Frühlingserwachen Archiv
22 Episoden
45 Minuten
In dieser Episode spricht Sebastian mit Michael Diemer über Männlichkeit, Verkörperung, Prägungen, Trauma und Sexualität. Ein roter Faden des Gesprächs ist die Frage, von welcher Basis aus wir auf Männlichkeit schauen und überhaupt sagen können, ich bin „Mann“ oder „das bin ich“? Michael Diemer ist Traumaexperte, Körpertherapeut und Qigong Lehrer mit einem besonderen Fokus auf Männerarbeit. Für Sebastian ist er ein wichtiger Mentor und Kollege und so berührt das Gespräch auch viele gemeinsame Herzensanliegen und gibt einen schönen Einblick in unsere geteilte Grundhaltung. Wir sprechen u.a. darüber, wie sehr männliche Sozialisierung mit Abspaltung und Entkörperung verbunden ist und welche Rolle dabei früh erzwungene Prägungen spielen, die sich durch Biografien und über Generationen hinweg fortsetzen. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist deshalb auch Verkörperung als die Fähigkeit, sich selbst wieder im eigenen Körper wahrzunehmen, Empfindung, Emotion und Denken als zusammengehörig zu erleben und aus einer inneren Präsenz heraus in Beziehung treten zu können. Auch Sexualität wird im Gespräch als wichtiges Forschungsfeld berührt: Als ein Ort, an dem Prägung und Lebendigkeit aufeinandertreffen und an dem wir gefordert sind, in aller Verantworlichkeit unsere ganz eigene Sexualität zu leben. Insgesamt ist es ein forschendes Gespräch, das bewusst keine fertigen Antworten formuliert, sondern dazu einlädt, in den Fragen zu verweilen und neugierig auf sich selbst zu werden.
1 Stunde 3 Minuten
Ob in Unternehmen, Organisationen, ob in Gemeinschaft oder in der Begleitung von Kindern, immer und überall findet Führung statt. Doch wie wollen wir Führung leben und wie könnte eine Führungskultur aussehen, die nicht auf Hierarchie und Kontrolle setzt, sondern auf Vertrauen, Ko-Kreation und kollektive Prozesse der Selbstorganisation und Führung? In dieser Episode spricht Timna mit Carla Tradt und Leo Meyer-Schwickerath von tealbirds, die Führungskräfte und Organisationen auf dem Weg in ein neues Führungsparadigma begleiten. Als Pioniere in diesem Feld haben sie über Jahre Formen kollektiver Führung sowohl an sich selber als auch in Begleitungen von zahlreichen Organisationen erforscht, weiterentwickelt und in der Praxis getestet. Dabei sind verschiedene Formate entstanden, in denen Individuen und Organisationen ihr Bewusstsein erweitern und Kompetenzen entwickeln können, die es braucht, um nach Prinzipien der Selbstorganisation und der kollektiven Führung zu arbeiten. Das Gespräch gibt einen schönen Einblick in die Arbeit und die Visionen von tealbirds, gleichzeitig berührt es ganz verschiedene Ebenen und Fragen rund um Führung, die aktueller nicht sein können: Wie geht eigentlich gelungene Ko-Kreation? Was bedeutet kollektive Führung? Woher wissen wir, in welche Richtung ein selbstorganisierter Prozess gehen soll? Wann braucht es welche Führungsform? Wie führen wir uns selbst? Und last but not least: Wie können wir uns als Menschheit im 21. Jahrhundert führen?
