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Sechsmal Tschechien Archiv

20 Episoden

Atomenergie

39 Minuten
Die Atomenergie ist in Tschechien Staatsräson. Die Regierungen kommen und gehen, aber an der Kernkraft halten alle fest. Auch in der Gesellschaft hat sie eine große Unterstützung. In Třebíč etwa gibt es ein Hotel namens „Atom“ und eine Baseballmannschaft, die unter dem Namen „Třebíč Nuclears“ Turniere bestreitet. Wenige Kilometer weiter ist im Kraftwerk Dukovany der Bau weiterer Reaktorblöcke in Planung, und auch an der Grenze zu Sachsen könnte einmal ein AKW stehen. Aber worin liegt die große Unterstützung für die Atomkraft begründet? Wie weit sind die Pläne für all die Bauvorhaben? Und geht diese Haltung zu Lasten des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Tschechien?

Das sind die Fragen für die sechste und abschließende Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ – dem Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und von Radio Prag International. Diese Folge wurde von Ferdinand Hauser und Ivo Vacík vorbereitet.
33 Minuten
Nach der politischen Wende von 1989 etablierte sich rechtschnell ein demokratisches Parteiensystem in Tschechien. Doch dieses hat sich in den folgenden mehr als dreieinhalb Jahrzehnten stark verändert. Während esab Mitte der 1990er Jahre zwei starke Blöcke gab, setzte ab 2010 einem Atomisierung der Parteienlandschaft ein. Es entstanden viele nicht-klassische politische Gruppierungen. Mittlerweile wird das Parteiensystem dominiert von der Partei Ano des Oligarchen und heutigen Premiers Andrej Babíš.

 

Warum kam es zum Zerfall des Zwei-Blöcke-Systems? Wohin sind die klassischen Linksparteien verschwunden? Was sind die Folgen der Flut neuer Parteien in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten? Und wie hat sich die Arbeit im Parlament angesichts von populistischen Strömungen inklusive der Partei Ano verändert? Dies sind einige der Fragen für die fünfte Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“, vorbereitet von Till Janzer und Ivo Vacík.
33 Minuten
Das tschechische Gesundheitssystem genießt in der Bevölkerung grundsätzlich ein hohes Vertrauen. Medizinische Leistungen sind breit zugänglich, die Versorgung gilt als leistungsfähig und im internationalen Vergleich als kosteneffizient. Gleichzeitig wächst der Reformdruck, nichtzuletzt durch den demografischen Wandel, aber auch durch Personalmangel und steigende Kosten.

Warum gilt das tschechische Gesundheitssystem trotzvergleichsweise geringer Ausgaben als so erfolgreich? Weshalb finden viele Menschen dennoch nur schwer einen Zahnarzt oder Facharzt? Welche Folgen hat der Ärztemangel insbesondere außerhalb der großen Städte? Und wie gut ist das System auf eine alternde Gesellschaft vorbereitet?

Diesen und weiteren Fragen gehen wir in der vierten Folgeder dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ nach. Wir sprechen mit Ärztinnen und Experten über Stärken und Schwächen des Systems, über Reformbedarf, regionale Unterschiede und den Vergleich mit Deutschland. Die Folge wurde von Markéta Kachlíková und Ivo Vacík vorbereitet.

 
29 Minuten
Vor 35 Jahren wurde in einem beschaulichen Städtchen in Ungarn die Visegrád-Gruppe gegründet. Einst war das Bündnis ein Symbol für die „Rückkehr nach Europa“ nach dem Umbruch von 1989. Heute ist die lose Gruppe, die aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei besteht, oftmals eher Sinnbild europäischer Spaltung. Denn die Sichtweise auf zentrale Fragen weicht mitunter ab. Und auch aufgrund von Mängeln in Sachen Rechtsstaatlichkeit wird die Visegrád-Gruppe innerhalb der Europäischen Union oftmals als Problemkind gesehen.

Aber wie genau funktioniert die Initiative heute genau? Was wird sich mit der Abwahl von Viktor Orbán als ungarischemMinisterpräsidenten verändern? Und: Brauchen die vier mitteleuropäischen Länder heute überhaupt noch eine Visegrád-Gruppe?

Das sind die Fragen für die dritteFolge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ – einem Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und von Radio Prag International.

