Berliner Ensemble Podcast Archiv
92 Episoden
5 Minuten
Es ist der Abend vor der Premiere. Die Generalprobe des "Nackten Wahnsinns" ist in vollem Gange und das Ensemble macht dem Titel alle Ehre: Nichts funktioniert, der Text sitzt noch nicht und die Sardinenteller stehen immer dort, wo sie gerade nicht hingehören; der Regisseur ist am Rande des Nervenzusammenbruchs, die Produktionsleiterin hat seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Und ständig muss man sich auch fragen: Will und kann man das so noch spielen? Immerhin stammt das Stück aus den 80ern!
Frayn bringt in seiner Komödie die gängige Theaterformel "Menschen mit Nöten treffen aufeinander" auf den Höhepunkt. Das Ringen um Ordnung, die Notwendigkeiten des Weitermachens und der Routine; das In-der-Rolle-bleiben solange es geht – im Theater wie im Leben: "Morgen ist Premiere, wir hatten nur vierzehn Tage zum Probieren, wir wissen überhaupt nicht, wo’s langgeht, aber mein Gott, seien wir ehrlich, wer weiß das schon."
Mehr Informationen und Tickets für "Der nackte Wahnsinn" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/der-nackte-wahnsinn
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Frayn bringt in seiner Komödie die gängige Theaterformel "Menschen mit Nöten treffen aufeinander" auf den Höhepunkt. Das Ringen um Ordnung, die Notwendigkeiten des Weitermachens und der Routine; das In-der-Rolle-bleiben solange es geht – im Theater wie im Leben: "Morgen ist Premiere, wir hatten nur vierzehn Tage zum Probieren, wir wissen überhaupt nicht, wo’s langgeht, aber mein Gott, seien wir ehrlich, wer weiß das schon."
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14 Minuten
Bertolt Brecht war nicht nur Stückeschreiber, Theatertheoretiker, politischer Denker und Gründer des Berliner Ensembles, sondern auch ein begnadeter Lyriker und Singer-Songwriter avant la lettre. Fremder als der Mond verwebt Brecht-Lieder von Hanns Eisler und anderen mit Dichtungen und autobiografischer Prosa zu einer musikalisch-fragmentarischen Lebenserzählung. Sie handelt vom Werden einer Künstlerpersönlichkeit, den Schwierigkeiten des Liebeslebens, von Krieg, Exil und Heimkehr – und vom Sterben und dem Verhältnis von Autor und Nachwelt.
Die Sängerin und Schauspielerin Katharine Mehrling, dem Berliner Publikum durch ihre Auftritte in der Komischen Oper Berlin und der Bar jeder Vernunft bekannt, ist dafür erstmals am Berliner Ensemble zu erleben, an ihrer Seite Paul Herwig.
Mehr Informationen und Tickets für "Fremder als der Mond" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/fremder-als-der-mond
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Die Sängerin und Schauspielerin Katharine Mehrling, dem Berliner Publikum durch ihre Auftritte in der Komischen Oper Berlin und der Bar jeder Vernunft bekannt, ist dafür erstmals am Berliner Ensemble zu erleben, an ihrer Seite Paul Herwig.
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9 Minuten
Das junge Elternpaar Pinneberg und Lämmchen hält an seiner Liebe und am Glauben an eine bürgerliche Moral fest – trotz Armut, Arbeitslosigkeit und sozialer Härte. Ihr Kampf um einen letzten Rest Würde endet am Rand des Molochs Berlin. Hans Fallada fasst seinen international erfolgreichen Roman, welchen er 1932 in Zeiten von höchster wirtschaftlicher und politischer Anspannung in Deutschland nur zensiert veröffentlichen konnte, so zusammen: "Ehe und Wehe von Johannes Pinneberg, Angestellter, verliert seine Stellung, bekommt eine Stellung, wird endgültig arbeitslos. Einer von sechs Millionen, ein Garnichts, und was der Garnichts fühlt, denkt und erlebt." Die Frage "Was nun?" wurde historisch von der Machtergreifung der Nationalsozialisten beantwortet. Die Frage, wie wirkungsvoll individueller Zusammenhalt in einer Massengesellschaft sein kann, beantwortete Fallada mit einem utopischen Moment.
