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Trauer & Turnschuh Archiv

23 Episoden
40 Minuten
In dieser Folge sprechen Hadija und Max über Gefühle. Ihre Trauer. Ihre Wut. Auch angesichts der Dinge, die gerade in Deutschland passieren: AfD in Sonneberg und Raguhn-Jeßnitz, Asylkompromiss, zunehmender Antisemitismus und Rassismus und wachsendes Unverständnis für alle weiteren Erfahrungen von Ausschluss. Sie sprechen über das, was sie beobachten an Orten der Öffentlichkeit, aber eben auch darüber, was das ganz privat mit ihnen macht. Denn das muss auch mal sein. Die Frage: Wohin mit den Gefühlen, die diese Gegenwart auslöst? Und können die uns vielleicht sogar dabei helfen, besser klarzukommen, empathischer zu sein und diese Angst, die ja auch eine Angst vor einer Rückkehr der Geschichte ist, nicht zu groß werden zu lassen. In jedem Fall tut es gut, zusammen traurig und wütend zu sein

Mehr zum Thema dieser Episode:

Die geforderte Mitte. Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2020/21 (Studie, herausgegeben für die Friedich-Ebert-Stiftung von Franziska Schröter) 

Adrian Daub: Cancel Culture Transfer (Buch)

Bertolt Brecht: An die Nachgeborenen (Gedicht)

Mehr zu Max und Hadija

Hadija Haruna-Oelker

Max Czollek

Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: podcast@argon.de 

Credits

Der Podcast Trauer & Turnschuh ist im Rahmen der Initiative “Wissen. Erinnern. Fragen” des S. Fischer Verlags entstanden.

Konzeption: Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek

Recherche und wissenschaftliche Begleitung: Corinne Kaszner

Produzentinnen: Isabel Lübbert-Rein und Jenny Häschel

Aufnahme, Schnitt & Sounddesign: Spotting Image

Grafik: Konstantin Gramalla

Trauer & Turnschuh ist eine Produktion von argon podcast.

Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
48 Minuten
Was für eine Reise bis hierher: Kolonialismus, Post-Nationalsozialismus in DDR und BRD, Migrationsgeschichten, das doppelte Vergessen, das einfache Vergessen. Jetzt wird’s Zeit, näher ranzugehen. Denn wer soll diese ganzen Themen eigentlich vermitteln? Dafür sprechen wir mit Michal Schwartze über Schule und andere Lernorte und über Debatten, die im Bildungsbereich über Sprache und Bücher geführt werden. Über Lernstoff und Leerstellen im Curriculum. Es geht um Wolfgang Koeppens Tauben im Gras als Abiturstoff in NRW und BaWü und die Frage, was im Unterricht besser nicht gesagt und wie gelehrt werden sollte. Was nötig ist, um Geschichte zu vermitteln und wie dabei kein rassistisches oder antisemitisches Framing reproduziert wird? Wie von Gewalt erzählen, ohne Gewalt zu erzählen? Oder: Wer steht eigentlich da vorne und redet über all diese Themen?

Mehr zum Thema dieser Episode:

Michal Schwartze

Karim Fereidooni

Keshet Deutschland. (Die jüdische LGBTQI+ Community in Deutschland)

Masel Tov Cocktail von Akardij Khaet und Mickey Paatzsch (Film)

Sojourner Truth: Aint I a woman? (Buch)

Kleine Pause (Podcast)

Die kleine Pause (Blog)

Rassismuskritischer Leitfaden zu Lehr- und Lernmaterialien

Offener Brief “Decolonize Orientierungsrahmen”

EOTO e.V. (Die Literatur- und Medienbibliothek zur deutschsprachigen Schwarzer Literatur)

Arbeiten der Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Maisha-Maureen Auma

Lernmaterialien des Anne Frank Zentrums

Materialien des Vereins Bildungsbausteine e.V.

Mehr zu Max und Hadija:

Hadija Haruna Oelker

Max Czollek

Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anmerkungen? Dann meldet euch auch gern per Mail: podcast@argon.de

Credits

Der Podcast Trauer & Turnschuh ist im Rahmen der Initiative Wissen. Erinnern. Fragen des S. Fischer Verlags entstanden.

