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Beijing Briefing - Der journalistische China-Podcast Archiv

121 Episoden
15 Minuten
Die EU-Kommission macht ernst: Sie möchte hohe Zölle gegen Elektroauto-Importe aus China implementieren. Das chinesische Handelsministerium hat bereits Vergeltungsmaßnahmen angedroht. Insbesondere für Deutschland steht viel auf dem Spiel: Von Volkswagen über BMW bis hin zu Mercedes-Benz sind fast alle großen Autobauer stark vom Zugang zum chinesischen Markt abhängig.

Ohne Frage: Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Brüssel und Peking befinden sich gerade an einem Scheideweg. In der aktuellen Folge des Beijing Briefing schauen wir uns die Hintergründe dafür an, warum die EU-Kommission der chinesischen Regierung vorwirft, mit exzessiven Subventionen den Wettbewerb zu verzerren. Wir gehen auch der Frage nach, ob die angedrohten Zölle gerechtfertigt sind - und, ob die Maßnahmen nun zu einem regelrechten Handelskrieg führen könnten.

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23 Minuten
Lange Zeit hat der ukrainische Präsident darauf gehofft, dass China irgendwann einmal Druck auf Russland ausüben könnte. Nun jedoch ist Wolodimir Selenskis Geduldsfaden endgültig gerissen, und erstmal hat er beim Shangri-La Sicherheitsdialog in Singapur seinen Frust öffentlich in Worte gefasst. Dabei warf er den Chinesen auch vor, den russischen Angriffskrieg zumindest indirekt zu unterstützen. Gleichzeitig hat Pekings Verteidigungsminister wenig Interesse für die Anliegen der Ukraine gezeigt. Stattdessen spulte Dong Jun wie im Auto-Pilot-Modus seine Wolfskrieger-Propaganda gegen Taiwan ab. Aus westlicher Perspektive war dies ein besorgniserregender, ja teils verstörender Auftritt.

In der neusten Folge des Beijing Briefing habe ich mich zudem am 4. Juni auf den Weg zum Tiananmen-Platz gemacht; also genau 35 Jahre, nachdem die Panzer und Gewehrsalven der Volksbefreiungsarmee die Pekinger Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen haben. Mein Unterfangen endete jedoch frühzeitig an einem der unzähligen Polizei-Checkpoints: Journalisten dürfen an solch "sensiblen" Tagen nicht einmal einen flüchtigen Blick auf den Platz des himmlischen Friedens erhaschen. Allein die immense Präsenz an Polizisten und Soldaten innerhalb der Pekinger Innenstadt zeigt die tiefe Paranoia des chinesischen Systems.

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32 Minuten
Es ist ein Vorwurf, der immer mal wieder aufkommt: Die klassischen Medien würden einseitig über China berichten, sich immer nur auf negative Aspekte fokussieren, gar ein einseitiges Bild zeichnen. Eine solch generelle Kritik halte ich für nicht gerechtfertigt. Vielmehr glaube ich, dass sie zu weiten Teilen auf Missverständnissen und auch Unwissen beruht - über die politische Realität in China, aber auch über die enorm herausfordernden Arbeitsbedingungen für unabhängigen Journalismus im Land. In der aktuellen Episode des Beijing Briefing gebe ich euch ein paar Einblicke hinter die Kulissen der tagtäglichen Berichterstattung.

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25 Minuten
Die Taiwan-Frage hat das latente Potenzial, einen Weltkrieg auszulösen. Viele wissen jedoch gar nicht, worum es in dem Konflikt im Kern überhaupt geht, und warum die Insel von solch immenser Bedeutung ist. 

Am Montag hat Taiwans neuer Präsident, der Peking-Kritiker William Lai sein Amt formal angetreten. Und nur wenige Tage später begann die chinesische Volksbefreiungsarmee mit einer simulierten Inselblockade. Warum dies zwar hochgefährlich ist, jedoch kein Grund zur Panik: Darum geht es in der aktuellen Folge des Beijing Briefing.

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11 Minuten
Während Russland in der Ukraine gerade die nächste Offensive beginnt, empfängt Xi Jinping seinen "alten Freund" Wladimir Putin mit militärischen Ehren. Die Chemie zwischen den beiden Autokraten ist blendend, Xi setzt zur Verabschiedung in Peking sogar zur brüderlichen Umarmung an. Doch auch das Geschäft zwischen China und Russland floriert - von Öllieferungen bis hin zu "dual use"-Gütern, die Putin für seine Kriegsmaschinerie benötigt. In der aktuellen Episode des Beijing Briefing analysieren wir den zweitägigen Staatsbesuch.

