Klosterflüstern Archiv
57 Episoden
12 Minuten
11 Minuten
Da würde man wohl eher nicht drauf kommen, dass Geduld köstlich ist. Die Geschmacknuancen von Geduld hatte ich bisher nicht ergründet. Doch wie so oft verbirgt sich hinter dem etwas kryptischen Titel ein spannendes Erzählfeld.
8 Minuten
Eine scheinbar zufällige Begegnung am Seerosenteich hat mich auf die Idee zu dieser Folge gebracht.
15 Minuten
Vor einiger Zeit fiel mir das Buch von Byung-Chul Han, "Sprechen über Gott – Ein Dialog mit Simon Weil", in die Hand und hat mich gefesselt. Simone Weil kannte ich bis dahin nur aus der Ferne. Ihr Werk ist auch nicht unbedingt leicht zugänglich. Ich wusste nur, dass sie eine jüdische Philosophin war, die durch eine Gottesbegegnung in Assisi einen Weg mit Christus abseits der Kirche ging und auf sehr radikale Weise ihre Werte lebte und sehr jung starb. Sie war eine Frau, die immer zwischen den Stühlen saß, eine radikale Wahrheitssucherin, die sich von keiner Ideologie verführen ließ, eine Christin, die sich nicht taufen ließ und nie einer Kirche beitrat. Sie hat dem Wort „Aufmerksamkeit“ eine ganz eigene Färbung, eine ganz besondere Bedeutung gegeben.
15 Minuten
Wir leben in Zeiten, wo der Blick gefangen ist in Untergangsszenarien. Stärker werden die Kräfte, die sich nähren von der Angst und Unzufriedenheit, dem Schlechtreden, dem Herbeireden von Abstieg und Untergang. Sie hindern uns am Aufblicken, verstärken Vorurteile und Feindbilder. Und sie spalten. Wir leben mit einem Angstüberschuß und einem Hoffnungsmangel. Das Aufblicken in den offenen und weiten Himmel ist eine Haltung, die uns wehrhaft macht gegen die Angst und uns im Vertrauen gründet. Im Psalm 34 höre ich die Aufforderung: "Blickt auf zu IHM, so wird euer Gesicht leuchten." Um dieses Aufschauen, dieses Aufblicken geht es.
11 Minuten
In dieser österlichen Episode geht es um einen Glutkern des christlichen Glaubens. Er verbindet sich mit der Osterbegegnung von Maria aus Magdala mit dem Auferstandenen Christus. Der Begriff "Magdalenensekunde" geht auf den Dichter Patrik Roth zurück. Er markiert den Moment, in dem wir uns als Angerufene für die Wirklichkeit Gottes öffnen. Ein Moment der Ergriffenheit, in dem sich alles wenden kann.
28 Minuten
Was ist das denn für ein Titel: Jesusliebhaber! Wo soll uns das denn hinführen? Wenn man Jesus, der Geliebte, googelt, kommt man zuerst auf: Wie hieß Jesus' Geliebte? Hatte Jesus eine Affäre? Auch wenn der Titel erst mal sperrig, für manche befremdlich rüberkommt – für mich verbindet sich damit ein Herzensanliegen. Und tatsächlich – ich oute mich hier als einen Jesusliebhaber. Was heißt das „Jesus-Liebhaber“? Wer oder was ist gemeint. Falls dich das neugierig mach, hör hinein!
15 Minuten
Ein spannendes Thema: Selbsterkenntnis. Und es ist auch ein zutiefst spirituelles Thema. Der Anfang des spirituellen Lebens ist die Selbsterkenntnis. Für Theresa von Avila ist die Selbsterkenntnis eine wesentliche Voraussetzung, um Gott zu erfahren und mit dem Himmel in Berührung zu kommen. »Es ist absurd zu glauben, wir könnten den Himmel betreten, ohne zuerst unsere Seelen zu betreten« sagt sie.
18 Minuten
An Heiligabend steht in der Mitte ein Kind und auch wir kehren irgendwie an den Ort unserer Kindheit zurück. Manche ganz wörtlich, die zu ihren Elternhäusern heimkehren, andere tauchen zumindest in ihre Kindheitserinnerungen ein, die Weihnachten geweckt werden. Ein unterwegs, heimatlos geborenes Kind, weckt in den Menschen seit 2000 Jahren ein Gespür für Heimat und Geborgenheit. Es weckt die Sehnsucht nach Eintracht und Frieden. Diese Spannung möchte ich fruchtbar machen. Darin kann uns ein Sinn, eine Bedeutung aufgehen, der ich nachspüren will.
18 Minuten
Der Advent war – genauso wie die Passionszeit – im christlichen Jahreskreis immer eine Zeit der Umkehr, Besinnung und Buße. Manchmal bin ich zu verstrickt in meine eigenen Denkmuster. Ich kann den Knoten nicht lösen. Es braucht eine Erfahrung, einen Impuls, der mich anstößt und herausholt aus meiner Selbstumkreisung. Der Advent mit seinem Aufruf zur Umkehr, kann so ein Anstoß sein, der in Bewegung bringt. Solche besonderen Zeiten laden ein, uns empfänglich zu machen, Raum zu schaffen. Umkehr beschreibt eine Dynamik, die uns hilft, Ballast loszulassen, uns von Abhängigkeiten und lebensfeindlichen Mustern zu lösen, um dem Leben in Fülle wieder auf die Spur zu kommen.
13 Minuten
Für viele ist Advent zuerst Zeit des Wartens auf Weihnachten und bei Kindern besonders stark verbunden mit dem Warten auf die Bescherung. Der Advent lebt aber auch von einer Gegenbewegung, die von uns kommen kann. Daher gehört der Aufbruch genauso zu Advent wie das Warten. Mit dieser Folge möchte ich dich in diese adventliche Bewegung mit hineinnehmen und dich dazu reizen, dem nachzuspüren, was Aufbruch für dich in dieser Adventszeit bedeuten kann.
15 Minuten
Erstaunlicherweise kann Nichts sehr viel mehr sein als gar nix. In der jüdischen Mystik hat das Nichts eine ganz besondere Qualität, denn schließlich wurde, laut biblischen Schöpfungsbericht, die Welt auch aus dem Nichts geschaffen. Und nicht zuletzt spielt das Nichts als Leere in der Meditation eine wesentliche Rolle.
17 Minuten
Nach einer längeren Pause spüre ich mit dieser Folge vielen Pilgererlebnissen mit Gruppen und allein in diesem Jahr und in den vergangenen Jahren nach.
20 Minuten
Vielleicht fühlst du dich gerade nicht besonders erlösungsbedürftig. Doch eventuell hast du schon Momente gehabt, in denen du dich in Mustern und Verhaltensweisen gefangen gefühlt hast, die du nicht so einfach los wirst. Besonders in deinen Beziehungen wirst du das spüren können. Grundlage dieser Folge ist ein sehr empfehlenswertes Buch der Schweizer Psychotherapeutin Monika Renz, die über viele Jahre Sterbende begleitet hat. mit eben dem Titel, den ich für diese Folge geklaut habe: Erlösung aus Prägung. Ich wünsche dir beim Hören erhellende Momente.