Kontrafunk: Philosophieren Archiv
92 Episoden
56 Minuten
Am Tag der Arbeit philosophieren die beiden Müßiggänger Alexander Christ und Matthias Burchardt über die Lust und die Last dieses Grundphänomens. Arbeit kann lästige Pflicht oder Ort der Selbstverwirklichung sein. Im engeren Sinne ist Arbeit lebensnotwendig, denn nur durch sie erlangen wir die Mittel zum Leben: Der Landmann und der Handwerker schaffen im Umgang mit der Natur die Voraussetzung für unsere Existenz und geben unserem Dasein eine Heimat. Doch die Freiheitsspielräume, die wir durch Arbeit gewinnen, bezahlen wir durch neue Zwänge, wenn die arbeitsteilige Welt uns einspinnt. Und was ist, wenn uns die Arbeit ausgeht? Bleibt dann nur noch die Alternative von Bullshit-Job oder besinnungslosem Grundeinkommen?
56 Minuten
In Folge zwölf von „Philosophieren“ im Kontrafunk, der geistigen Komfortzone, geht es Matthias Burchardt und Alexander Christ um Tisch und Stuhl, Lager und Feuer, Tür und Fenster, Grund und Boden — und Sie, liebe Hörer, werden sich wohl fragen, was haben diese Begriffe gemeinsam? Wir sprechen heute über Beheimatung und Sesshaftigkeit, aber auch über das Verlassen eines geschützten Raumes. Lassen Sie sich bitte, wie immer, überraschen, wenn wir diesmal ins tief Private eintauchen und über das „wohnen“ philosophieren.
56 Minuten
56 Minuten
56 Minuten
56 Minuten
Die Abstimmung ist der offensichtliche Vollzug einer demokratischen Praxis. Doch was bedeutet es überhaupt, wenn eine politische Gemeinschaft etwas auf dem Wege der Abstimmung beschließt? Verschleiert man hinter der Demokratiefolklore nicht nur Machtkonstellationen? Was wäre das Ideal einer guten Abstimmung? Matthias Burchardt und Alexander Christ erörtern die vermeintlich selbstverständliche Praxis und geraten sich in die ergrauten Haare, wenn es um das „Systemische Konsensieren“ geht. Sie sind herzlich eingeladen, die Argumente der beiden zu prüfen und sich Ihre eigenen Gedanken zu machen.
55 Minuten
In der Folge 11 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, der verbindenden Stimme der Menschheitsfamilie, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ aus aktuellem Anlass mit dem Schweizer Friedensforscher und Historiker Daniele Ganser über den Kampf zwischen Nationen und über seinen persönlichen Kampf um die Redefreiheit.
Das elementare Menschheitsthema, das uns alle derzeit hautnah betrifft, lautet „Krieg oder Frieden“. „Ich mahne unablässig zum Frieden; dieser, auch ein ungerechter, ist besser als der gerechteste Krieg.“ Dieser bekannte Ausspruch des Cicero in den Epistulae ad Atticum steht mahnend über unserer Zeit – und so auch über unserer heutigen Sendung. Mit Daniele Ganser wollen wir insbesondere aufzeigen, ob und wie eine kämpferische Auseinandersetzung auch friedlich geführt werden kann.
Das elementare Menschheitsthema, das uns alle derzeit hautnah betrifft, lautet „Krieg oder Frieden“. „Ich mahne unablässig zum Frieden; dieser, auch ein ungerechter, ist besser als der gerechteste Krieg.“ Dieser bekannte Ausspruch des Cicero in den Epistulae ad Atticum steht mahnend über unserer Zeit – und so auch über unserer heutigen Sendung. Mit Daniele Ganser wollen wir insbesondere aufzeigen, ob und wie eine kämpferische Auseinandersetzung auch friedlich geführt werden kann.
56 Minuten
„Wenn du geschwiegen hättest, so wärest du ein Philosoph geblieben“, so lautet ein dem Boethius zugeschriebener berühmter Ausspruch. Bedeutet dies auch für Matthias Burchardt und Alexander Christ, sie hätten besser geschwiegen? Vielleicht aus Ehrfurcht vor all den klügeren Stimmen der Tradition oder aus Respekt vor dem Anspruch der jeweiligen Sache? Warum sagen wir überhaupt etwas und nicht etwa nichts? Schweigen kann vielerlei Beweggründe haben, zum richtigen Moment eingesetzt, wird es jedenfalls beredt und enthält selbst eine Aussage. Wir denken über die Ästhetik des Schweigens nach und differenzieren zwischen den Begriffen Schweigen, Stille und Ruhe. Schließlich wenden wir uns der Un-Kultur unserer heutigen Zeit zu, im Gerede mit vielen Worten nichts zu sagen, und stellen dem eine Kultiviertheit des Zuhörens und des Schweigens entgegen.
