Kant Heute. Der Podcast Archiv
26 Episoden
21 Minuten
Gibt es in der Geschichte der Menschheit eine Bewegung nach vorne, obwohl wir ständig Rückschritte erleben? Sven Bernecker und Sofie Møller erklären, warum Kant rechtlichen und moralischen Fortschritt zusammen denkt und wie Rechtsinstitutionen uns zu besseren Menschen machen können.
19 Minuten
Manchmal werden wir im Museum oder im Konzert unerwartet in einen ganz besonderen Zustand versetzt – wir machen eine ästhetische Erfahrung. Was sagt Kant zu solchen Erfahrungen? Welche Rolle spielen dabei Gefühle? Und inwiefern kann Kunst das Unsagbare ausdrücken? Jürgen Wiebicke und Larissa Berger sprechen über diese und weitere Fragen.
19 Minuten
Kant ist dafür berüchtigt, jedes Recht auf Widerstand abzulehnen. Aber ist das wirklich so? Und was würde Kant über zivilen Ungehorsam sagen, so wie wir in seit einiger Zeit wieder verstärkt vor dem Hintergrund der sogenannten Klimakrise erleben? Jürgen Wiebicke im Gespräch mit Dieter Schönecker.
21 Minuten
Frieden ist für Kant der höchste Zweck und die abschließende (regulative) Idee des Politischen und des Rechts. Wahrer Frieden besteht nicht in einer vorübergehenden Zeit ohne Krieg (das wäre bloßer Waffenstillstand ohne endgültige Sicherheit), sondern darin, dass gar kein Krieg mehr geführt werden kann. Kriege entstehen durch Konflikte souveräner Staaten (bzw. auch schon mit staatsähnlichen Gebilden). Will man also schon die Möglichkeit des Krieges verhindern, müssen die Staaten in einem solchen Bund („Völkerbund“) vereinigt werden, der den Staaten zwar nicht ihre politische Souveränität nimmt, sie aber wechselseitig verpflichtet und sicherstellt, dass Angriffskriege gemeinsam gemäß dem Völkerrecht bekämpft und ausgeschlossen werden. Diese Bildung eines föderalen Staatenbundes sieht Kant als zwar langwierigen Prozess, aber als die notwendige Aufgabe und den Endzweck freier Republiken.
21 Minuten
Was sagt Kant über Bettler? Hätte er ihnen Geld gegeben? Jürgen Wiebicke und Corinna Mieth diskutieren über Kants Konzeption von Wohltätigkeit. Welche Pflichten haben wir gegenüber Menschen, die in Armut leben? Warum kann Hilfe zu Undankbarkeit führen? Kannte Kant das Problem struktureller Ungerechtigkeit?
20 Minuten
Welchen Wert hat die Natur? Wozu sind Menschen verpflichtet angesichts der Verletzlichkeit und Verlierbarkeit der Natur als Lebensgrundlage, wie sie uns der Klimawandel deutlich vor Augen führt? Für Immanuel Kant war dies kein zentrales Thema, und doch bietet seine Philosophie Potentiale, heutige klima- und naturethische Fragen zu klären. Als ein möglicher Gegenspieler erscheint hier Hans Jonas, der teilweise den Wert der Natur vor den Wert des Menschen stellen will.
22 Minuten
Man kennt Kant als großen Philosophen, aber als Pädagogen? Jürgen Wiebicke und Larissa Berger diskutieren Kants Vorstellungen von Bildung und Erziehung. Was würde Kant wohl über unsere heutigen Schulen denken und würde er ein Menschenrecht auf Bildung verteidigen?
22 Minuten
Würde Kant im heutigen Ethikrat sitzen? Sven Bernecker und Sofie Møller überlegen, wie Kant uns hilft mit Expertenwissen umzugehen und ob wir heute aufgeklärter sind als zur Zeit Kants.
18 Minuten
Angenommen, unser Smartphone wäre bereits ein Gerät mit künstlicher Intelligenz: Was würde Kant dazu sagen? Cord Friebe und Jürgen Wiebicke sprechen über Kant und die künstliche Intelligenz.
19 Minuten
Flucht und Migration gehören zu den drängenden Problemen auf der aktuellen politischen Agenda. Im Werk Kants finden sich zahlreiche normativen Überlegungen, die sich hier ins Spiel bringen lassen: sein Kosmopolitismus, seine Reflexionen über das Weltbürgerrecht und den Welthandel, das Recht auf politisches Asyl, Einwanderung und Ansiedlung; dazu zählen auch seine problematischen Überlegungen zu Sklaverei und Rassismus.
19 Minuten
Zum Einstieg in die Reihe „Kant. Heute. Der Podcast“ sprechen Jürgen Wiebicke und Dieter Schönecker (Sprecher des Digitalen Kant-Zentrums NRW) über einige Grundbegriffe von Kants Praktischer Philosophie. Es geht um Aufklärung, Pflichten, Selbstbestimmung. Und sogar um Sex.