Frank Castorf adaptiert die Ursprungsfassung des Romans und setzt sie in Bezug zu autofiktionalen Texten von Fallada, die er größtenteils im Gefängnis und in der Psychiatrie verfasste, wie etwa "Die Kuh, der Schuh, dann du".
Mehr Informationen und Tickets für "Kleiner Mann - was nun?" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/kleiner-mann-was-nun
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8 Minuten
Willy Loman ist ein Selfmademan! Vor mittlerweile ein paar Jahrzehnten war er einer der Fleißigsten seiner Branche. Er war erfolgreich. Leider läuft das Geschäft heute nicht mehr so gut und während sich die Rechnungen stapeln, ändern sich die Zeiten – nur Willy nicht. Er kann nicht verstehen, warum harte Arbeit und der Glaube an sich selbst nicht mehr reichen sollen. Was ihm bleibt, sind seine Träume, der Stolz und die Nostalgie.
Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" zeigt den Abstieg eines Mannes, der bedingungslos an den "American Dream" glaubt und dabei dessen Brutalität übersieht: all die Lügen, die wir uns erzählen, um unsere Sehnsucht nach Macht, nach Sicherheit und nach Anerkennung zu rechtfertigen; all die Menschen, die wir opfern für unsere Erwartungen; aber auch die Momente, in denen Gemeinschaft trotz allem doch möglich gewesen wäre.
Max Lindemann ist im Ruhrgebiet aufgewachsen und studierte Schauspielregie. Nach seinem Debüt mit "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" inszenierte er am Berliner Ensemble zuletzt die Uraufführung von Sibylle Bergs "Es kann doch nur noch besser werden" und die inszenierte Lesung von Michel Friedmans "Fremd" mit Sibel Kekilli.
Mehr Informationen und Tickets für "Tod eines Handlungsreisenden" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/tod-eines-handlungsreisenden
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Max Lindemann ist im Ruhrgebiet aufgewachsen und studierte Schauspielregie. Nach seinem Debüt mit "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" inszenierte er am Berliner Ensemble zuletzt die Uraufführung von Sibylle Bergs "Es kann doch nur noch besser werden" und die inszenierte Lesung von Michel Friedmans "Fremd" mit Sibel Kekilli.
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1 Stunde 39 Minuten
Der 7. Oktober und der darauffolgende Krieg in Gaza haben die Debatten über die politische Zukunft Israels, aber auch die deutsche Diskussion darüber, was die vielzitierte deutsche "Staatsräson" konkret bedeute, erneut angefacht. Über Israel "am Scheideweg" und die deutsche Verantwortung spricht die ehemalige Nahostkorrespondentin Lea Frehse mit Hanna Veiler und Avner Ofrath.
Eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus dem Neuen Haus des Berliner Ensembles vom 4. Juli 2024.
Mehr Infos und aktuelle Termine unter https://www.berliner-ensemble.de/diskurs.
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Eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus dem Neuen Haus des Berliner Ensembles vom 4. Juli 2024.
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1 Stunde 47 Minuten
Die Informationslage in Kriegssituationen ist gelinde gesagt kompliziert. Was wissen wir über die Lage in Gaza? Und woher? Wie kann man über etwas sprechen, wenn schon Unsicherheit darüber herrscht, was wirklich passiert?
In der zweiten Ausgabe von "Gaza Talks" spricht die deutsch-palästinensische Journalistin Alena Jabarine mit dem Journalisten Hanno Hauenstein und Emran Feroz über das Ringen um einen schwierigen Diskurs, über Falschmeldungen und politisch motivierte Frames von ohnehin schon unversöhnlichen Debatten.
Eine Aufzeichnung der Veranstaltung vom 27. Juni 2024 aus dem Werkraum des Berliner Ensembles.
