Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Praktisch Theoretisch Archiv

68 Episoden
49 Minuten
In dieser Folge sprechen wir mit Nike Retzmann über Machtvergleiche in der Weltpolitik. Welchen Einfluss haben Narrative und digitale Technologien auf die außenpolitische Darstellung von Nationen?

Nike Retzmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich (SFB) 1288 "Praktiken des Vergleichens" an der Universität Bielefeld und promoviert dort zum Thema "Narrating Power: Technological Change and Power Comparisons in US and Canadian Foreign Policy Debates, 1970-2020".

Links und Infos zur Folge

Nike bei Twitter

Literaturtipps:

“Power, Information Technology, and International Relations Theory. The Power and Politics of US Foreign Policy and Internet” von Daniel R. McCarthy, erschienen 2015 bei Palgrave Macmillan

„Narrative and the Making of US National Security“ von Ronald Krebs, erschienen 2015 bei Cambridge University Press

“Narrative power: how storytelling shapes East Asian international politics”, von Linus Hagström & Karl Gustafsson, erschienen 2019 in der Cambridge Review of International Affairs.

Zum Thema Machtvergleiche: “On the measure of power and the power of measure in International Relations” von Stefano Guzzini, erschienen 2019 als DIIS Working Paper.
1 Stunde 8 Minuten
Wenn es um Wandel, Weiterentwicklung etc. geht, steht eigentlich immer der technische Fortschritt im Fokus – das war im Prinzip auch schon immer so - industrielle Revolutionen sind eben technologiegetrieben. Da kommen einem schnell Buzzwords in den Sinn wie Innovation, cutting-edge, revolutionieren... Manchmal fühlt sich das fast wie ein Selbstzweck an, dabei sollen Neuerungen im Idealfall Menschen helfen, sie unterstützen, Arbeitsprozesse verbessern. Welche Rolle spielen also Menschen bei diesen Entwicklungen, und welche Rolle die Gesellschaft? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Andreas Bischof, Juniorprofessor für Soziologie mit Schwerpunkt Technik an der Technischen Universität Chemnitz. Andreas forscht unter anderem zu eben diesen Fragen, zu Techniksoziologie und Mensch-Maschine-Interaktion.
49 Minuten
Wie üblich sprechen wir am Jahresende nur miteinander, wenig über Wissenschaft und stattdessen über Empfehlungen für die Weihnachtspause: Bücher, Filme / Serien, Musik und Podcasts. Außerdem lassen wir natürlich unser Podcastjahr 2022 Revue passieren! Lasst mit uns das Jahr ausklingen und habt eine schöne, hoffentlich freie und entspannte Zeit!
1 Stunde 22 Minuten
Literaturwissenschaftler*innen sehen sich immer mal wieder mit der irritierten Frage konfrontiert, ob es ernsthaft ihr Job sei, Bücher zu lesen. Filmwissenschaftler*innen kennen die verwandte Frage nach Filmschauen als Job vermutlich ebenfalls, und wir wollen deswegen in dieser Folge klären, wie Filmwissenschaft eigentlich funktioniert. Darüber durften wir mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger sprechen, der Privatdozent an der Universität Mainz ist und aktuell die Professur für Bewegtbild an der FH Münster (Münster School of Design) vertritt. Seine Forschungsgebiete sind unter anderem Filmästhetik, -geschichte und -theorie, zu denen er diverse Schriften publiziert hat. Marcus Stiglegger produziert außerdem gemeinsam mit Sebastian Seidler den Filmpodcast "Projektionen".
1 Stunde 11 Minuten