1 Stunde 21 Minuten
Was wären wir ohne unsere Fähigkeit zu spielen? Ist es nicht das Spiel, das unser Leben lebenswert macht und in seiner radikalen Offenheit, Freiheit und Individualität unserem Menschsein Würde und Tiefe verleiht? In dieser Episode spricht Timna mit der Spielforscherin Gerda Salis Gross, die bereits seit über 40 Jahren das Spielen in all seinen Facetten erforscht, darüber schreibt und lehrt und das Spielen auch in ihrer Praxis als Heilpädagogin auf eindrückliche Weise einsetzt. Gerda Salis Gross arbeitet mit grossem Engagement dafür, dass Kindern die Freiräume erhalten bleiben, die sie zum Spielen brauchen – was in der heutigen Zeit mit ihrer Verwertungslogik und einem ständig wachsenden Leistungsdruck immer schwieriger wird. Auch uns Erwachsene erinnert sie eindringlich daran, wie wichtig es ist, in unserem Leben wieder mehr zu spielen und bietet in ihren Seminaren und Forschungsräumen Unterstützung zur Wiederaneignung des Spiels. Der rote Faden des Gesprächs ist die Unterscheidung drei verschiedener Arten des Spielens, wie sie in Gerda Salis Gross’ Buch «Im Spiel dem Leben Freiheit schenken» entwickelt werden. Zentral ist dabei der Begriff des primären oder ursprünglichen Spiels, das alle Menschen mit auf die Welt bringen und das von Natur aus frei, unvorhersehbar und intrinsisch motiviert ist. Dem gegenüber steht das sekundäre Spiel, das oft von aussen an uns heran getragen wird und uns sozusagen in die Spielregeln der jeweiligen Kultur einführt. Das Gespräch erforscht zunächst das Spannungsfeld dieser beiden Arten zu spielen und wie wir immer wieder mit dem Primären in uns in Kontakt kommen können. Sehr berührend sind die verschiedenen Beispiele in der Mitte des Gesprächs, in denen Gerda Salis Gross davon erzählt, wie sie mit Jugendlichen und Kindern arbeitet und wie heilend das Spielen wirken kann. Zum Ende des Gesprächs spricht Gerda Salis Gross noch über die Gamifizierung unserer Gesellschaft und wir hören ein leidenschaftliches Plädoyer für die menschliche Würde in einer Welt, in der unser Menschsein immer mehr auf das lebenslange sammeln von Punkten reduziert wird. Mehr zu den Angeboten, über die Gerda Salis Gross am Ende noch spricht, findest du auf ihrer Webseite: https://gerdasalisgross.ch/ Das Buch «Im Spiel dem Leben Freiheit schenken», das wir von Herzen empfehlen können, kannst du hier und im Buchhandel beziehen: https://www.futurumverlag.com/ch/futurum-verlag/kultur-und-kunst/im-spiel
1 Stunde 21 Minuten
Wie können wir Kinder dabei begleiten, ihren authentischen Weg zu gehen und dabei Schritt für Schritt das in Ihnen angelegte Potential zu verwirklichen? Welche Entwicklungsstufen und Übergänge durchlaufen junge Menschen und was sind die spezifischen Bedürfnisse, die damit zusammenhängen? In dieser Episode spricht Timna mit Susanne Tobler, die zu diesen und damit zusammenhängenden Fragen auf ihrem Lebens- und Berufsweg einen tiefen Erfahrungs- und Wissensschatz gesammelt hat. Susanne ist Mitbegründerin und Co-Leiterin der Monterana Schule in Degersheim (Schweiz), die in ihren eigenen Worten «ein Lebens- und Entwicklungsort für alle Menschen ist, die da sind». Die Monterana Schule existiert bereits seit dreissig Jahren als sogenannte «freie Schule» und zählt mittlerweile über 120 Kinder und Jugendliche sowie ca. 30 erwachsene Begleitpersonen. Susanne hat bereits früh in ihrem Leben verstanden, dass der Schlüssel zu einer anderen Gesellschaft darin liegt, wie wir Kinder in ihrer Entwicklung begleiten, ohne sie zu verformen, wie es im herrschenden Schulsystem leider immer noch der Fall ist. Dies war ein wichtiger Ausgangspunkt für sie, ihr Leben dieser grossen Aufgabe zu widmen. Während das Gespräch einerseits immer wieder Bezug auf die Montanara Schule nimmt und einen Einblick in die Haltung und die verschiedenen Prozesse der Menschen gibt, die an dieser Schule sind, entsteht im Verlauf des Gesprächs andererseits ein Eindruck darüber, in welcher Tiefe und mit welchem Bewusstsein an der Monterana Schule Menschen gemeinsam wachsen, lernen und das Leben erforschen. Das Gefühl darüber, was möglich sein kann, wenn wir wirklich vom Kind und seinen authentischen Bedürfnissen und Potentialen ausgehen, hat uns am Gespräch mit Susanne zutiefst berührt. Dabei kamen wir auch in Kontakt mit der Trauer und der Wut über die eigenen Schulerfahrungen, die so diametral anders gelaufen sind und für viele junge Menschen immer noch so laufen. So bleibt eine wichtige Erkenntnis des Gesprächs, wie viel wir Erwachsene eigentlich noch zu verlernen haben, wenn wir es mit Kindern zu tun haben - was sie uns laufend zeigen und wofür es zum Glück nie zu spät ist.
