Aber was, wenn es funktioniert? Eine erstaunlich einfache Frage. Und eine, die wir uns beim Trading vermutlich viel zu selten stellen. Denn häufig beschäftigen wir uns ausführlich damit, was schiefgehen könnte. Wir analysieren unsere Verlusttrades, suchen nach Fehlern und versuchen, uns vor der nächsten Enttäuschung zu schützen. Aber wie sprechen wir eigentlich über die Trades, die funktionieren? In dieser Episode spricht Tobias Heitkötter daher nicht über die Märkte, sondern darüber, wie wir über die Märkte sprechen. Da wird ein noch offener Trade, der unter dem Einstieg steht, schnell zum „Verlust“. Gleichzeitig ist ein anderer offener Trade „noch im Plus“ Ein kleines Wort mit grosser Wirkung. Denn beide Trades sind noch offen. Beide haben noch kein Ergebnis. Und trotzdem haben wir sprachlich längst eine Erwartung darüber formuliert, wie sie vermutlich ausgehen werden. Genau diese Erwartung kann später beeinflussen, ob wir beispielsweise einen Gewinn zu früh mitnehmen oder einen Trade innerlich bereits abschreiben. Du erfährst ausserdem, warum wir Verlusttrades häufig viel intensiver analysieren als unsere besten Trades - und warum es schwierig wird, langfristig zu wiederholen, was funktioniert, wenn wir uns kaum damit beschäftigen, warum es eigentlich funktioniert hat. Am Ende der Folge bekommst Du vier konkrete Übungen, mit denen Du Deine eigene Sprache und Deinen Fokus im Trading überprüfen kannst. Dabei geht es ausdrücklich nicht um positives Denken oder darum, Risiken auszublenden. Sondern um eine zweite, ebenso wichtige Frage neben „Was, wenn es schiefgeht?“: But what if it works? Diese Episode ist besonders hilfreich, wenn Du merkst, dass Du Dich intensiv mit Deinen Fehlern und Verlusten beschäftigst, Deinen erfolgreichen Trades aber deutlich weniger Aufmerksamkeit schenkst. Sie hilft Dir dabei, Deine Sprache und Deinen Fokus bewusster wahrzunehmen - und nicht nur aus dem zu lernen, was schiefgeht, sondern auch aus dem, was funktioniert.
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