Töne & Temperamente - das wohltherapierte Klavier Archiv
70 Episoden
31 Minuten
Kleine Anekdoten zeigen mit humorvollem Augenzwinkern, dass auch große Geister Menschen wie wir alle anderen sind. Ich habe in diesem Podcast eine Auswahl der für mich schönsten und auch witzigsten Anekdoten zusammengestellt, die ich bei meiner Recherche im Internet und in Literatur fand. Dass viele dieser Geschichten wohl frei erfunden oder zumindest mit „dichterischer Freiheit“ erzählt werden, fällt dabei auch ins Gewicht … doch gewiss ist ein Funken Wahrheit in jeder Anekdote enthalten. „Auch wenn es nicht so war, könnte es doch so gewesen sein …“ Beethovens Bruder Johann erwarb in späteren Jahren ein kleines Landgut. Um seinen Bruder Ludwig zu ärgern, unterschrieb er künftig seine Korrespondenz mit „Johann von Beethoven, Gutsbesitzer“. Bis eines Tages eine Antwort seines Bruders eintraf mit folgender Unterschrift. „Ludwig van Beethoven, Hirnbesitzer,“ Als Musik wählte ich für diesen Podcast einzelnen Stücke aus den Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven. Da ich diese Variationen bereits in voller Länge vorstellte, bitte ich Sie auf die Podcasts #11 und #14 zurückzugreifen, wenn sie die ganzen 33 Variationen Beethovens zzgl. des Themas von Diabelli lauschen wollen. #11 B Beethoven & 33 Diabelli-Variationen - Beethovens Boogie-Woogie #14 Der Querdenker Beethoven In diesem Podcast hören Sie Anekdoten berühmter Komponisten und Musiker, wie z.B. Beethoven, Brahms, Rossini, Liszt, Paganini, Mozart und vielen weiteren Also, ran an unseren Podcast … Viel Spaß, Freude & Kurzweil! Mit wohltemperierten Grüßen die zwei Lutschewitze 𝗪𝗮𝘀 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 ü𝗯𝗲𝗿 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗣𝗼𝗱𝗰𝗮𝘀𝘁 𝗵𝗶𝗻𝗮𝘂𝘀? KONZERT-VORTRÄGE! Diese entfalten eine Mischung aus Musik, Psychologie & Philosophie und viel Humor =》ein abwechslungsreich klingendes & gesprochenes Nebeneinander. Ein Kaleidoskop aus Hören & Fühlen. • Den klingenden Teil gestaltet der Pianist Andreas Lucewicz • Die menschlichen & humorvollen Teile gestaltet ich . 𝗠𝗲𝗵𝗿 𝗜𝗻𝗳𝗼𝘀? Interesse an einem KONZERT-VORTRAG? Dann schreiben Sie mich gerne an: kontakt(at)lutschewitz.de Ich freue mich auf Ihre Nachricht.
16 Minuten
Schon 40 Jahre zählte der Stadtmusiker Johann Ambrosius - und seine Frau Elisabeth war sogar noch ein Jahr älter - als am 21. März 1685 in der Eisenacher Fleischgasse ihr achtes und letztes Kind geboren wurde. Nesthäkchen Johann Sebastian. Johann Sebastian Bach war in seiner Biografie zahlreichen schwersten Belastungen ausgesetzt und dabei meine ich nicht nur den frühen Verlust beider Elternteile, sondern auch den Tod seiner ersten Frau Maria Barbara in seinem 36. Lebensjahr, den Tod von 11 seiner 20 Kinder, die gesundheitlichen Einschränkungen in seinen letzten Le-bensjahren und schließlich die Kränkung, dass bereits ein Jahr vor seinem Tod ein Nachfolger für ihn als Thomaskantor bestimmt wurden. Zudem musste sich J.S. Bach während seiner gesamten Berufstätigkeit immer wieder mit Vorwürfen auseinandersetzen, die sich vor allem um die Kritik an seiner für die damalige Zeit moderne Musik drehte. Diese Kritik führte ihm vor Augen, dass seine Begabung und Kreativität von geistlichen und weltlichen Oberen nicht erkannt wurde - eine Tatsache, die ihn sehr schmerzte. Gestärkt wurde seine enorme Resilienz gewiss durch sein Eingebundensein in seine Familie, die Musik, seinen Glauben und seine sozialen Beziehungen … Sie wollen mehr wissen und erfahren? Na dann ,`ran an den Podcast für Eilige – ich kann Ihnen kurzweilige 13 Min versprochen Mit wohltemperierten Grüßen und à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