Diese Folge wurde von Ferdinand Hauser und Ivo Vacík vorbereitet.
36 Minuten
Auch in Tschechien gab es so etwas wie die Baseballschlägerjahre. In ganz ähnlicher Weise wie in Ostdeutschland war Rechtsextremismus nach der Wende von 1989 hierzulande ein starkes Phänomen, das mit tödlichen Gewalttaten einherging. Und obwohl im Extremismusbericht des Innenministeriums heute die Rede davon ist, dass die rechtsextremistische Szene atomisiert sei und keine Gefahr darstelle, sind minderheiten- und fremdenfeindliche Äußerungen nicht aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Im Gegenteil, sie haben sich auf andere Ebenen verlagert. Welche Einflüsse aus dem Ausland spielten bei der Entstehung rechtsextremistischer Strukturen in Tschechien in den 1990er Jahren eine Rolle? Was hatte der rassistische Brandanschlag von Vítkov 2009 für politische Folgen? Und ist die heutige Regierungspartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) rechtsextrem? Dies sind Fragen für die zweite Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“, vorbereitet von Daniela Honigmann und Ivo Vacík.

Mehr Hintergrundinformationen zu den Gästen und dem Projekt unter: Podcast: Sechsmal Tschechien
34 Minuten
In Tschechien fehlen Arbeitskräfte, und das in hoch- wie in niedrigqualifizierten Jobs. Arbeitsmigration wird darum zu einem immer wichtigeren Thema. Wer von Agenturen angeworben wird, ist jedoch häufig unlauteren Bedingungen ausgesetzt. Und auf der anderen Seite gibt es in den Grenzgebieten tausende Pendler, die in Deutschland und Österreich arbeiten. Wie steht es derzeit um die Arbeitsmigration in Tschechien? Gelingt es, die hohe Zahl an Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in den hiesigen Arbeitsmarkt zu integrieren? Und welche politischen Strategien zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen gibt es – oder fehlen? Die erste Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“, haben Daniela Honigmann und Ivo Vacík vorbereitet.

Mehr Hintergrundinformationen zu den Gästen und dem Projekt unter: Podcast: Sechsmal Tschechien
37 Minuten
Während der politischen Wende von 1989 haben sich die Medien in Tschechien von der Zensur und der staatlichen Bevormundung der kommunistischen Ära befreit. Doch mittlerweile gibt es neue Abhängigkeiten, allen voran von den tschechischen Oligarchen, die in den vergangenen zehn Jahren nach und nach die größten privaten Medienhäuser aufgekauft haben. Wie frei arbeiten also die tschechischen Journalistinnen und Journalisten? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Wie informieren sich die Menschen in Tschechien? Und welche Position nehmen die Öffentlich-Rechtlichen ein?

Das sind einige Fragen, denen wir in einer weiteren Ausgabe unseres Podcasts „Sechsmal Tschechien“ zum Thema Medien und Medienfreiheit nachgehen. Die Till Janzer in Zusammenarbeit mit Ivo Vacík vorbereitet hat.

Mehr Hintergrundinformationen zu der Folge, den Gästen und dem Projekt unter: https://www.slpb.de/veranstaltungen/veranstaltungsreihen/podcast-sechsmal-tschechien
36 Minuten
Als im Juni 2024 die Wahlen zum Europäischen Parlamentstattfanden, gingen 36 Prozent aller wahlberechtigen Tschechinnen und Tschechenwählen. Ein Rekordwert, der doch zugleich unfassbar niedrig war. Aber wasbedeutet die Demokratie den Menschen in Tschechien? Droht dem Land nach denAbgeordnetenhauswahlen im kommenden Jahr ein ähnliches Szenario wie Ungarn undder Slowakei? Und wie stark ist die Verfassung des Landes vor kritischenEingriffen geschützt? Und wie ist die politische Bildung organisiert?

Darum geht es in einer weiteren Ausgabe unseres Podcasts„Sechsmal Tschechien“ zu den ThemenDemokratie, Rechtsstaat und politische Bildung, die Ferdinand Hauser in Zusammenarbeit mit Ivo Vacíkvorbereitet hat.

