Kontrafunk: Menschenbilder Archiv
145 Episoden
52 Minuten
Was bedeutet die Kommerzialisierung und Pornografisierung der menschlichen Sexualität in der heutigen Welt des Konsums? Ist das eine Befreiung? Oder ist die sexuelle Revolution gescheitert?
52 Minuten
Im Buch „Schatten des Islam“ (Neopubli-Verlag, 2019) konfrontiert Dr. Dieter Gellhorn, Mediziner und Philosoph, die westliche Kultur der letzten 800 Jahre mit dem Islam. Gellhorn sieht in dieser Religion eine Gefahr für die Freiheit und beschreibt ihre „Verteidigungsaggressivität“ beim Versuch, eine geschlossene Gesellschaft zu erhalten. Wie groß sind die Hoffnungen auf einen reformierbaren Islam?
53 Minuten
Ist Bindung ein emotionales Band, das Menschen miteinander verbindet? Gibt es auch Bindung zu Institutionen, zum Beispiel zum Staat oder zu einer politischen Gruppe? Was sagt die Bindungstheorie? Was ist der Unterschied zwischen Bindung und Beziehung?
53 Minuten
Die lebenslange sexuelle Treue in der Monogamie ist für Kritiker unnatürlich und veraltet. Ist Monogamie eine Konvention, die den Sexualtrieb und damit den Menschen selbst unter Kontrolle bringen soll? Oder ist sie, wie die Verteidiger sagen, die Höchstform der Beziehungskultur, die Verwirklichung wahrer Liebe und Ganzhingabe?
54 Minuten
Was heißt das, wenn jemand gegenüber einem anderen Mensch schuldig wird? Was ist Schuld? Braucht es die Sühne dazu, Schuld loszuwerden? Oder ist beides nur eine gesellschaftliche Konvention, dazu da, Menschen unter Kontrolle zu halten?
53 Minuten
Nach dem niederländischen Denker Baruch de Spinoza ist Friede nicht Abwesenheit von Krieg, sondern Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit. Stimmt das? Ist ein solcher Friede möglich? Oder gehört Krieg zur Natur des Menschen?
54 Minuten
Angesichts des Ukraine-Krieges will die EU Hunderte Milliarden für Waffen und Militär ausgeben. Im Nahen Osten herrscht ebenfalls Krieg. Sind Frieden und Versöhnung eine Illusion, eine Träumerei für Weltfremde? Giuseppe Gracia im Gespräch mit Andi Kunz, Präsident der 2010 in Winterthur gegründeten Stiftung Noiva, die sich für Frieden und Versöhnung im Nahen Osten einsetzt. Am 10. Mai organisiert die Stiftung in Winterthur eine Versöhnungskonferenz, zu der jeder eingeladen ist: https://www.noiva.ch/ist-frieden-out/
54 Minuten
Nicht wenige Menschen sehen in der Religion die Ursache für Fanatismus und Krieg, andere betrachten Christentum und Judentum als geistige Grundlage der westlichen Zivilisation. Wird der Mensch erst frei und aufgeklärt ohne Religion, oder verliert der Mensch ohne Religion im Gegenteil seine Freiheit und wird zum Spielball weltlicher Mächte?
53 Minuten
Machtverhältnisse durchziehen unser Leben. In Zeiten von Polarisierung und Krieg stellt sich die Frage nach der Ursache. Dazu organisiert die Psychoanalytikerin Jeannette Fischer vom 17. bis zum 19. Oktober 2025 im Schweizer Kloster Schöntal (Langenbruck) Referate und Gespräche. Zur Einstimmung auf den Anlass spricht sie mit Giuseppe Gracia über die Frage, ob es Freiheit ohne Unterwerfung geben kann.
54 Minuten
Nach gängiger Definition ist Bindung ein emotionales Band, das Menschen miteinander verbindet und das bereits Säuglinge brauchen, um zu überleben. Und doch denken heute viele, nicht frei sein zu können, wenn sie sich binden. Stimmt das? Ist menschliche Freiheit Bindungslosigkeit? Oder ist Freiheit im Gegenteil nur in der Bindung zu finden?
53 Minuten
Die Gegenwart gilt als Zeitalter von Individualismus und Narzissmus. Immer mehr Menschen verlassen tradierte Glaubensgemeinschaften oder klassische Lebensmodelle wie Ehe und Familie. Sie misstrauen großen Institutionen und wollen nach eigenen Vorstellungen leben. Gleichzeitig folgen sie oft dem Herdentrieb, gefüttert durch die Narrative der Mainstream-Medien. Corona, Klima, LGBTQ, Migration – wie immer das Thema: Der angebliche Individualist ist ganz schnell bereit, das eigenständige Denken zu dispensieren, wenn der Ausschluss aus der Herde droht. Warum ist das so, was können wir dagegen tun?
53 Minuten
Christentum und Judentum sind die geistesgeschichtliche Geburtsstunde der Menschenrechte. Dennoch ist Religion heutzutage eher negativ besetzt. Die Kirchen und andere Institutionen, die Religion als Machtinstrument einsetzen, tragen am schlechten Ruf Mitschuld. Wie könnte eine neue, befreiende Sicht insbesondere auf das Christentum aussehen?
54 Minuten
Im religiösen Sinn ist Ehrfurcht das erschreckende Staunen, das Menschen erfasst, wenn sie Gott begegnen. Rein weltlich gesehen ist Ehrfurcht eine Hochachtung vor der Würde des Mitmenschen und der Natur. Brauchen wir Ehrfurcht als Hüterin einer humanen Welt? Führt fehlende Ehrfurcht in einen Bankrott der Menschlichkeit?
54 Minuten
Die christliche Religion gilt vielen als seelische Grundlage des Westens. Dennoch wird das Christentum als Religion aus dem öffentlichen Diskurs und dem Bildungssystem verdrängt. Ganz ähnlich ergeht des seit einigen Jahren der Psychoanalyse. Ist das ein Zufall, oder hat es tiefere Gründe?
53 Minuten
Ein Staat, der sich dafür zuständig fühlt, unser Leben möglichst leidfrei zu gestalten, und eine Kultur des Individualismus, der danach strebt, sich einen lebenslangen Safe Space zu errichten, führt beides weder zu Glück noch zu einem leidfreien Humanismus, sondern zu Depression und Entmenschlichung. Was sind die Gründe? Warum ist ein gutes, authentisches Leben nicht möglich ohne Verzicht, Anstrengung und Leiderfahrung? Warum sind Neid, Unzufriedenheit und Suizidalität die Folge von Leidvermeidung? Giuseppe Gracia im Gespräch mit der Schweizer Schriftstellerin Monika Hausammann, bekannt für ihre Politthriller unter dem Pseudonym «Frank Jordan».
Kontrafunk: Menschenbilder
Kants philosophische Grundfragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? – werden hier verhandelt. Der katholische Publizist und Schriftsteller Giuseppe Gracia erörtert im Dialog...