8 Minuten
"Ich muß halt immer einen Narren haben“, gestand Mozart seiner Frau in einem Brief von 1791. Es muss Mozart diebische Freude bereitet haben … Aus über 1000 Briefen an seinen Vater, seine Cousine (die er liebevoll Bäßle nannte), seine Schwester Nannerl und auch seine Frau Constanze kann herausgelesen werden, dass Mozart einen ganz besonderen Humor, ja Witz hatte. Er war als besonders lebhaft bekannt und hört man z.B. sein Lied „Bona nox!“, wird sein Humor sehr schnell erkennbar .. „Bona nox! Bist a rechta Ox“, ist ein vierstimmiger Kanon und auch der Reim stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von Mozart selbst. Der Kanon ist eine Art guten Nachtlied, das Mozart in fünf Sprachen geschrieben hat und somit seine Kosmopolität in Tönen spiegelt. „Bona nox! Bist a rechter Ox“ ist ein kleines, humorvolles Stück, das die scherzhafte und verspielte Seite Mozarts offenbart. Und da der Kanon etwas obszön klingt, gilt er als eines der am längsten und häufigsten zensierten Musikstücke der Geschichte. Warum? Nun, es ist der Text … Das Lied ist ein humorvolles Beispiel für Mozarts unkonventionelle, manchmal schelmische, mitunter auch derbe Art. Sie wollen mehr wissen zum Mozart`s derbem Humor? Na dann ,`ran an den Podcast für Eilige – wir können Ihnen kurzweilige 7 Min versprechen Mit wohltemperierten Grüßen & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein einzutauchen in die Kraft der Musik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT!
44 Minuten
Was ist relevant und wichtig in unserem Leben? Was macht uns Menschen glücklich und zufrieden? Was sollten wir tun und was sollten wir lieber lassen, wenn unser Leben gelingen soll? Fragen die tief gehen und nicht einfach so mal schnell zu beantworten sind. Fragen, die auf jeden Fall die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben aufdecken. Fragen, die schließlich zum zentralen Gedanken führen - was ist das, das uns zum Glück fehlt? Aber was ist nun das, was uns wirklich glücklich macht? Worin besteht das gelungene Leben? Mmmhhh, das führt mich zu einem Gedanken-Spiel … Stellen Sie sich einmal vor, Ihnen würde angeboten werden, sich für den Rest Ihres Lebens an einem großen Computer anschließen zu lassen, der Ihr Gehirn und Ihre Nerven fortwährend mit Glücksgefühlen stimuliert und über Schläuche würden Sie mit Nahrung versorgt werden. Sie müssen sich um nichts kümmern und hätten auch nie mehr Schmerzen. Natürlich würden Sie kein reales Leben führen können, das ist klar, ja und Sie treffen auch keine Freunde mehr, Sie arbeiten nicht, Sie hätten keine Sorgen und Sie könnten jede Krise der Welt für sich krisenfrei durchleben. Würden Sie sich an so eine Maschine anschließen lassen? Ist es das, worauf unsere Sehnsucht nach Glück abzielt? Also testen würde ich so eine Maschine ganz gern einmal für einen Tag, vielleicht auch für zwei - aber ich denke, für wirklich länger Zeit wollte ich an diesem Ding nicht hängen … Und Sie? Sie wollen mehr wissen? Zu meinen Gedanken und zur von mir gewählten Musik für den Podcast? Ich wählte als Musik für den Podcast von Franz Schubert die Hüttenbrenner Variationen. Andreas meinte diese passen wie gespuckt zum Thema Also, ran an unseren Podcast … Mit wohltemperierten Grüßen die zwei Lutschewitze Viel Spaß! Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen und Interesse freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik nä-her heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein, einzutauchen in die Kraft der Musik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT!
