Lymphom Kompetenz KOMPAKT – Expertinnen diskutieren Lymphome & Leukämien Archiv
19 Episoden
30 Minuten
Das primäre ZNS-Lymphom (PZSL) ist ein seltenes Lymphom, das aufgrund der Manifestation im Gehirn sehr häufig mit einem dramatischen klinischen Bild auffällig wird und dann eine umgehende Intervention erfordert. Klinisch haben wir es mit häufig schwerkranken, immobilen oder kognitiv eingeschränkten Patienten zu tun. Zur Verfügung steht uns dann eine sehr intensive Polychemotherapie, deren Durchführbarkeit oft fraglich erscheint. Es ist das Verdienst der Studiengruppe rund um Gerald Illerhaus, trotz dieses klinischen Dilemmas die Intensivierung der Chemotherapie sowohl in der Induktion als auch in der Konsolidierung auch gegen Widerstände voran getrieben zu haben. Heute wissen wir, dass dadurch Heilungen bedeutend öfter erreicht werden können als noch vor wenigen Jahren. In diesem Podcast werden Peter Borchmann und Gerald Illerhaus zunächst die Biologie dieses besonderen Lymphoms näher beleuchten und dann die aktuellen Standardempfehlungen für die Erstlinientherapie diskutieren. Dabei werden auch die von Gerald Illerhaus beim letzten Kongress der American Society of Hematology (ASH2022) in New Orleans extrem prominent und sichtbar präsentierten Ergebnisse der MATRIX- Studie genauer beleuchtet.
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25 Minuten
In dieser Podcastfolge diskutieren wir über die Therapie beim Mantelzell-Lymphom. Zwei Fragestellungen sind dabei zentral: Zum einen: Wer ist eigentlich therapiebedürftig - also wer hat eine dringende Indikation um eine Therapie zu begrinnen und bei wem kann man warten? Und damit eng zusammenhängend: Kann man diese Entscheidungen mit dem MIPI-c treffen oder brauchen wir den p53 Status vor der Therapieeinleitung auch bei der Erstlinientherapie? Zum anderen: Wenn dann die Entscheidung für eine Therapie getroffen wird, ist dann die BTKInhibition anstelle der Hochdosis-Chemotherapie die bessere Option für alle jungen Patient:innen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Podcasts, der durch die von Martin Dreyling beim ASH in New Orleans präsentierten Ergebnisse aktuell besonders diskutiert werden.
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25 Minuten
In dieser Folge diskutieren wir über die aktuelle Erstlinientherapie beim diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL). Noch bis ins Jahr 2021 waren 6 Zyklen einer Immunchemotherapie mit R-CHOP die Standardtherapie für alle Patienten, unabhängig vom Alter der Patient:innen, klinischen Risikofaktoren oder der Tumorbiologie. Jetzt gibt es mit Polatuzumab vedotin in Kombination mit dem R-CHP ein neues Regime, das eine gegenüber R-CHOP überlegene Lymphomkontrolle in der Polarix Studie gezeigt hat, wenngleich ein Überlebensunterschied noch nicht sichtbar wird. Damit stellt sich die Frage: Was bedeuten diese Ergebnisse für uns Behandler:innen und vor allem für unsere Patient:innen? Georg Lenz ist Chefarzt der Medizinischen Klinik A am Universitätsklinikum Münster und erforscht die molekularen Entstehung aggressiver Lymphome und deren Behandlung. Als weltweit sichtbarer Experte ist er im Präsidium der German Lymphoma Alliance (GLA) federführend an der Entwicklung der Studienlandschaft zu Lymphomen beteiligt.
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25 Minuten
In dieser Podcastfolge diskutieren wir über die Fortschritte bei der Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) unter der Überschrift: CLL: Therapieziel funktionelle Heilung für alle? Anlass sind die aktuellen Ergebnisse der CLL13 Studie, die die konventionelle Chemoimmuntherapie bei körperlich fitten Patient:innen mit Erstdiagnose einer CLL durch innovative Konzepte mit dem BCL-2 Inhibitor Venetoclax, dem BTK Inhibitor Ibrutinib und den CD20 Antikörpern Rituximab und Obinutuzumab in verschiedenen Kombination herausgefordert hat. Diese Studie wurde kürzlich in Wien beim Kongress der Euopäischen Fachgesellschaft von Barbara Eichhorst vorgestellt. Barbara Eichhorst ist Oberärztin an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und wissenschaftlicher Sekretär der Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG). Sie ist maßgeblich für die Entwicklung neuer Therapiekonzepte und die Durchführung von Therapieoptimierungsstudien bei der chronisch lymphatischen Leukämie verantwortlich. Hinzu kommt translationale und klinische Forschung zur Richter-Transformation. Barbara Eichhorst vereint jahrzehntelange Erfahrung in der Studienlandschaft mit persönlicher Erfahrung in Praxis als Leiterin der CLL-Zweitmeinungssprechstunde.
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