Literaturklassiker, der 'Kanon', sind zu großen Teilen weiß, männlich und hetero. Wie sieht es mit der Repräsentation queerer Autor*innen, queerer Figuren und queerer Erzählungen aus? Wir sprechen in dieser Folge mit der Literaturwissenschaftlerin Patricia Bollschweiler von der Universität Bielefeld darüber, was queeres Erzählen ausmacht, über Queerness im literarischen Feld und die Möglichkeitsräume sowie das Potential literarischer Texte für die Umwendung althergebrachter Narrative und Erzählmuster.
1 Stunde 11 Minuten
Musik und/oder Podcasts sind fester Alltagsbestandteil vieler Menschen. In über 3 Jahren "Praktisch Theoretisch" gab es noch keine Gäst*innen aus der Musikwissenschaft und das ändern wir in dieser Folge! Der Bonus ist, dass Sean und Daniel auch über Musik(wissenschaft) podcasten. Wir fragen uns im Gespräch unter anderem, ob Musikwissenschaftler*innen Noten lesen können müssen, wie man musikwissenschaftlich arbeitet und wieso manche Menschen Metal und andere Reggae mögen.
1 Stunde 16 Minuten
Didier Eribon schreibt in Rückkehr nach Reims: „Man formt die eigene Identität, indem man diejenige, die einem von der sozialen Ordnung vorgegeben wurde, langsam und geduldig bearbeitet.“ Wo kommt die vorgegebene Identität her und was ist Identität? Woraus besteht sie, was gehört zu ihr und wer legt das überhaupt fest? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Antje Flüchter, Professorin für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Bielefeld und Expertin für dieses Thema.
50 Minuten
Nachhaltigkeit und Konsum - passt das überhaupt zusammen? Und was genau ist Konsum eigentlich? In dieser Folge setzen wir uns mit diesen und weiteren Fragen rund um nachhaltigen Konsum oder auch zum Zusammenhang von Konsum und Markt auseinander. Außerdem gibt es Tipps zu den Bereichen, in denen man mit nachhaltigerem Konsum am ehesten den eigenen CO2-Fußabdruck verkleinern kann. Diese kommen von Dr. Viola Muster von der TU Berlin, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum tätig ist.
59 Minuten
Fußball, Baseball, Leichtathletik – Sportarten und deren Zelebrierung, inklusive Merchandising, gefüllten Stadien und Fandom, prägen viele Gesellschaften und Kulturen. Sie haben entsprechend auch eine sehr große Reichweite – und dadurch vielleicht auch eine gewisse Verantwortung? Im Winter 2022 soll in Katar die nächste Fußball-WM stattfinden - in einem Land, in dem die Menschenrechte der Arbeiter*innen, die z. B. die Stadien gebaut haben, missachtet werden. Aufgrund der Temperaturen in der Wüstenlandschaft müssen außerdem die Stadien für die Mannschaften und das Publikum heruntergekühlt werden. Ausgehend von diesem aktuellen Beispiel haben wir uns die Frage gestellt, wie es eigentlich mit Sport, also vor allem Leistungssport, professionellem Sport, und Nachhaltigkeit und Umwelt aussieht. Was passiert da bereits und welche Rolle können so öffentlichkeitswirksame Bereiche wie der Profisport in diesem Zusammenhang spielen? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Tim Thormann, Sportwissenschaftler an der Universität Bielefeld, der unter anderem zur gesellschaftlichen Verantwortung des Sports forscht und promoviert.
1 Stunde 10 Minuten
Google, Meta, Spotify, Amazon sowie Netflix und Co. gehören zu den wichtigsten Unternehmen des modernen Kapitalismus. Doch wie erzeugen diese Plattformen eigentlich Gewinn? Eine gute Frage vor allem, weil ihre Dienste häufig umsonst in Anspruch genommen werden können. Außerdem herrscht tendenziell ein Überangebot, wie etwa im Falle von Musik- und Videostreaming. In dieser Folge sprechen wir mit Philipp Staab, Professor für Soziologie der Zukunft der Arbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Einstein Center Digital Future, über den digitalen Kapitalismus, seine Wurzeln, Strukturen und Konsequenzen.