32 Minuten
„Alone we can do so little. Together we can do so much.“ (Helen Keller) Unser Podcast erzählt von Helen Keller! Helen war ein taub-blindes Mädchen, das mit dem Fingeralphabet Wörter und Sprache lernte. Und von ihr stammt auch der Satz "Ich bin blind, aber ich sehe; ich bin taub, aber ich höre." Helen schrieb zehn Bücher, hielt weltweit Vorträge und setzte sich für Blinde und körperlich behinderte Menschen ein. Ihr Buch „Die Geschichte meines Lebens“, in welchem sie ihren Le-bensweg vom vereinsamten Mädchen zur starken Frau beschreibt, wurde ein voller Erfolg und gab Menschen ohne körperliche Einschränkungen erstmalig einen Einblick in das Leben körperlich ein-geschränkter Personen. Mit ihrer steigenden Popularität wurde Helen die Stimme der Blinden. Sie werden sich vielleicht fragen, wie bei mir die Ideen entstand einen Podcast, der u.a. Musik zum Thema hat mit Hellen Keller in Verbindung zu bringen – nun, es ist die Resonanz, die uns Menschen verbindet, oder? Musik ist Resonanz und Helen lernte Sprechen über Resonanz. Die 5 Sinne - Tasten, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken – waren bei ihr auf 3 reduziert. Und wenn ein Sinn bei uns Menschen erlischt, dann werden die anderen stärker. In Helens Situation war das mit Gewissheit der Tast-Sinn und sie hat damit gewiss über eine Feinfühligkeit verfügt - was Schwingungen und Resonanz betriff -, die wir Sehenden und Hörenden nicht erreichen können. Und ach ja, für diesen Podcast wählte ich von Robert Schumann „Gesänge der Frühe“ – genauer 5 Gesänge. Ich wählte sie, weil diese 5 Stücke nicht nur in reichem Maß zu hören, sondern auch zu denken geben. Musik als Träger, als Gefäß, als Resonanz einer Sprache des Herzens. Die Gesänge der Frühe haben eine ganz eigene Färbung. Man könnte meinen, dass in dieser Musik ein klein bisschen Frühling steckt, trotz aller Traurigkeit. Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen, Interesse und Hinweisen freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein einzutauchen in die Kraft der Musik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT! Musikbeispiele im Podcast: Unbekannte Klavierwerke von Schubert, Schumann, Janáček und Brahms Pianist: Andreas Lucewicz EigenART 10070 Instrument: Steinway D Hier: Robert Schumann (1810 – 1856) Gesänge der Frühe op. 133 (1853) 1. Im ruhigen Tempo 2. Belebt, nicht zu rasch 3. Lebhaft 4. Bewegt 5. Im Anfang ruhiges, im Verlauf bewegtes Tempo
37 Minuten
Wunderkind „Als Genie wird man geboren, zum Wunderkind gemacht Wunderkinder können häufig schon vor dem Schulanfang lesen und rechnen beherrschen, schnell Fremdsprachen und verstehen in Windeseile komplexe Zusammenhänge oder erlernen ein Musikinstrument rasant bis zur Konzert-Reife. Aber Pädagogik und Wissenschaft tun sich schwer mit dem Begriff „Wunderkind“ - sie sprechen lieber von Hochbegabung. Ist ein Kind auf vielen Gebieten talentiert, bezeichnen sie es als mehrfachbegabt, während exzellente Fähigkeiten auf ausschließlich einem Gebiet als Inselbegabung gelten. In jüngster Zeit betont die Forschung wieder stärker genetische Faktoren, da bei Eltern von Hochbegabten oft ähnliche Begabungen beobachtet werden. Gerade wenn Ihnen selbst die Entwicklung ihrer Fähigkeiten nicht gestattet wurde, beauftragen sie symbolisch ihre Kinder den eigenen Weg fortzusetzen. So spielt folglich auch die Erziehung einen großen Einfluss, weil der Nachwuchs sein ererbtes Potential eben nur dann voll ausschöpfen kann, wenn er schon vom Kleinkindalter an damit gefüttert & gefördert wird. Es ist folgerichtig, dass die Lebensläufe der meisten Wunderkinder mehr über die Eltern als über die Kinder aussagen, denn fast immer sind es Eltern, die den Grundstock dafür legen, dass ein überdurch-schnittliches Talent auch überdurchschnittliche Leistungen erbringt. UND nicht selten ordnen sie dem Erfolg ihres Kindes dabei ihr eigenes Leben unter. Die Gründe dafür mögen vielschichtig sein, historisch ist der wichtigste zweifellos das Geld. So wie Leopold Mozart im 18. Jahrhundert den Lebensunterhalt u.a. oder schließlich vorwiegend mit seinem Sohn verdiente, so tat dies mehr als 200 Jahre später auch der Vater von Lang Lang - beide Väter planten den Erfolg mit wenig Rücksicht auf die kindliche Gesundheit. Abraham