Konzeption: Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek

Recherche und wissenschaftliche Begleitung: Corinne Kaszner

Produzentinnen: Isabel Lübbert-Rein und Jenny Häschel

Aufnahme: Loft Tonstudios Frankfurt am Main

Schnitt & Sounddesign: Spotting Image

Grafik: Konstantin Gramalla

Ein besonderer Dank geht an Michal Schwartze und Karim Fereidooni, die für diesen Podcast mit uns gesprochen haben.

Trauer & Turnschuh ist eine Produktion von argon podcast

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50 Minuten
Jetzt geht’s noch einen Schritt weiter zurück in die Vergangenheit. Station: Koloniale Zeiten. Leerstelle deutscher Bildungsgeschichte. Wie hängen der Kolonialismus und Nationalsozialismus zusammen, die Arbeit diskriminierter und verfolgter Communities? 2020 brachte die Realität von Anti-Schwarzen Rassismus auf eine öffentliche Agenda. Das gab auch der Dekolonisierungsbewegung einen Schub. Straßenumbenennungen, neue Stolpersteine in Berlin und Frankfurt/Main, die an Schwarze Menschen als Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Der Film “Der Vermessene Mensch”, der den Völkermord der Herero und Nama auf die Leinwand bringen sollte. Und alle so yeah?! Wir so: Nein. Es steht alles auf Anfang. Die Geschichte sollte anders, gemeinsam neu erzählt werden. Darüber sprechen wir mit der Historikerin Manuela Bauche. Wo gibt es Streit, wo entstehen neue Gedanken ohne Konkurrenz und wo arbeiten die Leute so gut zusammen wie Hadija & Max?

Korrektur: Anders als im Geschichtsbingo wiedergegeben ist der Maji-Maji Aufstand nicht Teil der Aufstände der Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika. Es war ein separater Aufstand, der in Deutsch-Ostafrika, dem heutigen Tansania, stattgefunden hat. Die Todeszahlen werden auf bis zu 300.000 geschätzt. 

Mehr zum Thema dieser Episode:

Dr. Manuela Bauche

Joshua Kwesi Aikins

Der Vermessene Mensch (Film) von Lars Kraume

Natasha A. Kelly: Filmkritik "Der vermessene Mensch" (Veto Magazin)

Phoenix (Film) von Christian Petzold

Die Blumen von gestern (Film) Chris Kraus

Projekt »Geschichte der Ihnestr. 22« am Otto-Suhr-Institut

Kolonialismus im Kasten (Ausstellung im Deutschen Historischen Museum)

Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute! (Ausstellung Augustinermuseum Freiburg)

Aufzählungs-Text: Von goldenen Kutschen und kolonialer Vergangenheit (Ausstellung Historisches Museum Hannover)

Mehr zu Max und Hadija:

Hadija Haruna Oelker

Max Czollek

Bei Fragen, Lob oder Anmerkungen meldet euch auch gern per Mail: podcast@argon.de / Eine Produktion von argon podcast

Credits (siehe Folgen 1-4)

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45 Minuten
Nächste Station Westdeutschland. Hadija und Max haben ihre Turnschuhe geschnürt und sind auf erinnerungs-kritischem Parcours durch die alten Bundesländer. Was machte die westdeutsche Gesellschaft aus und wer waren ihre Menschen? Hadija und Max finden bürgerlich-mittige Kulissen, postnationalsozialistische Befindlichkeiten und postmigrantische Aufbrüche. Und fragen mit Naika Foroutan, wessen Geschichten erzählt werden und welche bislang meistens vergessen wurden. 33 Jahre nach dem Mauerfall, 54 Jahre nach 1968, fast 70 Jahre nach dem Anwerbeabkommen und knapp 80 Jahre nach Kriegsende, fragen sie, was uns geprägt hat und wie Deutschland zu einem Land wurde, das ohne Migration niemals da wäre, wo es heute ist.

