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Die Bamberger Psychokalypse Archiv

99 Episoden
59 Minuten
Unser Tastsinn ist eine unvermittelte Brücke zur Welt da draußen: kein Trägermedium, keine Verzögerung, sondern direkter Kontakt. Für die Psychologie ist das Thema außerordentlich wichtig, da für viele Lebensbereiche relevant -- von zwischenmenschlichem Austausch bis zu Bedienelementen von Autos und Mobiltelefonen. In dieser Folge diskutieren Claus, Marius und Niklas über Sandtiere, Luftballons, und ihre Bedeutung für die Allgemeine Psychologie.
1 Stunde
Nach den sensorischen Erfahrungen der ASMR sprechen wir in diesem Vers über visuelle Schönheit -- und dabei über besonders schöne Sachen. Die entsteht aus der Interaktion von Betrachter:in, Kontext und Objekt. So gesehen können auch pastellfarbene Tapeten und "Home Sweet Home"-Wandtattoos eine wichtige Rolle spielen.
58 Minuten
Die Autonomous Sensory Meridian Response, abgekürzt ASMR, bezeichnet ein ganz eigentümliches sensorisches Phänomen, das sich bei bestimmten Geräuschen einstellt: ein Kribbeln, oft beginnend auf der Kopfhaut, das dann langsam über den Nachekn bis zu den Schultern wandert. Tiefe Entspannung stellt sich ein, und doch ist das Gefühl auch irgendwie anregend. Erst seit 2010 wird ASMR wissenschaftlich untersucht. Auf youtube derweil haben entsprechende Videos Klickzahlen im Millionenbereich. So faszinierend wie das Gefühl sind auch die Auslöser.Flüstern, Rascheln -- oder sogar das Schmatzen beim Essen eines Döners. Claus forscht seit einigen Jahren zu diesem Phänomen und diskutiert in dieser Folge mit Marius und Claus über die psychologischen Hintergründe. Damit starten wir in ein Kapitel über außergewöhnliche sensorische Erfahrungen.
58 Minuten
In dieser Folge diskutieren Niklas, Claus und Marius leidenschaftlich über die Psychologie der COVID-19- und anderer Impfungen. Neutrale Information von einer Autorität, der man vertraut, wäre das Optimale. Aber oft sind solche Informationen nicht verfügbar. Und die Emotionen schaukeln sich hoch.
55 Minuten
Bei den drei bisher diskutierten mutmaßlichen Kränkungen ging es immer um eine Sonderstellung, deren wir uns sicher glaubten, und derer wir von der Wissenschaft beraubt wurden. Der Philosoph Nick Bostrom setzt noch eins drauf: Was wäre, wenn wir nicht nur nichts Besonderes sind -- sondern gar nicht so richtig "sind"; nämlich nur im Computer simuliert? Sein Argument: Wenn eine Spezies sehr leistungsfähige Computer hat, und ihre eigene Entwicklung besser verstehen will, dann wird sie irgendwann ihre eigene Entwicklung im Computer simulieren. Und dann sind wir, unsere ganze Welt, unser ganzes Universum, vielleicht nur eine dieser Simulationen. Ein Abklatsch. Die absolute Kränkung? Darüber diskutieren in dieser Folge Marius, Claus und Niklas.
56 Minuten
Auch im dritten Kapitel des Verses über die drei narzisstischen Kränkungen sensu Freud wollen sich Claus und Marius nicht so recht gekränkt fühlen (auch wenn Niklas es gleich zu Beginn darauf anlegt). Wie schlimm ist es, wenn man, Zitat Freud, nicht "Herr im eigenen Haus" ist, selbst wenn das Haus die eigene Psyche ist? Nach über 100 Jahren wäre eh ein Personalwechsel in der Hausverwaltung überfällig.
1 Stunde 3 Minuten
"Der Mensch ist nichts anderes und nichts besseres als die Tiere, er ist selbst aus der Tierreihe hervorgegangen, einigen Arten näher, anderen ferner verwandt." Das schreibt Sigmund Freud 1917; eine Erkenntnis aus der Forschung Chrles Darwins.Ist diese (laut Freud) zweite narzisstische Kränkung der Menschheit interessanter als die kosmologische? Auf jeden Fall sind die Implikationen unserer stammegeschichtlichen Verwandtschaft für Alltag und Ethik viel größer als die der ersten großen Kränkung. Darüber diskutieren in dieser Folge leidenschaftlich Claus, Marius und Niklas.
1 Stunde
In diesem Kapitel dreht sich alles um die "narzisstischen Kränkungen der Menschheit", diagnostiziert 1917 von Sigmund Freud. Und wir sind nicht der MIttelpunkt des Kosmos; aber dafür der Mittelpunkt unserer eigenen Welt. Und ist das nicht, psychologisch gesehen, die wichtigere Perspektive? Darüber diskutieren in dieser Folge Niklas, Claus und Marius.