Mehr Infos und aktuelle Termine unter https://www.berliner-ensemble.de/diskurs.
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In der zweiten Ausgabe von "Gaza Talks" spricht die deutsch-palästinensische Journalistin Alena Jabarine mit dem Journalisten Hanno Hauenstein und Emran Feroz über das Ringen um einen schwierigen Diskurs, über Falschmeldungen und politisch motivierte Frames von ohnehin schon unversöhnlichen Debatten.
Eine Aufzeichnung der Veranstaltung vom 27. Juni 2024 aus dem Werkraum des Berliner Ensembles.
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42 Minuten
Seit Herbst 2022 bietet das Berliner Ensemble mit WORX ein internationales Residenzprogramm für junge Regie. Pro Spielzeit werden zwei Regisseur:innen von einer Jury ausgewählt und erhalten als Artists in Residence für ein Jahr ein Festengagement am Haus. Für den Zeitraum wird den Künstler:innen ein geschützter Raum für deren Entwicklung zur Verfügung gestellt. Beide realisieren jeweils zwei Premieren mit inhaltlicher und formaler Freiheit im Werkraum, begleitet von ergänzenden Veranstaltungen und Diskursformaten.
Die aktuelle WORX-Spielzeit eröffnete der norwegische Regisseur Heiki Riipinen mit dem Projekt "Insomnia", in dem er das Publikum zu einer sechsstündigen Reise durch die Nacht einlud. Der iranische Regisseur Alireza Daryanavard setzte sich zusammen mit Co-Autorin Mahsa Ghafari und dem Ensemble in "Chronik der Revolution" anhand von Recherchen, Interviews und Originalquellen mit der 100-jährigen Geschichte des Widerstands in Iran auseinander. Die zweiten Produktionen "Hedda" und "Peitschenstück" waren im Rahmen der Werkschau ebenfalls zu sehen.
Beide Regisseure geben einen Einblick in ihre Arbeit, sowie einen Ausblick auf ihre Zeit nach ihrer Residency.
Aufzeichnung der Veranstaltung "WORX im Gespräch" vom 7. Juni im Neuen Haus des Berliner Ensembles.
Mehr Infos zu WORX am Berliner Ensemble gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/worx.
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Beide Regisseure geben einen Einblick in ihre Arbeit, sowie einen Ausblick auf ihre Zeit nach ihrer Residency.
Aufzeichnung der Veranstaltung "WORX im Gespräch" vom 7. Juni im Neuen Haus des Berliner Ensembles.
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1 Stunde 22 Minuten
GAZA-TALKS #1: Peace?
The first edition of "Gaza Talks" will be personal. German Palestinian journalist Alena Jabarine meets Israeli student and peace-activist Noy Katsman, whose brother was killed on October 7th, only a few weeks after Noy had moved to Leipzig. Among other questions Alena and Noy will talk about growing up in a politicized environment, challenging debates both in Israel and in Germany and the prospects for Peace for Israelis and Palestinians.
Über die Gesprächsreihe "Gaza Talks"
Der 7. Oktober ist eine Zäsur. Auch hier in Deutschland. Er hat verändert wie wir sprechen - mit wem, worüber und in welchen Räumen.
Er offenbart, was vielleicht schon lange gegeben war: Wie schwierig es ist, miteinander zu reden, einander zuzuhören und wie scheinbar unmöglich, gemeinsam Konflikte auszutragen. Er hat Angst geschürt, zu Kündigungen von Freundschaften und Arbeitsverhältnissen geführt, insbesondere marginalisierte Menschen stellen in Frage, ob sie überhaupt noch eine Zukunft in diesem Land haben.
Wie können wir angesichts der Gräben, die die Anschläge der Hamas und der Krieg in Gaza auch in unsere Gesellschaft gerissen haben, trotzdem miteinander ins Gespräch kommen? Wie können wir offen über das reden, was am 7. Oktober geschah, was bis heute tagtäglich in Gaza geschieht? Oder geben wir einfach auf?