1 Stunde
Freies Lernen ohne Druck und ohne Noten - wie geht das? Im zweiten Teil unserer Serie zum Thema "freies Lernen" spricht Timna mit Florian Knaus und Till Grossrieder, die beide als freilernende Kinder aufgewachsen sind und nun mit Mitte 20 auf diesen Abschnitt ihres Lebens zurückblicken und einige spannende Resümees ziehen. Was heisst Freilernen für die Beiden, wie war es für sie in freien Schulen zu lernen und ihren eigenen Weg ins Berufsleben zu finden? Wo stehen Sie heute? Um diese Fragen dreht sich das Gespräch und eröffnet auf berührende Weise neue Horizonte des Lernens. So unterschiedlich die Wege von Florian und Till ins Berufs- und Erwachsenenleben verliefen, so haben sie doch eines gemeinsam: Bei beiden ist eine ausserordentliche Basis von Selbstwirksamkeit und Vertrauen spürbar, die es ihnen ermöglicht hat, bei allen Herausforderungen des Lebens sich selbst treu zu bleiben, Verantwortung für sich zu übernehmen und ihren je eigenen Weg mit Kreativität zu gehen. Gerade für Menschen, die einen Ruf spüren, ihren eigenen Kindern einen Weg des Freilernens zu ermöglichen, gibt dieses Gespräch Mut und Zuversicht und allen anderen eine neue Perspektive, die viel zu denken gibt.
1 Stunde 9 Minuten
In diesem Gespräch begegnet Timna Till Henning, der gemeinsam mit seiner Frau Tzegha und ihren gemeinsamen Kindern Luam und Amit einen sehr unkonventionellen Lebensweg gehen. Ausgangspunkt des Gesprächs ist das Thema „Freilernen“ und Till erzählt zunächst über den Weg, den sie dabei als Familie bereits gegangen sind und wo sie heute damit stehen. Schnell wird dabei klar, dass es beim Thema „Freilernen“ um sehr viel mehr geht, als um die Frage, ob die eigenen Kinder zur Schule gehen oder nicht. Es geht ums Leben ganz grundsätzlich und darum, welche Bedingungen wir als Menschen brauchen, um das in uns angelegte Potential zu leben. Klar wird auch, wie uns der Weg in ein von Institutionen unabhängigeres Leben fordert, in eine grössere Verantwortung zu gehen und die eigenen Konditionierungen und Prägungen zu verlernen. Was dabei lockt, ruft und Kraft schenkt auch mit den Herausforderungen dieses Weges umzugehen, ist die Freiheit mehr im Jetzt anzukommen und aus immer tieferer Verbundenheit heraus mit allem was uns umgibt in ein schöpferisches Spiel des DAseins einzutauchen. Wenn du mehr über das Projekt von Till und Tzegha erfahren möchtest, dann findest du hier weitere Informationen: https://www.baraka-free-space.net/
1 Stunde
Welche Bedeutung hat das weite Feld des Schamanismus für unsere heutige Zeit? Welche Veränderungen durchläuft er im Kontext des grossen Wandels und was könnte einen Schamanismus der neuen Zeit auszeichnen? In dieser Episode spricht Timna mit Selina Angelika Braun, die seit vielen Jahren zu diesen Fragen forscht und schreibt. Bekannt wurde Selina mit ihrem 2020 erschienenen Buch „Taguari“, in dem sie die Geschichte des kolumbianischen Schamanen Don José Ariza dokumentiert hat. Die Begegnung mit Don José Ariza legte einen wichtigen Grundstein für Selinas ganz eigenen Weg und ihre Initiation in das, was sie heute Lichtschamanismus nennt. Im Gespräch gibt Selina Einblick in ihren persönlichen Prozess der Einweihung, den das Leben für sie orchestriert hat und den sie erst rückblickend als solchen voll hat erkennen können. Ausgehend von einer gemeinsamen Erfahrung mit einer sibirischen Schamanin sprechen Timna und Selina auch über die Schattenaspekte des Schamanismus und über das grosse Potential, das darin liegt, diese Aspekte ins Bewusstsein zu holen und zu transformieren. Passend zu den Raunächten, in denen wir uns gerade befinden, ist das Gespräch eine Einladung uns zu erinnern, wer wir wirklich sind und was möglich wird, wenn wir uns wieder mit unsrem je eigenen Zugang zur Quelle rückverbinden.