Mehr Hintergrundinformationen zu der Folge, den Gästen und dem Projekt unter www.slpb.de/podcast-sechsmal-tschechien
37 Minuten
Im Verhältnis zum Einkommen ist Wohnraum in Tschechien im europäischen Vergleich am wenigsten erschwinglich. Schlagzeilen wie diese tauchen in den letzten Jahren immer öfter auf. Und es gilt nicht nur für Wohneigentum. Auch die Mietpreise sind in einem noch nie dagewesenen Ausmaß gestiegen. Wie viele tschechische Haushalte kämpfen mit hohen Wohnkosten? Warum hat Tschechien bis heute kein Gesetz über den sozialen Wohnungsbau? Woran liegt es, dass die tschechische Wirtschaft einerseits seit langem eine niedrige Arbeitslosigkeit und andererseits relativ niedrige Löhne aufweist? Wie groß sind die sozialen Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsschichten? Und wie ist es um das tschechische Sozialsystem bestellt? Darum geht es in einer weiteren Ausgabe unseres Podcasts „Sechsmal Tschechien“ zum Thema Wohnen, Arbeiten und Sozialpolitik, die Filip Rambousek in Zusammenarbeit mit Ivo Vacík vorbereitet hat.

Mehr Hintergrundinformationen zu der Folge, den Gästen und dem Projekt unter www.slpb.de/podcast-sechsmal-tschechien
43 Minuten
Tschechien gilt als eines der am stärksten säkularisierten Länder der Welt. Fast die Hälfte der Bevölkerung bezeichnet sich selbst als nicht gläubig, und ein Drittel verweigert die Frage nach dem Glauben. Nur eine Minderheit ordnet sich einer Kirche oder Religionsgemeinschaft zu. Was ist damit gesagt? Und wo liegen die Ursachen? Welche Religionen sind eigentlich in Tschechien vertreten und welche Position haben sie in der Gesellschaft? Haben Kirchen in Tschechien Einfluss auf die Politik und wie positionieren sich diese zu kontroversen gesellschaftlichen Themen wie Ehe für alle, Istanbul Konvention oder Hilfe der Geflüchteten? Darum geht es in einer weiteren Ausgabe unseres Podcasts „Sechsmal Tschechien“ zum Thema Religionen und Säkularisierung, die Markéta Kachlíková in Zusammenarbeit mit Ivo Vacík vorbereitet hat.

Mehr Hintergrundinformationen zu dieser Folge, den Gästen und dem Projekt unter www.slpb.de/podcast-sechsmal-tschechien
45 Minuten
Die nationalsozialistische Besatzung der Tschechoslowakei und die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg haben die tschechisch-deutschen Beziehungen für Jahrzehnte schwer belastet. Der große Umschwung kam erst nach der politischen Wende von 1989. Heute betonen die Politikerinnen und Politiker immer wieder, die Beziehungen seien so gut wie nie zuvor. Doch wie tief reicht das? Sind auch die Kontakte zwischen den Menschen auf beiden Seiten und entlang der Grenze intensiv? Was trägt die zivilgesellschaftliche Ebene dazu bei? Und wie wirken sich politische Differenzen zu Themen wie Migration, Energiepolitik und der Hilfe für dieUkraine aus? Und nicht zuletzt: Welches Bild haben die Menschen in Tschechien von Deutschland und die Deutschen von Tschechien? Darum geht es in der zweiten Folge der zweiten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ zum Thema Deutsch-Tschechische Beziehungen, die Till Janzer in Zusammenarbeit mit Ivo Vacík vorbereitet hat.

Mehr Hintergrundinformationen zu dieser Folge, den Gästen und dem Projekt unter: www.slpb.de/podcast-sechsmal-tschechien
41 Minuten
Tschechien ist der einzige aller vier Visegrád-Staaten, der bisher weder eine Premierministerin noch eine Staatspräsidentin hatte. Damit sind Polen, Ungarn und die Slowakei dem Land zumindest in dieser Hinsicht in punctoGleichstellung voraus. Zudem gibt es hierzulande noch kein Gleichstellungsgesetz. Und als einziger der vier Visegrád-Partner hat bisher nur Polen die Istanbul-Konvention ratifiziert. Ist es in Tschechien also schlecht bestellt um die Gendergerechtigkeit? Diese Frage lässt sich auch für den hiesigen Arbeitsmarkt stellen, der Hürden für Frauen und besonders für Mütter bereithält. Wie wird in Tschechien also über Gender Pay Gap, Elternzeit, Genderquote oder auch einenbesseren Schutz vor sexualisierter Gewalt diskutiert? Darum geht es in der ersten Folge der zweiten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ zum Thema Gleichstellung und Frauenrechte, die Daniela Honigmann in Zusammenarbeit mit Ivo Vacík vorbereitet hat.

