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Kontrafunk: Menschenbilder Archiv

145 Episoden
54 Minuten
Seit den Zeiten des Alten Testaments gibt es Sündenböcke, auf die gesellschaftliche Abgründe übertragen werden, damit eine Mehrheit sich moralisch sauber fühlt. Sind Menschen frustriert oder unglücklich, richten sie ihre Aggression auf wehrlose Personen oder Gruppen. Dies kann auch mittels einer durch Machteliten verbreiteten Ideologie geschehen, die ein Feindbild entwickelt mit dem Ziel der Selbststabilisierung und Neutralisierung von Opposition. Ist das auch heute so? 
54 Minuten
Sprache und Denken hängen zusammen. Der Kampf um erlaubtes und unerlaubtes öffentliches Sprechen ist ein Kampf um erlaubtes und unerlaubtes Denken. Schon der Soziologe Michel Foucault sprach von der „akademischen Diskurspolizei“ im angeblich freien Westen. Doch woher kommt die Tendenz, Reden und Denken einzuschränken, und zwar in der Annahme, die Gesellschaft damit besser zu machen? Inwiefern hat das etwas zu tun mit Sündenböcken und aggressiven Projektionen?
54 Minuten
Das Wort Dekadenz kommt vom lateinischen „dēcadere“, was so viel bedeutet wie „hinabsinken“ oder „verfallen“. Damit verbunden wird oft „ausschweifend“, „degeneriert“, „übersättigt“ und „verkommen“. Aber wodurch zeichnet sich Dekadenz eigentlich aus? Und ist ein dekadentes Leben an Wohlstand oder Reichtum gebunden?
54 Minuten
Fast alle Menschen kennen Schuld und Schuldgefühle. Aber was ist das eigentlich, Schuld? Wie funktioniert unser Gewissen? Kann der Mensch objektiv am Leben oder am Nächsten schuldig werden, unabhängig vom persönlichen Gefühl oder von gesellschaftlichen Konventionen?

