SWR Kultur lesenswert - Literatur Archiv
903 Episoden
55 Minuten
Heute geht es um große Männer: um den Sohn Gottes, einen Möchtegern-König und die Autoritäten des 20. Jahrhunderts. Und zwei Literaturnobelpreisträger sind auch in der Sendung.
76 Sekunden
Ein düsterer BookTok-Hit voller Groteske und Wahnsinn: „Bunny“ zieht in den Bann – und die Fortsetzung kommt im Januar auf Deutsch. Weihnachtstipp von Elisabeth Bold
2 Minuten
Mit „Eva schläft” feierte die italienische Autorin Francesca Melandri 2010 ihr Debüt. Eeva Aichner ist von der Lektüre im Jahr 2025 begeistert. Weihnachtstipp von Eeva Aichner
13 Minuten
In diesem Jahr erhielt László Krasznahorkai den Literaturnobelpreis. „Zsömle ist weg“ heißt sein neuer Roman. Darin möchte ein gewisser Onkel Józsi König von Ungarn werden. Katharina Borchardt im Gespräch mit Jörg Magenau
10 Minuten
Ein neues Lexikon entsteht: „Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen“. 30 Artikel stehen schon online. Der Historiker Kristoffer Klammer hat zum Stichwort „Autorität“ geschrieben. Katharina Borchardt im Gespräch mit Kristoffer Klammer
2 Minuten
Hauptfigur Eliza ist tot und trotzdem lebendig. In ihrem neuen Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“ hebelt Anjet Daanje die Zeit aus. Weihnachtstipp von Katharina Borchardt
2 Minuten
Katerina Poladjan empfiehlt den Roman „Frühlingsnacht“ von Tarjei Vesaas. Poetische Verdichtung und Offenheit zugleich: „Für mich ist Vesaas ein großes Vorbild“, sagt Poladjan.
4 Minuten
Ein junger Schwuler in der DDR, eine sture Mutter, ein misstrauischer Staat – und doch: Humor, Hoffnung, Musik und Mut. Victor Schefés „Zwei, drei blaue Augen“ erzählt ein Leben zwischen Stasi-Akten und Tanzfläche. Rezension von Oliver Pfohlmann
4 Minuten
Wenn PeterLicht über die Gegenwart nachdenkt, kommt es ihm so vor, als würde er mit den Fingern durch Schaum fahren. Dass daraus trotzdem tolle Texte entstehen können, zeigt sein neues Buch. Rezension von Eberhard Falcke
4 Minuten
Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie mal war. In ihrem neuen Buch begibt sich die Historikerin Agnes Arnold-Forster auf Spurensuche eines allzu präsenten Gefühls. Rezension von Johanna Tambe-Ebot
4 Minuten
Vor 50 Jahren veröffentlicht, aber von großer Gegenwärtigkeit: Tezer Özlüs Roman „Die kalten Nächte der Kindheit“ zeigt den Kampf einer Frau gegen Zuschreibungen und Normen inmitten einer politisch brisanten Zeit. Rezension von Ulrich Rüdenauer
4 Minuten
László Krasznahorkai erfindet in „Zsömle ist weg“ eine Gruppe von Verschwörungstheoretikern, die in Ungarn die Monarchie wiederherstellen wollen. Ihren König haben sie schon gefunden. Rezension von Jörg Magenau
4 Minuten
Im Zeitalter multipler Krisen, die die Freiheit des Denkens und die Grundlagen der Demokratie bedrohen, verteidigt der österreichische Philosoph Konrad Paul Liessmann in seinem neuen Buch „Was nun?“ eigensinnig die Idee der menschlichen Mündigkeit. Rezension von Jochen Rack
4 Minuten
2022 stürzt Hanif Kureishi und ist fortan größtenteils gelähmt. In „Als meine Welt zerbrach“ berichtet er von seiner langsamen Genesung und seinem Leben. Ein berührendes Zeugnis über die Kraft des Erzählens. Rezension von Tino Dallmann
1 Stunde 9 Minuten
Eine Feier der Übersetzungen, aber Kritik am Lektorat – Shirin Sojitrawalla, Helmut Böttiger und Klaus Nüchtern diskutieren auf den Stuttgarter Buchwochen vier auf der SWR Bestenliste im Dezember verzeichnete Werke: Peter Schneiders Roman „Die Frau an der Bushaltestelle“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch), Sabrina Orah Marks eigenwilliges Memoir „Happily“ in der kongenialen Übersetzung von Esther Kinsky (Residenz Verlag), Hanif Kureishis sehr persönliches Krankentagebuch „Als meine Welt zerbrach“ in der deutschen Fassung von Cornelius Reiber (Luchterhand Literaturverlag) und die Wiederentdeckung eines skandalösen Klassikers: Sidonie-Gabrielle Colettes „Chéri“, angemessen modern übersetzt von Renate Haen und Patricia Klobusiczky und mit einem Nachwort von Dana Grigorcea (Manesse). Schon beim ersten Roman des Abends ist sich die Jury uneins: Während Helmut Böttiger (Literaturkritiker u.a. für den „Deutschlandfunk“) und Shirin Sojitrawalla (Literaturkritikerin u.a. für die „taz“) die insbesondere die deutsch-deutschen Szenen in „Die Frau an der Bushaltestelle“ (Platz 5 der Dezember-Bestenliste) lobten, hält Klaus Nüchtern den Text sowohl in sprachlicher als auch in inhaltlicher Hinsicht für misslungen. Insbesondere die vielen historischen Fehler stoßen ihm übel auf. „Wo war denn hier das Lektorat?“, beschwert er sich. Durchweg positiv besprochen wird Sabrina Orah Marks Familienaufstellung mit Märchen, was zum einen an ihrem kunstfertigen Umgang mit Märchen in „Happily“ (Platz 3) und laut der Jury nicht zuletzt an Übersetzerin Esther Kinsky liegt. Bei Hanif Kureishis Versuch, in „Als meine Welt zerbrach“ (Platz 2) die fatalen Folgen eines schweren Unfalls sprachlich zu fixieren, wird die humoristische Tonlage des nunmehr gelähmten Schriftstellers und Drehbuchautors gelobt. Eine Wiederentdeckung zum Schluss: Colettes 1920 erstmals veröffentlichter Roman „Chéri“ (Platz 1), der die damals skandalöse Geschichte einer alternden Kurtisane mit ihrem deutlich jüngeren Liebhaber erzählt, begeistert die Jury durchweg. Die höflich-galligen Dialoge der Figuren, eine turbulente Anti-Ehe-Liebesgeschichte, aber auch der Einblick in die nahezu aristokratische Halbwelt machen die Lektüre lohnend. Aus den vier Büchern lesen Antje Keil und Dominik Eisele. Durch den Abend führte Carsten Otte.
SWR Kultur lesenswert - Literatur
Hier finden Sie die Beiträge aus den SWR Kultur Literatursendungen an einem Ort: Die SWR Bestenliste und die SWR Kultur lesenswert Sendungen Feature, Magazin, Kritik und Gespräch. Mit Buchtipps, Disku...