Perspektivwechsel. Der Diversity Podcast Archiv
18 Episoden
32 Minuten
Das beliebte Spiel "Mutter-Vater-Kind", überwiegend weiße und männliche Feuerwehr- und Polizei-Spielfiguren und Hauptcharaktere in Büchern, die nie im Rollstuhl sitzen: Man muss nicht in deutsche Chefetagen sehen, um zu erkennen, wie eindimensional sich unsere Gesellschaft noch immer begreift und sich stellenweise auch repräsentiert. Ein Blick in die Spielzimmer unserer Kinder reicht. Doch was macht das mit dem Weltbild von Kindern, wenn sie sich in den eigenen Büchern, Filmen und Spielsachen nicht wiederfinden oder eine einseitige Welt aufgezeigt bekommen? Heißt es nicht: Im Kinderzimmer beginnt die Zukunft. Wer will ich mal sein? Träume, Wünsche: Hier werden sie geboren. Doch das Kinderzimmer steckt in der Krise: Es dominieren Klischees, traditionelle Rollenbilder, starre Familienkonzepte. Was unsere Gesellschaft wirklich ausmacht, das fehlt. Doch es gibt auch positive Gegenbeispiele. Eines davon ist Oda Stockmann. Sie bricht mit den blau-rose Klischees und betreibt ihren eigenen Shop für Diversity-Kinderspielzeug und macht damit Hoffnung.
40 Minuten
Diversen und heterogenen Teams werden gerne zahlreiche, positive Eigenschaften zugesprochen. Unteranderem, dass sie zu kreativeren und innovativen Ideen und Lösungen gelangen. Ein Mehrwert, der insbesondere für viele Unternehmen spannend erscheint. Doch zugleich entstehen insbesondere in Gruppen, in denen verschiedene Persönlichkeiten und Mindsets aufeinandertreffen nicht selten auch Reibungspunkte und Konflikte. Führt Diversität in Teams also wirklich zwangsläufig auch zu mehr Kreativität? Was braucht es, um das Potenzial diverser Teams für kreative Prozesse und Lösungen nutzen zu können? Und überhaupt: „Ich bin doch gar nicht kreativ!“ Mein Gast Jutta Schweiger glaubt nicht an solche Sätze. Sie wagt die These, dass jeder Mensch kreativ ist. Die Frage ist nur, auf welche Art sich diese ausdrückt. Um das herauszufinden bedient sie sich eines aus den USA stammenden Ansatzes: Denkdiversität. Was dahinter steckt, warum es hilft die eigenen Denk- und Kreativitätspräferenzen zu verstehen, um die eigenen Leistungen zu verbessern und Fähigkeiten gezielt einbringen zu können und wie Unternehmen wie die NASA und Disney schon heute mit diesem Ansatz arbeiten…all das und mehr erfahrt ihr in dieser Folge.
35 Minuten
Innerhalb weniger Sekunden bilden wir Menschen uns ein erstes Urteil einer Person. In unserem Gehirn läuft dabei ein unbewusster Prozess ab, über den wir unser gegenüber nach verschiedenen Kriterien scannen. Genau diese Einordnung erfolgt auch in der Personalauswahl. Unser Gehirn ordnet in nur wenigen Sekunden Bewerber:innen dahingehend ein, ob diese kompetent genug für die angedachte Position sind. Dabei bedienen wir uns zahlreicher, sogenannte Unconcious Biases; unbewusster Denkmuster, die unsere Entscheidungsfindung zwar erleichtern, aber auch stark verzerren. Die Folge: Unternehmen stellen nicht zwangsläufig die Personen mit dem größten Fit und der höchsten Kompetenz ein, sondern tendieren zu einem immer gleichen Mitarbeiter:innen-Typus. Diversität? Fehlanzeige! Mit meinem Gast Alexandra Kammer gehe ich diesen Biases auf die Spur und wage mit ihr ein kleines Gedankenexperiment. Als Diversity Managerin bei Aivy setzt sich Alexandra Kammer für ein objektives, stärkenbasiertes Recruiting ein. Was dahinter steckt, wie auch du deine unbewussten Vorurteile identifizieren und überwinden kannst und, wie Alexandra mit ihrem Team Bewerbungsverfahren fairer gestalten will, erfährst du in dieser Folge.