In der Reihe "Gaza Talks" lädt die deutsch-palästinensische Journalistin Alena Jabarine Menschen ein, um darüber zu diskutieren, um Raum für einen Diskurs zu schaffen, der sich nicht nur an der Sagbarkeit oder Unsagbarkeit abstrakter Begriffe abarbeitet, sondern sich traut, auch auf die dahinterstehenden, konkreten Realitäten zu blicken.
Aufzeichnung der Veranstaltung vom 16. Mai 2024 im Werkraum des Berliner Ensembles in gekürzter Form.
Mehr Infos und aktuelle Termine unter https://www.berliner-ensemble.de/diskurs.
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The first edition of "Gaza Talks" will be personal. German Palestinian journalist Alena Jabarine meets Israeli student and peace-activist Noy Katsman, whose brother was killed on October 7th, only a few weeks after Noy had moved to Leipzig. Among other questions Alena and Noy will talk about growing up in a politicized environment, challenging debates both in Israel and in Germany and the prospects for Peace for Israelis and Palestinians.
Über die Gesprächsreihe "Gaza Talks"
Der 7. Oktober ist eine Zäsur. Auch hier in Deutschland. Er hat verändert wie wir sprechen - mit wem, worüber und in welchen Räumen.
Er offenbart, was vielleicht schon lange gegeben war: Wie schwierig es ist, miteinander zu reden, einander zuzuhören und wie scheinbar unmöglich, gemeinsam Konflikte auszutragen. Er hat Angst geschürt, zu Kündigungen von Freundschaften und Arbeitsverhältnissen geführt, insbesondere marginalisierte Menschen stellen in Frage, ob sie überhaupt noch eine Zukunft in diesem Land haben.
Wie können wir angesichts der Gräben, die die Anschläge der Hamas und der Krieg in Gaza auch in unsere Gesellschaft gerissen haben, trotzdem miteinander ins Gespräch kommen? Wie können wir offen über das reden, was am 7. Oktober geschah, was bis heute tagtäglich in Gaza geschieht? Oder geben wir einfach auf?
In der Reihe "Gaza Talks" lädt die deutsch-palästinensische Journalistin Alena Jabarine Menschen ein, um darüber zu diskutieren, um Raum für einen Diskurs zu schaffen, der sich nicht nur an der Sagbarkeit oder Unsagbarkeit abstrakter Begriffe abarbeitet, sondern sich traut, auch auf die dahinterstehenden, konkreten Realitäten zu blicken.
Aufzeichnung der Veranstaltung vom 16. Mai 2024 im Werkraum des Berliner Ensembles in gekürzter Form.
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5 Minuten
Nicht nur der öffentliche Übergriff des inzwischen ehemaligen Fußballpräsidenten Luis Rubiales auf die spanische Nationalspielerin Jennifer Hermoso verdeutlicht die Hartnäckigkeit patriarchaler Machtstrukturen im Profifußball. Spielerfrauen können Frauen von Spielern sein – und gleichzeitig Frauen, die „Spielerinnen“ sind. Frauen, die mit Spielern liiert sind, erheben, oft an lebenslange Verschwiegenheitspflichten gebunden, selten ihre Stimme. So stehen sie zwar ebenso im Scheinwerferlicht, dennoch bleiben sie oft unsichtbar, schließlich ist im goldenen Käfig Gleichberechtigung nicht vorgesehen. Gewalt gegen Spielerfrauen, wie etwa im Fall Jérôme Boateng und Kasia Lenhardt, kommt oft erst zur Sprache, wenn es zu spät ist. Zudem provoziert die Veröffentlichung eine Eigendynamik, die das private Leben aufs Spiel setzen kann.
Lena Brasch ist Autorin und Regisseurin. Nach dem Publikumserfolg "It’s Britney, Bitch!" erarbeitet sie nun erneut mit der Schauspielerin Sina Martens einen Abend am Berliner Ensemble.
