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Franko-viel - Der Frankreich-Podcast Archiv

120 Episoden
36 Minuten
Die Proteste gegen die Rentenreform sind Geschichte, aber zur Aufarbeitung des Protestfrühjahrs gehört auch die Klage über eine unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt durch die Polizei. Menschenrechtsgruppen und Richter, aber auch der Europarat sprachen von einem "exzessiven Einsatz von Gewalt". Nicht zum ersten Mal. Auch bei den Gelbwesten-Protesten gab es ähnliche Klagen. Hintergründe zur Polizei in Frankreich in Folge 45.
34 Minuten
Industriepolitik ist für Staatspräsident Emmanuel Macron Chefsache. Nach Jahren der Deindustrialisierung soll die Industrie in Frankreich wieder wachsen. Dafür setzt der Staat auf Subventionen in Milliardenhöhe und Zusammenarbeit mit Deutschland. Im Fokus der Industrieoffensive: "grüne Industriezweige" wie die Batteriezellproduktion.
31 Minuten
Bis heute wird über die Folgen des Mai '68 in Frankreich gestritten. Auch Deutschland spielt hier eine wichtige Rolle. Nicht nur, weil der frühere Studentenführer in Frankfurt am Main im Mai 1968 eine neue Heimat fand. Auf dem Höhepunkt der Proteste hatte ihm Frankreich die Wiedereinreise verweigert. Zehn Jahre hatte das Verbot Bestand.
34 Minuten
Erst waren die Studenten auf den Barrikaden, später schließen sich die Arbeiter an. Fast zehn Millionen Französinnen und Franzosen legen Ende Mai 1968 die Arbeit nieder. Präsident und Premierminister drohen die Kontrolle über das Land zu verlieren. Doch dann wendet sich das Schicksal für de Gaulle.
37 Minuten
Der Einfluss Frankreichs in seinen ehemaligen Kolonien schwindet. Nach Mali musste Frankreich auch seine Anti-Terror-Mission im Nachbarland Burkina Faso beenden. China und Russland wiederum bauen ihre Präsenz in Afrika beständig aus. Weitgehend intakt sind die engen Beziehungen mit Frankreich noch im Senegal. Aber auch im "Schaufenster" der französischen Afrikapolitik wächst die Distanz zu Paris.
1 Stunde 6 Minuten
Der Razzia des Wintervelodroms (Rafle du Vel d'Hiv) am 16. Juli 1942 war sie entkommen, doch im Sommer 1943 wurde Esther Senot von Paris nach Auschwitz deportiert. Die Lagerhaft hat das damals 15 Jahre alte Mädchen überlebt, genauso wie den Todesmarsch im Januar 1945. Heute berichtet die 95-Jährige als Zeitzeugin über das Leben der Juden unter dem Vichy-Regime und ihre Deportation nach Auschwitz.
45 Minuten
In Frankreich muss Otto von Bismarck schon lange als Synonym für den "bösen Deutschen" herhalten. "Bismarckhering - deutsches Gift" hat der Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon vor einigen Jahren ein Pamphlet über Deutschland genannt. Aber auch in der Heimat des ersten Reichskanzlers wächst, 125 Jahre nach seinem Tod, die Distanz zu dem Staatsmann, der das 19. Jahrhundert maßgeblich geprägt hat. Das von Bismarck gegründete Auswärtige Amt hat gerade erst einen Sitzungssaal, der seinem Namen getragen hat, umbenannt.
40 Minuten
Mit neuem Elan steigt Frankreich in den Ausbau der Nuklearenergie ein. Das Parlament hat gerade erst beschlossen, bürokratische Hürden beim Bau der geplanten neuen Reaktoren abzubauen. Auch der Anteil der Nuklearenergie am Strommix soll nicht sinken. Der Ausbau der Erneuerbaren kommt dagegen schleppend voran. Die Gründe im Überblick.
34 Minuten
Zum fünften Mal in Folge sind am Donnerstag Hunderttausende Franzosen auf die Straße gegangen, um gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre zu protestieren. Im Parlament muss die Regierung bei ihrem Projekt Rentenreform zudem eine erste Niederlage einstecken. Franko-viel über die Hintergründe der Reform und den Machtkampf zwischen den Beteiligten.
45 Minuten
Die Erinnerung an die Shoah wurde in Frankreich vergleichsweise spät entwickelt. Erst ab 1999 hat der französische Staat damit begonnen, jüdische Opfer der NS-Besatzung zu entschädigen. In den vergangenen Jahren hat diese Aufarbeitung deutliche Fortschritte gemacht - das gilt auch für die Restitution von NS-Raubkunst.
27 Minuten
Als Konrad Adenauer am 22. Januar 1963 zur Unterzeichnung des Élysée-Vertrags zu Präsident Charles de Gaulle fuhr, hat ihn Hermann Kusterer begleitet. Der Dolmetscher des Auswärtigen Amts hat alle Gespräche zwischen Adenauer und de Gaulle gedolmetscht. Mit Ausnahme des ersten Treffens der beiden am 14. September 1958 in de Gaulles Wohnhaus in Lothringen. De Gaulle, der u.a. in deutscher Kriegsgefangenschaft die deutsche Sprache gelernt hatte, sagte einmal über Kusterer: „Sie verstehen den Kern meiner Gedanken, und wenn Sie sie übersetzen, bringen Sie sie manchmal noch besser zum Ausdruck.“
49 Minuten
Der Aufbau eines Jugendwerks, regelmäßige Konsultationen zwischen den Spitzen des Staates und Absprachen in der Außen-, Europa- und Verteidigungspolitik: Der Élysée-Vertrag war ein Katalysator für die deutsch-französischen Beziehungen. Doch schwere politische Krisen konnte er nicht verhindern.
41 Minuten
Die Mediziner haben den Auftakt gemacht zum Protestjahr 2023. Der Gesundheitsversorgung in Frankreich drohe der Kollaps, sollte der Staat nicht schnell mehr Geld ins System pumpen, sagen die Ärzte. Franko-viel über erschöpftes Personal, "medizinische Wüsten" und Macrons Reformpläne.
45 Minuten
Die einen erhoffen sich Doping fürs Gehirn, für andere geht es vor allem um die Ferien bei den Großeltern: Zweisprachig aufwachsende Kinder in Deutschland haben ihre Exotenrolle zwar längst verloren, aber noch immer ranken sich viele Fragen und Mythen um die bilinguale Erziehung. Und die Zweisprachigkeit hat nicht immer nur Vorteile...
44 Minuten
In der Geschichte Frankreichs hat die katholische Kirche eine herausragende Bedeutung, doch in der Gegenwart steckt die Institution in einer schweren Krise. Ein von den Bischöfen beauftragter unabhängiger Bericht geht von bis zu 330.000 Missbrauchsopfern seit 1950 aus. Der frühere Präsident der Bischofskonferenz hat sich unlängst selbst für schuldig bekannt. Und wie in Deutschland lastet auch in Frankreich der Mitgliederschwund auf der Institution.