37 Minuten
Warum stürzen sich eigentlich so viele Unternehmen aktuell auf das Thema Diversity & Inclusion bzw. warum erst jetzt? Nun manches ist bereits aus Studien bekannt: Ethnisch diverse und inklusive Unternehmen sind 33 % erfolgreicher, entwickeln sich mit einer 1,7-mal höheren Wahrscheinlichkeit zu Innovationsführern in ihrem Fachbereich und haben obendrein eine deutlich bessere Chance, Top-Talente anzuziehen. Denn laut einer Studie von Glassdoor ist 67 % der Talente im Markt Diversity im Team wichtig. Kurzum: Diversity Management ist nicht nur ein Buzzword, sondern ein strategisches Schlüsselinstrument im Unternehmen. Soweit so gut. Zu wissen, dass es Diversity im Unternehmen braucht, bedeutet aber noch lange nicht, dass es auch alle Top-Entscheider:innen verstanden haben, geschweige denn umsetzen. Wie also geht man das Thema am besten an? Welche ersten Schritte kann man ergreifen? Wie überzeuge ich das Management von den Vorteilen und der Notwendigkeit? Die Antworten darauf gibt es in der aktuellen Folge. Zu Gast ist Hans Jablonski. Er ist Senior Berater und Experte zu den Themen Diversity & Inclusion, war einer der ersten Diversity Manager in Deutschland und darüber hinaus ist er Mitgründer der Charta der Vielfalt sowie zahlreicher, weiterer Diversity Initiativen. Rund 1/3 der DAX30 Unternehmen hat er bereits zum Thema Vielfalt beraten. Er verrät, worauf man beim Aufbau eines Diversity Managements achten muss, wie man das Top-Management mit ins Boot holt und, ob Diversität überhaupt gemanaged werden kann.
34 Minuten
30 Jahre, weiblich und die biologische Uhr tickt. Für viele Frauen und Paare stellt sich zwischen 25 und 35 immer stärker die Kinderwunschfrage. Die bekannte biologische Uhr tickt bei vielen mit zunehmendem Alter immer lauter und nicht immer sind die Umstände dem eigenen Empfinden nach ideal. Da ist der sehnliche Wunsch nach einem Kind auf der einen Seite, die gefürchtete Altersgrenze von 35, bis zu der man im eigenen Denken und statistisch gesehen Kinder bekommen haben muss. Auf der anderen Seite merken aber viele, dass sie gerade erst anfangen auch beruflich anzukommen und das Ziel haben Karriere machen zu wollen, noch zu reisen oder sich bestimmte Träume zu realisieren bevor man Mama oder Papa wird. Hinzu kommt, dass nicht jeder unbedingt einen Partner oder eine Partnerin hat oder vielleicht auch einfach nicht den richtigen Lebenspartner, mit dem man sich die Gründung einer Familie vorstellen könnte. Was vor einigen Jahren noch eine Pattsituation war und viele z.T. auch dazu gezwungen hat eigene Vorstellungen aufzugeben, ist heute weniger aussichtslos, dank einer noch recht jungen Methode - Egg Freezing oder Social Freezing d.h. die Entnahme und das Einfrieren von Eizellen. Ein Thema, welches in den USA bereits weit verbreitet ist und auch von immer mehr Unternehmen wie Facebook oder Apple Mitarbeitenden als Fertility Benefit angeboten wird. In Deutschland hingegen dominieren vor allem noch Unwissenheit, Vorbehalte und Stigmen. Wie funktioniert Egg Freezing? Für wen ist es geeignet? An wen wendet man sich bei Interesse und was kostet es? Die Antworten auf diese Fragen erhaltet ihr in der aktuellen Folge. Ich spreche mit Jenny Saft, Gründerin von Oviavo, die lange Zeit in San Francisco gelebt und gearbeitet hat, mit 32 selbst ihre Eizellen hat einfrieren lassen und mit ihrem Start-Up andere Unternehmen und Einzelpersonen rund um das Thema Egg-Freezing berät.
