Begehbare Affen Archiv
90 Episoden
57 Minuten
Würde ist die Erfahrung, dass ein Mensch – egal in welchem Zustand – nicht auf Funktionen, Rollen oder Performance reduziert werden darf. Sie ist untrennbar an Körperlichkeit und Verletzlichkeit gebunden. Würde ist deshalb relational: Sie entsteht im Blick, in der Sprache, im Umgang, in der Frage, ob man bereit ist, sich von der Verletzlichkeit des anderen berühren zu lassen. In dieser Perspektive ist jeder Angriff auf die Würde des anderen zugleich ein Angriff auf die eigene – weil man damit erklärt, dass Menschen im Grunde Objekte der Maschine sind, deren Wert an ihrer Funktionsfähigkeit gemessen wird. Würde ist die bedingungslose Anerkennung der eigenen Vollständigkeit und Existenzberechtigung und der des Anderen.
1 Stunde 24 Minuten
Gesellschaftliche Gewalt: Wo wird Macht zum Problem?
1 Stunde 3 Minuten
Wir reden darüber, wie gesellschaftliche Rollen zu Identitäten werden.
59 Minuten
Vielleicht ist die Familie heute nicht mehr primär Ort der Herkunft, sondern der Fixierung. Ihre Funktion hat sich verschoben: Sie sichert nicht mehr das Erwachsenwerden, sondern verhindert es. Wo früher die Ablösung die notwendige Bedingung von Reife war, wird heute Bindung zur höchsten Tugend erklärt. Das Erwachsensein selbst verliert seine gesellschaftliche Bedeutung.
1 Stunde 24 Minuten
Wir sprechen über Bindungen und Beziehungen. Was sie ausmacht und wie man sie erklären kann.
1 Stunde 16 Minuten
In einer Gesellschaft, die uns von klein auf lehrt, uns selbst zu beobachten, statt der Welt zu begegnen, entsteht ein unsichtbarer Apparat im Inneren: ein "inneres Amt", das unser Leben kontrolliert, bewertet und verwaltet, noch bevor wir es überhaupt leben können. Aus diesem Nährboden erwächst der moderne Voyeurismus: Wir sehen alles, kommentieren alles, konsumieren alles und wagen dabei immer seltener reale Gegenseitigkeit. Mary Niegot und Oliver Ruppel gehen in diesem Dialog der Frage nach, wie eine Kultur entstehen konnte, in der Menschen ihr eigenes Leben wie eine Serie betrachten, sich selbst kolonisieren und ihre Erfahrungen in Kennziffern, Mindsets und Optimierungsprogramme übersetzen.
1 Stunde 17 Minuten
Heute untersuchen wir Angst und Sucht - und sehen sie nicht primär als Krankheiten, sondern als wichtige Kräfte, die ein übererregtes System stabilisieren.
1 Stunde 13 Minuten
Die moderne Gesellschaft versteht sich als aufgeklärt, rational und wissenschaftlich fundiert. Zugleich verbreiten sich Verschwörungsdenken, Esoterik, Ideologien und kollektive Selbsttäuschungen. Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären?
1 Stunde 9 Minuten
Wir sprechen über Menschen mit Selbstbezug und über Menschen mit Weltbezug und wie diese sich in der eigenen Wahrnehmungsstruktur unterscheiden.
1 Stunde 9 Minuten
Wir reden über die Vernunft, mit der wir „vernünftig sein“ sollen und die doch der Logik der Welt widerspricht.
1 Stunde
Wir hinterfragen Selbstfürsorge als moderne Technik der Selbstregulierung und zeigen wie gut gemeinte Strategien zur Stabilisierung von Unzufriedenheit beitragen, statt sie zu verringern. Im Mittelpunkt stehen Beschreibungen einer Disziplinierung, in der Kontrolle, Anpassung und Selbstbeobachtung zum Alltag geworden sind.
1 Stunde 20 Minuten
Erwartungen wirken harmlos, gerade weil sie sich so selbstverständlich anfühlen. Man hat sie eben. Sie entstehen scheinbar aus Erfahrung, Vernunft und Hoffnung. Kaum jemand fragt, wie sie zustande kommen, und noch weniger, wozu sie dienen. Dabei handelt es sich nicht um beiläufige Begleiterscheinungen des Lebens, sondern um präzise Werkzeuge. Richtig eingesetzt, produzieren sie zuverlässig Enttäuschung, ohne je ihre eigene Berechtigung zu verlieren.
58 Minuten
Viele sprechen von der Wichtigkeit des Egos, andere davon, dass dieses Ego möglichst sterben müsse. Uns interessiert: Was ist dieses Ego eigentlich – und was hat es mit ihm auf sich?
1 Stunde 12 Minuten
Heute sprechen wir über die Affekte, mit denen wir uns selbst verwalten: Schuld und Scham.
1 Stunde 25 Minuten
Heute stellen wir Bücher vor