Mehr zum Thema dieser Episode:

Naika Foroutan

Naika Foroutan. Es wäre einmal deutsch

Naika Foroutan. Es wäre einmal deutsch. (Gelesen von Claudia Matschulla)

Initiative Schwarze Menschen in Deutschland

Heimat, eine Besichtigung des Grauens

Thomas Ebermann. Linke Heimatliebe

Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah. Eure Heimat ist unser Alptraum

Torch. Blauer Samt (Album)

Neue deutsche Medienmacher:innen

Didier Eribon. Rückkehr nach Reims

Mehr zu Max und Hadija:

Hadija Haruna Oelker

Max Czollek

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Credits

Der Podcast Trauer & Turnschuh ist im Rahmen der Initiative Wissen. Erinnern. Fragen des S. Fischer Verlags entstanden.

Konzeption: Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek

Recherche und wissenschaftliche Begleitung: Corinne Kaszner

Produzentinnen: Isabel Lübbert-Rein und Jenny Häschel

Aufnahme: Loft Tonstudios Frankfurt am Main

Schnitt & Sounddesign: Spotting Image

Grafik: Konstantin Gramalla

Ein besonderer Dank geht an Naika Foroutan und Thomas Ebermann, die für diesen Podcast mit uns gesprochen haben.

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45 Minuten
Achtung, Achtung! Wir betreten deutschen Boden. Ostdeutschen Boden. Einwanderungsland. Antifaschismusland. Schon einmal damit beschäftigt? Mit vierzig Jahren Erinnerungskultur, inklusive kommunistischem Widerstand und DDR-Migrationsgesellschaft. Bei diesem Geschichts-Parcours entdecken Hadija und Max mit Patrice Poutrus, dass es keine überschaubare, isolierte und homogene Gemeinschaft Ost gegeben hat. Sie klären, warum sich seit 1989 von einem doppelten Vergessen sprechen lässt und dass das nicht nur ein Problem für die deutsche Erinnerungskultur ist. Für sie ergibt der Tag der sogenannten deutschen Einheit erst dann Sinn, wenn er auch die Migrationsgeschichten von Ost und West verbindet - und ihre Bedrohung durch rechtes Denken und rechte Gewalt. Zeit, sich zu erinnern, dass die deutsche Geschichte auch die Geschichte der Anderen ist.

Mehr zum Thema dieser Episode:

Patrice Poutrus

Patrice Poutrus, Anetta Kahane, Enrico Heitzer, Martin Jander. Nach Auschwitz. Schwieriges Erbe DDR.

Peggy Piesche

Amadeu Antonio Stiftung

Dr. Noah K. Ha

Zwischen Woken und Querdenkern. Interview mit Juli Zeh und Simon Urban. (Neue Zürcher Zeitung)

Jana Hensel und Naika Foroutan. Die Gesellschaft der Anderen

Tillmann Bendikowski. 1870/71: Der Mythos von der deutschen Einheit

Mehr zu Max und Hadija:

Hadija Haruna Oelker

Max Czollek

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Credits

Der Podcast Trauer & Turnschuh ist im Rahmen der Initiative Wissen. Erinnern. Fragen des S. Fischer Verlags entstanden.

Konzeption: Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek

Recherche und wissenschaftliche Begleitung: Corinne Kaszner

Produzentinnen: Isabel Lübbert-Rein und Jenny Häschel

Aufnahme: Loft Tonstudios Frankfurt am Main

Schnitt & Sounddesign: Spotting Image

Grafik: Konstantin Gramalla

Ein besonderer Dank geht an Patrice Poutrus und Noah K. Ha, die für diesen Podcast mit uns gesprochen haben.