Mendelssohn der Sohn des Philosophen Moses Mendelssohn und Vater des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy klagte einst, erst der Sohn eines berühmten Vaters und dann der Vater eines berühmten Sohnes gewesen zu sein. So vielschichtig das Phänomen der Wunderkinder ist, so unterschiedlich sind auch ihre Lebenswege und ihre persönlichen Entwicklungen. In diesem Podcast werden drei Wunderkinder vorgestellt und als Musik haben wir dafür die Kinderszenen von Robert Schumann gewählt. Als Wunderkinder wählten wir Europas erste Professorin Laura Bassi, den Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und den schließlich den Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso. Schumanns Kinderszenen sind 13 Gedichte ohne Worte - dieser Zyklus von kurzen Klavierstücken ist das Werk eines jungen Kompo-zenen als „Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere“, als Darstellung der Kinderwelt aus der Perspektive des Erwachsenen. Vielleicht auch eine Rückprojektion der ewigen Sehnsucht des Romantikers Schumann in die verlorene Welt der Kindheit. Es sind auffallend viele Stück heiteren Charakters, die Robert Schumann hier komponiert hat. An Clara schreibt er im März 1838 dazu, dass er "an die 30 kleine putzige Dinger geschrieben" habe, und davon "zwölf ausgelesen und „Kinderscenen“ genannt" habe. Außerdem, so fügt er mit Blick auf die bekannte Pianistin Clara Wieck hinzu, "musst Du Dich, liebes Clärchen aber freilich als Virtuosin vergessen." Warum Schumann dies schrieb? Nun spieltechnisch sind diese Werke nicht so schwer, dafür verlangen sie jedem Pianisten im Ausdruck alles ab. Jede Form von Verharmlosung oder Verniedlichung würde Schumanns Idee von Poesie komplett zuwiderlaufen. Deswegen sind die "Kinderszenen" auch nicht für Kinder als Vortragende gedacht ... Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz
34 Minuten
„Männer sind, und Frauen auch …“. (Loriot) In diesem Podcast stelle ich mit Worten drei Komponistinnen vor und da Andreas von ihnen leider noch keine Musik eingespielt hat – gut von Hildegard von Bingen gibt es nun auch keine Klaviermusik, sondern eher Kirchen-Gesänge – dachte ich, ich stelle musikalisch einen Komponisten vor, der vielleicht auch dem einen oder der anderen Zuhörenden noch nicht bekannt ist. Leoš Janáček, der 1854 geboren wurde und in diesem Jahr seinen 170 Geburtstag feiern würde. Von seinem Geburtsjahr her gehört er eigentlich eher zur Generation Antonin Dvoraks, wobei seine Werke zu den markantesten Leistungen der Musik des 20. Jahrhunderts gehören. Er stellt sich damit in eine Reihe mit Komponisten, die zwei Generationen jünger waren als er. Es heißt von ihm, je älter er wurde, desto progressiver und jugendlicher wurde seine Musik. Er engagierte sich aktiv im Musikleben seiner Heimatstadt, dirigierte verschiedene Chöre, verfasste Konzertrezensionen, schrieb Feuilletons, publizierte theoretische Schriften und rief 1884 eine Musikzeitschrift ins Leben. Ja und in diesem Podcast stellen wir sein Klavierwerk mit dem Namen „Von der Straße“ vor. Dieses Klavierwerk umrahmt die drei Komponistinnen 1. Hildegard von Bingen … (1098 – 1179) 2. Fanny Hensel, geb. Mendelssohn … (1805-1847) 3. Clara Schumann, geb. Wieck … (1819 - 1896) Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen, Interesse und Hinweisen freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein einzutauchen in die Kraft der Mu-sik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT!
9 Minuten
Schon der Name ist pure Musik B A C H Wussten Sie, dass Johann Sebastian Bach aus einer außergewöhnlichen Familie stammte? Einer Familie, die über einen Zeitraum von fast 300 Jahren hinweg die Musiklandschaft in Mitteldeutschland prägte? Und für die Bachs waren die Familienbande sehr wichtig. Alljährlich traf man sich an wechselnden Orten, um gemeinsam zu feiern, zu musizieren oder einfach um Neuigkeiten auszutauschen und natürlich nutzte der Clan diese Familientage, um seine Interessen bei der Neubesetzung freiwerdende Stellen durchzusetzen. Doch warum riss die Familien Tradition - immerhin gingen dem großen Thomaskantor schon 5 Generationen voraus - mit den Söhnen Johann Sebastian Bachs plötzlich wieder ab? Ahnenforschern ist die Misere bekannt … Hören Sie mehr im Podcast "für Eilige" (kurzweilige 8 ½ Min – versprochen ) Mit wohltemperierten Grüßen Claudia & Andreas Lutschewitz