1 Stunde 13 Minuten
In dieser Episode begegnet Timna Ramon Pachernegg. Gemeinsam begeben sie sich in einen offenen Gesprächsraum und sprechen darüber, wie wir mit unserem «wahren Selbst» in eine fühlbare Verbindung kommen können. In unserer westlichen Kultur haben wir häufig verlernt, unseren Blick von all den falschen Identifizierungen im Aussen zu lösen und in der Begegnung mit unserem Inneren die Antwort zu empfangen, wer wir wirklich sind. In den Retreats und Erfahrungsräumen, die Ramon eröffnet, geht es genau darum: Zu erleben, wie einfach und unglaublich schön es ist, wenn sich in uns ein Raum öffnet und wir erfahren, wie es sich anfühlen kann, wieder mit uns selbst verbunden zu sein – mit dem Bewusstsein, dass wir eins sind mit allem und sich durch unsere manifeste Form stets ein Funken des «Göttlichen» verwirklichen will. Je mehr dieser wahrhaftigen Augenblicke wir erleben, desto einfacher wird es mit der Zeit, auch in den Herausforderungen des Alltags unser Bewusstsein für diese Dimension unseres Seins zu weiten und aus dieser Weite heraus die Impulse unseres innersten Wesens zu empfangen. All das ist Thema dieses Gesprächs, in dem auch immer wieder die Herausforderungen angesprochenen werden, die uns auf dem Weg zu uns Selbst begegnen. Ramon arbeitet als Seminarleiter, Heilströmer und Filmemacher und begleitet persönliche Transformationsprozesse in Einzel- und Gruppensettings. Das besondere an seiner Arbeit ist, dass er mit dem Heilströmen, auf das er vor allem im letzten Drittel des Gespräch eingeht, eine Methode gefunden hat, die es ihm ermöglicht, Menschen auf sehr einfache und sanfte Art an die Erfahrung ihres «wahren Selbst» heranzuführen. Auf diese Weise gelingt es ihm, die Erkenntnisse seines eigenen Weges, die er zunächst über das Medium des Films ausdrückte, nun auch auf ganz praktische Art weiter geben zu können. **Mehr zu Ramon und seinen Angeboten findet ihr auf seiner Webseite: https://wegezumselbst.at. Die Trailer zu Ramons Bewusstseinsfilmen wie WAKING UP GROWING UP findet ihr unter: https://wegezumselbst.at/bewusstseinsfilme/**
1 Stunde 11 Minuten
In dieser Episode spricht Sebastian mit Kristina Marlen über das transformative und auch heilende Potential von Sexarbeit und BDSM, sowie über die gemeinsame Vision einer sexpositiven Kultur. Kristina Marlen gibt dabei spannende Einblicke in ihre Arbeit als Sexarbeiterin und in das geheime Wissen, das sie hütet. Sie spricht darüber, wie sie Menschen an und über Schwellen führt, inwiefern Sex soviel mehr sein kann als Penetration und über das ungeheure Potential unserer Körper in Trance und über verschiedene Aspekte von Dominanz und Hingabe. Kristina Marlen ist Expertin für Bondage und BDSM, Erotik Poetin und Speakerin für eine sexpositive Kultur für alle Geschlechter. Als Sex- und Kink-Educator teilt sie ihr Wissen in Workshops und Onlineformaten im deutschsprachigen Raum und auch international. Ihre Arbeit versteht sie als einen Beitrag zu einer Kultur des Mitgefühls, der Kooperation und der Liebe zum Leben. So verbindet sie Sex, Herz und Spirit zu einem magischen Dreieck und schafft es, Menschen an intime Orte zu führen, die sie vorher noch nicht kannten. Ausserdem hat Kristina Marlen einen Hintergrund als Physiotherapeutin, Tänzerin und Kulturwissenschaftlerin.
