Franko-viel - Der Frankreich-Podcast Archiv
120 Episoden
45 Minuten
In der "Berliner Runde" nach der Bundestagswahl forderte Friedrich Merz eine schrittweise Unabhängigkeit Europas von den USA - eine Botschaft, die in Frankreich aufhorchen ließ. Emmanuel Macron hofft auf einen Kanzler Merz als Motor für ein souveräneres Europa. Mit dem Macron-Biografen Joseph de Weck analysieren wir, was Frankreich von Merz erwartet und was für ein starkes Duo Merz-Macron spricht.
43 Minuten
Knapp drei Wochen noch bis zur Bundestagswahl – und die Wahlzettel sind immer noch nicht gedruckt. Für viele Deutsche im Ausland wird das knapp. In Frankreich gibt es dieses Problem nicht: Dort können Bürger im Ausland per Internet wählen, und sogar eigene Abgeordnete vertreten ihre Interessen. Warum geht das in Deutschland nicht? Und warum brauchen die Franzosen keine Kreuzchen auf dem Wahlzettel?
39 Minuten
Staatsverschuldung, politisches Chaos und die Gefahr eines gesellschaftlichen Bruchs – Frankreich steht vor historischen Herausforderungen. In Folge 73 analysiert Handelsblatt-Korrespondent Gregor Waschinski, warum Premierminister François Bayrou von einem „Himalaya an Problemen“ spricht, wie sich die dramatische Haushaltslage auf die Eurozone auswirkt und ob Frankreichs Weg aus der Krise führen kann.
45 Minuten
Zur Eröffnung am 7. Dezember erstrahlt die Pariser Kathedrale in neuem Glanz. Staatspräsident Macron hat seine gewagte Wette vom Wiederaufbau in nur fünf Jahren gewonnen. Die katholische Kirche dürfte allerdings kaum von dem Kraftakt profitieren. Auf seiner Frankreich-Reise im Dezember macht der Papst einen großen Bogen um Notre-Dame. Folge 72 über die "Jahrhundertbaustelle Notre-Dame" – zwischen Stein, Seele und Symbolik.
1 Stunde 5 Minuten
Donald Trump kehrt ins Weiße Haus zurück – und Europa muss sich neu orientieren. Was bedeutet dieser politische Wandel für Frankreich und das Verhältnis zu den USA? Folgt Europa nun den Plänen von Emmanuel Macron für eine größere militärische Eigenständigkeit? In dieser Folge diskutieren wir, wie Frankreich und seine EU-Partner auf Trumps Rückkehr reagieren und ob jetzt der Zeitpunkt für einen europäischen Kurswechsel gekommen ist.
50 Minuten
Wie lange wird es in Frankreich noch Deutschunterricht an den Schulen geben? Welche kulturellen Kompetenzen braucht ein Franzose, um die Deutschen zu verstehen? Wie sieht Deutschunterricht für einen Staatspräsidenten aus? Der Autor und Deutschlehrer Frank Gröninger ist zu Gast in Folge 70.
1 Stunde 5 Minuten
Sarkozys Witze über Merkel, seltsame Lineal-Operationen im Élysée vor jeder Kabinettssitzung und der Rückblick auf historische Szenen der deutsch-französischen Freundschaft. Ulrich Wickert erzählt in Folge 69 aus seinem neuen Buch "Salut les amis: Meine Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen" und erklärt, warum die Kommunikation zwischen Deutschen und Franzosen so kompliziert ist.
38 Minuten
Innerhalb von 60 Jahren ist der Weinkonsum in Frankreich um 70 Prozent eingebrochen. Auch der Export schwächelt. Vor allem Rotwein wird im Überschuss produziert - und wird durch staatliche Destillationskampagnen zu Kraftstoff. Rodungskampagnen sollen das Angebot weiter verringern. Doch einige Winzer sehen in der Krise auch eine Chance.
58 Minuten
Das Linksbündnis "Neue Volksfront" hatte die vorgezogenen Parlamentswahlen im Juli gewonnen, doch Emmanuel Macron hat sich für einen Konservantiven als neuen Premierminister entschieden. Michel Barnier, der frühere EU-Chefunterhändler für den Brexit, führt die neue Regierung an. Doch klar ist: An der Macht halten kann sich der Gaullist nur mit Unterstützung von Marine Le Pen.
32 Minuten
Ein klarer Linksruck ist das Ergebnis der vorgezogenen Parlamentswahl. Doch noch zeichnet sich nicht ab, ob Präsident Macron auch einen Regierungschef aus der Neuen Volksfront ernennen wird. Die schwierige Regierungsbildung, unerfüllbare politische Forderungen und die Zeitenwende in Frankreich sind die Themen in dieser Folge.
50 Minuten
Mehr als 50 Jahre nach ihrer Gründung hat die Le Pen-Partei in Frankreich erstmals eine realistische Machtperspektive. Sollte der Rassemblement National, wie derzeit in den Umfragen prognostiziert, mit Abstand stärkste politische Kraft im Land werden, müsste Präsident Macron RN-Chef Jordan Bardella an die Spitze der Regierung holen. Die Perspektiven einer möglichen vierten Kohabitation für Frankreich sind Thema dieser Folge.
41 Minuten
Jordan Bardella gilt als Ziehsohn von Marine Le Pen. Der 28-jährige Politiker könnte der nächste Premierminister Frankreichs werden. Anfang der Woche stellte der Parteichef des Rassemblement National (RN) seine Pläne für eine Machtübernahme vor. Was würde eine RN-Regierung für Wirtschaft und Finanzmärkte bedeuten?
50 Minuten
Deutlich früher als in Deutschland haben die Folgen des Gaza-Krieges die Universitäten in Frankreich erreicht. Die renommierten Sciences Po-Hochschulen im ganzen Land wurden schon vor Wochen besetzt, die Sorbonne ebenfalls. Der Konflikt wirft ein Schlaglicht auf eine seit vielen Jahren zu beobachtende Radikalisierung in Lehre und Forschung in Frankreich.
42 Minuten
In einer Grundsatzrede an der Sorbonne hat Staatspräsident Emmanuel Macron Ende April ambitionierte Pläne für die Zukunft der Europäischen Union skizziert. Neuen Schwung konnte Macron seiner Partei Renaissance damit im Wahlkampf aber nicht verschaffen. Ihr droht bei den Europawahlen ein Debakel. Weit abgeschlagen hinter dem extrem rechten Rassemblement National könnte Renaissance am 9. Juni sogar noch von den Sozialisten überholt werden und auf Platz drei landen.
42 Minuten
Am 5. Oktober 1972 gründete Jean-Marie Le Pen den Front National. Jahrzehntelang prägte Le Pen die Partei als Vorsitzender - bis seine Tochter dem FN einen Kurs der "Normalisierung" verordnet hat. Aus der später in Rassemblement National (RN) umbenannten Partei wurde Jean-Marie Le Pen ausgeschlossen. Heute ist der RN laut Umfragen die politische Kraft, die mit großem Abstand die meisten Wähler in Frankreich hinter sich versammelt.