34 Minuten
Wen die Götter lieben – Wolfgangerl Amadé Wer kennt ihn nicht, den Merchandising-Artikel, die Mozartkugel! Wird sie – also die Kugel - dem Künstler gerecht? War Mozart süß, vielschichtig und zart schmelzend auf der Zunge? Mozart macht seine Vielseitigkeit aus. Er konnte äußerst komplexe Stücke schreiben und dann sein Publikum wieder mit sehr eingängigen Melodien vereinnahmen. Dramatik und Leichtigkeit beherrschte er, so wird mitunter gesagt, wie nach ihm kein weiterer Komponist. Weshalb er bis heute als eine Ausnahmeerscheinung gilt … zumindest bei Mozart Liebhabern. Für diesen Podcast wählte ich Mozarts „Duport-Variationen“ – die Geschichte zu diesen Variationen ist folgende: Im Frühjahr 1789 reiste Mozart nach Berlin an den preußischen Hof. Das Ziel: die Finanzen aufbessern. Tatsächlich gibt es nur Vermutungen darüber, welche Möglichkeiten an Kompositionsaufträgen, Stellenangeboten und lukrativen Konzertauftritten sich für Mozart tatsächlich vor Ort aufgetan haben. Fest steht aber, dass es ihm ziemlich schwer gemacht wurde, beim preußischen König Friedrich Wilhelm II. eine zweckdienliche Audienz zu bekommen. Die "Duport-Variationen" waren – so wird überliefert - eine Art musikalischer Bestechungsversuch von Mozart beim königlichen Kammermusikdirektor und Cellisten Jean-Pierre Duport. Was war das für ein Bestechungsversuch oder vielleicht doch eher eine Schmeichelei, die Mozart gegenüber Duport äußerte? Neugierde geweckt? Dann hören Sie weiter im Podcast … Weitere Inhalte des Podcast: Wo kommt der Name Amadé & Amadeus her? Von Schmierereien und Klecksen im Notenbuch Vom Klischee des „verarmten Genius Mozart“ Der Mozart-Effekt Mozarts Musik in Zitronengelb Und ich erzähle über Mozart als der Ton-Jongleur, Melodien-Zauberer, Harmonien-Akrobat, Farben-Dompteur, der die Zuhörenden in schwindelige Höhen aufs Seil und in abenteuerliche Situationen in den Löwenkäfig führt, der als Clown für Freude sorgt und zugleich als Harlekin zeigt, wie weinen geht. Mozart als Zirkus-Direktor und über ihm das Zelt der Notenvielfalt mit all seinen Farben, Nuancen, Harmonien & Dissonanzen. Wie ist Mozarts Musik für Sie? Wie fühlen & sehen Sie sie? Ach ja, bevor ich schließe … Emmanuel Pahud, der Soloflötist der Berliner Philharmoniker, sagte einmal bei einem Interview: “Wenn Mozart heute leben würde, da bin ich sicher, wäre er DJ und hätte viel Spaß dabei.“ Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz
47 Minuten
Wäre einer wie Beethoven heute eigentlich noch möglich? Wie erfolgreich wäre ein Komponist wie Beethoven in unserer Zeit, der grösser und revolutionärer denkt als viele seiner Zeitgenossen? Die Sehnsucht nach etwas Neuem und Aufsehenerregenden, wie sie bei einigen von Beethovens Auftraggebern existierte, ist auch heute noch vorhanden - aber gibt es auch jene Bereitschaft das Sprengen aller Grenzen tatsächlich zu ertragen und öffentlich zu verteidigen? Sind Karrieren von radikalen Künstlern wie Beethoven in einer Welt in der Musik zu einem Geschäft für die Masse geworden ist, nicht zur Ausnahme geworden? Natürlich ist es einfach heute Beethoven zu feiern und es ist grandios seine Sinfonien, seine Klavierkonzerte zu hören, zu fühlen und sich über diese und ihren Komponisten auszutauschen. Andreas und ich wir waren vor kurzem im Beethovenmuseum in Bonn und sind angefüllt voller Inspirationen und Anregungen von dieser Reise wieder zu Hause angekommen. Noch heute sprechen wir viel über dieses Museum, über diesen wunderbaren und einzigartigen Menschen, über den Menschen hinter der Mu-sik, über Beethoven als Künstler, Komponisten, Pianisten, Denker – ja Querdenker. Darf man das überhaupt sagen – Querdenker? Ja, für mich war Beethoven ein Querdenker, denn er hat quergedacht zu seiner Zeit und ich persönlich denke, es ist wichtig, dass wir querdenken - ohne dass wir dieses Wort negativ konnotieren - sondern dass wir das Wort stehen lassen in seiner Bedeutung, einfach so bestehen lassen in dem, was es tatsächlich meint und aussagt - wir denken quer. Das heißt nicht linear denken! Diese Welt braucht Menschen, die nicht linear denken, die Komplexität sehen, verstehen und gemeinsam ins