größte Unterschied besteht aber darin, dass die Maschinen hier Entscheidungen automatisiert treffen und fortl

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