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49 Episoden
32 Minuten
„Wir haben die Schlacht gewonnen!“ So ließ es Ramses II. nach einer militärischen Auseinandersetzung mit dem hethitischen König in Ägypten verkünden. Wie sich herausgestellt hat, stimmt das nicht. Aber bei Ramses geht es nicht nur um eine vermeintliche Lüge, sondern um viel mehr. Es geht um die Weltordnung.

Und wusstet ihr, dass Nero gar nicht tot ist? Er wird in der Endzeit wiederkommen, wenn die Apokalypse über die Welt hereinbricht. Klingt wie eine Verschwörungserzählung? Dann seid ihr hier genau richtig zu Teil 2 unserer Folge über Fake News in der Antike.

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36 Minuten
Desinformationen ("Fake News") gab es auch schon in der Antike. Aber wie funktioniert das genau, und welche Folgen konnte das haben? Wir schauen uns den kreativen Umgang mit der Wahrheit in der Antike an zwei Beispielen an und werden sehen. Fake News sind nichts völlig Neues oder ein reines Problem unserer Zeit.

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32 Minuten
Die Demokratie ist in der Krise. Das liest oder hört man gerade oft. Was wäre, wenn das alles schon mal jemand beschrieben hätte? Vor gut 2.200 Jahren, in einer Welt ohne Wahlen im modernen Sinne, ohne Parteien, ohne soziale Medien – aber mit einem klaren Blick auf das, was politische Systeme zum Scheitern bringt. Sein Name war Polybios. Er hatte eine Theorie, und zwar eine, die im ersten Moment überzeugend klingt – und deswegen auch ziemlich beunruhigend.

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Zum Weiterlesen:

Alexander Demandt, Antike Staatsformen. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte der Alten Welt, Berlin 1995

Stephan Podes, Polybios’ Anakyklosis-Lehre, diskrete Zustandssysteme und das Problem der Mischverfassung, in: Klio. Beiträge zur Alten Geschichte. Band 73, 1991, S. 382–390
38 Minuten
Die allermeisten von uns müssen arbeiten gehen, um über die Runden zu kommen. Das war auch schon in der Antike so, und für die allermeisten Menschen nahm Arbeit einen großen Teil des Tages ein. Aber war damals wirklich schon alles so ähnlich wie heute? Konnte man sich einfach so einen Job aussuchen? Wie machte man Karriere, und war das überhaupt wichtig? Viele Fragen, denen wir in der aktuellen Folge mal nachgehen.

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Zum Weiterlesen:

Hans Kloft: Wirtschaft in der griechisch-römischen Welt Darmstadt 1992.

Kai Ruffing: Wirtschaft in der griechisch-römischen Antike. Darmstadt 2011.

Holger Sonnabend: Von harter Arbeit und fairen Löhnen. Texte aus der Antike. Stuttgart 2024.
32 Minuten
Bis ins 8. Jahrhundert hinein deuteten die Menschen im Antiken Griechenland die Welt vor allem mit den Mitteln des Mythos. Doch begannen Philosophen, anderen Fragen zu stellen.

War das der Beginn einer „griechischen Aufklärung“ und begannen Menschen hier erstmals, ihre Umwelt mit den Mitteln der Vernunft zu begreifen? So oder so waren die Vorsokratiker Wegbereiter eines neuen Weltverständnisses.

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Zum Weiterlesen:

Christof Rapp, Vorsokratiker, München 2007 (Einführung)

Wolfgang Schadewaldt, Die Anfänge der Philosophie bei den Griechen. Die Vorsokratiker und ihre Voraussetzungen, Frankfurt 1978

G. S. Kirk/J. E. Raven/M. Shofield, Die vorsokratischen Philosophen. Einführung, Texte und Kommentare, Stuttgart 1994
36 Minuten
Kaum jemand hat die römische Geschichte so geprägt wie Kaiser Augustus. Caesars Erbe machte aus der mindestens mal angeschlagenen römischen Republik eine Monarchie, mit ihm an der Spitze – die aber unter gar keinen Umständen Monarchie heißen durfte.

Wir schauen uns heute an, wie aus dem jungen Gaius Octavius Kaiser Augustus werden konnte. Und welche Konsequenzen das hatte.

Zum Weiterlesen

Klaus Bringmann, Thomas Schäfer: Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums. Berlin 2002.

Klaus Bringmann: Augustus. Darmstadt 2007.

Werner Dahlheim: Augustus. Aufrührer – Herrscher – Heiland. Eine Biographie. München 2010.

