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Zündholz Archiv
95 Episoden
31 Minuten
Daten- statt Goldrausch: Wie schaffen wir es eigentlich, die Datenspur, die wir im Internet hinterlassen, wieder einzufangen? Oder überhaupt eine Art von Kontrolle über unsere eigenen Daten wieder zurückzuerlangen – oder ist das im Zeitalter von Meta, Netflix & Co. dafür längst zu spät? Einmal das Internet vom Kopf wieder auf die Füße stellen – das ist das Ziel unseres nieswöchigen Gastes: Prof. Dr. Boris Otto, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST sowie Inhaber des Lehrstuhls für Industrielles Informationsmanagement an der TU Dortmund.
43 Minuten
Hassen oder nicht hassen, das ist hier die Frage – wenn es nach der CDU geht, dann fällt die Wahl offenbar klar auf "hassen", will Jens Spahn doch physische Gewalt gegen Geflüchtete einsetzen und Carsten Linnemann gleich Kontrollzentren an deutschen Grenzen erbauen. Dabei sind wir doch bereits EU-Spitzenreiter beim Thema Rassismus: Eine Umfrage unter Schwarzen Menschen in 13 EU-Ländern hat ergeben, dass man sich nirgendwo so unwohl und unsicher fühlt wie in Deutschland. Und während das leider für den Großteil der Deutschen immer noch kein Grund scheint, das lang geprobte "Nie wieder!" in die Praxis umzusetzen, sind in Island bereits 100.000 Frauen auf den Straßen und streiken für ihre Rechte. Könnte man sich da vielleicht das ein oder andere von abgucken? Auch Israel, Gaza und die Hamas sind in dieser Woche wieder Thema, hat sich die Situation doch nicht zuletzt durch Fake News in den sozialen Kanälen enorm erhitzt. Apropos, wie schaffen wir es eigentlich, die Daten, die dort unterwegs sind, zu regulieren? Und gibt es einen Weg, die Kontrolle zumindest über unsere eigenen Daten wieder zurückzuerlangen? Darüber berichtet unser Gast, Prof. Dr. Boris Otto, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST sowie Inhaber des Lehrstuhls für Industrielles Informationsmanagement an der TU Dortmund.
38 Minuten
Gibt es überhaupt noch so etwas wie "Gemeinschaft"? Klima, Nahostkonflikt, erstarkte AfD, Fake News, Populismus und so weiter – wie sollen wir all diese Krisen noch bewältigen? Und sind wir nicht eh alle zum Egoismus erzogen worden? Nein, sagt Ulrich Schnabel in seinem Buch "Zusammen. Wie wir gemeinsam globale Krisen bewältigen.", über das Marc und Lisa in dieser Folge sprechen – und über zahlreiche Beispiele feststellen, dass wir ohne Gemeinschaft gar nicht überleben könnten.
41 Minuten
Nach aufwühlenden Landtagswahlen mit einer erstarkten AfD sind Marc und Lisa noch ein wenig verkatert – zumal diese Folge nachts in Wien aufgenommen wurde. Aber wie kann das Wachstum an AfD-Wähler:innen gestoppt werden? Derweil fragt man sich, ob wir nun endgültig alle in allem Expert:innen sind. Könnte man jedenfalls meinen, wenn man sich die sozialen Kanäle zu den derzeitigen Geschehnissen in Israel anschaut – wodurch es immer schwieriger wird, die relevanten, tatsächlich einordnenden Stimmen im Getöse auszumachen. Und natürlich sind auch hier wieder zahlreiche Deepfakes, also gefälschte Videos, oder Bilder und Videos, die eigentlich aus einem anderen Kontext sind, unterwegs. Aber wie ordnet man noch ein, was man glauben darf und was nicht? Und eine Premiere gibt es bei Zündholz auch: Zum ersten Mal wird ein Buch vorgestellt, aus dem wir derzeit viel lernen können – nämlich "Zusammen. Wie wir gemeinsam globale Krisen bewältigen." von Ulrich Schnabel.
