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Episoden

26 Minuten
Daniel wartet seit Monaten darauf, diese Geschichte zu hören, und sie hat es in sich.

Zu Gast ist Christopher Mürle, 42, Unternehmer und leidenschaftlicher Weltreisender. Nach Stationen in Costa Rica, Argentinien und den USA wird er während seines Studiums bei Würth gefragt, ob er den Vertrieb in Ulaanbaatar unterstützen will. Alle anderen winken ab, Christopher sagt in zwei Sekunden zu.

Dann kommt sein erster Abend in der Mongolei. Ein Taxi, eine vorgetäuschte Panne, ein zweiter Mann mit einem Messer, die Kindersicherung unten und eine Fahrt aus der Stadt hinaus, bei der Christopher um sein Leben fürchtet. Wie er da wieder herauskommt, warum direkt danach der glücklichste Moment seines Lebens folgt und warum ausgerechnet der Heimweg zur nächsten Mutprobe wird, erzählt er in dieser Folge.

Außerdem: wie aus dem Weltreisenden ein Unternehmer mit eigener Vertriebsagentur wurde, wie KI über AI Sales Intelligence seine Neukundengewinnung gerade radikal verändert und warum Laufen sein wichtigster Ausgleich ist.
36 Minuten
Vicky war auf der BASTA in Frankfurt und saß dort auf einem Panel zu einem noch ganz neuen Thema: Agentic UI.

Die Grundidee ist so simpel wie weitreichend. Statt dir einen langen Text zurückzuschreiben, den du scrollst und aus dem du dir das Wichtige selbst heraussuchst, baut die KI dynamisch eine Oberfläche: Buttons, Bilder, Auswahlmöglichkeiten, genau dann, wenn du sie brauchst.

Daniel und Vicky spinnen den Gedanken weiter, von Jakob Nielsens Vision einer Website, die sich erst on the fly aus deinen Präferenzen zusammenbaut, bis zu Salesforce, das komplett auf agentisch umstellt und den Verkäufer bald nur noch mit seinem Chatfenster reden lässt.

Aus UX-Sicht bringt Vicky den Kern auf den Punkt: Dem User ist völlig egal, wie viele Protokolle dahinterstecken, er will Tempo und Verständlichkeit.

Im zweiten Teil geht es darum, warum dank günstiger Softwareentwicklung endlich passgenaue Software entsteht, warum das berüchtigte „Bemerkung 1"-Feld mit der Schuhgröße drin bald der Vergangenheit angehört und warum Standard- gegen Individualsoftware nicht gleichbedeutend ist mit schlechten gegen gute Prozesse.
29 Minuten
Daniel war diese Woche auf der Zukunft Personal Europe in Köln, einer der größten HR-Messen im deutschsprachigen Raum, und bringt einen Messebericht mit.

Drei Hallen, die erste komplett voll mit HR-Software von SAP über Microsoft bis zu dutzenden Anbietern, und sein erster Eindruck: Die machen eigentlich alle dasselbe.

Sein zweiter Eindruck war der spannendere.

Ausgerechnet KI, das Thema, das die ganze Branche gerade umkrempelt, war auf der Messe kaum präsent.

Daniel und Vicky, die selbst aus dem SAP-HCM-Umfeld kommt, diskutieren, warum das so ist: weil sich Software heute viel leichter bauen lässt und damit neue Konkurrenten viel schneller aufstehen können, warum HR-Anwendungsfälle unter dem EU AI Act schnell zum Hochrisikosystem werden und dadurch stärker reguliert sind, und warum sich die Branche bei KI gefühlt erst am Anfang befindet.

Zum Schluss geht es noch um die Corporate-Health-Halle und die Frage, warum man vieles besser hinbekommt, wenn man den Kopf einfach abschaltet.
23 Minuten
Webseiten klingen nach einem statischen Thema, sind es aber gerade überhaupt nicht.

Daniel erzählt, wie er die WordPress-Seiten seiner Firma auf statische Websites umgebaut hat, aus Sicherheits- und Geschwindigkeitsgründen, und warum das ein überraschendes Nebenprodukt hatte: Er konnte die komplette Seite über ein Chat-Interface umbauen, Inhalte und Design gleichzeitig, inklusive einer englischen Variante auf Zuruf.

Markus ordnet ein, warum es dafür trotzdem weiterhin Handwerk und Domain Knowledge braucht, von Hosting über Komponenten und Versionierung bis zu Anthropics Skills.

Und dann wird es grundsätzlich: So wie Websites vor Jahren mobil-optimiert werden mussten, müssen sie jetzt KI-Bot-optimiert sein. Rund die Hälfte der Besucher sind heute keine Menschen mehr, sondern KI-Agenten wie ChatGPT oder Claude.

Was das für Auffindbarkeit, Textversionen, llms.txt und die Ablöse von klassischem SEO durch GEO bedeutet, besprechen die beiden am konkreten Beispiel.
50 Minuten
Diesmal ist alles anders: Vicky Pirker übernimmt das Mikrofon und interviewt Daniel über die Zukunft der Softwareentwicklung.

Aufhänger ist ein kurioses Detail, denn Googles KI-Übersicht bezeichnet Daniel als „Kulturexperte für künstliche Intelligenz".

Von dort geht es tief ins Thema: Warum sich die Art, wie wir Software bauen, jahrzehntelang kaum verändert hat, warum der eigentliche Engpass immer die Zeit war und wie generative KI genau diesen Engpass gerade auflöst.

Daniel erklärt, warum das die Preislogik und die Geschäftsmodelle der ganzen Branche ins Wanken bringt, was man an den Börsenkursen der SaaS-Anbieter ablesen kann und warum der wertvollste Skill nicht mehr das Schreiben von Code ist (Spoiler: war er auch vorher nicht), sondern das Verstehen dessen, was der Kunde wirklich braucht.

Und natürlich die Frage, die alle stellen: Lohnt es sich überhaupt noch, programmieren zu lernen?
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