1 Stunde 21 Minuten
In dieser Episode spricht Timna mit der Geistheilerin und Doula Linda Gerda Schwind über die Hingabe. Linda hat schon ganz früh in ihrem Leben angefangen Hingabe zu erforschen und in ihrem Alltag zu leben. Mit 25 Jahren hat sie ihren heute bald zwei jährigen Sohn in einer ekstatischen und schmerzfreien Alleingeburt zur Welt gebracht. Eine Geburtserfahrung, die ohne Hingabe undenkbar gewesen wäre. Linda begleitet seither als Doula Frauen auf ihrem Weg zu einer eigenständigen und selbstermächtigten Geburt und im Übergang zum Mutterwerden. Unter anderem hat sie Anfang des Jahres einen Online-Kurs entwickelt, den Holy Mother Moon, eine Initiation ins Muttersein. Linda steht für eine Generation junger mutiger Menschen, die sich mit unserer Intuition und dem uns innewohnendem Wissen wieder vertraut machen und sich entschlossen von gängigen kulturellen Überzeugungen und Praktiken loslösen. Auch als Familie gehen Linda und ihr Mann zusammen mit ihrem Sohn neue Wege. Sie haben sich von vielem frei gemacht und sind als Reisende unterwegs, ohne festes Einkommen, ohne Krankenversicherung oder Staatszugehörigkeit. Auch da geben sie sich ihren inneren Impulsen hin und folgen so Schritt für Schritt dem Lebensfluss. In diesem Gespräch geht es um ganz praktische Möglichkeiten Hingabe im Alltag zu leben und über tiefe persönliche Prozesse. Linda und Timna teilen aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz und erforschen gemeinsam Gedanken, die im Laufe des Gesprächs auftauchen. Ein roter Faden dabei ist die Frage, wie wir lernen unseren inneren Impulsen zu vertrauen, uns unserer innerer Wahrheit hinzugeben und so in einen immer authentischeren Ausdruck unseres Selbst zu kommen.
1 Stunde 25 Minuten
Dieses Gespräch mit Irène Kummer ist die Fortsetzung der Episode, die vor zwei Wochen ausgestrahlt wurde. Beide Gespräche sind letzten Jahres im Rahmen eines Forschungsprojekts zu Frauenwissen entstanden. Sie bauen aufeinander auf und so empfehlen wir, Teil 1 zuerst zu hören. Irène Kummer ist habilitierte Literaturwissenschaftlerin, Dozentin, Psychotherapeutin und Autorin zahlreicher Bücher. Vor allem aber ist die inzwischen 78-jährige eine grosse Pionierin der Frauenbewegung. In der letzten Episode gab Irène Kummer Einblick in ihren ganz persönlichen Weg als Frau und damit verwoben in die Frauengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und sie erzählte über ihre erste Begegnung mit Stanley Keleman, dem Begründer der formativen Psychologie und die daraus gewachsene langjährige Freundschaft. In diesem zweiten Gespräch vertieft sie ihre Gedanken zur Formativen Psychologie und deren Verbindung zur Frauenbewegung. Sie erzählt aus ihrem reichen Erfahrungsschatz zu den Themen Schwangerschaft und Geburt und wie das eigene Mutterwerden ihre Faszination für die Wendezeiten im Leben der Frau geweckt hat. Auch in dieser Episode erzählt Irène Kummer ganz persönlich aus ihrem Leben und stellt die eigene Lebensgeschichte in den Kontext der gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit.