Maria Dettenhofer: Herrschaft und Widerstand im augusteischen Prinzipat. Die Konkurrenz zwischen res publica und domus Augusta. Stuttgart 2000.

Werner Eck: Augustus und seine Zeit. München 2014.

Angela Pabst: Kaiser Augustus. Neugestalter Roms. Stuttgart 2014.

Ronald Syme: Die römische Revolution. Machtkämpfe im antiken Rom. (Neuausgabe) Stuttgart, 2003.
34 Minuten
Vor rund 2.500 Jahren zieht ein persischer Großkönig mit einem gewaltigen Heer Richtung Griechenland – und geht als Inbegriff des orientalischen Despoten in die Geschichte ein. Dieses Bild wirkt bis heute nach, bis in Filme wie "300", in dem Xerxes der größenwahnsinnige, grausame Gegenspieler heroischer Spartaner ist. Aber war er das wirklich?

Wir werfen einen differenzierten Blick auf Xerxes I., den Großkönig des Achämenidenreiches. Wir sprechen über seinen Griechenlandfeldzug 480 v. Chr., über Thermopylen, Salamis und die Niederlage gegen die griechischen Stadtstaaten. Vor allem aber nehmen wir sein Bild bei Herodot unter die Lupe: den König, der das Meer auspeitschen ließ, einen Untertanen auf grausame Weise bestrafte und zwischen Zweifel, Hybris und angeblicher Gottgläubigkeit schwankte.

Wie verlässlich ist diese Darstellung? Ist Xerxes tatsächlich der brutale Gewaltherrscher, als den ihn die antike und moderne Erzähltradition zeigt? Eine Spurensuche zwischen Propaganda, Literatur und historischer Wahrscheinlichkeit – und ein Blick darauf, wie sehr ein antiker Autor unser Bild eines Herrschers bis heute prägt.

Zum Weiterlesen:

Hilmar Klinkott, Xerxes. Der Großkönig in Griechenland, Stuttgart 2023

Richard Stoneman, Xerxes: A Persian Life, New Haven/London 2015

Josef Wiesehöfer, Das antike Persien. Von 550 v. Chr. bis 650 n. Chr., Düsseldorf 2005
31 Minuten
Wann war die Antike eigentlich vorbei? Darauf kann man verschiedene Antworten finden. Um 500 trifft es wohl am besten. Wir werfen im Podcast einen Blick auf diese Zeit des Übergangs und auf einen Herrscher, der oft als der letzte römische Kaiser genannt wird: Justinian I., gestorben 565.

Was machte die Zeit dieses (ost-)römischen Kaisers aus? Wo berief er sich auf alte, römische Traditionen und wo sind bei ihm schon Entwicklungen zu erkennen, die deutlich eher ins byzantinische Mittelalter verweisen?

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28 Minuten
War Rom wirklich moralisch verkommen und deshalb zum Untergang verdammt? In unserer neuen Podcastfolge nehmen wir das Narrativ der „spätrömischen Dekadenz“ kritisch unter die Lupe und zeigen, woher diese Vorstellung stammt – und warum sie historisch problematisch ist. Eine Folge über Mythen, Moral und die Frage, warum einfache Erklärungen selten gute Erklärungen sind.

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Zum Weiterlesen:

Alexander Demandt, Geschichte der Spätantike, München 1998

Kyle Harper, Fatum. Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches, München 2020

Peter J. Heather, The Fall of the Roman Empire. A New History, New York 2005

Edward J. Watts, The Eternal Decline and Fall of the Roman Empire: The History of a dangerous Idea, Oxford 2021
41 Minuten
In der neueren Geschichte wird der Balkan oft als eine Art Randzone oder geographisches "Dazwischen" wahrgenommen. Aber die Region war in der Antike nicht nur Schauplatz, sondern Treiber der Geschichte – von den klassischen griechischen Poleis über Philipp II. und Alexander den Großen bis zur römischen Herrschaft und den Umbrüchen der Spätantike. Ein Raum, der die Antike miteinander verband und immer wieder neu prägte.

Für diese Folge haben wir uns wieder mit Ralf vom Podcast "Déjà-Vu Geschichte" zusammengetan und spannen einen großen thematischen Bogen zur Geschichte des Balkans in der Antike.

Schaut natürlich auch gern mal bei Ralf und seinem Podcast vorbei, denn bei ihm ist diese Folge Teil einer ganzen Reihe über die Geschichte des Balkans: https://ralfgrabuschnig.com/deja-vu-geschichte-podcast/
36 Minuten
Irgendwann zwischen den Jahren 30 und 36 starb Jesus von Nazareth am Kreuz. Geht es nach seinen Anhänger*innen, ist er drei Tage später auferstanden und als Gottes Sohn zu seinem himmlischen Vater zurückgekehrt. So weit war man sich in der frühen Kirche einig.