Mehr Informationen und Tickets für "Spielerfrauen" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/spielerfrauen.
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Lena Brasch ist Autorin und Regisseurin. Nach dem Publikumserfolg "It’s Britney, Bitch!" erarbeitet sie nun erneut mit der Schauspielerin Sina Martens einen Abend am Berliner Ensemble.
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9 Minuten
"Drei Mal Leben" von Yasmina Reza
Regie: Andrea Breth
Drei Mal freuen sich Henri und Sonja auf einen ruhigen Abend. Drei Mal stehen die Finidoris vor der Tür, bereit für ein Abendessen, zu dem Henri und Sonja eingeladen haben in der Hoffnung, der erfolgreichere Hubert könne Henris Karriere anschieben. Unglücklicherweise kommen die Gäste einen Tag zu früh. In drei Variationen eines Abends wird nun in wechselnden Allianzen und unterschiedlichen Manövern um Selbstachtung und Anerkennung gekämpft – eine absurde Suche nach dem richtigen Leben im falschen, ein Ringen um Selbstverwirklichung innerhalb gesellschaftlicher Konventionen, deren Schein hartnäckig gewahrt wird.
Yasmina Reza hat mit ihrer Komödie "Drei Mal Leben" ein Vexierbild gutbürgerlicher Rollenkonflikte geschaffen, das zwischen Witz und Banalität fast jeden menschlichen Abgrund eröffnet.
Die audiodeskriptive Einführung zu "Drei Mal Leben" in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription.
Mehr Informationen zum barrierefreien Besuch am Berliner Ensemble unter https://www.berliner-ensemble.de/barrierefrei-erleben.
Mehr Informationen, aktuelle Termine und weitere Hinweise zu Vorstellungen mit Audiodeskription unter https://www.berliner-ensemble.de/audiodeskription.
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Regie: Andrea Breth
Drei Mal freuen sich Henri und Sonja auf einen ruhigen Abend. Drei Mal stehen die Finidoris vor der Tür, bereit für ein Abendessen, zu dem Henri und Sonja eingeladen haben in der Hoffnung, der erfolgreichere Hubert könne Henris Karriere anschieben. Unglücklicherweise kommen die Gäste einen Tag zu früh. In drei Variationen eines Abends wird nun in wechselnden Allianzen und unterschiedlichen Manövern um Selbstachtung und Anerkennung gekämpft – eine absurde Suche nach dem richtigen Leben im falschen, ein Ringen um Selbstverwirklichung innerhalb gesellschaftlicher Konventionen, deren Schein hartnäckig gewahrt wird.
Yasmina Reza hat mit ihrer Komödie "Drei Mal Leben" ein Vexierbild gutbürgerlicher Rollenkonflikte geschaffen, das zwischen Witz und Banalität fast jeden menschlichen Abgrund eröffnet.
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22 Minuten
"Brechts Gespenster"
von und mit Suse Wächter
Suse Wächter ist die Erfinderin einer Welt, die von Wiedergänger:innen des 20. Jahrhunderts bevölkert ist. In ihrer epochalen Aufführung Helden des 20. Jahrhunderts traten die unsterblichen Stars, Dämonen der Geschichte und unvergessenen Held:innen unserer Träume auf. Ihre mehr als hundert Puppen-Figuren sind täuschend echte Kopien der Untoten, die noch immer in unseren Köpfen herumgeistern. In ihrer Inszenierung wird der "Hausgott" des Berliner Ensembles, Bertolt Brecht, von den zahllosen Gespenstern heimgesucht, die er in seinem langen Exil und bei seiner Wiederkehr an das Theater am Schiffbauerdamm getroffen hat. Suse Wächter schafft zusammen mit zwei Musikern und einem Puppenspieler eine abendliche Séance, in der die kleinen Wesen mit der großen Aura ihr Spiel spielen.
Die audiodeskriptive Einführung zu "Brechts Gespenster" in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription.