1 Stunde 52 Minuten
Diese Episode mit Irène Kummer ist letztes Jahr im Rahmen eines Forschungsprojektes zu Frauenwissen entstanden. Irène Kummer ist habilitierte Literaturwissenschaftlerin und emeritierte Privatdozentin der ETH Zürich, Psychotherapeutin und Autorin zahlreicher Bücher. Vor allem aber ist sie eine grosse Pionierin der Frauenbewegung. Sie hat sich ihr Leben lang intensiv mit Frauenthemen und Frauengeschichte befasst und kann heute als 78-jährige auf einen enormen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Voller Lebendigkeit gibt Irène Kummer in diesem Gespräch Einblick in ihren persönlichen Weg als Frau und davon ausgehend in die Frauengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie erzählt von ihren Grossmüttern und zeigt auf, wie die Erfahrungen unserer Grossmütter das Frausein von heute immer noch prägen. Ausserdem spricht sie über die Notwendigkeit im Diskurs zur Frauenemanzipation die Männergeschichte und die Emanzipation des Mannes miteinzubeziehen, damit die Befreiung der Frau aus ihrer gesellschaftlichen Rolle und den damit verbundenen Prägungen wahrhaftig geschehen kann. Und damit verbunden natürlich auch die Befreiung des Mannes. Irène Kummers Werk ist hoch aktuell. So liesst sich ihr 1989 erschienenes Buch «Wendezeiten im Leben der Frau» auch heute noch wie ein gewaltiger und hochdifferenzierter Weckruf. Schon damals hat Irène Kummer erkannt, wie wichtig die leibliche Dimension des Frauseins für die Emanzipation der Frau ist - ein Aspekt, der bis heute in der Frauenbewegung oft vernachlässigt bleibt. Auch als Psychotherapeutin war Irène Kummer ihrer Zeit weit voraus. In den 1970er Jahren begegnete sie Stanley Kelemann, dem Begründer der formativen Psychologie, mit dem sie eine über 40 Jahre anhaltende Freundschaft verband. Irène Kummer machte es sich zur Aufgabe, die formative Psychologie im deutschsprachigen Raum zu verankern und im Rahmen ihres Ausbildungszentrums, «Zentrum für Form und Wandlung», weiterzuentwickeln. Im zweiten Teil des Gesprächs erzählt Irène von ihrer ersten Begegnung mit Stanley Keleman und wie diese Begegnung ihr Leben und ihre Arbeit seither prägen. Dieser Episode folgt in zwei Wochen ein weiteres Gespräch mit Irène. In diesem zweiten Gespräch vertieft Irène ihre Gedanken zur Formativen Psychologie und geht im weiteren auf spezifische Frauenthemen ein, insbesondere auf Schwangerschaft und Geburt.