Mehr Hintergrundinformationen zu dieser Folge, den Gästen und dem Projekt unter: www.slpb.de/podcast-sechsmal-tschechien
56 Sekunden
Unser Podcast über Tschechien kehrt für eine zweite Staffel zurück!

Ab dem 10. Oktober erwarten euch sechs neue Folgen zu den Themen Gleichstellung, deutsch-tschechische Beziehungen, Sozialpolitik, Religion und Rechtsstaatlichkeit.

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Radio Prague International möchten wir euch durch aktuelle politische Debatten eine neue Perspektive auf unseren Nachbarn Tschechien ermöglichen.
46 Minuten
Seit Februar 2022 sind etwa 900.000 ukrainische Flüchtlinge in Tschechien angekommen. Knapp 400.000 davon haben in dem Land zumindest vorübergehend ein Zuhause gefunden und sind geblieben. Im Gegensatz dazu hat Tschechien während der sogenannten Flüchtlingskrise um das Jahr 2015 fast gar keine Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten aufgenommen. Wie ist es möglich, dass eine stark flüchtlingsfeindliche Stimmung plötzlich abgelöst wurde von einer relativen Freundlichkeit und Offenheit? Wie läuft die Integration der ukrainischen Flüchtlinge in die tschechische Gesellschaft? Und können die positiven Erfahrungen mit ukrainischen Flüchtlingen zu einer offeneren tschechischen Migrations- und Asylpolitik beitragen, die Expertinnen und Experten zufolge seit langem zu den restriktivsten in der Europäischen Union zählt? Diese Fragen stelle ich der Regierungsbeauftragten für Menschenrechte Klára Šimáčková Laurenčíková, dem Direktor der nichtstaatlichen Organisation für Flüchtlingshilfe (OPU) Martin Rozumek und der Migrationsexpertin Marie Jelínková von der Prager Karlsuniversität. Weitere Gesprächspartner sind derSoziologe Jaromír Mazák von der Meinungsforschungsagentur STEM, dieJournalistin und Dokumentarfilmerin Apolena Rychlíková und die Leiterin des kommunalen Zentrums Svitlo Olha Cherepiuk, die nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 nach Tschechien gekommen ist.

Mehr Hintergrundinformationen zu dieser Folge und den Gästen finden Sie unter: https://www.slpb.de/veranstaltungen/veranstaltungsreihen/podcast-sechsmal-tschechien
39 Minuten
2024 ist es 20 Jahre her, dass Tschechien der Europäischen Union beigetreten ist. Dennoch sind die Tschechinnen und Tschechen zurückhaltend hinsichtlich der EU-Politik. Nur 28 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner interessieren sich laut einer Studie von Eurobarometer für die bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament. Damit ist Tschechien unter den Mitgliedsstaaten Schlusslicht. Warum identifizieren sich die Menschen hierzulande nicht mit der Europäischen Union? Weshalb denkt ein großer Teil der Bevölkerung, Tschechien sollte eine „zweite Schweiz“ werden? Warum wird in den tschechischen Medien in Zusammenhang mit der EU mitunter der Begriff „Diktat aus Brüssel“ benutzt? Und wie haben sich die Ansichten zur EU seit 2004 verändert? Antworten auf diese Fragen suchen wir mit dem Politikwissenschaftler Jiří Pehe, der Analytikerin Helena Truchlá, dem Sozialwissenschaftler Martin Buchtík, der Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Tschechien Monika Landmanová und mit Alexandr Vondra, der für die Bürgerdemokraten im Europaparlament sitzt.

Mehr Hintergrundinformationen zu dieser Folge und den Gästen finden Sie unter: https://www.slpb.de/veranstaltungen/veranstaltungsreihen/podcast-sechsmal-tschechien