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Suse Wächter ist die Erfinderin einer Welt, die von Wiedergänger:innen des 20. Jahrhunderts bevölkert ist. In ihrer epochalen Aufführung Helden des 20. Jahrhunderts traten die unsterblichen Stars, Dämonen der Geschichte und unvergessenen Held:innen unserer Träume auf. Ihre mehr als hundert Puppen-Figuren sind täuschend echte Kopien der Untoten, die noch immer in unseren Köpfen herumgeistern. In ihrer Inszenierung wird der "Hausgott" des Berliner Ensembles, Bertolt Brecht, von den zahllosen Gespenstern heimgesucht, die er in seinem langen Exil und bei seiner Wiederkehr an das Theater am Schiffbauerdamm getroffen hat. Suse Wächter schafft zusammen mit zwei Musikern und einem Puppenspieler eine abendliche Séance, in der die kleinen Wesen mit der großen Aura ihr Spiel spielen.
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13 Minuten
"Die Dreigroschenoper"
von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik)
unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann
Regie: Barrie Kosky
Mit ihren legendären Songs und einer unverschämt wie klug auf Sozialkritik umgearbeiteten, im Kern trivialen Geschichte um Liebe, Verrat, Geschäft und Moral wurde die 1928 am Berliner Ensemble uraufgeführte Dreigroschenoper zu einem weltweiten Überraschungshit. "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral", lauten die berühmten Zeilen – doch wer im Wohlstand lebt, lebt zwar angenehm, ist aber noch lange nicht gut. So haben Mackie Messer, Peachum und Co vor allem ihren eigenen materiellen Vorteil im Blick und betreiben einen erheblichen theatralen Aufwand, um ihn skrupellos durchzusetzen und gleichzeitig genau das zu verschleiern. Denn wer wäre nicht gern gut?
Mit seiner Interpretation hat Barrie Kosky die vierte Neuproduktion inszeniert – am Ort ihrer Uraufführung vor knapp 100 Jahren.
Die audiodeskriptive Einführung zu "Die Dreigroschenoper" in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription.
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von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik)
unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann
Regie: Barrie Kosky
Mit ihren legendären Songs und einer unverschämt wie klug auf Sozialkritik umgearbeiteten, im Kern trivialen Geschichte um Liebe, Verrat, Geschäft und Moral wurde die 1928 am Berliner Ensemble uraufgeführte Dreigroschenoper zu einem weltweiten Überraschungshit. "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral", lauten die berühmten Zeilen – doch wer im Wohlstand lebt, lebt zwar angenehm, ist aber noch lange nicht gut. So haben Mackie Messer, Peachum und Co vor allem ihren eigenen materiellen Vorteil im Blick und betreiben einen erheblichen theatralen Aufwand, um ihn skrupellos durchzusetzen und gleichzeitig genau das zu verschleiern. Denn wer wäre nicht gern gut?
Mit seiner Interpretation hat Barrie Kosky die vierte Neuproduktion inszeniert – am Ort ihrer Uraufführung vor knapp 100 Jahren.
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20 Minuten
"Exil" von Lion Feuchtwanger
Regie: Luk Perceval
Paris, 1935: eine pulsierende Großstadt, die zum Exil-Ort wurde für Tausende, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Deutschland verlassen mussten. Als einer der Ersten erkannte Lion Feuchtwanger schon in den 20er Jahren die Gefahren, die von Hitler und seiner Partei ausgingen. In seinem Roman "Exil", den er 1939 beendete, gelingt es ihm, die Zeit vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebendig zu machen – für die Nachgeborenen, die nicht würden begreifen können, warum die meisten untätig blieben, während die Gewalt der nationalsozialistischen Herrschaft immer konkreter wurde. Feuchtwanger beschreibt Menschen, die mit der Frage kämpfen, was es heißt, "das Richtige" zu tun; es sind Geschichten von Karrierismus, Opportunismus, Unterdrückung, Zivilcourage, Liebe und Verrat.