1 Stunde 6 Minuten
Ein Thema, das wir in unseren Folgen immer mal wieder besprechen oder streifen, ist das der Prägung des akademischen und wissenschaftlichen Diskurses. Dazu gehören etwa unser beliebtes Thema des Kanons oder der Perspektiven, die überhaupt in den wissenschaftlichen Diskurs einbezogen und gehört werden etc. Und häufig ist all dies vor allem weiß und westlich geprägt. Wichtige wissenschaftliche Gegenperspektiven sind z. B. die Postcolonial und die Gender Studies. Beides sind Forschungsschwerpunkte des Kulturwissenschaftlers und Podcasters Sung Un Gang, der an der Universität zu Köln zum Thema koreanischer weiblicher Theaterbesucherinnen und "The Making of Modern Subjects" im frühen 20. Jahrhundert promoviert.
1 Stunde 25 Minuten
Was sind eigentlich die Merkmale von Krisen? Aktuell wird die Pandemie als globale Krise bezeichnet, da sie sich im Grunde auf alle Teilbereiche der Gesellschaft auswirkt. So auch auf Wirtschaft und Bildung, um nur zwei Beispiele zu nennen. Doch natürlich ist die Corona-Krise nicht die erste Krise, die wir durchleben. In den Jahren 2007/08 gab es etwa eine globale Wirtschaftskrise mit ebenso weitreichenden Folgen. Was diese Krisen gemeinsam haben und was überhaupt den Begriff der Krise ausmacht, besprechen wir in dieser Folge mit Alexandra Kaasch. Sie ist Professorin für deutsche und transnationale Sozialpolitik an der Universität Bielefeld und beschäftigt sich mit den sozialpolitischen Fragen zu diesen und anderen (Krisen-)Phänomenen.
56 Minuten
Ob in "2001: A Space Odyssey" der Computer HAL jemanden tötet oder sich in "Her" der schüchterne Theodore in sein Betriebssystem Samantha verliebt – seit vielen Jahren spielen Interaktionen zwischen Menschen und Robotern bzw. KI / eine große Rolle in Film und Literatur. Von dystopischen bis utopischen Szenarien ist alles dabei, die häufig Ängste verarbeiten oder auch ethische Fragen durchspielen. Was sind aber in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung aktuell die zentralen Fragen der Mensch-Roboter-Interaktion, was sind realistische Szenarien und welche Disziplinen sind eigentlich am gesamten Feld beteiligt? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Friederike Eyssel, Professorin an der Universität Bielefeld, wo sie eine Arbeitsgruppe zu Sozialpsychologie und Geschlechterforschung leitet.
1 Stunde 8 Minuten
Wenig Wissenschaft und mehr Geplauder über Serien gibt es in unserer 'traditionellen' Weihnachts- und Jahresendfolge. Wir tauschen uns über die Kategorien "Serie der Kindheit", "Serie für die Ewigkeit", "Empfehlung für die Feiertage" und "Guilty Pleasure" aus und lassen damit unser Podcastjahr 2021 ausklingen. Viel Spaß beim Hören und kommt alle gut ins neue Jahr!
1 Stunde 2 Minuten
Im Zuge der Corona-Pandemie war ein großes Sorgenthema das Homeschooling. Eltern mussten plötzlich ihre Kinder unterrichten, ihnen in vielen Fällen stärker als zuvor bei den Hausaufgaben helfen usw. Noch stressiger ist es vermutlich, wenn man als Elternteil ratlos vor den Unterrichtsmaterialien sitzt. Hat man alles vergessen und würde selbst nicht mal mehr mit den Anforderungen der 5. Klasse zurechtkommen, oder hängt das vielleicht doch eher mit der Qualität des Lehrmaterials selbst zusammen? Michaela Vogt, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Theorie und Geschichte der Inklusiven Pädagogik an der Uni Bielefeld, forscht unter anderem zu diesem Thema und stellt in dieser Folge außerdem ein Projekt vor, das sich mit inklusionssensiblen Bildungsmaterialien befasst.