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15 Minuten
Beziehungsstatus: Es ist kompliziert. So lässt sich mittlerweile das Verhältnis zwischen Europa und China beschreiben. Einerseits können die beiden Seiten nicht ohneeinander, andererseits wird das Miteinander zunehmend herausfordernd.

In der aktuellen Episode des Beijing Briefing blicken wir auf Xi Jinpings Europa-Reise, die den chinesischen Staatschef nach Frankreich, Serbien und Ungarn geführt hat. Zudem haben wir die europäische Handelskammer in Peking besucht, die gerade ihre alljährliche Geschäftsklimaumfrage vorgestellt hat. Die Kernbotschaft der Publikation fällt ziemlich ernüchternd aus: Die Stimmung europäischer Unternehmen in China war noch nie so schlecht. Und Hoffnung auf eine nachhaltige Besserung gibt es derzeit kaum.

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19 Minuten
Die "Null Covid"-Politik hat den Blick von Abermillionen Chinesen zutiefst geprägt: auf die eigene Regierung, aufs Ausland, auf die persönliche Zukunft. Mittlerweile erscheinen die täglichen PCR-Tests, die ständige Lockdown-Gefahr und die geschlossenen Landesgrenzen wie aus einer weit entfernten Vergangenheit. Doch die Auswirkungen jener - teils - traumatischen Erfahrungen hallen weiter nach. Und insbesondere in Peking hält die Regierung auch weiterhin an einigen der "Null Covid"-Maßnahmen fest. Bis heute lässt sich etwa in der chinesischen Hauptstadt kein U-Bahn-Ticket ohne Erfassung der Ausweisnummer kaufen.

In der aktuellen Folge des Beijing Briefing blicke ich ein Blick auf den Alltag unter "Null Covid", und wie dieser den Kurs des Landes und seiner Bewohner grundlegend verändert hat.

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10 Minuten
China ist der mit Abstand größte Automarkt der Welt, hier werden mehr als doppelt so viele Fahrzeuge verkauft wie in Europa. Und Volkswagen war jahrelang der unangefochtene Platzhirsch im Reich der Mitte. Mit der Elektro-Wende jedoch ist die Konkurrenz aus China davon gerast. Insbesondere BYD ist technologisch weiter, preislich günstiger und auch deutlich besser beim Infotainment-System. Während sich einige japanische und koreanische Autobauer de facto vom chinesischen Markt zurückziehen, geht VW den entgegengesetzten Weg – und setzt fast alles auf die China-Karte.

In der aktuellen Folge des Beijing Briefing gehe ich der Frage nach, ob die Aufholjagd der Wolfsburger gelingen kann. Ich habe zudem die Beijing Auto Show besucht, die vielleicht wichtigste Branchenmesse des Jahres. Dort zeigt sich, wie weit bereits die Transformation zur Elektro-Mobilität in China vorangeschritten ist.

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11 Minuten
Der deutsche Kanzler ist nahezu mit leeren Händen aus China zurückgekehrt. In den wichtigen Streitfragen - den unausgewogenen Wirtschaftsbeziehungen sowie dem Ukraine-Krieg - hat Staatschef Xi Jinping keine nennenswerten Zugeständnisse gemacht. Nüchtern betrachtet muss man sagen: Es war einfach nicht mehr drin bei dieser Reise. Doch umso wichtiger wäre es nun für die Bundesregierung, die richtigen Lehren daraus zu ziehen.

In der aktuellen Episode des Beijing Briefing erkläre ich zudem die Hintergründe, warum Olaf Scholz diesmal keine Menschenrechtsaktivisten in der Volksrepublik getroffen hat, und weshalb der CDU-Politiker Jens Spahn mit seiner parallel zum Kanzler verlaufenden China-Reise den deutschen Interessen einen Bärendienst erwiesen hat.

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19 Minuten
Olaf Scholz reist nun zum zweiten Mal während seiner Legislaturperiode nach China. Am Dienstag wird er in der chinesischen Hauptstadt nicht nur Premier Li Qiang treffen, sondern auch Gespräche mit Staatschef Xi Jinping führen. Dabei dürfte natürlich auch der Ukraine-Krieg thematisiert werden. Doch vor allem stehen beim China-Besuch des Bundeskanzlers die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den zwei Ländern im Fokus . Die deutsche Handelskammer in Peking hatte im Vorfeld bereits in einem Papier untermauert, wie stark sich die Stimmung bei den Unternehmen gewandelt hat: Kritik gegen einen unfairen Wettbewerb und Warnungen vor den Folgen der chinesischen Industriepolitik dominieren längst die Debatte.