50 Minuten
Dies ist der zweite Teil des Gesprächs mit Lena Unger über ihren Weg mit der Endometriose. Falls du den ersten Teil noch nicht gehört hast, empfehlen wir dir, mit diesem zu starten. Dort findest du auch die ausführlichen Shownotes und weiterführende Links. Das zweite Gespräch entstand ein halbes Jahr später, kurz nach Lena's Operation zur Entfernung ihrer Gebärmutter. Lena erzählt über ihre Erfahrung mit diesem Eingriff und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat. ### Die Anmeldung zu unserem Newsletter und Informatioen darüber, wie du uns unterstützen kannst, findest du unter: https://www.frühlingserwachen.ch/podcast
1 Stunde 20 Minuten
Diese Episode über die Endometriose ist im Rahmen eines Forschungsprojekts zu Frauenwissen entstanden. Als Endometriose bezeichnet man die krankhafte Wucherung der Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutterhöhle im Beckenbereich, aber auch an verschiedenen anderen Stellen des gesamten Bauchraums. Auch der Darm oder sogar die Lunge können betroffen sein. Lena Unger leidet seit ihrer ersten Periode im Alter von 12 Jahren an einer Form der Endometriose, der Adenomyose. Bei der Adenomyose wächst die Gebärmutterschleimhaut, welche die Gebärmutter normalerweise wie eine Tapete innen auskleidet, in die Tiefe, also in das Muskelgewebe der Gebärmutter. Dies ist mit starken Schmerzen verbunden. Lena verbringt lange Jahre eigener Forschungsarbeit, um herauszufinden, was eigentlich überhaupt mit ihr los ist. Schliesslich fällt sie einen mutigen Entscheid. Mit nur 35 Jahren lässt sie sich ihre Gebärmutter entfernen, obwohl sie noch keine Kinder hat. Dieser Schritt ist kein einfacher, er bedeutete für Lena viel innere Arbeit und zum andern auch ein Ringen um Anerkennung ihrer Entscheidung im Aussen. Im Gespräch erzählt Lena mit grosser Offenheit über ihren langen Leidensweg und all das viele Wissen, dass sie sich im Laufe der Zeit über ihre Krankheit angeeignet hat. Sie spricht über einen selbstermächtigten Weg in einer Welt, wo alle das Gefühl haben, mitreden zu dürfen, sobald es um das Reproduktionsorgan der Frau geht. Die Episode ist in zwei Folgen aufgeteilt, die gleichzeitig veröffentlicht werden. Im ersten Teil, der im November letzten Jahres aufgenommen wurde, steht Lena kurz vor der Operation, die Gebärmutter zu entfernen. Im zweiten Teil, ein halbes Jahr später, erzählt Lena, wie es ihr nach der Operation geht. Die Episode zur Endometriose wird bewusst im Anschluss zur Episode «Zyklische Wesen» ausgestrahlt, weil der weibliche Zyklus viele Facetten hat und wir es total wichtig finden, dass die Vielfalt an Themen rund ums Frausein in unserer Kultur gehört, ernst genommen und respektiert wird. Link zu Endo-Help, einer Plattform für Informationen Rund um die Endometriose. Dort gibt es unter anderem Adressen von Selbsthilfegruppen in der ganzen Schweiz, Buchtipps und vieles mehr: www.endo-help.ch. Direkter Kontakt zu Lena Unger: lena.lu.unger@gmail.com. ### Die Anmeldung zu unserem Newsletter und Informatioen darüber, wie du uns unterstützen kannst, findest du unter: https://www.frühlingserwachen.ch/podcast
1 Stunde 10 Minuten
Stell dir vor, ab morgen würde niemand mehr auf der Welt menstruieren! In diesem Gespräch spricht Josianne von Quittenduft darüber, warum die Menstruation all unsere Achtung und unseren Respekt verdient. Josianne ist Autorin, Zyklusmentorin, Menstruationskundige und hat die Gabe, frisch von der Leber weg, offen und leicht ein tabuisiertes Thema aus seinem Schatten zu holen. Ein Gespräch für alle Frauen, die mehr über ihre zyklische Natur erfahren möchten und für alle Männer, die tiefer verstehen wollen, wie sie gleichermassen in das Wunder des weiblichen Zyklus eingewoben sind und was dieses Verständnis mit dem Weltfrieden zu tun hat. Josianne spricht darüber, warum wir als Frauen nicht jeden Tag gleich drauf sind. Warum es sich lohnt den eigenen Zyklus zu kennen. Warum es wichtig ist über dieses Thema zu sprechen. Warum die Mens zwar persönlich, aber kein Tabu ist. Warum Schmerzen und Vormenskrisen nicht von der Natur gegeben sind. Wie wir Mädchen und auch Jungs schon früh mit der Menstruation vertraut machen können. Wie wir Mädchen im Übergang zur Frau begleiten können. Und über vieles mehr. Ein Gespräch über Frauenwohl, Freiheit, Selbstliebe und Selbstbestimmtheit.