56 Minuten
„Wir werden einander viel verzeihen müssen.“ Der Spruch des ehemaligen Gesundheitsministers Jens Spahn hallt bitter nach. Vor das Verzeihen haben die Götter die Einsicht, die Reue oder die Sühne gesetzt. Gibt es einen Anspruch auf Verzeihung? Worin besteht der tiefere Sinn dieser Handlung? Sinnieren Sie mit Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Verzeihen und dessen Kehrseite – die Unversöhnlichkeit.
56 Minuten
56 Minuten
Das Schunkeln gilt dem Intellektuellen als plebejisch, allzu trivial ist diese Bewegungsform im Vergleich zum subtilen Tanz. Wer schunkelt – so die Unterstellung – sei ein grobmotorischer Mitläufer, der Individualität und Reflexion preisgebe, um sich im Feiern mit der dumpfen Masse gemein zu machen. Matthias Burchardt und Alexander Christ riskieren eine Apologie des Schunkelns und staunen über das Phänomen des Karnevals – auch und gerade in Anbetracht seiner akuten Bedrohtheit durch den woken Puritanismus.
58 Minuten
57 Minuten
In der Folge fünf von „Philosophieren“, der Sendung von Matthias Burchardt und Alexander Christ, ist der Journalist Robert Fleischer zu Gast. Zusammen mit Alexander Christ widmet er sich dieses Mal einem besonders spannenden menschlichen Betätigungsfeld, dem Wahrnehmen. Wie nehmen Menschen wahr? Beschreiben die sogenannten fünf Sinne, die man sprichwörtlich beisammenhaben sollte, schon die Grenze der menschlichen Naturbeobachtung? Oder ist da mehr? Es wird aufgezeigt, wo und wie uns bereits unsere fünf Sinne auf eine schiefe Bahn bringen können. Wir streifen auf Randbezirke, etwa das Phänomen „Remote Viewing“, die Telekinese, und unternehmen Ausflüge ins Weltall und in das Innerste des Menschen. Wie verhalten sich Wahrnehmung und Fake News? An welchem Punkt wird Wahrnehmung abhängig von der jeweiligen Perspektive zum bloßen Standpunkt? Gibt es überhaupt objektiv Wahrnehmbares? Haben wir einen Einfluss auf die Materie, ja können wir selbst die Wahrnehmung und damit die (oder unsere) Wirklichkeit beeinflussen? Schließlich: Ist das, was wir sehen, wirklich alles, was ist? Oder ist da viel mehr, was wir (zunächst) nicht sehen und womöglich auch bisher nicht erklären können? Gerade in den Randbereichen des Wahrnehmbaren zeigt sich, dass unser Welt-Bild vermutlich nur ein kleiner, halbwegs beherrschbarer Ausschnitt aus dem großen Ganzen sein dürfte.
57 Minuten
Ist das Frieren mehr als ein unangenehmer Körperzustand? Matthias Burchardt spricht mit dem Berliner Philosophen Jochen Kirchhoff über die Verwinterung von Welt und Seele. Inspiriert durch Wilhelm Müllers Winterreise, gelesen von Hans Kremer, erörtern sie die Heimatlosigkeit des modernen Menschen, die politische Kälte des Hygieneregimes und die Rückbesinnung auf Wärmequellen in Gemeinschaft, Kultur und Kosmos.
58 Minuten
Träume sind ein rätselhaftes Phänomen, weil sie nicht nur ein Teil unserer Wirklichkeit sind, sondern eine Wirklichkeit eigener Art stiften. Was bedeuten sie für unser Leben? Manche verfolgen uns in düsterer Bedrohlichkeit, andere geben uns Kraft in schweren Zeiten. Enthüllt sich im Traum unser wahres Selbst oder werden nur Möglichkeitsräume aufgezeigt? Philosophieren Sie mit uns und wagen Sie zu träumen!
Kontrafunk: Philosophieren
Philosophieren ist eine Tätigkeit. Deshalb nehmen wir das Verb als Titel. Matthias Burchardt und Alexander Christ philosophieren am besten zusammen. Man kann ihnen dabei zuhören und darf sich auch noc...