Denken kommen, um zu verstehen, um damit Veränderungen möglich zu machen. Und ja, auf meine anfängliche Frage zurückkommend - Ich denke, Beethoven wäre heute noch möglich und ich denke auch, wir hätten ihn heute sehr nötig! Hören Sie mehr im Podcast - viel Freude & Spaß! Unsere Podcast-Inhalte sind sorgsam recherchiert. Bei Fragen, Interesse und Hinweisen freuen wir uns über eine Nachricht an: Kontakt@lutschewitz.de Unsere Podcasts laden ein zu einer wahrhaftigen und besonderen Begegnung mit der klassischen Musik und ihren KomponistenInnen sowie Darbietenden. Dabei wird neben all den inhaltlich wesentlichen Aspekten stets Platz geboten für viel menschliche Perspektive. Wir wollen die klassische Musik näher heranrücken an den Alltag aller Zuhörenden und laden sie ein einzutauchen in die Kraft der Musik und ihr Drumherum, verbunden mit Psychologie & Philosophie. Die Zeit zu lernen ist: JETZT! Mit wohltemperierten Grüßen Andreas und Claudia Lutschewitz
7 Minuten
Leonard Bernstein… ... liebevoll von Freunden auch Lenny genannt, war ein Lebemann und Genussmensch und mit seinem lässigen Auftreten gelang es ihm, wie kaum einem anderen, ein breites Publikum zu bezaubern. Mit dem Taktstock in der Hand, am Klavier oder auch vor dem Mikrofon: Er suchte immer die Nähe zum Publikum und zu den Menschen. Seine legendären "Young People's Concerts" gehören bis heute zu den erfolgreichsten Musikvermittlungs-Formaten überhaupt; Ebenso klug wie beredt hat er sein musikalisches Wissen und Gespür in Worte und zu Papier gebracht, davon zeugt unter anderem auch sein Buch "Freude an der Musik“. Er war ein Mensch, der an beiden Enden gebrannt hat – liebenswürdig, die Menschen umarmend, auch wenn er sie überhaupt nicht kannte – offen und zugewandt. Und Ludwig van Beethoven gehörte zu seinen Leitfiguren, die prägenden Einfluss auf ihn genommen haben. Lenny hatte viele Vorbilder, doch Beethoven zählte zu seinen Wichtigsten. So hat Lenny als politischer Mensch Ludwig van auch immer wieder eingesetzt, um auch humanistische Botschaften auszusenden. Denn Beethovens Musik war für ihn eng mit den Idealen der Freiheit verknüpft und Ludwig van war für Lenny ein Art Geistesverwandter, wenn es um Menschlichkeit und Verbundenheit ging. Und diese beiden Komponisten verbindet wirklich viel. So zum Beispiel, dass sie als Komponisten die Musik ihrer jeweiligen Epoche schrieben. Beethoven schrieb als einer der ersten Musik für eine sich emanzipierende, europäische bürgerliche Gesellschaft und Bernstein lieferte in seinen Symphonien, Theater- und Filmmusiken eine Musiksprache, die den Soundtrack des 20. Jahrhunderts spiegelt. In seiner Musik geht es um die unterschiedlichsten Einflüsse der Einwanderungsgesellschaft, die von Broadway bis Hollywood Musikgeschichte schrieb. Beide Komponisten regieren also mit ihrer Musik auf die gesellschaftlichen Veränderungen ihrer jeweiligen Zeit. Das Bonner Beethoven Haus realisiert bis zum besagten 19. August 2024 eine Sonderausstellung zu Bernsteins Beethoven – sehensWERT und berührend, zeigt sie doch viel vom Menschen Leonard Bernstein und seiner Verbundenheit sowie Zugewandtheit zum großen LvB. Die Sonderausstellung zeigt von LB den Komponisten, den homo politicus, den Interpreten und den Musikvermittler. Und - wie ganz zu Anfang bereits erwähnt - Lenny hat auf vielfältige Weise und für unterschiedliche Anlässe und Zielgruppen Musik erklärt. Damit hat er eine Vorreiterrolle auf einem Gebiet gespielt, das heute aus dem klassischen Musikbetrieb nicht mehr wegzudenken ist: die MUSIKVERMITTLUNG! Immer spielte Beethoven dabei eine wichtige Rolle, um auszudrücken was sich mit Musik sagen lässt. Hören Sie weiter & mehr im Podcast Mit wohltemperierten Grüßen Claudia & Andreas Lutschewitz
7 Minuten