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Paris, 1935: eine pulsierende Großstadt, die zum Exil-Ort wurde für Tausende, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Deutschland verlassen mussten. Als einer der Ersten erkannte Lion Feuchtwanger schon in den 20er Jahren die Gefahren, die von Hitler und seiner Partei ausgingen. In seinem Roman "Exil", den er 1939 beendete, gelingt es ihm, die Zeit vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebendig zu machen – für die Nachgeborenen, die nicht würden begreifen können, warum die meisten untätig blieben, während die Gewalt der nationalsozialistischen Herrschaft immer konkreter wurde. Feuchtwanger beschreibt Menschen, die mit der Frage kämpfen, was es heißt, "das Richtige" zu tun; es sind Geschichten von Karrierismus, Opportunismus, Unterdrückung, Zivilcourage, Liebe und Verrat.
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11 Minuten
Die Welt braucht einen Neustart! Darin sind sich die fünf Hacker:innen einig. Doch wie die Massen aus ihrer Lethargie reißen? Unabhängig davon, ob die Menschen überhaupt gerettet werden wollen, egal wie größenwahnsinnig oder naiv ihre Weltrettungspläne daherkommen mögen, die fünf Nerds hacken was das Zeug hält, denn – Wunderwelt Cyberspace! In Sibylle Bergs Version einer nicht so fernen Zukunft sind sämtliche Bereiche des menschlichen Lebens aus Profitfreude digitalisiert, katalogisiert, vermessen und verwertet. Und warten nur darauf, mit ein paar guten Remote Code Executions – einer Art digitalen Fernsteuerung – übernommen zu werden. Die Frage ist nur: Von wem? Und wozu? Die fünf Nerds sind natürlich die Guten, schlagen das System mit seinen eigenen Mitteln und lassen es durch einen revolutionären Cyber-Angriff kollabieren. Schließlich: "Wenn man siegen will, muss man von Menschen lernen, die den Planeten besitzen, ihn ruinieren und im Anschluss verlassen wollen."
Sibylle Berg dreht in ihrem jüngsten Roman Tendenzen sowie Fakten der Gegenwart fiktiv um eine Schraube weiter und Regisseur Kay Voges bringt sie auf die Bühne getreu dem Motto: Es braucht eine Revolution, zu der man tanzen kann!
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Sibylle Berg dreht in ihrem jüngsten Roman Tendenzen sowie Fakten der Gegenwart fiktiv um eine Schraube weiter und Regisseur Kay Voges bringt sie auf die Bühne getreu dem Motto: Es braucht eine Revolution, zu der man tanzen kann!
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1 Stunde 49 Minuten
In Deutschland über den "Nahostkonflikt" zu sprechen tut weh. Das Thema polarisiert die Gesellschaft, entzweit Freundeskreise und seit dem 7. Oktober, seit dem Terroranschlag der Hamas und dem Krieg in Gaza, ist wenig Raum geblieben für differenziertes Sprechen. Wie finden wir zurück ins Gespräch? Welche Worte helfen uns, diesen Krieg zu verstehen? Den Schmerz – auf allen "Seiten"? Wie lässt sich noch über die Zukunft sprechen – die gemeinsame? Welche Rolle spielt die deutsche Erinnerungskultur, welche Islamophobie und Antisemitismus? Die ehemalige Nahost-Korrespondentin der ZEIT, Lea Frehse, diskutiert u.a. mit der deutsch-palästinensischen Journalistin Alena Jabarine: Wie reden über Gaza?
Mit: Lea Frehse, Alena Jabarine und Usama Antar
Aufzeichnung der Podiumsdiskussion vom 11. April im Neuen Haus des Berliner Ensembles.
Mehr Infos zum Diskursprogramm am Berliner Ensemble gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/diskurs.
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Mit: Lea Frehse, Alena Jabarine und Usama Antar
Aufzeichnung der Podiumsdiskussion vom 11. April im Neuen Haus des Berliner Ensembles.
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