35 Minuten
Sollte ein krankes Kind eine heilende Spritze erhalten, wenn diese 1,9 Millionen Euro kostet? Wie kann gerechte, solidarische Medizin in einem finanziell angeschlagenen Gesundheitssystem aussehen? Und was würden wir tun, falls (!) sich die finanzielle Lage in Deutschland verschlechtert? Wer entscheidet dann, wer welche Behandlung erhält? Gast in dieser Sonderfolge ist Dr. Horst Luckhaupt, ehemals HNO-Chefarzt und seit vielen Jahren in ethischen Räten aktiv, der einen kurzen Einblick in die Arbeit von sogenannten Ethikkomitees und "Dilemmata-Situationen" für Ärzt:innen liefert.
41 Minuten
"Schaffen wir das nochmal?", fragt der Spiegel auf seinem Magazin-Cover und spielt damit auf die Flüchtlingswelle in 2015 an – obwohl die Behauptung, wir hätten nun ähnliche Asylbewerber-Zahlen, statistisch gar nicht haltbar ist. Ein weiterer Tropfen Öl im Feuer, während wir das derzeit gar nicht benötigen, um uns immer mehr zu hassen. Doch wie lassen sich die erhärteten Fronten noch erweichen? Währenddessen haben wir das Parteiprogramm der AfD gelesen und festgestellt: Nicht nur die Rechte von Menschen mit MIgrationshintergrund sollen eingeschränkt werden, sondern gleich die der Hälfte der Bevölkerung – die der Frauen. Fast "banal" wirkt da ein kurzer Hinweis, dass Corona-Impf-Auffrischungen für den Herbst nun verfügbar sind. Special Guest ist in dieser Folge Dr. Horst Luckhaupt, der einen kurzen Einblick in Medizinethik gibt und die spannende Frage stellt, wie "gerechte", solidarische Medizin in einem finanziell angeschlagenen Gesundheitssystem aussehen kann.
42 Minuten
Bilder von zahlreichen Geflüchteten auf Lampedusa, die auf Schlauchbooten über das Mittelmeer kamen, gingen in dieser Woche durch die Medien – und wurden entsprechend von konservativen Politiker:innen genutzt, um sich zu positionieren. Dabei wollen die wenigsten davon nach Deutschland, sagt Mirabell Mayack, Subsahara-Afrika-Expertin, die mit allen deutschen Klischees gegenüber dem großen Kontinent aufräumt und uns erklärt, dass wir gar keine andere Möglichkeit haben, als ganz dringend unsere Perspektive auf Afrika zu überdenken – wird Afrika doch von Ländern wie China längst als großer Zukunftsmarkt gesehen, um den auch wir uns bemühen sollten.
42 Minuten
Das Ende der Leistungsgesellschaft? Sehen wir nun angeblich überall – etwa auch in einer Umstrukturierung der Bundesjugendspiele oder in einer Reform des Kinder-Fußballs. Währenddessen geht der Benzinverbrauch in China zurück – genau, dort, wo wir gerne mit dem Finger hinzeigen bzgl. Klimakrise. Marc hat in der letzten Woche selbst gezündelt und via Instagram zu einer Briefaktion an CDU-Politiker:innen aufgerufen, die gebeten wurden, Stellung zum Vorgehen ihres Parteivorsitzenden Friedrich Merz zu nehmen – mit mehr als einer skandalösen Rückantwort, die wir hier mit euch teilen. Last but not least ist in dieser Woche Mirabell Mayack zu Gast, Subsahara-Afrika-Expertin, die mit allen deutschen Klischees gegenüber dem großen Kontinent aufräumt – und uns erklärt, dass wir gar keine andere Möglichkeit haben, als ganz dringend unsere Perspektive auf Afrika zu überdenken.
21 Minuten
Jede vierte Frau will aufgrund ihrer Wechseljahre früher aufhören zu arbeiten. – Eigentlich eine Katastrophe mitten im Fachkräftemangel, der eh schon unter Demographie leidet. Doch während es in anderen Ländern, etwa in den USA, bereits zahlreiche Firmen gibt, die ihren weiblichen Angestellten Unterstützung anbieten, scheint Deutschland wieder einmal einen Trend zu verpassen. Dabei gibt es zahlreiche kleine und große Möglichkeiten – sagt Dr. Judith Bildau (Frauenärztin, Influencerin) und spricht diese Woche mit Marc über Wechseljahre und deren Auswirkungen aufs Berufsleben und die Weltwirtschaft.