Bei der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven handelt es sich zum Teil um die Vertonung eines Gedichtes von Friedrich Schiller, das dieser 1785 schrieb. LvB liebte dieses Gedicht Zeit seines Lebens und plante dieses schon in seiner Bonner Zeit zu vertonen, wie Korrespondenzen aus dem Jahr 1793 zeigen. Am 7. Mai 1824 wurde die "Neunte" zum ersten Mal in Wien aufgeführt. Eine offizielle Adeligung erfolgte im Jahr 2001 als die Neunte in die von der UNESCO geführten Liste „Memory of the World“ aufgenommen wurde als erste musikali-sche Komposition. Im Jahre 1989 - an Weihnachten dieses geschichtsträchtigen Jahres - dirigierte Leonard Bernstein das Werk in 2 Konzerten nacheinander. In der Philharmonie im Westteil Berlins und im Ost-Berliner Schauspielhaus am Gen-darmenmarkt. Das Orchester war symbolhaft zusammengesetzt mit Mitgliedern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und mit Musikern und Musikerinnen der 4 alliierten Kriegsmächte, die gegen Hitler-Deutschland gekämpft hatten - sie kamen aus Paris, London, New York und Leningrad. Neben einer solchen Symbolik - und die Neunte war immer mit Symbolik verknüpft - erlaubte sich Bernstein aus der „Ode an die Freude“ eine „Ode an die Freiheit“ zu machen. Und zu erwähnen ist auch noch, dass bereits 1972 Beethovens Melodie offiziell zur Hymne Europas erklärt wurde - wegen ihrer ins Politische übertragbaren Botschaft und wegen ihres Charakters einer klingenden Utopie. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, denn nicht immer strahlte die Neunte im Licht einer Frieden stiftenden Welthymne. Das Werk gerät auch ins Sogwasser nationalistischer Vereinnahmungen, vor allem als die Nazis mit Beethoven als kulturellem Aushängeschild aufrüsteten. 1936 jedenfalls ließ Hitler am Abend der Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin das Chor-Finale von fast 6000 städtischen Teenager schmettern, Glockengeläut und Lichtshow inklusiv. Im Jahr darauf wurde die Neunte auf Initiative von Joseph Goebbels exklusiv anlässlich von Hitlers Geburtstag aufgeführt. Muss Musik sich eigentlich alles gefallen lassen? Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz
10 Minuten
„Töne & Temperamente für Eilige“ Im Podcast Nr. 11 sprach ich ausführlich zu den ersten 17 Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven … Und hier nun unser Surrogat-Extrakt der Episode Nr. 11 … eben für EILIGE Also … wieviel Boogie-Woogie steckt in Beethoven? Es war eine gewitzte Geschäftsidee, die der Wiener Musik-Verleger Anton Diabelli hatte. Er komponierte nämlich einen Walzer, verschickte diesen an verschiedene Komponisten in ganz Österreich und bat diese, ihm dazu je eine Klaviervariation zu schreiben. Ludwig van Beethoven komponierte sage und schreibe 33 Variationen dazu und das, obwohl er vom Walzer Diabellis zu Anfang gar nicht angetan war, ihm waren Walzer wohl zu profan. Und in diesen 33 Variationen lässt Beethoven seine Größe grandios wirken - humorvoll, wütend, melancholisch und eben auch swingend … Ja, swingend ... denn in 2 Variationen, nämlich der 16. und 17. – die Beethoven miteinander verwob, denn es gibt kein Ende der 16. und keinen Anfang der 17., swingt der Boogie-Woogie, so könnte man meinen. Obwohl es diesen zu Beethovens Zeiten noch gar nicht gab, also Beethoven vom Boogie-Woogie noch nichts wissen konnte. Beethoven war komplex, seine Musik ist es und die Zeiten, in denen er lebte, waren es sowieso. Zu Beethovens Zeiten wurde seine oder anders gesagt, DIE Welt aus den Angeln gehoben und heftig infrage gestellt. Der Adel wurde in Europa schwer geprüft und zum Teil auch brutal beseitigt und ersetzt. Beethoven erlebte das Aufstreben Napoleons, der durch Europa tobte, als Hoffnungsträger des Humanismus galt und für die französische Idee: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" einstand. Ja, bis er sich schließlich selbst zum Kaiser krönte … Beethoven war entsetzt und von Napoleon tief enttäuscht. Und all diese politischen, gesellschaftlichen und auch existentiellen Umbrüche, die Beethoven erlebte, beeinflussten natürlich auch seine Musik. Aber in den 33 Variationen folgt er keinem Zeitgeist, in ihnen befriedigt er keinen Repräsentationsanspruch eines adeligen Gönners oder eines politischen Herrschers und Beethoven zielt auch nicht darauf ab, möglichst oft in den Wiener Salons gespielt zu werden… Nein, in diesen 33 Variationen komponiert Beethoven frei von allen Zwängen. Beethoven läßt sich allein von den Möglichkeiten, die ihm die Noten des Walzers und seine Fantasie boten, inspirieren. Sie wollen mehr wissen? Unser ausführlicher Podcast zu Beethovens Boogie-Woogie (?!) enthält den Walzer Diabellis und die ersten 17 Variationen Beethovens. Inhaltlich berichte ich dort • vom Marketing-Genie Anton Diabelli, • der Begegnungen Beethovens mit Mozart & Haydn, • ich erzähle ein paar Beethoven-Anekdoten - aus LvB`s Schulzeit und zu seinen doch etwas (zum Teil) schrulligen Gebräuchen und • berichte von der Herkunft seines Namens … Also für mehr Detailwissen bitte die Nr. 11 unserer Podcasts anklicken … Und dann lauschen und genießen … Mit wohltemperierten Grüßen … Herzlichst Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz