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46 Minuten
Bald werden die letzten Überlebenden der Shoa, Porajmos, der Euthanasie-Morde ihre Geschichten nicht mehr erzählen können. Aber auch die Täter:innen von damals werden tot und nicht verurteilt sein. Wie die Erinnerung an das Verbrechen wach halten, das uns bis heute auf viele Weisen umgibt. Hadija und Max sprechen darüber mit Achim Doerfer. Sie glauben, dass der Wunsch nach Vergeltung, nach Rache und Entschädigung bleiben wird - zumindest solange das nicht Besprochene, das Verdrängen wie der Elefant im Raum unsere Gegenwart bestimmt. Sie fragen: Was macht das mit uns als Gesellschaft? Und vor allem: Wie wollen wir zusammen weitergehen?

Mehr zum Thema dieser Episode:

Hadija Haruna-Oelker. Die Schönheit der Differenz

Mithu Sanyal. Identitti

Multidimensionaler Erinnerungsmonitor (MEMO) Studie 2019

Ralph Giordano. Die zweite Schuld

RACHE - Geschichte und Fantasie (Ausstellung Jüdisches Museum Frankfurt) In der Folge wird 2021 als Ausstellungszeitraum genannt. Tatsächlich lief die Ausstellung 2022.

Achim Doerfer. Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen

RomaniPhen. Verein von Rom:nja und Sinti:zze

Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma

Initiative 19. Februar Hanau

Andreas Hechler. Diagnosen von Gewicht

Anita Awosusi. Verwobene Geschichte*n

Tayo Awosusi-Onutor

Mehr zu Max und Hadija:

Hadija Haruna Oelker

Max Czollek

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Credits

Der Podcast Trauer & Turnschuh ist im Rahmen der Initiative Wissen. Erinnern. Fragen des S. Fischer Verlags entstanden.

Konzeption: Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek

Recherche und wissenschaftliche Begleitung: Corinne Kaszner

Produzentinnen: Isabel Lübbert-Rein und Jenny Häschel

Aufnahme, Schnitt & Sounddesign: Spotting Image

Grafik: Konstantin Gramalla

Ein besonderer Dank geht an Achim Doerfer, Anita Awosusi und Andreas Hechler, die für diesen Podcast mit uns gesprochen haben.

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42 Minuten
Die Vergangenheit ist eine Frage, auf die die Gegenwart antwortet. Und weil die Gegenwart die Gegenwart ist, hat sie immer das letzte Wort. Aber Max und Hadija haben Fragen an unsere Gesellschaft, unser Miteinander. Wer wird erinnert und wer spricht eigentlich für wen? Wenn wir in einer pluralen Gesellschaft leben, was bedeutet das für die Erinnerung an unsere Geschichte? Und warum machen wir eigentlich diesen Podcast? Die erste Folge von Trauer & Turnschuh mit ersten Erkundungen eines komplexen Themas. Zusammen kriegen wir das hin.

Mehr zum Thema dieser Episode:

Walter Pehle. Ich bin gerne Volkspädagoge (hr2 Doppelkopf)

Walter Pehle und die Schwarze Reihe

Naika Foroutan. Die postmigrantische Gesellschaft

Esther Bejerano (Möllner Rede im Exil 2017)

Wissen Erinnern Fragen. Eine Initiative des S. Fischer Verlags

Mehr zu Max und Hadija:

Hadija Haruna Oelker

Max Czollek

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Konzeption: Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek

Recherche und wissenschaftliche Begleitung: Corinne Kaszner

Produzentinnen: Isabel Lübbert-Rein und Jenny Häschel

Aufnahme, Schnitt & Sounddesign: Spotting Image

Sprecherin: Karoline Sinur

Grafik: Konstantin Gramalla

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37 Sekunden
Willkommen bei Trauer & Turnschuh. Hier treffen sich Hadija und Max einmal im Monat zur emotionalen Afterhour der Vergangenheit und sprechen darüber, was aus unserer Vergangenheit vergessen und verdrängt wurde und was das mit unserer Gesellschaft macht. Und es ist ok, wenn dabei nicht immer Kerzen angezündet, sondern auch mal der Hund ausgeführt wird oder man mit offenem Mund einen Sonnenaufgang anschaut. Trauer & Turnschuh eben.

Trauer & Turnschuh ist ein Erinnerungs-Podcast des S. Fischer Verlags mit Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek.

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