33 Minuten
Wir wünschen allen Hörer:innen eine gesunde und besinnliche Weihnachtszeit. Wir hören uns im neuen Jahr! Niklas, Marius und CCC
1 Stunde
Loriots "Weihnachten bei Hoppenstedts" -- das ist für viele von uns Nostalgie, eine schöne und doch wehmütige Reminiszenz an eine Zeit die so nie wieder kommen wird. Die Erinnerung an eine Zeit, in der noch alles besser und mehr Lametta war, beschäftigt natürlich auch uns Psychologen. Was macht diese bittersüßen Erinnerungen an früher so besonders? Darbüer diskutieren in dieser Folge Marius, Claus und Niklas.
1 Stunde
Telefonnummern, Geburtstage, Definitionen -- kurzum, präzise Fakten: Das können Computer zuverlässiger und schneller speichern und abrufen als Menschen. Für das, worauf es im Leben ankommt, ist unser Gedächtnis aber optimiert. Relationen, räumliche und soziale Beziehungen, und die Verkmüpfung mit Bedeutung, also das Finden von Sinn: das gelingt uns mit Leichtigkeit. Wie oft in der Psychologie, so müssen wir auch bei Fehlleistungen unseres Gedächtnisses fragen: Bug oder Feature? Fehler oder nützliche Eigenschaft? Das diskutieren in dieser Folge der Bamberger Psychokalypse Niklas, Marius und Claus.
60 Minuten
Wenn unser Gedächtnis einfach nur ein Ort wäre, an dem wir immer neue Erinnerungen türmen, dann wäre es wie der Rücksitz eines Autos: mit der Zeit voller Kram, Wichtiges verschwindet zwischen Alltäglichem, und manchmal finden Sie etwas das da eigentlich gar nicht sein dürfte. Vielleicht haben Sie sich schon einmal durch Fast-Food-Tüten und unbezahlte Knöllchen gewühlt, im trüben Licht der Deckenlampe Ihres Autos, auf der Suche nach ihrem Haustürschlüssel -- und sich dann vorgenommen, in Zukunft etwas mehr Ordnung zu halten. Also regelmäßig auszumisten. Unser Gedächtnis organisiert sich selbst, auch indem wir immer wieder Dinge "vergessen". Dabei ist die Frage, ob diese Informationen dann wirklich weg sind. Aber sie sind aufgeräumt und verknüpft. Diese Fähigkeit zum selbstorganisierten Verknüpfen und "Vergessen" ist vielleicht noch erstaunlicher und anspruchsvoller als die Fähigkeit, Neues zu erlernen. Darüber diskutieren in dieser Folge Niklas, Claus und Marius.
58 Minuten
Wir speichern Informationen nicht wie ein Computer. Unser Gedächtnis arbeitet assoziativ und konstruktiv -- das heißt Neues wird mit Bestehendem verknüpft. Unsere Vergangenheit besteht nicht aus Nullen und Einsen, sondern aus unzählbaren Verbindungen. Diese Art, Information abzulegen, ist robust und so effizient, dass unser Gehirn in einem Menschenleben praktisch nicht "vollaufen" kann. Aber sie hat auch spezifische Probleme. Über diese Stärken und Schwächen unseres Gedächtnissystems sprechen in dieser Folge Claus, Niklas und Marius.
1 Stunde 4 Minuten
Forschung steht in einer ethischen Verantwortung. Was ist, wenn sie Leid verursacht, um Erkenntnis zu erlangen? Wer trifft diese Abwägung? Auch außerhalb der Wissenschaft muss diese Abwägung getroffen werden, beispielsweise wenn ein Kind vermisst wird und der mutmaßliche Entführer schweigt. In dieser Folge diskutieren Niklas, Marius und Claus über Wahrheitsfindung-- und ihre Grenzen.
1 Stunde 2 Minuten
Was bleibt im immer weider beschworenen postfaktischen Zeitalter von der Wahrheit? Lassen nicht solche Wiederholungen, die immer wieder geäußerte Meinung dass Fakten nichts mehr zählen würden, eine Wahrheiit erst wahr werden? Wenn eine Geschichte (zu) gut ist, dann schalten bei vielen Menschen die kognitiven Kontrollmechanismen ab -- das zeigt etwa die Affäre um die Veröffentlichung der vermeintlichen Hitler-Tagebücher 1983 im Stern. Was da passiert, und warum dann doch nicht alle Wahrheiten gleichwertig sind, darüber diskutieren Niklas, Marius und Claus.