31 Minuten
„Sei doch einfach du selbst!“ – wie oft haben wir alle diesen Satz bereits gehört oder selbst schon in Gesprächen mit Freunden:innen, Kollegen:innen oder der Familie gesagt. So leicht sich dieser Rat auf der einen Seite aussprechen lässt, so komplex ist die Umsetzung und der Weg zur eigenen Persönlichkeit auf der anderen Seite. In der aktuellen Folge spreche ich mit Pavlo Stroblja darüber, worauf es ankommt, um den Kern seiner eigenen Persönlichkeit zu finden und zu schärfen. Angetrieben durch seine eigene Geschichte und zahlreiche, wissenschaftliche Erkenntnisse, die darlegen, dass insbesondere queere Jugendliche in besonderem Maß unter psychischen Belastungen und Mobbing leiden, hat Pavlo die Initiative Queermentor gegründet. Hiermit unterstützt er unteranderem junge, queere Menschen auf ihrem Weg hin zur eigenen Identität, wobei er Mentoring hierbei als eine Begegnung auf Augenhöhe und weniger als Top-Down Beratung sieht. Eine Folge die bewegt und Impulse für die Reise zur eigenen Persönlichkeit garantiert.
32 Minuten
Mobbing bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen fängt oftmals harmlos an. Ein kleiner Streit oder eine schnippische Bemerkung kann aber rasch zu systematischem Terror werden – in Zeiten von Smartphones und der ständigen Verfügbarkeit auch Tag und Nacht. Im Gespräch mit Manuela Borzel, Gründerin von mobbingfrei, erfahrt ihr wo Mobbing anfängt, welche Formen zu unterscheiden sind und was sich insbesondere auch seit Corona verändert hat? Mit den Diversity-Hacks erfahrt ihr zudem am Ende der Folge, was ihr tun könnt, wenn ihr entweder selbst von Mobbing betroffen seid oder aber wie ihr Menschen helfen könnt, die unter Mobbing leiden. Gemeinsam stark für eine mobbingfreie Welt.
3 Minuten
Der Podcast für Visionäre rund um die Themen Diversität, Inklusion und Werte mit Sebastian Lorenz. Direkt, facettenreich und differenziert öffnet er im Interview mit spannenden Gästen die Schubladen unseres Denkens und Handels. Entdecke in diesem Podcast Deine persönliche Vielfalt, lerne sie zu nutzen und erfahre wie Vielfalt fernab von Lippenbekenntnissen wirklich gelebt werden und unseren Alltag bereichern kann. Ein Podcast für alle, die die Welt nicht nur in schwarz-weiß sehen wollen.
23 Minuten
Von der ersten Idee eines Diversity Podcasts bis heute ist viel passiert. Spannende Gäste, bewegende Geschichten, erkenntnisreiche Gespräche und jede Menge Perspektivwechsel haben die zurückliegenden 10 Folgen der ersten Staffel mitgebracht. Unsere Keylearnings, unsere persönlichen Aha-Momente bis hin zu Pannen und den witzigsten Momenten; all das und wie es weitergeht erfahrt ihr in dieser Folge.
26 Minuten
Lange Zeit galt Transidentität in der Medizin und Psychologie als Krankheit und Störung. In dieser aktuellen Folge sprechen wir mit dem Psychotherapeuten Florian Friedrich. Er betreut unter anderem Trans* Personen und Ihre Familien vor, während und nach dem Prozess der Transition, also der Umwandlung von Mann zu Frau oder von Frau zu Mann. Wir sprechen mit ihm darüber, welche Rolle ein Psychotherapeut im Transitionsprozess spielt? Wie man bei sich selbst und anderen erkennt, dass eine sogenannte Geschlechtsdysphorie vorliegt, jemand also Trans* ist? Und wie Eltern, Familie, Freunde:innen und Kollegen:innen unterstützen können?