37 Minuten
"Wasser Marsch!" So der Befehl in Fukushima, denn das bislang gelagerte Kühlwasser der Atomkatastrophe wird nun ins Meer geleitet – und China verhängt prompt einen Importstopp für japanischen Fisch. Wie gefährlich ist das wirklich? Wir haben mit Kernphysiker Reinhard Wagner gesprochen. Währenddessen zündelt Christian Lindner in der Debatte um die Kindergrundsicherung und erklärt, dass es Kinderarmut vor allem unter Menschen mit Migrationshintergrund gebe. Fast so brisant wie die Radikalisierung der Letzten Generation, die die Mehrheit der Deutschen befürchtet – aber warum überhaupt? Und dann haben wir zum ersten Mal in der kurzen Zündholz-Geschichte einen zweiten Gastauftritt: Dr. Judith Bildau (Frauenärztin, Influencerin) spricht über Wechseljahre und deren Auswirkungen aufs Berufsleben und die Weltwirtschaft.
33 Minuten
Unsere Krankenhäuser sind erkrankt. Aber sind Karl Lauterbachs Pläne wirklich die Heilung?
39 Minuten
"Aus Fehlern lernt man immerhin" – ist das wirklich so? Hoffen wir's, denn momentan werden erschreckend viele Parallelen zwischen der derzeitigen Situation in Deutschland und der in der Weimarer Republik erkannt (die, wie wir alle wissen, damit endete, dass die Nationalsozialisten an die Macht kamen). Währenddessen nehmen Hetze und Drohungen auf sozialen Plattformen absurde Ausmaße an (und hätten beinahe diese Folge verhindert) und Jens Spahn "analysiert" tollkühn, dass die Grünen doch von einer starken AfD profitieren. Apropos Ex-Bundesgesundheitsminister: In dieser Woche ist Rudolf Mintrop zu Gast, der im Krankenhausbereich als Koryphäe unter den Geschäftsführern gilt, hat er doch jahrzehntelang Krankenhäuser in die schwarzen Zahlen gebracht. Hier ordnet er die aktuelle Situation im Gesundheitswesen ein – und erklärt, was zu tun ist, um die Lage zu entschärfen.
36 Minuten
Künstliche Intelligenz kann ALLES – könnte man meinen, wenn man die Schlagzeilen in 2023 rekapituliert. Aber ist das wirklich so?
36 Minuten
Wir können "alle" keine Brötchen mehr kaufen. Das glaubt man jedenfalls, wenn man sich derzeit auf LinkedIn rumtreibt. Währenddessen wurde festgestellt, dass AfD-Wähler:innen mit Vorhaben der AfD wohl selten einverstanden sind, ein gewisser ehemalige Chefredakteur einer Tageszeitung leugnet das Interesse der Gesellschaft an der Frauenfußball-WM und Marc und Lisa müssen bei ihrem Sondergast feststellen, dass sie einer kleinen PR-Masche aufgesessen sind. Künstliche Intelligenz – mehr Schein als Sein? Definitiv den Hype (noch) nicht wert, sagt Jürgen Geuter alias "tante" (unabhängiger Wissenschaftler, der sich mit dem Digitalen als Lebensrealität, der Ethik des Digitalen und Algorithmenregulierung beschäftigt).
23 Minuten
Frauengesundheit – darüber soll man nun auch noch sprechen? Unbedingt, denn bis vor Kurzem war es in Europa nicht mal gang und gäbe, dass gleich viele Frauen wie Männer an Medikamenten-Studien teilnehmen – dabei funktioniert der weibliche Körper doch in vielerlei Hinsicht sehr anders als der männliche. Dazu kommen allerlei Vorurteile in der Praxis, wodurch z.B. Männer bei Beschwerden nachweislich eher Schmerzmittel, Frauen hingegen eher Beruhigungsmittel verschrieben bekommen. Leider kein Scherz, sagt Dr. Judith Bildau (Frauengesundheits-Influencerin und Frauenärztin im Vatikan sowie in der Toskana) und berichtet über ihre jahrelange Erfahrung – und warum sie diese nun in einen TaschenRaschke gegossen hat.