Aber es gab da ein Problem: Was bedeutet eigentlich das Konzept "Dreieinigkeit"? In welchem Verhältnis standen Vater, Sohn und heiliger Geist zueinander? Wie lässt sich Dreifaltigkeit denken bei nur einem Gott? Diese Fragen führten im frühen Christentum zu großem Streit und schließlich zum Konzil von Nicäa, auf dem diese Streitfrage gelöst werden sollte.
32 Minuten
Musik ist für die meisten von uns ein wichtiger Teil des Alltags. Das war natürlich auch schon in der Antike so. Leider wissen wir über antike Musik aber relativ wenig.

Lucius und Sebastian setzen im Podcast mal die Puzzlestücke zusammen: Was wissen wir eigentlich? Und wie klang Musik in der Antike? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. 

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Zum Weiterlesen:

Stefan Hagel, Ancient Greek Music. A New Technical History, Cambridge 2009

Annemarie Jeanette Neubecker, Altgriechische Musik. Eine Einführung, Darmstadt 1977

Martin L. West, Ancient Greek Music, Oxford 1992
33 Minuten
Karthago ist für uns heute meistens immer noch ein schillernder Name. Eine frühe Weltmacht, fortschrittliche Seefahrer und florierende Handelsplätze im ganzen Mittelmeer. Doch das änderte sich, als eine neue Macht im Mittelmeerraum auftrat, nämlich Rom.

Es folgten drei Kriege Roms gegen Karthago und darin finden sich eine spektakuläre Überquerung der Alpen mit Elefanten und ein nörgelnder Senator, der ständig betonen musste, dass er der Meinung ist, dass Karthago zerstört werden müsse. Aber worum ging es bei diesen Kriegen eigentlich?

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Zum Weiterlesen:

Nigel Bagnall: Rom und Karthago. Der Kampf ums Mittelmeer. Berlin 1995.

Herbert Heftner: Der Aufstieg Roms. Vom Pyrrhoskrieg bis zum Fall von Karthago (280–146 v. Chr.). Regensburg 2005.

Michael Sommer: Schwarze Tage. Roms Kriege gegen Karthago. München 2021.

Klaus Zimmermann: Rom und Karthago. Stuttgart 2013.
34 Minuten
Orakel und Weissagungen spielten in der Antike eine enorme Rolle. Der Wunsch, die Zukunft oder den Willen von Gottheiten zu erfahren, war nicht nur im privaten Alltag weit verbreitet und tief verwurzelt. Auch politische Entscheidungen wurden von Orakelsprüchen abhängig gemacht.

Vieles davon erscheint uns heute ziemlich fremd. In dieser Folge schauen sich Lucius, Livia und Sebastian die verschiedenen Arten von Orakeln in der griechisch-römischen Welt an, welchen Einfluss sie tatsächlich hatten und was geschah, das das Christentum begann, die traditionellen Kulte zu verdrängen.

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Zum Weiterlesen:

Wiebke Friese, Die Kunst vom Wahn- und Wahrsagen. Orakelheiligtümer in der antiken Welt, Darmstadt 2012

Veit Rosenberger, Griechische Orakel. Eine Kulturgeschichte, Stuttgart 2001

Stefan Maul, Die Wahrsagekunst im alten Orient, München 2013
29 Minuten
Almanya, Allemagne, Alemania – viele Namen für Deutschland führen auf sie zurück: die Alamannen. Doch wer waren sie eigentlich? In dieser Folge tauchen wir ein in die Geschichte eines antiken Volkes, das im Schatten Roms entstand, dessen Name aber bis heute nachklingt.

Zusammen mit Sebastian werfen wir einen Blick auf die Ursprünge der Alamannen, ihre Rolle in der römischen Grenzregion und warum gerade sie in vielen Sprachen zum Namensgeber für ein ganzes Land wurden.

Ein spannender Streifzug durch Archäologie, Machtpolitik und Namensgeschichte – und endlich auch einmal wieder eine neue Episode unserer Reihe über vergessene Völker der Antike.

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Zum Weiterlesen:

Malcom Todd: Die Germanen. Von den frühen Stammesverbänden zu den Erben des Weströmischen Reiches. Stuttgart 2000.

Philip Matyszak: Forgotten Peoples of the Ancient Word. London 2020.
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