[Hinweis auf das von Jeannette Fischer organisierte Symposium in Bad Ragaz vom 23. bis zum 25. August 2024, das in dieser Sendung erwähnt wird: https://www.schuldigkeiten.ch]
54 Minuten
Heute werden immer neue Menschenrechte gefordert, vom Recht auf Abtreibung bis zum Recht, amtlich sein eigenes Geschlecht zu wechseln – zugleich ist der Mensch für viele auch nur ein Tier ohne Sonderstellung. Wie lassen sich Menschenrechte eigentlich begründen? Warum betrachten wir Menschenrechte mit ihrem universellen Anspruch nicht als Kulturimperialismus, etwa gegenüber der chinesischen oder islamischen Welt? Lässt sich ein globaler Anspruch westlicher Werte ohne den Gott der Bibel begründen?
54 Minuten
Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Psychoanalytikern Jeannette Fischer. Die Kränkung verletzt uns in unserer Selbstachtung. Wie  gehen wir damit um? Kränkungen können eine unheimliche Macht über uns  erlangen. Warum? Wollen wir besser, erfolgreicher und mächtiger sein,  als wir sind – und die Kränkung markiert unsere Grenzen? Was sagt die  Psychoanalyse dazu, was die christliche Religion?
54 Minuten
Giuseppe Gracia diskutiert im ersten Teil einer geplanten Serie „Die zehn Gebote" mit dem Schweizer Weihbischof Marian Eleganti. Was bedeutet es, wenn der Mensch im ersten Gebot aufgefordert wird, keinen Gott neben dem Gott der Bibel zu haben? Hat Gott es nötig, Menschen zum Gehorsam zu nötigen? Oder geht es um etwas anderes? Geht es um unser eigenes Heil, unsere Freiheit? Was können wir vom ersten Gebot für unsere heutiges, postchristliches Zeitalter lernen?
54 Minuten
Die Vorstellung von Anarchie als Abwesenheit von Herrschaft ist alt und verweist auf den Traum einer gewaltlosen Freiheit. Zugleich wird Anarchismus mit Chaos assoziiert, mit vorzivilisierten Zuständen, die im willkürlichen Gesetz des Stärkeren enden. Wie lässt sich Anarchie heute verstehen? Gibt es eine Chance auf weniger Gewalt und Zwang durch anarchische Konzepte, oder bleibt das eine Utopie für Naive?
54 Minuten
In der Schule und an der Universität spielen musische Fächer immer weniger eine Rolle wie auch die Geisteswissenschaften. Was verliert eine Gesellschaft, die zunehmend auf lebens- und berufspraktische Verwertbarkeit setzt und weniger auf Kultur, Literatur, Musik, Philosophie? 
54 Minuten
Feindschaft im Fokus: Brauchen wir Feinde, um uns von ihnen abzugrenzen? Wie gehen wir mit politischen und persönlichen Feinden um? Leben wir in Zeiten zunehmender Feindschaft und Unversöhnlichkeit? Was bedeutet es, wenn das Christentum verlangt, nicht nur den Nächsten, sondern auch den Feind zu lieben?
54 Minuten
Der Begriff der Toleranz, im Lateinischen „tolerare“, bedeutet so viel wie „ertragen, aushalten“. Wie sehr erträgt unsere angeblich tolerante, diverse Gesellschaft das abweichende Reden und Denken wirklich? Wie wird heute in den Medien, an den Schulen und in der Politik das Aushalten fundamentaler Differenzen eingeübt und vorgelebt? Giuseppe Gracia und Jeannette Fischer im Gespräch.
54 Minuten
Die Reproduktionsmedizin macht den Menschen zum Produkt. Anlässlich des neuen Buchs „Ich kauf mir ein Kind“ (FBV, München) der Bestsellerautorin Birgit Kelle sprechen Giuseppe Gracia und Jeannette Fischer über die Gefahren der „Leihmutterschaft“. Ist diese ein Ausdruck der Vermarktung und Verwertung des Menschen? Wie ist es zu rechtfertigen, wenn wirtschaftlich schwache Frauen zur ausgebeuteten Gebärmaschine werden und Kinder zum bestellbaren Produkt? Droht ein neuer Menschenhandel, versteckt unter progressiv-woken Schlagworten?
54 Minuten
Die digitalisierte Gesellschaft sieht sich gern als offen, divers und individualistisch. Dazu passen Schlagworte wie Selbstverwirklichung, Work-Life-Balance oder Optimierung des Daseins. Oder ist es eher so, dass unter dieser bunten Marketingoberfläche nach wie vor Druck und Zwang herrschen? Leben wir heute sogar in besonders beschleunigten Zeiten der Entmenschlichung und Verwertung?
54 Minuten
„Hass ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“ Slogans wie diese dominieren viele Debatten. Mit einer scheinbar guten Moral werden unliebsame Meinungen als böse geächtet und jene, die diese äußern, als Hassobjekt für den guten Kampf eingesetzt. Aber was ist das eigentlich, Hass? Was ist der Unterschied zwischen dem Hass als menschliche Realität und Begriffen wie „Hassrede“ oder „Hetze“ als Instrument der politischen Macht?
54 Minuten
Der ehemalige ARD-Talkshow-Moderator gehört zu den bekanntesten deutschen Gesichtern. Er ist evangelischer Pfarrer und moderierte bis 2005 die nach ihm benannte Sendung „Fliege“ im ARD-Nachmittagsprogramm. Während der Corona-Zeit war Fliege einer der wenigen Prominenten, die sich kritisch mit den Maßnahmen des Staates auseinandersetzten. Im Gespräch geht es um Angst als Machtfaktor, um die Kraft der Spiritualität, um Liebe zum Leben und zu Gott.
Kontrafunk: Menschenbilder

Kontrafunk: Menschenbilder

Kants philosophische Grundfragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? – werden hier verhandelt. Der katholische Publizist und Schriftsteller Giuseppe Gracia erörtert im Dialog...