Ebenfalls schaue ich mir in der aktuellen Episode des Beijing Briefing die jährliche Umfrage des Korrespondentenclubs in China an, und wie herausfordernd mittlerweile die Arbeitsbedingungen für kritischen Journalismus in der Volksrepublik sind.

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11 Minuten
Nordkorea hat nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie als weltweit erster Staat seine Grenzen geschlossen, und erst jetzt öffnet das Regime so langsam wieder seine Pforten. Während der letzten Jahre hat sich das Land jedoch stark verändert. Die Transformation fand dabei weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit statt. In der neuen Folge des Beijing Briefing erkläre ich, warum Nordkorea mittlerweile noch isolierter geworden ist, gefährlicher als zuvor und vom Westen abgewandt.

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7 Minuten
Allein die offiziellen Fotos sind ein riesiger Propaganda-Coup der chinesischen Parteiführung: 20 der führenden US-Unternehmer - dem imperialistischen Erzfeind - laufen unisono in die Große Halle des Volkes ein, angeführt werden sie von Xi Jinping. Ob es sich bei der Audienz mit Chinas Staatschef um mehr als einen reinen PR-Termin handelt, schaue ich mir in der neuen Folge des Beijing Briefing an.

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12 Minuten
Die europäische Handelskammer in Peking warnt immer eindringlicher vor chinesischen Überkapazitäten und den Folgen einer in Teilen wettbewerbsverzerrenden Industriepolitik. Das ist eine Rhetorik, die man zuvor sonst vor allem von der US-Regierung kannte. Washington schützt sich seit der Amtszeit Donald Trumps mit protektionistischen Maßnahmen gegen chinesische Dumping-Produkte. Joe Biden hat diesen Kurs noch weiter verschärft. Könnte nun auch Brüssel folgen? Die Europäische Kommission hat zumindest mehrere Untersuchungsverfahren initiiert, die die negativen Folgen der chinesischen Subventionspolitik für die eigene Wirtschaft prüfen. Ob der Streit in einen offenen Handelskrieg ausarten könnte, darum geht es in der dritten Folge des Beijing Briefing.

Ebenfalls teilt der renommierte Experte Scott Kennedy von der Washingtoner Denkfabrik CSIS seine Eindrücke von seinem aktuellen China-Aufenthalt, und wir werfen einen Blick auf den massiven Betrugsfall des Evergrande-Gründers Xu Jiayin.

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17 Minuten
Wer sich mit dem Leben und der politischen Ideologie von Xi Jinping auseinandersetzt, der stößt schon bald auf teils eklatante Widersprüche. Viele davon lassen sich empirisch auflösen, wenn man Chinas Staatsoberhaupt nur genau genug zuhören würde. Doch tatsächlich gibt es erstaunlich wenig Buchpublikationen, die sich umfassend und kritisch mit Xis Gedankenlehre auseinandersetzen. Steve Tsang von der renommierten SOAS University of London hat genau dies getan. Die wichtigsten und erstaunlichsten Erkenntnisse aus seinem aktuellen Buch "The Political Thought of Xi Jinping" möchte ich in der zweiten Folge des Beijing Briefing mit euch teilen.

Interview Steve Tsang

Buch "The Political Thought of Xi Jinping"

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22 Minuten
Es ist Pekings wohl wichtigste Polit-Veranstaltung des Jahres: Beim Nationalen Volkskongress legt Premier Li Qiang das Wachstumsziel für das Bruttoinlandsprodukt fest, und Außenminister Wang Yi stellt sich den Fragen der Journalisten.

Dieses Jahr sind die Erwartungen ganz besonders hoch, denn Chinas Regierung steht angesichts einer schwächelnden Wirtschaft unter Druck, die passende Antwort auf die derzeitige Krise zu finden.

Ich war in der Großen Halle des Volkes und habe mich auch bei den wichtigen Pressekonferenzen umgehört. In der ersten Folge des Beijing Briefing liefere ich dir nun einen Überblick über die wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Signale vom Volkskongress - und gebe dir auch einen Einblick in die Stimmung vor Ort.

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