Vom Anwalt auf dem Partnertrack zum Berater für Kommunikation und Konflikte – und der Weg dorthin hat viele Jahre gedauert.
Patrick Goertz wusste von Anfang an, dass der Anwaltsjob irgendwie nicht ganz seins ist. Trotzdem ist er geblieben.
Erst in der großen Kanzlei, dann in einer kleineren, weil er dachte: vielleicht liegt es ja an den Strukturen.
Er war auf dem Partnertrack, die Mandanten waren zufrieden – und trotzdem blieb dieses leise Störgefühl. Viele Jahre lang.
Bis er gemerkt hat, dass er sich selbst belügt, wenn er einfachweitermacht.
Heute unterstützt er Kanzleien dabei, ihre Kommunikationskultur zu stärken und den Umgang mit internen Konflikten zu verbessern – und genau das, weshalber als Anwalt nie so richtig reingepasst hat, ist jetzt sein größtes Asset.
Was mich an diesem Gespräch wirklich getroffen hat, war der Moment, in dem Patrick beschreibt, wie er in der Kanzlei wahrgenommen wurde:
„Ich bin eher ein sehr entspannter, gelassener Mensch.Das strahle ich auch aus – und das hat dazu geführt, dass ich von manchen Kollegen abgestempelt wurde: dem fehlt ein bisschen die Verbissenheit, der will das nicht so richtig.“
Er hat es immer gut gemacht. Und trotzdem hat die Kultur nicht zu ihm gepasst. Ich finde, das ist ein Denkfehler, den viele machen – zu glauben, dass Leistung weh tun muss.
Habt ihr das Gefühl, dass Gelassenheit in juristischen Umfeldern eher als Schwäche gelesen wird – oderliegt das eher an bestimmten Kanzleikulturen?
Diese Folge ist dann für dich interessant, wenn…
du verstehen willst, wie aus einem Störgefühl, das viele Jahre lang ignoriert wird, irgendwann doch eine klare Entscheidung wird
du denkst, dass man wissen muss, wohin man will, bevor man kündigt – Patrick hatte beim Absprung noch kein fertiges Bild
du lernen willst, wie man nebulöse Ängste vor Veränderung konkret benennt – und damit meistens feststellt, dass sie sich in Luft auflösen
du einen weiteren spannenden, unkonventionellen Juristen kennenlernen willst
Hör rein – überall zu finden unter „Mit Jura kannst du alles machen!“
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