45 Minuten
Aus Männern werden Frauen und aus Frauen werden Männer. Alles ganz normal, würde man meinen. Für Jonas Fischer und Christian Schabel-Blessing, ist es das heutzutage. Doch der Weg zur eigenen Identität und einem Leben im richtigen Körper war nicht immer leicht. Beide sind als Frauen geboren. Ihr wahres Ich haben sie jedoch erst nach Ihrer Anpassung zum Mann gefunden. In berührenden und sehr persönlichen Geschichten gewähren Sie uns einen Einblick in ihr tägliches Leben, erzählen uns von ihrem inneren Coming-out und dem persönlichen Eingeständnis vor der eigenen Familie. Was bedeutet eigentlich Trans* und warum hat es nichts mit sexuellen Vorlieben zu tun? Welchen Prozess muss man in Deutschland bei einer Geschlechtsanpassung durchlaufen und wo besteht der größte Handlungsbedarf? Das und mehr erfährst du in dieser Folge.
26 Minuten
In dieser neuen Folge spreche ich im Interview mit Albert Kehrer über das Versteckspiel, dass viele LGBT* (Lesbian, Gay, Bi, Transgender) täglich im Berufsleben spielen, wenn es um den offenen Umgang mit ihrer eigenen sexuellen Identität geht. Worin liegen die Gründe, dass sich immer noch viele Arbeitnehmer:innen nicht trauen, offen zu ihrer sexuellen Identität am Arbeitsplatz zu stehen? Was können Unternehmen und was kann jeder Einzelne konkret tun, um ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Menschen aufgehoben und akzeptiert fühlen? Und worum geht es bei der Dimension der sexuellen Identität am Arbeitsplatz, fernab von Regenbogenfahnen, wirklich? Das und mehr erfährst Du in dieser Folge.
19 Minuten
Seit die ersten Corona-Fälle Anfang 2020 erstmals auch in Deutschland bekannt wurden, nimmt der gezielte Rassismus gegenüber Asiaten:innen und asiatisch gelesenen Menschen in unserem Land und weltweit stark zu. Die Webdesignerin Victoria Kure-Wu kennt solche Übergriffe aus eigener Erfahrung und wehrt sich dagegen. Doch, was erleben Asiaten:innen in Deutschland und weltweit eigentlich aktuell? Welche Formen von Rassismus begegnet Ihnen? Ist dieser Rassismus ein Problem, was erst in der Corona-Krise entstanden ist und was wird dagegen getan oder kann dagegen getan werden? Das und mehr erfährst Du in dieser Folge. Trigger-Warnung: Diese Folge enthält Erzählungen rassistischer Anfeindungen und kann an bereits erlebte, verletzende und belastende Situationen erinnern.
41 Minuten
Seit dem Tod von George Floyd und der Black Lives Matter Bewegung wird plötzlich wieder sehr viel über Rassismus diskutiert. Dabei brauchen wir gar nicht zwingend in die USA blicken und mit dem Finger auf andere Länder zeigen. Denn Rassismus und Polizeigewalt ist auch in Deutschland ein aktuelles Thema. Im Gespräch mit Josephine Apraku, Afrikawissenschaftlerin und Gründerin des Instituts für diskriminierungsfreie Bildung, blicken wir auf den Rassismus vor unserer eigenen Tür. Wo liegen in Deutschland die Gründe für Rassismus? Ich und Rassist, niemals…oder doch? Was muss passieren, damit sich wirklich etwas ändert? Und, darf ich am Ende überhaupt noch meine freie Meinung äußern oder ist nicht alles letztlich ein potenziell rassistisches Fettnäpfchen? Das uns mehr erfährst und dieser Folge.
35 Minuten
In dieser Folge widmen wir uns dem alten, weißen Mann und beleuchten seine Perspektive auf das Thema Diversität. Thomas Kalker erfüllt in seinem äußeren Erscheinungsbild alle Kriterien eines AWMs. Er selbst lehnt es jedoch ab, als solcher bezeichnet zu werden, denn auch er definiert sich selbst als divers. Im Interview mit ihm sprechen wir darüber, was es bedeutet in Schubladen gesteckt zu werden, wie man diese überwindet und, wie man Menschen begegnet, die einem mit Vorurteilen entgegentreten. Denn: Nicht jeder alte und weiße Mann ist immer zwingend ein alter, weißer Mann oder doch?