46 Minuten
Etwas Rohkost für`s Hirn gefällig? Dann hab` ich etwas für Sie! Nämlich hier unseren Podcast Nr. 11! Um was es in diesem Podcast geht? Um Beethoven, seine Schrullen und folgende Frage … Wieviel Boogie-Woogie steckt in Beethoven? Eine inspirierende und auch verwirrende Frage, oder? Ich beame uns im Podcast ins Jahr 1819…. Denn im Jahr 1819 war es eine gewitzte Geschäftsidee, die sich der Wiener Musik-Verleger Anton Diabelli erdachte. Er verschickte nämlich einen kleinen selbstkomponierten Walzer an verschiedene Komponisten in ganz Österreich und bat sie, ihm dazu je eine Klaviervariation zu schreiben. 51 Komponisten unter ihnen auch Ludwig van Beethoven variierten … Und Beethoven komponierte nicht so wie allen anderen Komponisten nur 1 Variation, NEIN, Beethoven komponierte gleich 33 Variationen - ein wahrer Variationen-Zyklus. Das nenne ich `mal MUT zur Veränderung! So machte Beethoven wortlos klar, dass er nicht im Traum daran dachte sich unter die 50 bekanntesten Komponisten Österreichs rechnen zu lassen, sondern eine Kategorie für sich bildet. Und ich verspreche Ihnen nicht zu viel, wenn ich Ihnen sage, dass Beethoven in diesen 33 Variationen seine Größe grandios wirken lässt - humorvoll, wütend, melancholisch und eben auch swingend … Ja, swingend ... Denn in 2 Variationen, nämlich der 16. und 17. - die Beethoven miteinander verwob, denn es gibt kein Ende der 16. und keinen Anfang der 17. - swingt der Boogie-Woogie, so könnte man meinen. Sie glauben mir nicht? Na, dann `ran an den Podcast und lassen Sie sich überraschen. Mit wohltemperierten Grüßen … Herzlichst Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz
41 Minuten
Viele Philosophen, Dichter, Denker und Musiker haben sich seit Jahrhunderten mit der Wirkung von Musik auf den Menschen beschäftigt. Und auch Literaten, Neurologen und Psychologen forschen bis heute unermüdlich daran, diese ganz eigene Qualität der Musik zu erklären. Ihr Geheimnis ist jedenfalls bis heute (noch) nicht entschlüsselt. Die Naturwissenschaften erklären uns die Welt, die den Menschen unmittelbar umgibt. Mit der Welt in unseren Vorstellungen aber haben sie nicht unmittelbar etwas zu tun. Auf dieser Ebene kommen dann also die Künste ins Spiel, also die Literatur, die Malerei und die Musik. Kunst beginnt an der Grenze der Welt, die wir uns vorstellen, die wir in Gedanken konstruieren, nicht der, die wir unmittelbar sehen (leben). Die Künste also prägen unsere Vorstellung davon, wie wir leben wollen. Sie wirken mehr oder weniger direkt auf uns ein und genau deswegen sind die Künste so wichtig - gerade jetzt in dieser tiefen gesellschaftlichen Zäsur, dieser gesellschaftlichen Sinnkrise, in der es darum geht, Vorstellungen von der Welt zu entwickeln in der wir zukünftig leben wollen und können. Musik hilf uns beim Gestalten unseres Vorstellungsvermögens. Und daher hat sie, haben alle Künste eine ungemein mobilisierende Kraft, deren Geheimnis sich den Menschen nie ganz erschlossen hat. Das mag der Grund dafür sein, dass Menschen seit mehr als zwei Jahrtausenden Kunst nicht nur erschaffen oder erleben, sondern unablässig über ihr Wirken philosophieren. Musikalische Erfahrung schafft eine ganz eigenwillige erkenntnisfördernde Emotionalität, die uns letztlich auf uns Menschen zurückwirft und uns zu uns selbst führt. Ist erst eine gesellschaftliche Sinnkrise nötig, um zu erkennen, dass die Künste und dabei gerade auch die klassische Musik in diesen krisenreichen Zeiten viel zu bieten haben? Denn Musik kann soziale und ethnische Grenzen überwinden und die Welt zum Klingen bringen. Und gerne schließe ich mich Kent Nagana an, der einmal sagte: „Ich träume von einer Welt, in der jeder Mensch die Chance hat Zugang zur klassischen Musik zu finden.“ Hören Sie weiter & mehr im Podcast Mit wohltemperierten Grüßen Andreas Lucewicz & Claudia Lutschewitz